A-R/0034/2007
Dienstleistungen der Verwaltung bürgerorientiert und bürgernah erbringen
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Originalantrag
6259 Zeichen
CDU-Fraktion Antrag Nr.: A-R/0034/2007 im Rat der Stadt Münster 23. August 2007 Antrag Dienstleistungen der Verwaltung bürgerorientiert und bürgernah erbringen Der Rat möge beschließen: 1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie bü rgerorientierte und kundenintensive Dienst- leistungen in der Stadtverwaltung mittelfristig noch stärker gebündelt und in Abstimmung mit den Bezirksvertretungen und dem Rat weiter entwickelt werden können. Hierzu klärt die Ver- waltung, welche bürgerorientierten Dienstleistungen sinnvollerweise „aus einer Hand“ angebo- ten werden können. Dabei orientiert sich die Verwaltung an dem sogenannten „Lebenslagen- prinzip“, mit dem eine Vielzahl von alltäglichen Anliegen, die den Kontakt zu mehreren Dienst- stellen der Stadtverwaltung oder zu weiteren Behörden sowie sonstigen Dienstleistungsanbie- tern erfordern, konzentriert werden (so zum Beispiel Aus- und Weiterbildung, Bauen, Familie und Partnerschaft, Geburt, Hochzeit, Jugend / Erziehung, Reise / Auslandsaufenthalt, Ruhe- stand / Alter, Schule, Sterbefall, Umzug / Neubürger, Verkehr und Mobilität, Wohnen). 2. Unter Einbezug der sich abzeichnenden Veränderun gen der gesetzlichen Rahmenbedingun- gen im Bereich des Personenstandswesens und des KFZ-Zulassungswesens, wird geprüft, ob und in wie weit der Bürgerservice durch stärkere organisatorische Bündelung und ein wohn- ortnahes, beispielsweise über die Bezirksverwaltungen zu erbringendes Angebot, verbessert werden kann. 3. Dabei werden die Entwicklungen auf EU- und Bunde sebene zum Ausbau des e-Government- Angebotes mit einbezogen, mit dem Ziel, die Informationstechnik zu nutzen, um Dienstleistun- gen über elektronische Medien möglichst umfassend anzubieten und damit Firmen, Gewerbe- treibenden und Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen, elektronische Medien zu nutzen, um städtische Dienstleistungen umfassend in Anspruch nehmen zu können. 4. Bei Prüfung und Umsetzung der Antragsanliegen ge ht der Rat davon aus, dass durch eine Bündelung bürgerorientierter Angebote und einen stärkeren Einsatz von elektronischen Me- dien sowohl die Qualität der Dienstleistung als auch die Effektivität verbessert werden können, so dass sich mittel- bis langfristig weitere Kosteneinsparungen ergeben. Begründung: Die kundenintensiven Dienstleistungen - insbesondere im Amt für Bürgerangelegenheiten, im Stan- desamt und im Ordnungsamt – sind in den letzten Jahren qualitativ verbessert und ausgebaut wor- den. Die CDU-Fraktion hat mit verschiedenen Anträgen seit 1995 unterstrichen, dass bürgerorientier- te und bürgernahe Dienstleistungen ein wichtiger Baustein für eine moderne dienstleistungsorientierte Stadtverwaltung sind. Auf folgende Anträge sei hingewiesen: . CDU-Antrag 62/95 „Stadtteilorientierte bürgernahe Verwaltung“ (Dienstleistungsangebot der Bezirksverwaltungen stärken, vereinheitlichen und ausweiten mit dem Ziel der Verbesserung des Bürgerservices vor Ort“. . CDU-Antrag Nr. 31/98 „Das Bürgeramt als Servicest elle der Stadtverwaltung“. . Antrag zur Vorlage 1293/1999 „Die Verwaltung komm t zum Bürger - Weiterentwicklung der bürgerorientierten Dienstleistung“. Als ein Ergebnis der Prüfung und Umsetzung dieser Antragsanliegen wurde das Amt für Bürgerange- legenheiten gebildet, um möglichst viele kundenintensive Dienstleistungen aus einer Hand anzubie- ten. Auf der Grundlage dieses organisatorischen Standes ist zu prüfen, wie bürgerorientierte und kunden- intensive Dienstleistungen mittelfristig und perspektivisch noch nachfragegerechter und bürgernäher, unter anderem auch durch elektronische Medien und wohnortnahe Angebote in den Stadtteilen, er- bracht werden können. Hierzu wird auf die Zielsetzungen der europäischen Union, des Bundes und der Länder im Bereich des Ausbaus von e-Government-Anwendungen hingewiesen, Kundenorientierung und Wirtschaftlich- keit des Verwaltungshandelns auf allen Ebenen auszubauen. Auf der EU-Ebene ist mit der Dienstleistungsrichtlinie ein entsprechender erster Schritt gemacht wor- den. Die Verwaltung aller Mitgliedsstaaten sind danach bis 2009 verpflichtet, die Dienstleistungen im Zusammenhang mit Wirtschaft und Gewerbe so zu gestalten, dass alle Formalitäten und der Informa- tionsaustausch mit der Verwaltung über elektronische Medien erledigt werden kann. Im Bereich des Einwohnermeldewesens, des Personenstandswesens und des Zulassungswesens sind auf Bundes- und Länderebene Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Verwaltungsverfahren geplant, um die Dienstleistungen für den Bürger zu verbessern und die Kosten für die Erbringung (z.B. durch zentrale Register, Automatisierung des Mitteilungsverkehrs unter den Behörden etc. zu senken. Zur Weiterentwicklung der grundsätzlichen Anliegen, die von der CDU-Ratsfraktion mit den Anträgen der letzten Jahre eingebracht worden sind, sollen diese sich abzeichnenden Veränderungen genutzt werden, um bürgerorientierte und kundenintensive Aufgaben, aber auch Dienstleistungen für Hand- werk und Gewerbe möglichst aus einer Hand, wohnortnah und umfassend elektronisch unterstützt angeboten werden. Dabei sollen die Wünsche und Bedarfe der Kunden, soweit dies organisatorisch sinnvoll ist und die Effektivität und Wirtschaftlichkeit verbessern hilft, mit berücksichtigt werden. Die CDU-Fraktion ist davon überzeugt, dass eine Optimierung der Organisation und Geschäftspro- zesse nicht nur das Dienstleistungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger verbessert, sondern auch insgesamt dazu beiträgt, die Dienstleistungen der Stadt in diesen Aufgabenbereichen effektiver und wirtschaftlicher zu erbringen. gez. H.-Dieter Sellenriek Frank Baumann Sybille Benning Georg Berding Heinz-Georg Buddenbäumer Elfriede Dalla Riva-Hanning Edgar Drüge Dr. Dietmar Erber Markus Funk Magdalene Gefroi Richard M. Halberstadt Eleonore Heyne Christoph Jahn Horst Kisnat Rolf Klein Karl Kleine-Wilke Marliese Kosmider Franz-P. Graf von Merveldt Dieter Maager Josef Messing Ursula Möllers Andreas Nicklas Robert Otte Karin Reismann Josef Rickfelder Ursula Schaffstein Günter Schulze Blasum Barbara Stober Stefan Weber Helga Welker Simone Wendland
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0034/2007
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 14.09.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37