V/0033/2015
Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 2012
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Anlage 2 - Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster
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Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster Fortschreibung/Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung aus August 2012 Stand: Januar 2015 Anlage 2 zur Vorlage V/0033/2015 Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 2 Aufgabenstellung und Ausgangssituation Die Verkehrsuntersuchung „Masterplan Stadthäfen Mün ster“ mit dem Bearbeitungsstand August 2012 muss fortgeschrieben werden, weil sich nachfolgende Rahmenbedingungen gegenüber der bisherigen Untersuchung weiter konkretisiert haben. Das Untersuchungsgebiet umfasst den Geltungsbereich des Masterplans Stadthäfen Müns- ter und wurde gegenüber der Verkehrsuntersuchung au s 2012 nicht verändert (vgl. Abbil- dung 1). Abbildung 1: Abgrenzung des Untersuchungsgebietes Mit den Ergebnissen der Haushaltsbefragung Münster 2013, liegen aktuelle Daten zum Ver- kehrsverhalten der Münsteraner vor. Aus den beiden folgenden Abbildungen Modal–Split (Abb. 1) und Wegeaufkommen (Abb. 2) können wesentli che Entwicklungen für das zukünfti- ge Verkehrsaufkommen und Verkehrsverhalten der Müns teraner Bevölkerung abgeleitet werden. Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 3 Abbildung 2: Entwicklung des Modal-Splits Seit der letzten Haushaltsbefragung aus dem Jahr 20 07 konnte der Anteil der KFZ-Nutzer bei der Münsteraner Bevölkerung nochmals deutlich von 36,3 % auf einen Anteil von 29,0 % (inklusive Kfz-Mitfahrer) im Jahr 2013 gesenkt werd en. In Kombination mit einer geringeren Mobilität (Wege/24h), wie in Abbildung 2 dargestell t, ist die Mobilität von 3,80 Wege/Tag in 2007 auf 3,42 Wege/Tag in 2013 zurückgegangen. Die Folge ist, dass erstmalig auch der absolute Wert der Kfz-Fahrten bei den Münsteranerin nen und Münsteranern rückläufig ist und auf unter 300.000 Kfz-Personenfahrten/Tag sank. Gleichzeitig wurden jedoch die zu- rückgelegten Wege bei den Kfz-Fahrten länger, was in der Tendenz zu „erlebbaren“ Mehrbe- lastungen auf den Straßen im Stadtgebiet führt. Abbildung 3: Entwicklung der Mobilität Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 4 Aber der Münsteraner Verkehr macht nur ca. die Hälf te des Verkehrs auf Münsters Straßen aus. Die andere Hälfte des Verkehrs wird von den Pe ndlern verursacht. In der Abbildung 4 ist dargestellt, wie sich der Pendlerverkehr von 2001 bis 2007 entwickelt hat. Darüber hinaus gibt es zur Entwicklung des Pendlerverkehrs keine n euen Erkenntnisse. Entsprechende Er- hebungen sind sehr aufwendig und im Arbeitsprogramm für 2015 eingeplant. Aktuelle Aus- sagen zur Pendlerentwicklung für Münster liegen somit frühestens 2016 vor. Abbildung 4: Kfz-Verkehr pro Tag auf den Haupteinfallstraßen im Vergleich 2007 und 2001 Wie sich die Verkehrsbelastungen auf Münsters Straß en tatsächlich darstellen und entwi- ckelt haben, kann mittlerweile dennoch sehr genau n achgehalten werden. An über 100 Sig- nalanlagen und somit an über 300 Straßenquerschnitt en werden seit 2012 täglich die Ver- kehrsbelastungen automatisch erfasst und in einer V erkehrsdatenbank im Amt für Stadtent- wicklung Stadtplanung Verkehrsplanung gespeichert. In der Anlage 1 sind für 36 zufällig ausgewählte Straßenquerschnitte die durchschnittlic hen täglichen Verkehrsbelastungen für die Jahre 2012, 2013 und 2014 dargestellt. Danach w urden in 2012 an den entsprechenden Straßenquerschnitten durchschnittlich 705.522 Kfz/2 4h erfasst. In 2013 waren es 696.380 Kfz/24h und in 2014 (bis September) waren es 699.01 9 Kfz/24h. Dieses Ergebnis belegt nachweisbar, dass der Kfz-Verkehr in den vergangene n 3 Jahren auf den Hauptverkehrs- straßen der Stadt Münster nicht zugenommen hat. Die Ergebnisse der Haushaltsbefragung Münster 2013 und die Auswertungen der Dauerzäh- lungen belegen, dass die auf lange Sicht angelegten Konzepte der Stadt Münster, wie z. B. das Zentrenkonzept, Einzelhandelskonzept, Innenentwicklung vor Außenentwicklung, Förde- Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 5 rung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes und ein er intensiven Öffentlichkeitsarbeit nachhaltig ihre positiven Auswirkungen entfalten. Darüber hinaus haben sich in den vergangenen zwei Jahren weitere Projekte im Geltungsbe- reich des Masterplans Stadthäfen Münster konkretisi ert. Hierzu zählen die Projekte Hafent- or, Coppenrath-Verlag, Käserei, Bioland und weitere . Für diese konkreten Projekte kann in Abhängigkeit der geplanten Bruttogeschossflächenzah len und der ausgewiesenen Stellplät- ze das zukünftige Verkehrsaufkommen detaillierter a bgeschätzt und bei den Prognosen be- rücksichtigt werden. Methode Vor über 25 Jahren hat die Stadt Münster im Rahmen der Aufstellung des Gesamtverkehrs- plans Münster GVP 1986 ein Verkehrssimulationsmodel l angeschafft. Mit Hilfe dieses Ver- kehrsmodells werden im Stadtgebiet von Münster die notwendigen Verkehrsuntersuchungen und Verkehrsprognosen erstellt. Grundlagen der Verkehrssimulationen (Analyse, Prognose, Szenarien) zum fließenden Kraft- fahrzeugverkehr sind: • Die Strukturdaten der Stadt Münster (Einwohner, Er werbstätige, Arbeitsplätze, tertiä- re Arbeitsplätze, Schüler, Studenten, Schulplätze u nd Studienplätze), differenziert nach 174 innerstädtischen Verkehrszellen und 47 Umlandzellen. • Das Verkehrsverhalten der Münsteraner Bevölkerung, das im Jahr 2013 mittlerweile zum sechsten Mal seit 1982 mit Hilfe von Haushaltsb efragungen detailliert ermittelt wurde. • Das vollständige Straßennetz der Stadt Münster, da s komplette Buslinien- und Schienennetz der Stadt Münster und des benachbarten Umlandes sowie auch das gesamte Radwegenetz. Unter in Anspruchnahme dieser Daten werden mit dem Verkehrsmodell der Stadt Münster im gesamtstädtischen Gefüge die vorhandenen Verkehrsbe lastungen im Straßennetz abgebil- det und stellen die Grundlage für weitere Simulationen dar. Die Eingangsdaten des Verkehrssimulationsmodells we rden ständig aktualisiert und über- prüft. Damit ist sichergestellt, dass das Verkehrss imulationsmodell immer auf einem aktuel- len Stand ist und den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Zu Plausibilitätskontrollen werden im Rhythmus von fünf Jahren die Verkehrsbelastungen in Teilen des Hauptverkehrsstraßennetzes durch Verkehr szählungen an Knotenpunkten er- fasst. So liegen die Verkehrsbelastungen im gesamte n Hauptverkehrsstraßennetz und zahl- reicher untergeordneter Straßen vor. Mittlerweile b esteht auch die Möglichkeit, mit den neu- en Verkehrssteuerungsanlagen an ausgewählten Knoten punkten tagesaktuelle Verkehrsbe- lastungen abzurufen (vgl. Kapitel Ausgangssituation ). Im Untersuchungsgebiet sind dies die Knotenpunkte des Albersloher Weges und der Knotenpu nkt Wolbecker Straße/Hansaring. Die Ergebnisse der Verkehrssimulation werden mit de n erfassten Verkehrsbelastungen ab- geglichen. Dieser umfassende Grundlagen- und Analyseaufwand ga rantiert, dass auch kleinräumig er- stellte Verkehrsuntersuchungen aktuell und aussagekräftig so wie fachlich belastbar sind. Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 6 Aufbauend auf die gesamtstädtischen Verkehrsanalyse n werden auch die Verkehrsprogno- sen mit dem Verkehrsmodell der Stadt Münster ausgea rbeitet. Planerisch bildet der Flä- chennutzungsplan der Stadt Münster den Rahmen für d en Prognosenullfall 2025. Darüber hinaus werden je nach Frage-/Aufgabenstellung Detai lplanungen berücksichtigt, um auch kleinräumige Verkehrsprognosen differenziert abbilden zu können. Wie im vorliegenden Fall die Auswirkungen des Masterplans Stadthäfen Münster (Stand: November 2014). Täglich werden im Stadtgebiet von Münster ca. 1,4 M illionen Wege und Fahrten von Müns- teranern und Pendlern zurückgelegt. Das Verkehrsmod ell bildet so realitätsnah wie möglich dieses Verkehrsaufkommen ab und zwar differenziert nach Verkehrsarten (Fuß, Rad, Kfz, ÖPNV), Reisezwecken und Zielen im gesamten Stadtgeb iet und dem angrenzenden Um- land. Grundsätzlich ist aber bei allen Verkehrssimulationen zu berücksichtigen, dass sie auf einem Rechenmodell basieren. Das Verhalten der Verkehrste ilnehmer ist sehr flexibel und unter- liegt diversen Einflussgrößen (z.B. Wetter, Pkw-Ver fügbarkeit), die nicht berechenbar sind und sich täglich ändern. Daher dürfen ausschließlic h die Größenordnungen bei den Ergeb- nissen (Verkehrsbelastungen) einer Verkehrssimulati on betrachtet werden. Für die vorlie- gende Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen be deutet dies, dass, wenn z. B. in der Analyse für einen Straßenabschnitt 1.500 Fahrten/Ta g, in der Prognose 1.200 Fahrten/Tag und im Planfall 1.700 Fahrten/Tag ausgewiesen werde n, die Größenordnung in allen drei Fällen die Gleiche ist und keine wesentlichen Veränderungen für diesen Straßenabschnitt zu erwarten sind. Vergleichs- und Dauerzählungen aus der Vergangenhei t haben gezeigt, dass das Verkehrs- aufkommen täglich um bis zu 20% schwanken kann. Verkehrszählungen sind also immer nur Momentaufnahmen. Technisch wäre es möglich, durch d ie Anwendung von Eichparametern jeden einzelnen Wert der Verkehrserhebungen bei der Simulation der Analyseverkehrsstär- ken zu erreichen. Dies ist jedoch nicht sachgerecht , da damit die simulierten Verkehrsbelas- tungen für die einzelnen Streckenabschnitte nahezu festgeschrieben würden. Anschließende Prognoseberechnungen und Planfälle wären dann kaum noch sinnvoll, da sie nur in sehr begrenztem Umfang zu Veränderungen führen würden. F ür eine fachgerechte Verkehrssi- mulation ist es entscheidender, dass sich das Verke hrsaufkommen gemäß der zugrunde gelegten Verkehrsmatrizen im bewerteten Straßennetz frei verteilen kann, als die übertrieben genaue Wiedergabe kleinsträumlicher Verkehrserhebun gen. Denn insbesondere kurzzeitige Verkehrserhebungen der Spitzenstunden bilden auch n ur eine kurze Momentaufnahme des Verkehrsaufkommens. Analyse Die Analyse beschreibt die aktuelle Verkehrssituati on für das relevante Straßennetz im Un- tersuchungsgebiet. Bei den in Anlage 2 dargestellte n Verkehrsbelastungen handelt es sich um durchschnittliche werktägliche Verkehrsbelastung en für das Bezugsjahr 2014, im weite- ren Verlauf der Untersuchung als DTV W abgekürzt. Dabei handelt es sich um berechnete Werte aus dem Verkehrsmodell der Stadt Münster, die mit vorhandenen Zähldaten abgegli- chen wurden. Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 7 Um im weiteren Verfahren die Vergleichbarkeit zwisc hen der Ist-Situation und den Progno- seberechnungen zu gewährleisten, werden die Analyse ergebnisse aus dem Verkehrsmodell als Grundlage für die weiteren Untersuchungen und Bewertungen mit folgenden Ergebnissen verwendet: • Über den gut ausgebauten 4-streifigen Albersloher Weg wird das Hafengebiet an das städtische und das überregionale Straßennetz angebu nden. Die Verkehrsbelastun- gen liegen südlich des Hansringes bei ca. 22.000 Kf z/24h und steigen bis zur Ein- mündung Lippstädter Straße auf 26.000 Kfz/24h an. I m weiteren Verlauf sinken die Querschnittsbelastungen auf ca. 20.000 Kfz/24h, um südlich der Theodor-Scheiwe- Straße wieder auf über 25.000 Kfz/24h anzusteigen. • Die Lippstädter Straße/der Industrieweg werden auf ihrer gesamten Länge von ca. 11.000 Kfz/24h befahren. • Im Zuge des Hansaringes liegen die werktäglichen V erkehrsbelastungen zwischen 15.000 Kfz und 17.000 Kfz. • Die Schillerstraße, die ebenfalls zum Hauptverkehr sstraßennetz der Stadt Münster zählt, wird in einzelnen Abschnitten werktäglich von bis zu 9.000 Kfz belastet. Für die Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster sind neben den Hauptver- kehrsstraßen auch die Nebenstraßen von Bedeutung. D ies sind der Hafenweg, Soester Straße und Dortmunder Straße (südl. Hansaring), Am Mittelhafen, Hafengrenzweg, Kiese- kampsmühle, Am Hawerkamp, Nieberdingstraße, Theodor-Scheiwe-Straße zwischen Albers- loher Weg und Lütkenbecker Weg. In der Anlage 2 sind auch für das untergeordnete St raßennetz die werktäglichen Quer- schnittsbelastungen dargestellt. Sie liegen deutlic h unter den Belastungswerten des Haupt- verkehrsstraßennetzes. Mit bis zu 7.100 Kfz wird di e Theodor-Scheiwe-Straße im Kreu- zungsbereich zum Albersloher Weg am höchsten belastet. Erwähnt werden müssen die Verkehrsbelastungen der T heodoer-Scheiwe-Str. zwischen Al- erbsloher Weg und Lütkenbecker Straße. Dieser Strec kenabschnitt zwischen Feuerwache und Lütkenbecker Weg befindet sich in Privatbesitz. Der Ausbau dieses Straßenabschnittes entspricht gegenwärtig nicht den städtischen Standa rds. So existieren bspw. nur einseitig, provisorische Nebenanlagen für Fußgänger und Radfah rer. Dennoch wird diese „Schleich- wegverbindung“ mittlerweile werktäglich von ca. 3.700 Kfz genutzt und hat somit eine bedeu- tende Netzfunktion für das Untersuchungsgebiet. Fol gerichtig ist das Bebauungsplanverfah- ren zum Bebauungsplan Nr. 541: Stadthafen 1 / Schil lerstraße / Lütkenbecker Weg / Bun- desstraße 51 / Albersloher Weg bereits am 27.06.201 2 (Aufstellungsbeschluss) eingeleitet worden, um u. a. auch die Voraussetzungen für den B au einer öffentlichen Theodor- Scheiwe-Straße zu schaffen. Prognose-Nullfall 2025 Mit dem Prognose-Nullfall 2025 werden die verkehrli chen Auswirkungen der Entwicklungen und Maßnahmen dargestellt, deren Realisierung aus h eutiger Sicht als wahrscheinlich ein- geschätzt werden. Dieser Planfall gilt als Bemessun gsgrundlage für alle weiteren Untersu- chungen (Lärm, Schadstoff) die im Rahmen der Bebauungsplanung notwendig sind. Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 8 Mit der Haushaltsbefragung Münster 2013 und der Ver fügbarkeit der tatsächlichen erfassten Verkehrsbelastungen müssen die bisherigen Entwicklu ngsparameter für die gesamtstädti- schen Prognosen korrigiert werden. Entsprechend der Expertise „Mobilität Münster / Müns- terland 2050“ aus Juli 2010 und den Ergebnissen aus den fünf Haushaltsbefragungen bis 2007 wurde für den Münsteraner noch bis 2025 eine s tetige Zunahme beim Kfz- Verkehrsaufkommen unterstellt. Die aktuellen Ergebn issen der Haushaltsbefragung Münster 2013 und die Dauerzählstellen belegen aber, dass de r Verkehr der Münsteraner in den ver- gangenen 3 Jahren nicht angestiegen ist. Diese Entw icklung wird bis zum Prognosejahr 2025 fortgeschrieben. Die Verkehrsbelastungen auf Münsters Straßen werden stark vom Pendleraufkommen be- einflusst. Aus diesem Grund muss auch die Entwicklu ng des Pendleraufkommens bis 2025 berücksichtigt werden. In 2007 wurden letztmalig di e Verkehrsbelastungen an den Einfall- straßen der Stadt Münster erfasst und das Pendlerve rkehrsaufkommen daraus abgeleitet. Aktuellere Daten zum Pendlerverkehrsaufkommen liege n nicht vor. Aus diesem Grund wird das Pendlerverkehrsaufkommen entsprechend der Progn osen des Bundes hochgerechnet (Prognose der deutschlandweiten Verkehrsverflechtung 2025, FE-Nr. 96.0857/2005). Die Prognosen des Bundes gehen im Zeitraum von 2004 bis 2025 im motorisierten Individu- alverkehr von einer Erhöhung der Fahrtenzahl um 8,9 % aus. Das entspricht einem durch- schnittlichen jährlichen Zuwachs von 0,42 %. Umgere chnet auf den Zeitraum der Verkehrs- untersuchung Masterplan Stadthäfen Münster (2014-20 25) bedeutet dies eine Steigerung beim Kfz-Fahrtenaufkommen von 4,6 %. In absoluten Zahlen ausgedrückt, werden die Pend- ler bei einem Fahrzeugbesetzungsgrad von 1,2 Person en/Kfz im Jahr 2025 zusätzlich ca. 12.000 Kfz-Fahrten/Tag gesamtstädtisch unternehmen. Somit werden in der Summe ca. 584.000 Kfz/24h im Prognose-Nullfall 2025 umgelegt. Da es sich bei den Zunahmen ausschließlich um Pendlerverk ehre handelt, wurden ausschließlich die Quell- und Zielverkehre der Analysematrix hochgerechnet. Damit die Prognosen auf gesamtstädtischer Ebene und innerhalb des Untersuchungsgebie- tes erstellt werden können, wird das bestehende Straßennetz um die bis zum Jahr 2025 rea- lisierbaren Infrastrukturmaßnahmen ergänzt. Für das Untersuchungsgebiet Masterplan Stadthäfen Münster sind dies das Straßennetz entspr echend Masterplan (ausgenommen ist hier der Knotenpunkt Albersloher Weg/Hansaring, Rea lisierungswahrscheinlichkeit deutlich nach 2025) und die Aufhebung der Abbiegebeziehungen im Zuge Hafenweg. Auf gesamt- städtischer Ebene sind dies der Ausbau/Neubau der B 51/B482n bis zum Schifffahrter Damm, der Ausbau des südlichen Albersloher Weges und die Ortsumgehung Wolbeck (Frei- gabe 16. Dezember 2014). Die zusätzlichen 12.000 Kfz-Verkehre pro Tag werden sich nicht gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilen. Dort wo es Entwicklungsschwe rpunkte gibt, wird verstärkt Verkehr er- zeugt. Bezogen auf das gesamtstädtische Straßennetz , ist der Verkehrszuwachs von täglich 12.000 Kfz-Fahrten (=2 %) bei einem Gesamtvolumen von über 580.000 Kfz-Fahrten am Tag auf einzelnen Hauptverkehrsstraßen kaum nachweisbar . Spürbar werden Struktur- und Netzveränderung, die die Gesamtsumme der Verflechtungsmatrix zwar nicht verändern, aber innerhalb der Matrix zwischen den einzelnen Verkehr szellen, deutlich andere Fahrbeziehun- gen auslösen. Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 9 Hierzu gehören insbesondere die Strukturentwicklung en des Masterplans Stadthäfen Müns- ter. Dabei gibt es konkrete Projekte, Projekte die sich noch in der Planung befinden und Are- ale/Flächen, die es noch zu entwickeln und zu verma rkten gilt. Für die Projekte/Flächen, für die noch keine konkreten Aussagen zum Verkehrsaufko mmen vorliegen, hat die For- schungsgesellschaft für Strassen- und Verkehrswesen , Arbeitsgruppe Verkehrsplanung, Hinweise zur Schätzung des Verkehrsaufkommens von Gebietstypen ausgearbeitet. Somit können für den gesamten Geltungsbereich Masterplan Stadthäfen Münster Annahmen zum zukünftigen Verkehrsaufkommen getroffenen werde n. In der Anlage 3 ist eine tabellari- sche Übersicht der angesetzten Projekte, mit dem je weils abgeschätzten Verkehrsaufkom- men dargestellt. Bei den projektbezogenen dargestel lten Fahrtenaufkommen 2025 handelt es sich um Rechenwerte, die auf der Basis empirisch ermittelter Faktoren beruhen. Diese Ergebnisse werden zunächst nicht gerundet, sondern gehen absolut in das weitere Berech- nungsverfahren ein. Damit wird vermieden, dass sich Rundungsfehler im weiteren Simulati- onsverfahren potenzieren. Erst das abschließende Er gebnisse (Verkehrsbelastungen auf den Straßen) wird gerundet. Für die Verkehrsprognos en werden folgende Verkehrserzeuger berücksichtigt: • Das geplante Hafen-Center wird werktäglich ca. 5.0 00 Kfz auslösen. Diese Größen- ordnung wurde von der Ingenieurgesellschaft nts mbH in Abhängigkeit der geplanten Strukturen, der Anzahl der Stellplätze und der Lage im Stadtgebiet gutachterlich er- mittelt (siehe: Vorläufige Ersteinschätzung zur Ver kehrsuntersuchung im Bereich des Bebauungsplan Nr. 535 Hansaring / Schillerstraße / Hafenweg / Dortmunder Straße in Münster). Das in das Hafencenter integrierte öff entliche Quartiersparkhaus mit sei- nen ca. 200 Stellplätzen wird keinen „Neuverkehr“ e rzeugen, sondern dient aus- schließlich der Neuordnung des vorhandenen Parkens im Quartier Hafen- /Hansaviertel. Hierdurch werden die vorhandenen Par ksuchverkehre deutlich redu- ziert. Die Anbindung des Hafencenters und des Quart iersparkhauses wird zu 80% an den Hansaring und zu 20% an den Hafenweg vorgesehen. • Die geplante Wohnnutzung (Neuhafen) wird voraussic htlich werktäglich bis zu 800 Kfz-Fahrten erzeugen, abgeleitet aus ca. 350-400 ge planten Wohneinheiten, einer durchschnittlichen Belegung von 2 Personen und dere n Verkehrsverhalten (Haus- haltsbefragung Münster 2013). Diese werden zu 100 % an die Schillerstraße ange- bunden. • Das Projekt Hafentor wird eine Bruttogeschossfläch e von ca. 24.000 qm haben und löst ein geschätztes Verkehrsaufkommen von 400 Kfz/ 24h aus. Diese Verkehre wer- den zu 100 % an die Schillerstraße angebunden. • Für eine Fläche der Stadtwerke Münster GmbH von ca . 10.500 qm nördlich des Stadthafens 1 liegen konkrete Konzepte vor. Hieraus ergibt sich für die Ermittlung des Verkehrsaufkommens eine Bruttogeschossfläche vo n ca. 24.000 qm. Die ge- schätzten 417 Kfz/24h werden zu jeweils 50 % an den Hafenweg und die Schiller- straße angebunden. • Der Coppenrath-Verlag plant eine Erweiterung der B ruttogeschlossfläche um ca. 5.800 qm und kann damit rechnerisch 28 Kfz/24h zusä tzlich auslösen. Diese werden zu 100 % an den Hafenweg erschlossen. Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 10 • Mit dem Flechtheim-Rhenusspeicher werden weitere 1 2.200 qm Bruttogeschossflä- che geschaffen, die über die Straße Am Mittelhafen erschlossen wird und entspre- chend der Vorgaben der Forschungsgesellschafft gesc hätzte 424 Kfz/24h erzeugen können. • Das Projekt Cronos wird mit ca. 11.600 qm Bruttoge schossfläche angesetzt und ver- ursacht Kfz-Verkehre von täglich 252 Kfz. Diese Ver kehre werden zu 100 % an die Straße Am Mittelhafen angebunden. • Ein weiteres Vorhaben ist das Bürogebäude der Firm a Super-Biomarkt mit ca. 5.700 qm Bruttogeschossfläche. Dies Projekt geht mit 124 Kfz/24h in die weiteren Progno- seberechnungen ein und wird ebenfalls zu 100 % über die Straße Am Mittelhafen er- schlossen. • 2.500 qm Bruttogeschossfläche werden für den 1. Ba uabschnitt des geplanten Pro- jektes Söbbeke in Ansatz gebracht. Ein Projekt, das auch direkt an der Straße Am Mittelhafen liegt und 87 Kfz/24h auslöst. • Das Postverteilzentrum Am Mittelhafen 55 ist berei ts in Betrieb. Die Verkehre sind be- reits Bestandteil der Analyse. Jedoch muss die Grun dstücksfläche von ca. 5.000 qm bei der Flächenbilanz des Geltungsbereichs Masterpl an Stadthäfen Münster berück- sichtigt werden. • Aufgrund der jeweiligen Planungsstände bei den Pro jekten nördlich des Stadthafens 1 ist von Veränderungen der Nutzungen auszugehen. I m Rahmen der vorliegenden Verkehrsuntersuchung wird bezogen auf die BGF-Zahl eine 20 %ige Wohnnutzung angesetzt. Diese Einwohner lösen täglich 87 Kfz-Fahrten aus. In der Verkehrsuntersuchung aus 2012 standen im Mas terplan Stadthäfen Münster süd- lich des Stadthafens 1 und nördlich des Dortmund-Em s-Kanals noch ca. 22 ha für eine gewerbliche Umnutzung zur Verfügung (Anlage 4). Mittlerweile müssen die gerade zuvor aufgeführten Vorhaben und Projekte, die sich in den letzten 2 Jahren konkretisiert haben gegen gerechnet werden. Hierdurch reduziert sich di e noch zur Verfügung stehende Flä- che von 22 ha auf gut 20 ha. Bei den verbleibenden Flächen handelt es sich weiterhin um Brachflächen bzw. Flächen, die überplant werden und aktuell nur wenig bis keinen Verkehr erzeugen. Auch für diese städtebauliche Sit uation hat die Forschungsgesell- schaft für Straßen- und Verkehrswesen, Arbeitsgrupp e Verkehrsplanung Hinweise zur Schätzung des Verkehrsaufkommens ausgearbeitet, die lauten: „Im Laufe des Planungsprozesses von Gewerbegebieten gibt es Stadien, in denen genauere Kenntnisse von Struktur und Branchen mix noch nicht vorlie- gen. Hier kann der Einsatz von auf empirischen Erfa hrungen beruhenden, flä- chenspezifischen Verkehrsaufkommenswerten hilfreich sein. Diese reichen von unter 100 Kfz/24 h und ha Bruttofläche in „klassischen“ Gewerbegebieten mit hoher Kleinteiligkeit und gutem Branchenmix bis hin zu über 1.000 Kfz/24 h und ha Bruttofläche in Gebieten, in denen Handels - und Freizeitnutzungen mit entsprechenden Kunden- und Besucherverkehren ei nen entscheidenden Anteil der Nutzung des Gebietes ausmachen. Als Maxi malwerte sind in derar- tig strukturierten Bereichen bis zu ca. 1.500 Kfz/2 4h und ha Bruttofläche be- kannt.“ Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 11 Die Tabelle in der Anlage 3 belegt, dass die bisher igen Projekte mit einer Grundfläche von 38.750 qm rechnerisch 1.829 Kfz/24h auslösen. Dies entspricht einem Verkehrsaufkommen von 472Kfz/ha und Tag. Dieses Ergebnis zeigt, die A nnahme mit 450 Kfz/ha und Tag aus der Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Müns ter (Stand: 8/2012) deckt sich im Wesentlichen mit der tatsächlichen Entwicklung. Da der rechnerische Wert für die konkreten Projekte aktuell jedoch etwas höher bei 472 Kfz/ha und Tag liegt, wird dieser Wert für die weiteren Prognoseberechnungen auf 500 Kfz/ha und Ta g aufgerundet. Somit können die restlichen 20 ha des Masterplans, ca. 10.000 Kfz/24 h auslösen. Nach den bisherigen Erfah- rungen, wird es voraussichtlich noch ca. 15 Jahre d auern, bis alle Flächen bebaut sind und die entsprechenden Verkehre ausgelöst werden. Somit werden in den folgenden 11 Jahren, bis zum Prognosehorizont 2025 dementsprechend ca. 7 .500 Kfz/24h von den übrigen Flä- chen des Masterplans Stadthäfen Münster erzeugt. Fü r die Prognoseberechnungen werden die Flächen südlich des Dortmunder Ems-Kanals nicht berücksichtigt. Hierzu zählen die Flä- chen für einen Stadionbau (eine Realisierung vor 20 25 wird ausgeschlossen) und die Erwei- terungsflächen der Firma Cordes. Auch hier wird ein e Erweiterung mit nennenswerten Ver- kehrserzeugern bis 2025 ausgeschlossen. Für den Prognosehorizont 2025 werden drei Netzfälle berechnet. Sie berücksichtigen alle zuvor genannten Struktur- und Netzentwicklungen und unterscheiden sich nur im Ausbauzu- stand bzw. der Verfügbarkeit der Theodor-Scheiwe-St raße zwischen Feuerwache und Lüt- kenbecker Weg. Prognose-Nullfall 2025 Ausbau der Theodor-Scheiwe-S traße entsprechend den Vorga- ben des beschlossenen Masterplans Stadthäfen Münster als öf- fentliche Straße (Anlage 5) Prognose 2025 Fall 1 Die Theodor-Scheiwe-Straße ste ht dem öffentliche Verkehr im heutigen Zustand zur Verfügung (Anlage 6) Prognose 2025 Fall2 Die Theodor-Scheiwe-Straße steh t dem öffentlichen Verkehr nicht zur Verfügung (Anlage7) In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse der Pr ognoseberechnungen 2025 für ausge- wählte Straßenquerschnitte zusammenfassend dargestellt. Der Prognose-Nullfall 2025 beschreibt das Zielkonze pt der Stadt Münster. Die Verkehrsbe- lastungen der B51/B481n werden auch im nächsten Bau abschnitt deutlich auf ca. 50.000 Kfz/24h ansteigen und somit regionale und überregio nale Verkehrsströme bündeln, die aktu- ell das innerstädtische Hauptverkehrsstraßennetz be lasten. Verdoppeln wird sich die Ver- kehrsbelastung auf der Theodor-Scheiwe-Straße zwisc hen Feuerwache und Lütkenbecker Hansaring östl. Hansaring westl. Theodor-Scheiwe-Str. B 51/B481n Albersloher Weg südl. Hafenweg Dortmunder Str. Soester Str. Hafenweg Schillerstr. Prognose-2025 Nullfall 14.500 15.400 7.600 50.000 24.600 2.400 2.900 7.200 9.700 Fall 1 15.900 16.700 3.600 51.600 26.200 2.600 2.800 7.000 8.100 Fall 2 17.500 18.300 0 52.400 27.600 2.700 4.200 8.000 7.100 2.000 5.600 7.900 Analyse 16.900 17.000 3.800 30.300 2.900 26.900 Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 12 Weg. Für diesen Straßenabschnitt wird im Prognose-N ullfall 2025 eine Verkehrsbelastung von 7.600 Kfz/24h prognostiziert. Auf den Straßen Soester Str., Hafenweg und Schillerstraße werden die Verkehrsbelastungen ebenfalls leicht ans teigen. Diese Verkehrszunahmen sind auf die Strukturentwicklungen im Hafengebiet zurückzuführen. Sinkende Querschnittsbelastungen weisen die Prognos eberechnungen für den Hansaring, den Albersloher Weg und die Dortmunder Straße aus. Die Belastungsabnahmen für den Hansaring und den Albersloher Weg ergeben sich aus der Verlagerung der regionalen und überregionalen Verkehrsbeziehungen zugunsten der ausgebauten B51/B481n. Die Abnahme der Verkehrsbelastung im Zuge der Dortmunder Straße muss im Zusammenhang mit der Verkehrsbelastung der Soester Straße betrachtet werden. Beide Straßen bilden eine paralle- le Verbindung zwischen dem Hafenweg und dem Hansari ng. Aus diesem Grund müssen die Entwicklungen dieser Straßen zusammengefasst betrac htet werden. Die Summe der beiden Straßenzüge zeigt einen leichten Anstieg der Verkeh rsbelastungen für den Prognose-Nullfall 2025. In der Analyse liegen die Querschnittsbelastu ngen beider Straßen bei 4.900 Kfz/24h und die Prognoseberechnungen für den Nullfall weise n 5.300 Kfz/24h aus. Diese zusätzli- chen Verkehrsbelastungen werden ebenfalls durch die geplanten Strukturentwicklungen im Hafengebiet ausgelöst. Die Verkehrsbelastungen des Prognose-Nullfalles 202 5 zeigen, dass die langfristigen Netz- und Strukturentwicklungen verkehrlich abwickelbar s ind. Die zusätzlichen Verkehrsbelastun- gen im Zuge der Soester Straße, der Dortmunder Stra ße, des Hafenweges und der Schiller- straße sind bezogen auf die geplanten Strukturentwi cklungen vertretbar. Für den Hansaring wird sich die Situation gegenüber heute sogar etwas verbessern. Die Verkehrsbelastungen sinken in einigen Abschnitten um bis zu 15 %. Dies ergibt sich aus der Verlagerung von Ver- kehrsströmen zugunsten der ausgebauten Theodor-Scheiwe-Straße und der B51/B481n. Mit den Prognosen 2025 Fall 1 und Fall 2 wird die Netzfunktion der Theodor-Scheiwe-Straße zwischen Feuerwache und Lütkenbecker Weg aufgezeigt . Wenn dieser Straßenabschnitt nicht ausgebaut wird, wird das zusätzlich Verkehrsaufkommen der geplanten Strukturen, das angrenzende Straßennetz im Untersuchungsgebiet vers tärkt belasten. Der Vergleich der Verkehrsbelastungszahlen zeigt, dass sich der Verke hr zum einen großräumig über die B51/B481n und zum anderen über die Fahrbeziehung Al bersloher Weg/Hansaring verteilt. Die Verkehrsbelastungen des Hansaringes steigen im Fall 1 wieder auf das heutige Belas- tungsniveau an. Sie liegen im Kreuzungsbereich Albe rsloher Weg/Hansaring leicht über den Berechnungswerten der Analyse. Darüber hinaus finden geringfügige Verdrängungsverkehre in das nachgeordnete Straßennetz statt. Wenn die Theodor-Scheiwe-Straße aber nicht mehr für den öffentlichen Kraftfahrzeugverkehr zur Verfü gung stehen sollte, wie es der Fall 2 un- terstellt, fallen die Verdrängungsverkehre in das n achgeordnete Straßen deutlich höher aus. Die Verkehrsbelastung der Soester Straße und der Do rtmunder Straße steigen in der Sum- men auf 6.900 Kfz/24h. Der Hafenweg wird abschnitts weise von bis zu 8.000 Kfz/24h belas- tet. Die Verkehrsbelastungen des Hansaringes liegen mit bis zu 18.300 Kfz/24h deutlich über den heutigen Werten. Diese Verdrängungsverkehre sind die Folge der Überlastung des Kno- tenpunktes Albersloher Weg/Hansaring/Bremer Straße. Über diesen Knotenpunkt können keine weiteren Verkehrsströme abgewickelt werden. Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 13 Fazit Die Ergebnisse der Prognoseberechnungen (Prognose-N ullfall 2025) zeigen, dass mit dem Zielkonzept der Stadt Münster die geplanten Strukturen des Masterplans Stadthäfen Münster im angrenzenden Straßennetz verkehrstechnisch abgew ickelt werden können. Dabei unter- streichen die Planfälle Prognose 2025 Fall 1 und Fall 2 die Bedeutung der Theodor-Scheiwe- Straße im Zielkonzept des Masterplans Stadthäfen Mü nster. Bereits heute ist diese Straße, mit einer Verkehrsbelastung von täglich ca. 3.700 Kfz, eine wichtige Netzverbindung. Mit der sukzessiven Umsetzung des Masterplans Stadthäfen Mü nster wird die Bedeutung dieser Straße weiter zu nehmen. Grundsätzlich können die prognostizierten Verkehrsstärken jedoch auch ohne eine öffentliche Theodor-Scheiwe-Straße i m Straßennetz verkehrlich abgewickelt werden. Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 14 Anlagen Anlage 1: Auswertung der Dauerzählstellen Anlage 2: Analyse Belastungen im Untersuchungsgebie t Anlage 3: Übersicht der Bisherigen Projekte im Gel tungsbereich des Masterplans Anlage 4: Flächenbilanz Masterplan Stadthäfen Münst er Anlage 5: Prognose-Nullfall 2025 Ausbau der Theodor-Scheiwe-Straße entsprechend den Vorgaben des be- schlossenen Masterplans Stadthäfen Münster als öffentliche Straße Anlage 6: Prognose 2025 Fall 1 Die Theodor-Scheiwe-Straße steht dem öffentliche Kraftfahrzeugverkehr im heutigen Zustand zur Verfügung Anlage 7: Prognose 2025 Fall2 Die Theodor-Scheiwe-Straße steht dem öffentlichen Kraftfahrzeugverkehr nicht zur Verfügung Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 15 Anlage 1: Auswertung der Dauerzählstellen an zufällig ausgewählten Querschnitten Straße Abschnitt hin rück Summe hin rück Summe hin rück Summe Steinfurterstr. Yorck-Ring,Steinfurterstraße 15.482 15.085 30.567 15.227 14.918 30.145 15.837 14.857 30.694 AlbersloherWeg Vogelrohrsheide,Zum Erlenbusch 7.177 7.129 14.306 7.312 7.094 14.406 7.302 7.211 14.513 AlbersloherWeg Homannstr., Albersloher Weg 7.713 7.605 15.318 7.666 7.530 15.196 7.715 7.574 15.289 AlbersloherWeg K10004586, Hiltruperstr. 3.863 4.081 7.944 3.876 4.041 7.917 4.096 4.189 8.285 AlbersloherWeg K10014618, Kiesekamps Mühle 8.621 8.874 17.495 8.080 8.396 16.476 8.014 8.603 16.617 AlbersloherWeg B51,B51 11.392 11.589 22.981 10.753 11.019 21.772 10.802 11.345 22.147 AlbersloherWeg B51,Theodor-Scheiwe-Straße 11.604 10.801 22.405 11.271 10.852 22.123 10.404 9.922 20.326 Steinfurterstr. K10024544,Steinfurterstr. 15.337 14.152 29.489 15.363 14.308 29.671 15.458 14.454 29.912 AlbersloherWeg Hiltruperstr., Albersloher Weg 6.361 6.284 12.645 6.328 6.190 12.518 6.635 6.354 12.989 AlbersloherWeg Loddenheide, Albersloher Weg 16.327 15.814 32.141 15.929 15.396 31.325 15.985 15.519 31.504 AlbersloherWeg Zufahrt Praktiker, Albersloher Weg 12.383 11.037 23.420 12.051 10.706 22.757 12.304 10.923 23.227 AlbersloherWeg K10014618,Albersloher Weg 8.702 9.383 18.085 8.207 9.314 17.521 8.525 10.002 18.527 AlbersloherWeg Otto-Hersing-Weg, Albersloher Weg 7.605 7.713 15.318 7.530 7.666 15.196 7.574 7.715 15.289 AlbersloherWeg K10009738, Gremmendorfer Weg 12.695 11.416 24.111 12.457 11.233 23.690 12.493 11.288 23.781 AlbersloherWeg Heidestr., Albersloher Weg 9.226 8.234 17.460 9.368 8.521 17.889 9.325 9.360 18.685 AlbersloherWeg K10005912, Am Schütthook 6.220 6.444 12.664 6.075 6.312 12.387 6.299 6.519 12.818 AlbersloherWeg Theodor-Scheiwe-Straße, Albersl.Weg. 8.962 8.421 17.383 8.711 8.412 17.123 7.998 7.717 15.715 Weseler Straße Boeselagerstraße, Weselerstraße 9.265 9.465 18.730 9.364 9.647 19.011 9.468 10.142 19.610 Weseler Straße Bonhoefferstr., Weselerstraße 12.588 13.595 26.183 12.588 13.582 26.170 12.316 13.540 25.856 Weseler Straße Buckstraße, Weseler Straße 12.141 13.725 25.866 11.890 13.494 25.384 11.809 13.382 25.191 Weseler Straße K10024152, B51 8.113 8.477 16.590 7.975 8.457 16.432 8.471 8.707 17.178 Weseler Straße B51,B51 11.467 11.589 23.056 11.192 11.637 22.829 11.088 11.672 22.760 Weseler Straße B51,Weseler Straße 8.446 11.451 19.897 8.421 11.526 19.947 8.375 11.513 19.888 Weseler Straße Koldering, Weseler Straße 15.059 13.258 28.317 14.514 13.366 27.880 13.987 12.632 26.619 Weseler Straße Moltkestraße,Weseler Straße 18.132 14.257 32.389 17.123 13.809 30.932 16.935 14.056 30.991 Weseler Straße Buckstraße, Weseler Straße 13.635 12.199 25.834 13.421 11.944 25.365 13.294 11.878 25.172 Willy-Brandt-Weg K10012476, Albersloher Weg 1.876 1.689 3.565 1.924 1.751 3.675 1.991 1.861 3.852 Wolbecker Straße Emdener Straße, Sophienstraße 4.567 3.966 8.533 4.607 3.981 8.588 4.511 3.942 8.453 York-Ring Koburger Weg, York-Ring 13.738 16.029 29.767 13.576 15.765 29.341 13.753 15.809 29.562 York-Ring Gasselstiege, York-Ring 13.553 14.523 28.076 13.306 14.582 27.888 13.256 14.573 27.829 Osttor K10005036, Hiltruper Straße 5.454 5.224 10.678 5.361 5.152 10.513 5.582 5.373 10.955 An den Loddenbüschen Heumannsweg,An den Loddenbüschen 4.465 5.240 9.705 4.534 5.189 9.723 4.404 4.881 9.285 Austermannstraße Steinfurter Straße,Austermannstraße 3.898 3.182 7.080 4.065 3.558 7.623 4.268 3.771 8.039 Schlossplatz K10020564,Lazarettstraße 16.500 17.400 33.900 16.445 17.160 33.605 16.751 17.275 34.026 Gremmendorfer Weg Gustav-Tweer-Weg,Gremmendorfer Weg 4.296 4.450 8.746 4.337 4.378 8.715 4.315 4.388 8.703 Grevener Straße Friesenring,Grevener Straße 8.146 6.732 14.878 7.972 6.675 14.647 8.220 6.512 14.732 355.009 350.513 705.522 348.819 347.561 696.380 349.560 349.459 699.019 2013 2014 2012 Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 16 Anlage 2: Analysebelastungen 2014 [Kfz/24h] Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 17 Anlage 3: Übersicht der bisherigen Projekte im Geltungsbereich des Masterplans Projekt Grundfläche BGF Bewohner BGF ohne Wohnen Beschäftigte Wege/Beschäftigte Kundenwege/Beschäftigtem Summe Wege Kfz-Anteil Kfz/ha Hafentor * 7.200 23.000 18.400 460 920 230 1.150 400 Stadtwerkeflächen, nörl. Stadthafen 1 * 10.500 24.000 19.200 480 960 240 1.200 417 Coppenrath-Verlag * 2.400 5.800 4.640 32 65 16 81 28 Flechtheim-Rhenusspeicher 3.300 12.200 12.200 305 610 610 1.220 424 Cronos 3.650 11.600 11.600 290 580 145 725 252 Super-Biomarkt 2.500 5.700 5.700 143 285 71 356 124 Söbbeke 4.150 2.500 2.500 63 125 125 250 87 Postverteilzentrum 5.050 2.400 2.400 12 24 6 30 10 Wohnnutzung 10.560 106 87 Summe 38.750 1.829 472 * Aufgrund der jeweiligen frühen Planungsstände ist von Veränderungen der jeweiligen Nutzungsänderungen auszugehen. Im Rahmen der VU ist von einem 20 %igen Anteil an Wohnnutzung auszugehen. Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 18 Anlage 4: Flächenbilanz Masterplan Stadthäfen Münst er Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 19 Anlage 5: Prognose-Nullfall 2025 Ausbau der Theodor-Scheiwe-Straße entsprechend den Vorgaben des beschlossenen Masterplans Stadthäfen Münster als öffentliche Straße Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 20 Anlage 6: Prognose 2025 Fall 1 Die Theodor-Scheiwe-Straße steht dem öffentliche Kraftfahrzeugver- kehr im heutigen Zustand zur Verfügung Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 21 Anlage 7: Prognose 2025 Fall 2 Die Theodor-Scheiwe-Straße steht dem öffentlichen Kraftfahrzeugver- kehr nicht zur Verfügung
Beschlussvorlage
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V/0033/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Aktualisierung Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 2012 Beratungsfolge 29.01.2015 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster wird zur Kenntnis genommen. 2. Der Antrag an den Rat Nr. A-R/0016/2014 „Unabhängiges Verkehrsgutachten für Hansa- /Hafen/Herz-Jesu“ erstellen ist erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: keine Begründung: Bezugsraum der Verkehrsuntersuchung 2012 sind die Grenzen des vom Hauptausschuss am 14.12.2011 beschlossenen Masterplans Stadthäfen (Vorlage V/0800/2011). Seit der Beschlussfas- sung zum Masterplan Stadthäfen 2012 (Anlage 1) sind sowohl die städtebaul ichen und die pr o- jektbezogenen Entwicklungen im Plangebiet nennenswert fortgeschritten. Gleichfalls haben auch bei den verkehrlichen Datengrundlagen relevante Weiterentwicklungen stattgefunden. Diese En t- wicklungen hat die Verwaltung zum Anlass genommen, di e vorhandene Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 2012 zu aktualisieren. So konnten in den letzten vier Jahren strukturelle Planungen bzw. Projekte im Maste rplangebiet weiter konkretisiert werden deren verkehrliche Auswirkungen bei der vorlie genden Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung berücksichtigt werden. Darüber hinaus liegen mit den repräsentativen Umfrageergebnissen zum Verkehrsverhalten und zur Verkehrsmittelwahl der Münsteraner - Er- gebnisse einer Haushaltsbefragung im Herbst 2013 - (s. V/0533/2013) aktuelle Daten vor, die Ein- fluss auf das gesamtstädtische Verkehrsaufkommen nehmen. Weiter stehen seit 2012 mit der M o- dernisierung des Verkehrsrechners und der daran angeschlossenen über 100 Signalanlagen seit Vorlagen-Nr.: V/0033/2015 Auskunft erteilt: Herr Renkhoff Ruf: 492 61 52 E-Mail: Renkhoff@stadt-muenster.de Datum: 15.01.2015 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0033/2015 2012 tagesaktuelle Daten zum V erkehrsaufkommen zur Verfügung. Diese aktuellen bzw. neuen Datengrundlagen liefern wichtige Erkenntnisse hinsichtlich des tatsächlichen Ve rkehrsgeschehens und der Verkehrsentwicklung auf Münster Straßen. Der Ratsantrag A -R/0016/2014 „Unabhängiges Verk ehrsgutachten für Hansa -/Hafen/Herz-Jesu erstellen“ der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL vom 24.03.2014 (Anlage 3) wurde vom Rat der Stadt Münster am 02.04.2014 direkt ins Verfahren verwiesen. Das Antragsanliegen wird u.a. im Rahmen dieser Vorlage bzw. bei d er Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung 2012 berücksic h- tigt. Die Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung 2012 geht dabei räumlich und sachlich über das Anliegen des Ratsantrages hinaus, da der gesamte Untersuchungsraum „Masterplan Stadthäfen“ sowie alle seit 2012 realisierten Vorhaben bzw. bis Januar 2015 bekannte Projekte mit der Aktuali- sierung erfasst sind. Zu 1.: Mit der Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 2012 und der hiermit vorgelegten Aktualisierung (Anlage 2) werden die verkehrlich en Auswirkungen der Straßennetz - und Stru k- turentwicklungen für den Masterplan Stadthäfen Münster analysiert. Grundlage der aktualisierten Verkehrsuntersuchung sind die bestehenden Beschlüsse zum Flächennutzungsplan und zum Mas- terplan Stadthäfen Münster 2012 in der vom HA beschlossenen Fassung (s. o.) sowie die aktuellen Rahmenbedingungen, einschließlich der konkreten Projektvorhaben im Stadthafen. Auf Basis einer Analyse der bestehenden Verkehrsbelastungen werden die Auswirkungen der Planu ngen für das Straßenverkehrssystem im Untersuchungsgebiet Masterplan Stadthäfen Münster aufbereitet.. Konkret liegen zurzeit Daten zu allen Projekten nördlich und südlich des Stadthafens vor. Entspr e- chend der Planungsstände wurde das Verkehrsaufkommen dieser Projekte ermitt elt und den we i- teren Berechnungen zugrunde gelegt. Das Verkehrsaufkommen für die übrigen Flächen des Ma s- terplans wurde entsprechend der „Hinweise zur Schätzung des Verkehrsaufkommens von Gebiets- typen“ abgeleitet (siehe Anlage 2). Bereits mit der Verkehrsun tersuchung aus 2012 wurden auch die Wechselwirkungen zw ischen dem Hansaring, der Theodor -Scheiwe-Straße und der B51/B481n hinsichtlich der unterschiedl i- chen Ausbauzustände simuliert und aufgezeigt. Im Rahmen der Aktualisierung der Verkehrsunter- suchung wird der Ausbau der B51 unterstellt. Die Finanzierung dieser Maßna hme ist mittlerweile gesichert. Wegen der noch nicht abschließend geklärten Verfügbarkeit der Th eodor-Scheiwe- Straße wurde die Netzbedeutung dieses im Masterplan Stadthäfen 2012 in Form einer öffentlichen Straße enthaltenen Straßenabschnitts nochmals geprüft. Die aktualisierte Verkehrsuntersuchung stellt dar, wie sich die Verkehrsbelastungen im angre n- zenden Straßennetz entwickeln werden. Danach können die zukünftigen Verkehrsbelastungen ausgehend von der Umsetzung des Zielkonzeptes der Stadt Münster, das durch den gültigen Fl ä- chennutzungsplan und die Beschlüsse zum Masterplan Stadthäfen Münster vor gegeben ist, abge- wickelt werden. Die allgemeine Verkehrssituation, insbesondere für den Hansaring wi rd sich hie r- bei verbessern . Dies wird durch den sogenannten Prognose -Nullfall 2025 unter Annahme einer ausgebauten öffentlichen Theodor-Scheiwe-Str. und der Realisierung des Ausbaus der B51 in der Verkehrsuntersuchung dargestellt. Die Verkehrsbelastunge n und die Verkehrsqualitäten des Hansaringes, der Schillerstraße, der Dortmunder Straße und der Soester Straße werden in erster Linie von der Ve rfügbarkeit der im Masterplan 2012 bereits projektierten öffentlichen Theodor -Scheiwe-Straße bestimmt. Dies bel e- gen auch die bereits vorhandenen „Schleichverkehre“ (3.700 Kfz/24h) im Zuge dieses Straßena b- schnittes. Folgerichtig ist das Bebauungsplanverfahren zum Bebauungsplan Nr. 541: Stadthafen 1 / Schillerstraße / Lütkenbecker Weg / Bu ndesstraße 51 / Albersloher W eg bereits am 27.06.2012 (Aufstellungsbeschluss) eingeleitet worden, um u. a. auch die Voraussetzungen für den Bau einer öffentlichen Theodor-Scheiwe-Straße zu schaffen. - 3 - V/0033/2015 Die geplanten Strukturen lösen vorrangig Verlagerungsverkehre innerhalb des Stadtg ebietes aus und führen nur zu geringfügigen Verkehrssteigerungen im angrenze nden Straßennetz. Darüber hinaus wird erwartet, dass das geplante Quartiersgarage am Hansaring die vorhandenen Park - Suchverkehre reduziert und zur Entspannung der Verkehrssituation im Hafenviertel beiträgt. Im Fazit zeigen die Ergebnisse der Prognoseberechnungen (Prognose -Nullfall 2025), dass mit dem Zielkonzept der Stadt Münster die geplanten Strukturen des Masterplans Stadthäfen Münster 2012 im angrenzenden Straßennetz verkehrstechnis ch abgewickelt werden können. Dabei unte r- streichen die Planfälle Prognose 2025 Fall 1 und Fall 2 die Bedeutung der Theodor -Scheiwe- Straße im Zielkonzept des Masterplans Stadthäfen Münster. Grundsätzlich können die prognost i- zierten Verkehrsstärken jedoch au ch ohne öffentliche Theodor -Scheiwe-Straße im Straßennetz verkehrlich abgewickelt werden. Da sich gegenüber der Verkehrsuntersuchung 2012 die Rahme n- bedingungen verändert haben, werden auch die vorhabenbezogenen Verkehrsuntersuchu ngen im Zuge der laufenden Bauleitplanverfahren folgerichtig überprüft und ggfs. angepasst. Zu 2.: Alle umfangreicheren Verkehrsuntersuchungen der Stadt Münster werden mit dem Verkehrsmodell der Stadt Münster unter Berücksichtigung aller gesamtstädtischer Einflussgrößen durchg eführt. Unter Anwendung eines Verkehrsmodells lassen sich die innerstädtischen Struktur - und Verkehrs- verschiebungen ermitteln. Die im Untersuchungsgebiet geplanten Strukturen werden nur zu einem gewissen Prozentsatz zusätzliche Kfz -Fahrten (Neuverkehre) auslöse n. Wechselwirkungen zw i- schen Neuverkehr und bestehenden Verkehrsströmen, wie sie Gegenstand dieser Verkehrsunte r- suchung sind, lassen sich nur mit einem geeichten gesamtstädtischen Verkehrsmodell aufzeigen. Bei einer großräumigen Verkehrsuntersuchung wie de r Verkehrsuntersuchung zum Masterplan Stadthäfen Münster ist dieses Verfahren zwingend erforderlich. Die Stadt Münster unterhält seit über 25 Jahren ein entsprechendes Verkehrsmodell, das laufend aktualisiert wird. Darüber hinaus- gehend können durch den Ver kehrsrechner und die seit 2012 über 100 angeschlossenen Signa l- anlagen die täglichen Verkehrsbelastungen im Stadtgebiet erfasst und analysiert werden. Somit verfügt die Stadt Münster in einer hohen Qualität über die notwendigen Voraussetzungen zur Ausarbeitung komplexer Verkehrsuntersuchungen. Es ist gängige Praxis, dass externe Gutachter auf diese Grundlagen des Verkehrsmodells der Stadt Münster zurückgreifen, da das separate Aufbauen eines gesamtstädtischen Verkehrsmodells für eine einzelne Verkehrsuntersuchung im Regelfall aus den genannten Gründen weder erforde r- lich noch wirtschaftlich vertretbar ist. Den Gutachtern werden die umfassenden Daten des Ve r- kehrsmodells der Stadt Münster für ihre Verkehrsuntersuchungen bei Bedarf zur Verfügung g e- stellt. Die Er gebnisse der externen Verkehrsuntersuchungen werden anschließend mit der Fac h- verwaltung abgestimmt bzw. hinsichtlich der Methodik geprüft. Die Verwaltung prüft, i nwieweit die Grundlagen und Rahmenbedingungen der Stadt Münster berücksichtigt wurden und die Ergebnis- se der Verkehrsuntersuchung fachlich nachvollziehbar sind. Somit können die rechnerischen E r- gebnisse eines externen Gutachtens nicht grundsätzlich von den Ergebnissen einer intern durc h- geführten Verkehrsuntersuchung abweichen, weil sowohl Methodik, Grundlagendaten und Pro g- nosedaten (Planinhalte) als jeweilige Input -Daten übereinstimmen. Aus den genannten Gründen würde daher eine extern durchgeführte Verkehrsuntersuchung keine weitergehenden Erkenntnisse erbringen. In Vertretung. Schultheiß Stadtdirektor - 4 - V/0033/2015 Anlagen: 1. Masterplan 2. Verkehrsuntersuchung Masterplan Stadthäfen Münster 3. Ratsantrag Bündnis 90/Die Grünen/GAL Nr. A-R/0016/2014 vom 24.03.2014 „Unabhängi- ges Verkehrsgutachten für Hansa-/Hafen/Herz-Jesu erstellen“
Anlage 1 - Masterplan-Mai-2012
32 Zeichen
Anlage 1 zur Vorlage V/0033/2015
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (45)
- Theodor-Scheiwe-Straße 11
- Schillerstraße
- Dortmunder Straße
- Soester Straße
- Wolbecker Straße
- Lippstädter Straße
- Nieberdingstraße
- Weseler Straße 12
- Sophienstraße 4
- Hiltruper Straße 5
- Austermannstraße 3
- Lazarettstraße 16
- Grevener Straße 8
- Hansaring
- Lütkenbecker Weg
- Albersloher Weg 7
- Industrieweg
- Hafenweg
- Hafengrenzweg
- Otto-Hersing-Weg
- Gremmendorfer Weg 12
- Willy-Brandt-Weg
- York-Ring 13
- Schlossplatz
- Gustav-Tweer-Weg
- Am Mittelhafen 55
- Am Hawerkamp
- Zum Erlenbusch 7
- Am Schütthook 6
- Schifffahrter Damm
- Boeselagerstraße
- An den Loddenbüschen 4
- Steinfurter Straße
- Bremer Straße
- Vogelrohrsheide
- Kiesekamps Mühle 8
- Moltkestraße
- Emdener Straße
- Loddenheide
- Buckstraße
- Koburger Weg
- Gasselstiege
- Heumannsweg
- Friesenring
- Osttor
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Details
- Aktenzeichen
- V/0033/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.01.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37