4104/2018
WLAN in der U-Bahnhaltestelle Venloer Str / Gürtel; Antrag der FDP/Piraten-Fraktion AN/1434/2018
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Stellungnahme zu einem Antrag (BV)
4847 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/12 Vorlagen-Nummer 4104/2018 Stellungnahme zu einem Antrag öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 28.01.2019 Die Bezirksvertretung Ehrenfeld hat in ihrer Sitzung am 03.12.2018 einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung beauftragt wird, in der U-Bahnhaltestelle Venloer Straße / Gürtel öffentliches WLAN für die Fahrgäste zur Verfügung zu stellen. Stellungnahme der Verwaltung: Das Interesse der Bezirksvertretung Ehrenfeld an hotspot.koeln und dessen Verfügbarkeit in der un- terirdischen KVB-Haltestelle „Venloer Straße“ ist zu begrüßen. Seit dem Jahr 2016 finden Bestrebungen statt, die unterirdischen Haltestellen sukzessive mit öffentli- chem WLAN auszustatten. Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 15.03.2016 den Ände- rungsantrag AN/0516/2016 beschlossen: „Der Rat beauftragt die Verwaltung und die KVB AG in Kooperation mit der NetCologne GmbH in ei- nem ersten Schritt als Piloten WLAN Access Points in der U-Bahn-Station Dom/HBF sowie in zwei weiteren Haltestellen, die durch Fahrgäste - insbesondere auch Touristen - stark frequentiert werden, einzurichten. Dies ist unter der Voraussetzung der Kostenneutralität für den städtischen Haushalt zu realisieren. Möglichkeiten der Freifunk-Nutzung sind zu prüfen. Bevor eine Installation in weiteren Haltestellen erfolgen soll, sind nach einem Jahr Betrieb die Anzahl der Nutzenden, die Nutzungsdauer und die reale Kostenentwicklung zu evaluieren. Außerdem ist die technische und tarifliche Entwicklung für den LTE-Bereich zu beobachten. Die Ergebnisse sind dem Verkehrsausschuss und dem Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfra- gen/Vergabe/Internationales mitzuteilen.“ Technischer Abschlussbericht der KVB: „Nach Ablauf eines Betriebsjahres kommt die KVB zu dem Ergebnis, dass die Kunden das Angebot des Pilotprojektes zunehmend nutzen und die Technik im Probezeitraum fehlerfrei lief. Allerdings kann zum heutigen Zeitpunkt keine klare Zukunftsprognose hinsichtlich der Nutzerentwicklung ge- macht werden. Einerseits stehen WLAN und Mobilfunk durchaus in Konkurrenz zueinander, anderer- seits macht die Volumenbegrenzung im Mobilfunk ein paralleles WLAN-Angebot durchaus attraktiv. Die Mobilfunkanbieter unternehmen zahlreiche Anstrengungen, um den stetig steigenden Datenbe- darf gerecht zu werden. Dazu werden die Mobilfunknetze weiter ausgebaut. Die Markteinführung des 5G-Standards soll ab dem Jahr 2020 erfolgen, eine realistische Einführung wird auf 2025 geschätzt, die eine Steigerung der Übertragungsrate um etwa das 10-fache der LTE-Geschwindigkeit ermögli- chen soll. 2 Das kostenlose WLAN hat jedoch auch die Auswirkung, dass sich in den Haltestellen vermehrt Per- sonen ohne Reiseabsicht aufhalten, um dort über längere Zeiträume das kostenlose WLAN zu nut- zen. Sie blockieren dabei häufig die Sitzmöglichkeiten auf den Bahnsteigen der U-Bahn. In einzelnen Fällen haben sich Fahrgäste bereits kritisch zum Verhalten einiger dieser Personen geäußert. Sollten weitere Haltestellen mit WLAN ausgestattet werden, entstehen Installationskosten, die von der Beschaffenheit und der Ausstattung der jeweiligen Haltestelle abhängig sind. Für die Haltestelle Dom beliefen sich die Installationskosten auf 15.000 Euro, für die Haltestelle Rudolfplatz auf 13.000 Euro und für die Haltestelle Friesenplatz auf 29.000 Euro. Basierend auf den Erkenntnissen der bisher in- stallierten Haltestellen, werden die Kosten für die Ausrüstung aller U-Bahnhaltestellen mit WLAN auf ca. 1 Mio. Euro geschätzt. Hinzu kämen die Kosten für den Betrieb der Anlagen. Bei einer Ausstat- tung aller U-Bahnhaltestellen würden die Folgekosten bei rd. 500.000 Euro/Jahr liegen.“ Weitere Vorgehensweise: In seiner Sitzung am 08.11.2018 hat der Rat der Stadt Köln den Haushalt für das Jahr 2019 be- schlossen. Hierin sind 100.000 Euro für den weiteren Ausbau von WLAN an KVB-Haltestellen auf Initiative der Politik berücksichtigt. Auf dieser Basis sind Gespräche über die weitere Erschließung von unterirdischen Haltestellen mit der KVB und NetCologne geplant, mit dem Ziel einer genauen Kostenevaluierung und Priorisierung der Umsetzung. Den Betrieb der Anlagen wird die NetCologne übernehmen. Insoweit ist festzustellen, dass dem Beschluss der Bezirksvertretung Ehrenfeld bereits in der Aus- baustrategie für das öffentliche WLAN der Stadt Köln Rechnung getragen wird. Grundsätzlich sollen alle unterirdischen KVB-Haltestellen ausgebaut werden. Einzig die Reihenfolge und somit auch der Zeit-punkt der jeweiligen Erschließung kann aktuell noch nicht benannt werden. Dies bleibt den Ab- stimmungen mit der KVB und NetCologne nach Abschluss des Pilotprojektes sowie der ausreichen- den Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln vorbehalten.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (3)
- Venloer Straße
- Friesenplatz
- Rudolfplatz
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Details
- Aktenzeichen
- 4104/2018
- Typ
- Stellungnahme zu einem Antrag (BV)
- Datum
- 20.12.2018
- Erstellt
- 07.12.2018 09:04