AN/0128/2026
Leerstehende Wohnungen in der GAG-Siedlung in Köln-Stammheim (Adolf- Kober- Straße, Moses- Hess-Straße) übergangsweise wieder bewohnbar machen
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Antrag 1 Leerstehende Wohnungen in der GAG- Siedlung in Köln-Stammheim wieder bewohnbar machen
3701 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister
Stadtbezirk Mülheim
Vincent Morawietz
Herr Oberbürgermeister
Torsten Burmester
Die Linke Fraktion
Bündnis 90/ Die Grünen Fraktion
in der BV Köln- Mülheim
Bezirksrathaus Köln-Mülheim
Wiener Platz 2a
51065 Köln
Köln, den 19.01.2026
Antrag gem. § 38 der Geschäftsordnung des Rates
Leerstehende Wohnungen in der GAG-Siedlung in Köln-Stammheim (Adolf-
Kober- Straße, Moses- Hess-Straße) übergangsweise wieder bewohnbar
machen
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Fraktionen Die Linke und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bitten Sie, den
nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der
Bezirksvertretung Köln- Mülheim zu setzen.
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Köln-Mülheim bittet den Rat der Stadt Köln und Herrn
Oberbürgermeister Thorsten Burmester den erforderlichen Einfluss auf die GAG
auszuüben, damit leerstehende Wohnungen in der oben benannten GAG-Siedlung
und den benannten Straßen in Köln-Stammheim übergangsweise wieder bewohnbar
gemacht werden.
Begründung:
Die GAG Immobilien AG ist das größte Wohnungsunternehmen im Raum Köln.
Mit über 88 % ist die Stadt Köln der Hauptaktionärin des Unternehmens und kann
demnach auch Einfluss auf Entscheidungen des Unternehmens geltend machen.
Gerade in der jetzigen Jahreszeit und den drastischen Witterungsverhältnissen sollte
einmal mehr überlegt werden, wo leerstehender Wohnraum in öffentlicher Hand
übergangsweise wieder bewohnbar gemacht werden kann.
In den genannten Straßen gibt es etliche Wohnhäuser, in den von acht
Wohneinheiten bis zu drei Wohneinheiten leer stehen.
In einer Antwort der GAG auf eine Anfrage der Linken vom 18.09.2023 wird darauf
hingewiesen, dass die leer stehenden Wohnungen in einem schlechten baulichen
und energetischem Zustand seien und der Aufwand , der zu betreiben wäre, um die
Wohnungen für einen vorübergehende Weitervermietung herzurichten
unverhältnismäßig und betriebswirtschaftlich nicht darstellbar sei. Über diese vagen
Äußerungen hinaus blieb die GAG weitere ausführliche Darstellungen schuldig. Bei
einer Aktuellen Stunde zur Thematik, die am 12.01.2024 auf Antrag der Linken in der
BV Sitzung stattfand, kam sie der Bitte der Teilnahme und der persönlichen
Beantwortung weiterer Fragen leider nicht nach.
Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen, immer noch wohnen viel Mieter*innen in
Wohnhäusern der beiden benannten Straßen. Immer noch stehen etliche
Wohnungen in mehrheitlich bewohnten Häusern leer.
Man könnte meinen eine Stadt wie Köln, in der die Situation von
Wohnungssuchenden, Wohnungslosen und Obdachlosen derart desolat ist müsste
es besser wissen, als dass sie Wohnraum über einen solch langen Zeitraum dem
Wohnungsmarkt entzieht.
Auch schreitet das Bauvorhaben der GAG innerhalb der Stammheimer Siedlung nur
in einem geringen Tempo voran. Mit dem Abriss der ersten Wohnhäuser in der Elias-
Gut-Straße wurde irgendwann in 2024 begonnen. Ein Abschluss desselben ist noch
nicht erreicht und wie lange der angekündigte Neubau noch auf sich warten lässt ist
ungewiss.
Vorhandener Wohnraum der GAG sollte daher nicht leer stehen, sondern zumindest
für eine Zwischennutzung hergerichtet werden.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Beate Hane-Knoll gez. Jonas Höltig
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender
Die Linke. Bündnis 90/ Die Grünen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0128/2026
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 21.01.2026
- Erstellt
- 21.01.2026 11:37