V/0671/2006
WerseRadWeg
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Berichtsvorlage
11372 Zeichen
V/0671/2006
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Betrifft
Ausstattung WerseRadWeg
Beratungsfolge
14.09.2006 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht
19.09.2006 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht
Bericht:
Ausgangslage:
Im Rahmen der REGIONALE 2004 – Rechts und Links der Ems ist als zentrales verbindendes
Projekt der Emsauen Weg entwickelt worden.
Neben der Erstellung einer durchgängigen Radwanderwegeführung ist zugleich eine Qualifizie-
rung durch entsprechende Ausstattungs- und Gestaltungselemente herbeigeführt worden.
Bänke, Infotafeln, Aussichtsplattformen, Stelen als Aufmerksamkeitselement für besondere Orte
sowie als Wegemarkierung verleihen dem Emsauenweg eine eigene Identität und Attraktivität.
Innerhalb kürzester Zeit ist er zu einem touristischen Markenzeichen der Region geworden und
wurde als Radroute des Jahres in NRW ausgezeichnet.
Im Zuge der REGIONALE wurde deutlich, dass auch der Werseraum eine herausragende Rolle
für die Region einnimmt. Hierzu hat die Geschäftsstelle eine thematische Vertiefung unter dem
Titel „Wersemäander“ aufbereitet.
Mit dem Konzept zum WerseRadWeg wird einerseits die naturräumliche und kulturelle Kompo-
nente des Raumes aufgegriffen und zugleich di e äußerst erfolgreiche Konzeption des Emsauen
Weges fortgeführt.
Wegen der benannten räumlichen, regionalen, wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung wur-
de das Konzept unter Federführung des Kreises Warendorf und in Zusammenarbeit mit den
Städten im Kreis Warendorf sowie der Stadt Münster mit Unterstützung der Geschäftsstelle der
REGIONALE als förderfähiges Nachfolgeprojekt qualifiziert.
Vorlagen-Nr.:
V/0671/2006
Auskunft erteilt:
Herr Stoldt
Ruf:
492 67 20
E-Mail:
StoldtR@stadt-muenster.de
Datum:
29.08.2006
Öffentliche Berichtsvorlage
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Das Rahmenkonzept:
Ziele:
Mit dem WerseRadWeg sollen:
1. eine zusammenhängende Wegeverbindung von der Quelle bis zur Mündung entwickelt
werden, ergänzt durch einen Anschluss nach Rheda-Wiedenbrück sowie an den südlich
angrenzenden Lipperaum.(s. Anlage 1,)
2. zugleich die Standorte der Landesgartenschauen Hamm, Oelde, Rheda-Wiedenbrück in
die Konzeption eingebunden werden,
3. die Kennzeichnung und Qualifizierung des Weges mit eigenen Ausstattungselementen er-
folgen,
4. die landschaftsräumlichen und kulturellen Besonderheiten dargestellt und übermittelt wer-
den.
Im Verbund mit dem Emsauen Weg sowie dem Anschluss an die Lipperegion wird sich ein tou-
ristisch hoch interessanter Erlebnisraum Werse-Lippe-Ems ergeben, der sich zudem durch eine
sehr gute Einbindung in das Schienennetz auszeichnet.
Die Planung:
Auf Grundlage der dargelegten Konzeptüberlegungen wurde durch das Büro Aufmkolk, welches
auch die Planung für den Emsauen Weg erstellt hat, eine Rahmenplanung für die Wegeführung
und die Ausgestaltung entwickelt.
Die Planung wird von folgenden Grundsätzen getragen:
• Ausbau des Weges in wassergebundener Decke, bzw. Führung auf Wirtschaftswe-
gen, möglichst abseits der Hauptverkehrsstraßen
Gesamtwegeführung ca. 110 km von Rheda-Wiedenbrück bis zur Mündung an der
Haskenau
43,0 km auf eigener Trasse
18,2 km Neubau ( im Kreis Warendorf)
26,6 km Führung auf Wirtschaftswegen
21,2 km Wegeführung auf klassifizierten Straßen
• Dokumentation des Raumes in der typischen kulturellen und naturräumlichen Cha-
rakteristik:
Die Kalkwerse (Bereich Ahlen / Beckum) entspricht der „Industriewerse“, bei der die
Zementindustrie, Steinkohlenabbau, Wasserrückhaltung usw. im Vordergrund ste-
hen.
Die Lehmwerse ist die „Agrarwerse“, hier wird insbesondere der landwirtschaftliche
Raumbezug thematisiert.
Die Sandwerse prägt insbesondere den münsteraner Abschnitt der Werse. Diese so
genannte „Freizeitwerse“ ist stark geprägt durch Freizeitnutzung, Wassersportaktivi-
täten, Wersegastronomie und freizeitbezogenen Naturgenuss.
• Die Übermittlung der speziellen Charaktermerkmale soll an Hand so genannter Er-
zählstationen erfolgen.
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• Der Weg soll eine einheitliche Grundausstattung bekommen, um die Unverwechsel-
barkeit und Identität für die Freizeitnutzung und Touristik zu stärken.
Im Gesamtverlauf des ca. 110 km langen Weges sind vom Planer 29 Erzählstationen
vorgesehen.
Die Erzählstationen werden mit Bänken zum Verweilen ausgerüstet, an einigen Or-
ten ergänzt durch Tische. Auf Infotafeln werden die Besonderheiten des Ortes dar-
gestellt.
Einzelstandorte von Bänken oder Bankgruppen ergänzen das Angebot.
Wegemarkierungen z.B. Stelen kennzeichnen als Leitelement den Weg.
An herausragenden Orten mit besonderem Panorama werden Aussichtstürme er-
richtet.
• Der Weg soll in das Radwegesystem NRW als eigenständige Themenroute Werse
Rad Weg eingebunden werden.
Austattungselemente:
Für die Ausstattungselemente entlang des Verlaufes des WerseRadWeges hat die Geschäfts-
stelle der REGIONALE einen Wettbewerb unter drei aufgeforderten Architekten ausgelobt, um für
den Raum entsprechende Lösungsvorschläge zu erhalten.
Mit der weiteren Konkretisierung der aus dem Wettbewerb hervorgegangenen Vorschläge und
Anregungen ist das Büro Farwick aus Emsdetten beauftragt worden. Das Büro hat unter Feder-
führung der REGIONALE auch die Ausstattung am EmsAuenWeg konzipiert.
Unter Berücksichtigung der Gestaltungselemente am Emsauen Weg sowie der örtlichen Ansprü-
che am WerseRadWeg sowie o.g. Planungsgrundsätze sollen die in Anlage 2 dargestellten Ele-
mente zur Anwendung kommen.
Die prinzipielle Förderfähigkeit unter dem Gesichtspunkt einer eigenständigen Identität für die
Werse Region wurde in Abstimmungsgesprächen mit dem Fördergeber in Aussicht gestellt.
Ausstattung in Münster:
Der Werse Rad Weg in Münster ist grundsätzlich vorhanden und stellt sich in vielen Abschnitten
als idyllische eigenständige Wegeführung mit hohem Naturgenuss dar.
Wegebaumaßnahmen sind insofern nicht erforderlich.
Im Abschnitt Münster bezieht sich die Aufwertung und Qualifizierung in erster Linie auf die Aus-
stattungselemente (s. Anlage 2)
Auf dem ca. 20 km langen WerseRadWeg in Münster sind folgende Maßnahmen vorgesehen.
Stelen als Leitelement:
Entlang des Weges sollen im Abstand von ei nem Km die genannten Stelen wegebegleitend er
-
stellt werden.
Sie dienen als Leitelement und zugleich auch als Entfernungsorientierung. Über den gesamten
Verlauf des Weges ergibt sich somit eine durchgängige Orientierung und Identität.
Im Gebiet der Stadt Münster fallen somit 20 Stelen an.
Erzählstationen:
Im Stadtgebiet werden 5 Erzählstationen mit Infotafeln und Bankstandorten eingerichtet:
• Haskenau:
Auf eine weitergehende neue Ausschilderung wird verzichtet, da hier bereits umfangrei-
che Informationen durch bestehende Infotafeln gegeben werden.
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• Boniburg:
Mit der Infotafel wird auf die historischen Bezüge und auf die Bedeutung des Raumes
eingegangen.
Wegen der gesamträumlichen und historischen Zusammenhänge wird dieser Standort mit
5 Bänken und einem Tisch ausgestattet (Diese Ausstattung entspricht der Intention des
Antrages aus der BV-Ost)
• Pleistermühle:
Der Standort Pleistermühle zeichnet sich durch den Mühlenkolk mit Organismenaufstieg,
sowie der Querung des Europaradweges R1 - Calais - St. Petersburg aus.
• Auwald Stapelskotten (Naturschutzgebiet)
An dieser Stelle werden die besondere naturräumliche Situation und die Bedeutung des
vorhandenen Naturschutzgebietes dargelegt.
• Gallitzin Brücke
In Abstimmung mit dem Heimatverein und der vorliegenden Planung im Bereich der Gal-
litzin Eiche wird die besondere Situation und der historische Bezug thematisiert.
Ergänzend wird am Parkplatz an der K 18 (Abfahrt vom Schiffahrter Damm ) eine Infotafel als
thematischer Auftakt aufgestellt, die über den Werse Rad Weg insgesamt informiert. Die vor-
handene Bank wird ersetzt, um den Auftakt in die gestalterische Durchgängigkeit zu finden.
.
Rastplatz:
Im Bereich der Wersebrücke am Hofkamp ist am neuen Anschluss der Radwegeverbindung
am Böddingheideweg ein Rastplatz vorgesehen. Der Standort wird mit 2 Bänken und einem
Tisch als Rastplatz entwickelt.
Bänke
Im Zusammenhang mit den Erzählstationen so
wie dem Rastplatz werden die in Anlage 2
dargestellt Bänke aufgestellt.
Im Bereich Boniburg sowie am Rastplatz Wersebrücke Alter Postweg wird jeweils ein Tisch
ergänzt.
Da die Bänke zugleich auch durchgängiges Leitbild für den Werse Rad Weg sind, werden im
Verlaufe des Weges vorhandene, abgängige bzw. sanierungsbedürftige Bänke durch den
neuen Typ ersetzt.
Dem Prüfauftrag aus der BV Ost zur Ergänzung weiterer Bänke im Bereich zwischen Wolbe-
ckerstraße und Pleistermühle wird insofern entsprochen, in dem auf der Westseite im Bereich
der Treppenführung (nordöstlich Haus Kleve) eine weitere Bank aufgestellt wird. Darüber hin-
aus soll die geplante Erzählstation am Naturschutzgebiet Auwald Stapelskotten mit 2 Bänken
gestaltet werden.
Aussichtstürme:
Da sich die Werse im Bereich der Stadt Münste r in weiten Teilen sehr naturnah und idyllisch
darstellt, zugleich der Weg weitgehend parallel des Gewässers geführt wird und damit ständi-
ger „Kontakt“ zur Werse besteht, wird die Errichtung von Aussichtstürmen hier nicht für not-
wendig und sinnvoll angesehen. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Werse im Ver-
laufe der Wegeführung durch das Stadtgebiet mehrfach gekreuzt wird, so dass der Einblick in
die Aue bzw. Werselandschaft gegeben ist.
Im Übrigen wurde im Zusammenhang mit der Entwicklung des Landschaftsparks Boniburg
die ehemalige Bastion reaktiviert, so dass auch hier ein ergänzendes Angebot geschaffen
wurde.
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Mit der Umsetzung dieser Maßnahme sind die Anregung Nr. A-O/0054/2005 der Bündnis 90/Die
Grünen/GAL-Fraktion in der BV-Ost vom 22.11.2005 -Bänke an der Werse - und der Antrag Nr.
A-O/0020/2006 der SPD-Fraktion in der BV-Ost vom 1.8.2006 –Sitzgelegenheit und Informations-
tafel im Boniburg-Landschaftspark - erledigt.
Durchführung der Maßnahme:
Vorbehaltlich der Landeszuweisung soll die benannte Ausstattung zeitlich so hergerichtet wer-
den, dass die Eröffnung des WerseRadWeges zum 1. Mai 2007 erfolgen kann.
Für die Durchführung der Maßnahme entstehen Kosten in Höhe von 50.000,-- €.
Durch Ergänzung der Bankstandorte entstehen langfristig Folgekosten in Höhe von 650,00 € pro
Jahr, für die nächsten 5 Jahre ergeben sich keine erhöhten Folgekosten, da mit dem Konzept
auch Erneuerungsmaßnahmen erfolgen.
Finanzierung/Mittelbereitstellung
Die o. g. Maßnahme wird wie folgt finanziert:
Ausgaben
Finanzstelle
Finanzposition
Haushaltsstelle
Bezeichnung Haush.-
jahr
Bet rag
€
Bemerkung
1301_6020 Bauk. Ausstattung Radwanderweg
Werse, Regionale nachfolgeprojekt
2006 50.000,--
Insgesamt: 50.000,--
Einnahmen
Finanzstelle
Finanzposition
Haushaltsstelle
Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkung
Bauk. Ausstattung Radwander-
weg Werse, Regionale nachfolge-
projekt
2006 35.000,--
Insgesamt: 35.000,--
i. V.
gez.
Joksch
Stadtbaurat
Anlagen:
Anlage 1: Übersichtsplan
Anlage 2.1: Detailplan Infotafel
Anlage 2.2: Detailplan Bank
Anlage 2.3: Detailplan Tisch
Anlage 2.4: Detailplan Poller
Anlage 2.5: Detailplan Turm
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (5)
- Schiffahrter Damm
- Böddingheideweg
- Alter Postweg
- Werse
- Hofkamp
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0671/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 31.08.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37