V/0102/2026
Bericht Einführung „Kultick“, ein Kulturticket für junge Menschen
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Berichtsvorlage
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V/0102/2026 V/0102/2026 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Bericht Einführung „Kultick„, ein Kulturticket für junge Menschen Beratungsfolge 10.03.2026 Kulturausschuss Bericht Bericht: 1. Einleitung und Zielsetzung Mit dem Ratsantrag A-R/0015/2022 vom 29.03.2022 wurde die Verwaltung beauftragt, ein Kulturticket für junge Menschen in Münster einzuführen. Ziel war es, einen niedrigschwelligen, unbürokratischen Zugang zu kulturellen Angeboten zu schaffen und gleichzeitig die lokale Kulturlandschaft zu stärken. Für die Umsetzung wurden im Haushalt 2023 Mittel in Höhe von 50.000 Euro sowie für die Jahre 2024 bis 2026 jeweils 100.000 Euro bereitgestellt. Die Konzeption und Umsetzung des Projekts KUL- TICK wurde der Stadtbücherei Münster übertragen. 2. Konzeption und technische Umsetzung Aus dem Projektauftrag ergab sich folgendes Anforderungsprofil für das KULTICK: • unbürokratische Verteilung • keine Personalisierung • Kopplung an den Büchereiausweis • niederschwelliger Zugang zu Kulturangeboten • Kompensation ausschließlich tatsächlicher Teilnahmen • einfacher Check-in für Kulturpartner*innen Das KULTICK ist als physisches Ticket mit zwei Funktionen konzipiert: • Vorderseite: KULTICK: mit QR-Code für den Check-in, der Ausweis ist nicht registriert und kei- ner Person zugeordnet. Er ist sofort und anonym nutzbar • Rückseite: kostenloser Büchereiausweis für die Stadtbücherei, der erst nach persönlicher Regist- rierung gültig wird - und auch über das Projektende hinaus gültig bleibt (Nachhaltigkeitsaspekt) Die Erstverteilung erfolgte über die Schulen. Während der gesamten Projektlaufzeit fungiert die Stadtbücherei als zentrale Anlaufstelle für Support, Angebotsentwicklung, Beratung und Ausstellung von Ersatztickets. Stadtbücherei 13.02.2026 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Schmees Telefon: 492-4202 Schmees@stadt - muenster.de - 2 - V/0102/2026 Check-in-System und Software Für den digitalen Check-in wurde nach Analyse des Marktes und nach Einholung mehrerer Angebote die Guestoo-App der Firma Codepiraten ausgewählt. Der Testbetrieb lief von Juni 2024 bis Juni 2025 und wurde nach gemeinsamer Auswertung durch das Projektteam und die citeq im Juli 2025 in den Regelbetrieb überführt. Funktionen der App: • Verwaltung der Angebote • Check-in per QR-Code durch Kulturpartner*innen • Echtzeit-Erfassung aller Teilnahmen • Filterung nach Anbieter*innen, Kategorie oder Schlagwort • Verwaltung von Kontingenten und Zeiträumen • Präsentation der Angebote und Veranstalter*innen Die Schüler*innen selbst benötigen keine App. Da eine direkte Präsentation der Angebote über die App aus Corporate -Design-Gründen nicht mög- lich war, wurde ergänzend eine eigene Projektwebsite (https://www.stadt-muenster.de/kultick/kultick) im neuen Panoramadesign der Stadt erstellt. Diese informiert über das Projekt, stellt die Part- ner*innen vor und bewirbt aktuelle Highlights. Die Buchung erfolgt – sofern erforderlich – über die jeweiligen Ticketing-Systeme der Kulturpartner*innen. 3. Rechtliche Rahmenbedingungen Das KULTICK ist aus Datenschutzgründen nicht personalisiert. Der Büchereiausweis ist technisch nicht mit dem Ticket verknüpft, wodurch eine vollständig anonyme Nutzung gewährleistet ist. Eine Auswertung nach Schule oder Stadtteil ist daher nicht möglich. Anspruchsberechtigt sind seit Februar 2025 alle Schüler*innen einer Münsteraner Schule mit voll- schulischem Bildungsgang (Grundschule bis Berufskolleg einschließlich Förderschulen). Seit dem Schuljahr 2025/26 gilt der Anspruch auch für Schüler*innen Münsteraner Schulen mit Wohnsitz au- ßerhalb Münsters. Zusätzlich gibt es Sondervereinbarungen mit einzelnen Bildungseinrichtungen. 4. Akquise der Kulturpartner*innen Im Vorfeld wurden bestehende Kulturprojekte in Münster analysiert und potenzielle Partner*innen identifiziert. Die Anschub-Akquise erfolgte durch ein Team aus drei Mitarbeitenden der Stadtbücherei im Rahmen einer temporär übertragenen Sonderaufgabe und der Projektleitung. Die Ansprache er- folgte zunächst über einen Infoflyer, gefolgt von individuellen Gesprächen. Dadurch konnten zahlrei- che Einrichtungen für eine Teilnahme gewonnen werden – mit unterschiedlichen Modellen (freier Ein- tritt, Restkarten, Kontingente, Kompensation). Die Einführungsphase diente dazu, Nachfrage und Kosten realistisch einschätzen zu können und perspektivisch subventionierte Kontingente auszuwei- ten. 5. Öffentlichkeitsarbeit und Gestaltung Das Projekt wurde gestalterisch vollständig durch das Projektteam begleitet (Logo, Ticket, Flyer, Pla- kate, Faltblätter, Sticker). Im April 2024 wurde ein öffentlicher Namenswettbewerb durchgeführt, unterstützt durch Sponsoren (u. a. MUKK und Cineplex). Die Bewerbung erfolgte über Print, Social Media, Website, Pressearbeit und Infoscreens. Eine Jury entschied sich für den Namen KULTICK. - 3 - V/0102/2026 6. Zusammenarbeit mit Schulen Die Kooperation mit den Schulen stellte einen wesentlichen Faktor für die flächendeckende und unbü- rokratische Verteilung dar. In einem längeren Kommunikationsprozess mit dem Schulamt als Schul- träger wurde darüber beraten, ob und wie die Verteilung der Tickets über die Schulen möglich wäre. Nach Austausch mit dem Schulamt konnte das Projekt in verschiedenen schulischen Gremien vorge- stellt werden. Abgestimmt mit der Runde der Schulformensprecher*innen und dem Sprecherkreis der Grundschulen wurde ein Verfahren entwickelt, wie die Verteilung einfach und unbürokratisch erfolgen kann. Die Ausgabe des KULTICK startete ab dem 17. Februar 2025 zum Sommerhalbjahr 2025. Die Schulen wurden entsprechend der vom Schulamt gemeldeten Schülerzahlen beliefert. Aufgrund teils abweichender Zahlen kam es zu Nachlieferungen. Die Bewerbung des KULTICK verlief schulab- hängig sehr unterschiedlich, führte insgesamt jedoch zu hoher Resonanz und großem Interesse sei- tens vieler Schüler*innen und Eltern. Bislang wurden 89 Schulen mit dem Kulturticket KULTICK beliefert. Dabei wurden 42.000 Tickets zur Verteilung im Sommer- und Winterhalbjahr an die Schulen ausgegeben. Zusätzlich bilden 2.000 wei- tere Tickets in den Sekretariaten und an den Servicetheken der Stadtbüchereien eine Reserve für Ersatz und Zugezogene. Weitere Tickets stehen für die neuen Grundschüler*innen 2026 – ca. 2.700 jährlich – zur Verfügung. Nach dem Start gab es einen Austausch mit Vertreter*innen der Bezirksregierung Münster und Gre- mien des Schulamtes sowie teilnehmender Schulen. Es wurden mögliche Kooperationen und die Un- terstützung des Projekts auf Schulebene erörtert. Bislang teilnehmende Schulen: 89 GRUNDSCHULE Aegidii -Ludgeri-Schule Annette-von-Droste-Hülshoff -Schule Angelmodde Annette-von-Droste-Hülshoff -Schule Nienberge Astrid Lindgren -Schule Gelmer Bodelschwinghschule Clemensschule Hiltrup Davertschule Amelsbüren Dietrich-Bonhoeffer -Schule Dreifaltigkeitsschule Eichendorffschule Angelmodde Gottfried -von-Cappenberg-Schule Grundschule am Kinderbach Grundschule Kinderhaus -West Grundschule Loevelingloh Grundschule Sprakel Grundschule Wolbeck -Nord Hermannschule Idaschule Johannisschule Kardinal-von-Galen-Schule Handorf Kreuzschule Ludgerusschule Albachten Ludgerusschule Hiltrup Margaretenschule Marienschule Hiltrup Marienschule Roxel Martin-Luther-Schule Martinischule Matthias-Claudius-Schule Matthias-Claudius-Schule Handorf Mauritzschule Melanchthonschule Michaelschule Mosaik -Schule Nikolaischule Wolbeck Norbertschule Overbergschule Paul-Gerhardt-Schule Hiltrup Paul-Schneider-Schule Peter-Wust-Schule Pleisterschule Pötterhoekschule Theresienschule Thomas-Morus-Schule Wartburg-Grundschule PRIMUSSCHULE PRIMUS-Schule (Grundstufe) PRIMUS-Schule (Stufe der Lernorte) HAUPTSCHULE - 4 - V/0102/2026 Hauptschule Coerde Hauptschule Hiltrup Hauptschule Wolbeck Waldschule Kinderhaus REALSCHULE Erich-Klausener-Schule Erna-de-Vries-Realschule Geschwister-Scholl-Realschule Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup Realschule im Kreuzviertel Realschule Wolbeck SEKUNDARSCHULE Friedensreich-Hundertwasser- GYMNASIUM Annette-von-Droste-Hülshoff -Gymnasium Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Geschwister-Scholl-Gymnasium Gymnasium Paulinum Gymnasium St. Mauritz Gymnasium Wolbeck Immanuel-Kant-Gymnasium Hiltrup Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium Kardinal-von-Galen-Gymnasium Marienschule, Gymnasium für Mädchen Pascal-Gymnasium Ratsgymnasium Schillergymnasium Wilhelm-Hittorf -Gymnasium GESAMTSCHULE Friedensschule Gesamtschule Münster -Mitte Gesamtschule Münster -West (aktuell im Aufbau) Mathilde-Anneke-Gesamtschule BERUFSKOLLEG Adolph -Kolping -Berufskolleg Anne-Frank-Berufskolleg Hans-Böckler-Berufskolleg Hansa-Berufskolleg Hildegardisschule Ludwig-Erhard-Berufskolleg Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg WALDORFSCHULE Freie Waldorfschule in Münster MONTESSORI-SCHULE Montessori -Schule Münster FÖRDERSCHULEN Albert-Schweitzer-Schule Erich Kästner-Schule Irisschule, LWL-Förderschule Kompass -Schule Martin-Luther-King-Schule, LWL -Förderschule Münsterlandschule, LWL -Förderschule Papst-Johannes-Schule Regenbogenschule, LWL -Förderschule V/0102/2026 7. Kostenentwicklung Sachkosten Produktion 40.000 Kulturtickets (02/2025): 16.850,40 € Nachbestellung 10.000 Kulturtickets (Schuljahr 2025/26): 4.829,62 € Produktion von Werbeflyern (20.000 Stück): 414,50 € Software und Lizenzen Guestoo-App (Testbetrieb): 7.140 € Einmalige Projektkosten citeq: 5.400 € Regelbetrieb Guestoo (ab 07/2025) jährlich 7.236 € Einnahmeverluste Stadtbücherei (Stand Dezember 2025) Wegfall Kinder-/Jugendgebühr bei Neuanmeldungen: 3.435 € Wegfall Ü18- Gebühren: (171 Neuanmeldung und 219 Jahresgebühren) 6.286 € Kompensation für Kulturtreibende: Subventionierte Tickets (ganze oder anteilige Erstattung von Rabatten): 1.293 € Personal (0,78 E 12 üpl) Personalkosten: 86.000,61 € Aus diesen ermittelten Werten ergeben sich tatsächliche Kosten von 99.773,73 € seit Start des KUL- TICKs im Frühjahr 2025. Hierunter fallen die Kosten für Nachbestellungen des Tickets, für den jährli- chen Betrieb der App -Software, für die Kompensation subventionierter Tickets, Produktion von Wer- beflyern und die Personalkosten. 8. Nachfrage, Angebot und Nutzung Erfahrungen mit Kulturpartner*innen Die Akquise der Kulturpartner*innen gestaltete sich zu Beginn anspruchsvoll. Obwohl das Projekt grundsätzlich auf positive Resonanz stieß, bestanden Vorbehalte hinsichtlich möglicher Umsatzein- bußen sowie des zusätzlichen organisatorischen Aufwands. Aufgrund der unterschiedlichen Bu- chungssysteme der Veranstalter*innen waren individuelle Absprachen erforderlich. Zudem ließ sich die gewünschte Erhebung aller Besuche mit dem KULTICK nicht durchsetzen. Lediglich die Besuche wurden sicher dokumentiert, die aus Mitteln des Kulturtickets bezuschusst wurden, da die Kultur- partner*innen diese Tickets mit der App erfassten. Städtische Kulturpartner*innen Die städtischen Einrichtungen zeigten sich überwiegend offen. Voraussetzung für eine Beteiligung waren ein geringer organisatorischer Aufwand und überschaubare Kosten. Der Wunsch nach einer Nutzung der Angebote durch Schulklassen wurde mehrfach geäußert, jedoch nicht unterstützt, da hierdurch hohe Kosten und keine zusätzlichen Besuche zu erwarten gewesen wären. - 6 - V/0102/2026 Weitere Kulturpartner*innen Mehrere Kulturinstitutionen erklärten sich bereit, Angebote im Rahmen des KULTICK bereitzustellen, darunter die LWL -Museen, das Theater im Pumpenhaus, das Kreativ -Haus, das Charivari-Theater, der Kulturbahnhof, die GWK sowie die Kinos (Cineplex, Schlosstheater, Cinema). Freie Szene Die freie Kulturszene wurde über MoNOkultur e. V. angesprochen. Trotz gezielter Ansprache und Nachfassens kam es im Pilotzeitraum zu keinen direkten Angeboten. Veranstaltungen der freien Sze- ne wurden jedoch über teilnehmende Spielstätten in das KULTICK integriert, insbesondere über das Begegnungszentrum Meerwiese, das Theater im Pumpenhaus und das Theater im Kreativ-Haus. 8.1 Angebote • Freier Eintritt bei vielen Museen, sowie Kunstverein und Friedenssaal • 356 Veranstaltungen über die Website • 287 Veranstaltungen in der App • 12 kostenfreie VHS-Kurse Angebote der Kulturpartner*innen (Übersicht): o Begegnungszentrum Meerwiese: freier oder günstiger Eintritt mit dem KULTICK zu vielen Ange- boten – ein Ausbau in diesem Jahr ist geplant, Kompensation gewünscht o Charivari Theater: freier Eintritt zu allen Kinder-Veranstaltungen mit dem KULTICK – z.T. kom- pensiert o Cinema: donnerstags alle Filme für 6,50, ausgewählte Filme für 3,50 plus Popcorn gratis o Cineplex: donnerstags alle Filme für 6,50 o Friedenssaal: freier Eintritt o Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit GWK: freie Restkarten o Kreativ-Haus: Restkarten frei, ausgewählte Veranstaltung kostenfrei oder günstiger o Kulturbahnhof Hiltrup: alle(!) Veranstaltungen kostenfrei mit dem KULTICK o LWL-Museum für Kunst und Kultur: freier Eintritt mit dem KULTICK o LWL-Museum für Naturkunde: freier Eintritt mit dem KULTICK o Schlosstheater: donnerstags alle Filme für 6,50, ausgewählte Filme für 3,50 plus Popcorn gratis; zum Jahresende kostenlose Angebote für besondere Filme (kostenlos mit Kompensation und Popcorn vom Veranstalter) o Stadtbücherei: kostenloser Büchereiausweis, keine Jahresgebühr (für über 18-Jährige) o Stadtmuseum: freier Eintritt, kostenlose Teilnahme an Führungen o vhs: Freie Plätze in ausgewählten Workshops o Westfälischer Kunstverein – Freier Eintritt in alle Veranstaltungen 8.2 Kompensierte Tickets - Stand Ende November (Auswahl) Inzwischen gibt es mit einigen Kooperationspartner*innen Vereinbarungen über die Bezuschussung bestimmter Kontingente von Tickets aus Mitteln des KULTICK. Diese Zuschüsse liegen zwischen drei und sechs Euro je nach Angebot und Anbieter. Diese Besucher*innen werden bei den Veranstaltun- gen mit der App registriert. Ein Ausbau dieser Angebote ist für 2026 geplant. • Begegnungszentrum Meerwiese: 71 • Charivari Puppentheater: 51 • Theater Münster: 55 • Theater im Pumpenhaus: 10 • Schlosstheater: 106 - 7 - V/0102/2026 8.3 Bibliotheksausweise Bis Ende Januar 2026 wurden 2572 KULTICKs als Büchereiausweis registriert (1350 Neuanmeldun- gen, 258 von über 18‑Jährigen). Benutzer nach Stadtteilen Anzahl Nutzer in Prozent ~ Bezeichnung 25 1% 48143: Münster-Mitte (Altstadt, Aegidiimarkt, Innenstadt) 130 6% 48145: Münster-Mitte (Schloss, Kuhviertel, Kreuzviertel) 211 9% 48147: Münster-Nord (Kreuzviertel, Nordstadt, Neutor) 124 6% 48149: Münster-West (Gievenbeck, Sentrup, Mecklenbeck) 127 6% 48151: Münster-Süd (Aaseestadt, Geistviertel, Düesberg) 151 7% 48153: Münster-Süd/Ost (Geistviertel, Südviertel, Schützenhof) 146 6% 48155: Münster-Ost (Gremmendorf, Angelmodde, Wolbeck) 346 15% 48157: Münster-Nordost (Coerde, Gelmer, Handorf) 221 10% 48159: Münster-Nord (Kinderhaus, Sprakel) 302 13% 48161: Münster-West (Gievenbeck, Roxel) 191 8% 48163: Münster-Südwest (Mecklenbeck, Albachten, Aaseestadt) 103 4% 48165: Münster-Süd (Hiltrup) 231 10% 48167: Münster-Südost (Amelsbüren, Hiltrup) 2308 ~ 101% Büchereiausweise in Münster 264 Büchereiausweise außerhalb von Münster 2572 KULTICK als Büchereiausweis insgesamt Weitere Rückmeldungen seitens der Kooperationspartner*innen zu den Nutzungszahlen liegen zum aktuellen Stand noch nicht vor. 9. Bewertung und Ausblick Das KULTICK hat sich in der Einführungsphase als wirkungsvolles Instrument zur kulturellen Teilhabe junger Menschen erwiesen. Besonders positiv ist das große Interesse für das Projekt weit über die Stadtgrenzen hinaus. Auch die große Zahl der Angebote, die hohe Nachfrage nach dem KULTICK (auch aus anderen Gemeinden), die breite Schulbeteiligung und die zunehmende Bereitschaft der Kulturpartner*innen ist beachtlich. Problematisch ist, dass einige Angebote aufgrund von technischen Einschränkungen auf Veranstalterebene, nicht online, sondern nur vor Ort buchbar sind. So etwa die besonderen Filme in den Filmtheatern und die Vorstellungen im Theater Münster. Herausforderungen bestehen zudem in der Heterogenität der Buchungs - und Zugangsbedingungen und der unterschiedlichen Präsentation der Angebote durch die Kulturpartner*innen. Für das Jahr 2026 sind daher folgende Schritte geplant: • Bessere Sichtbarkeit der Angebote und Kooperationen • Vereinheitlichung und Transparenz der Prozesse • Ausweitung kompensierter Angebote • Gewinnung weiterer Kulturpartner*innen (z. B. GOP, Wolfgang-Borchert-Theater) • Prüfung zusätzlicher Kooperationen (z. B. Planetarium, Zoo) • Bewerbung besonderer Angebote über TikTok • Umstellung der Veranstaltungs-Website auf das News-System, um besondere Angebote auf an- deren städtischen Seiten auszugeben - 8 - V/0102/2026 So wäre es für 2026 sinnvoll, die Sichtbarkeit der Angebote zielgruppengerecht zu verbessern. Hier- bei wären konkrete Ansätze das Überarbeiten der Website, Nutzen zusätzlicher Kanäle der Stadt für besondere Angebote und das Nutzen eines Tiktok-Kanals (Kulticktok), um aktuelle Angebote zu prä- sentieren. Konkret gibt es erste Gespräche mit den LWL -Museen, um in diesem Jahr Termine im Planetarium und Workshops anzubieten und einen Austausch mit dem Cineplex über die Senkung der Eintritts- preise in den Kinos an Donnerstagen auf 5,- €. Insgesamt zeigt sich das KULTICK als tragfähiges, nachhaltiges Modell mit weiterem Entwicklungs- potenzial, das in der kurzen Laufzeit von 10 Monaten schon eine breite Öffentlichkeit erreicht hat und stetig erfolgreicher wird. i.V. gez. Wilkens Stadträtin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Loevelingloh
- Aegidiimarkt
- Kinderhaus
- Neutor
- Düesberg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0102/2026
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 02.02.2026
- Erstellt
- 02.02.2026 13:47