0172/2020
Genehmigung der Mittelverwendung für Sonderausstellungen 2020
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Beschlussvorlage Ausschuss
8933 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/4 Vorlagen-Nummer 0172/2020 Freigabedatum 27.01.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Genehmigung der Mittelverwendung für Sonderausstellungen 2020 Beschlussorgan Ausschuss Kunst und Kultur Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss beschließt die Mittelverwendung für die in der Beschlussbegründung aufgeführten Ausstellungsprojekte unter dem Vorbehalt, dass eine Kostensteigerung oder Abweichung bei der Re- finanzierung von mehr als 10 %, mindestens jedoch 10.000 €, dem Ausschuss für Kunst und Kultur zur Entscheidung vorgelegt wird. Ausschuss Kunst und Kultur 28.01.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 880.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 451.000 € 51 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Verfristung: Die Museen haben für das Jahr 2020 ein vielseitiges Sonderausstellungsprogramm mit zahlreichen Einzelprojektierungen aufgestellt. Da die Planungen gerade erst abgeschlossen werden konnten, ist eine zeitgerechte Vorlage an der Ausschuss Kunst und Kultur zur Sitzung am 28. Januar 2019 nicht mehr erreichbar. Daher legt die Verwaltung das Sonderausstellungsprogramm der Museen zur nächsten Sitzung des Ausschusses am 10. März 2020 zur Entscheidung über die Mittelverwendung vor. Der immense Um- fang des Programms gebietet für die politische Entscheidungsfindung einen größeren Zeitvorlauf. Da jedoch für zwei Sonderausstellungen die erforderlichen Vergaben alsbald einzuleiten sind, legt die Verwaltung vorab die beiden im Nachfolgenden beschrieben Sonderausstellungsprojekte vor und bittet den Ausschuss um Behandlung zur Sitzung am 28.01.2020. 3 Zu den beiden Sonderausstellungen: Zu den vom Rat festgelegten Aufgaben der Museen gehören u. a. das Präsentieren und die Vermitt- lung musealer Inhalte. Dieses erfolgt schwerpunktmäßig durch Sonderausstellungen. Als Aushänge- schild der Museen ziehen sie die Aufmerksamkeit und damit zusätzliche Besucher an. Gerade auch für Drittmittelgeber und Sponsoren sind sie daher von besonderem Interesse. Zudem strahlen die Sonderausstellungen auch auf die Ständigen Sammlungen in Form von anteiligen Eintrittsgeldern, Katalogverkauf etc. ab. Den mit dieser Beschlussvorlage verbundenen Aufwendungen von insgesamt 880.000 € stehen Er- träge in Höhe von insgesamt 620.000 € gegenüber, die sich aus erwirtschafteten Erträgen in Höhe von 169.000 € und Drittmitteln/Sonstige Erträge in Höhe von 451.000 € zusammensetzen. Aus dem zentralen Sonderausstellungsetat werden insgesamt 260.000 € bereitgestellt; 200.000 € für das Mu- seum Schnütgen, 60.000 € für das Kölnische Stadtmuseum. Die Mittel in Höhe von 260.000 € stehen im Teilergebnisplan 0401 – Museumsreferat, Teilplanzeile 16 – sonstige ordentliche Aufwendungen im Hj. 2020, zur Verfügung und werden nach Beschlussfas- sung in die Teilergebnispläne 0407 – Museums Schnütgen und 0408 – Kölnisches Stadtmuseums umgeschichtet. Museum Schnütgen Arnt der Bilderschneider Zeitraum: 02. April bis 05. Juli 2020 Das Museum Schnütgen plant für den Zeitraum vom 2. April bis 5. Juli 2020 die erste monographi- sche Ausstellung zum Werk des Meisters Arnt von Kalkar und Zwolle (tätig ca. 1460-1492), der die bedeutendste Bildschnitzerwerkstatt seiner Generation am Niederrhein leitete. Den Anlass für dieses Vorhaben bildet die überraschend möglich gewordene Ergänzung eines Hauptwerks von Meister Arnt in der Sammlung des Museum Schnütgen, das große Relief mit der Anbetung der Hl. Drei Könige, durch einige in Pariser Privatbesitz neu aufgefundene und durch das Museum erworbene Figuren. Im Zuge einer nun anstehenden Restaurierungsmaßnahme kann die figurenreiche Darstellung der Epiphanie durch drei weitere Diener der Hl. Könige ergänzt und damit auch neu interpretiert werden. Viele der Objekte, die als Hauptwerke Arnts gelten dürfen, hat der heutige Betrachter noch nie in unmittelbarer Gegenüberstellung erleben können. Die Skulpturen sind zum Teil noch an ihrem ur- sprünglichen Bestimmungsort im Kirchenraum erhalten, zum Teil in diversen musealen Sammlungen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden verstreut. Die Ausstellung im Museum Schnütgen möchte den Besuchern die Künstlerpersönlichkeit von Meister Arnt erfahrbar machen und zugleich den enormen Facettenreichtum seines Œuvres vor Augen führen. Bereits erfolgte Zusagen von Museen und kirchlichen Institutionen, die Hauptwerke von Meister Arnt beherbergen, geben uns Zuversicht, eine absolut hochkarätige und einmalige Ausstellung realisieren zu können. So werden wir die außergewöhnliche Möglichkeit haben, den gesamten Georgsaltar so- wie die Predellenreliefs des Hochaltars aus der Nicolaikirche in Kalkar gemeinsam mit dem kleinfor- matigen Retabel aus dem Musée de Cluny in Paris und dem Beweinungsrelief aus dem Rijksmuseum in Amsterdam zu präsentieren. Drittmittel: Kulturstiftung der Länder 100.000 € (zugesagt), Kunststiftung NRW 60.000 € (zugesagt), Peter und Irene Ludwig-Stiftung 90.000 € (beantragt), Ernst-von-Siemens-Stiftung 60.000 € (zuge- sagt), Rudolf-August-Oetker-Stiftung 80.000 € (zugesagt), Kulturstiftung der KSK 16.000 (beantragt), Sparkassen-Stiftung 10.000 € (beantragt), Freundeskreis Museum Schnütgen 10.000 € (zugesagt). 4 Kosten- und Erlösplan Museum Museum Schnütgen Titel Arnt der Bilder- schneider Zahlende Besucher 20.000 Kosten Architektur/Installation 110.000 EUR Transport/Versicherungen 280.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 150.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 226.000 EUR Kosten gesamt 766.000 EUR Erlöse Eintritte 140.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 160.000 EUR Zuschüsse von Sonstigen 176.000 EUR Zuschuss Peter und Irene Ludwig-Stiftung 90.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 566.000 EUR Mittel aus Sonderausstellungsetat 2020 200.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Kölnisches Stadtmuseum 50 Jahre Bläck Fööss Zeitraum: 21. März bis 30. August 2020 Mit der Single „Rievkooche-Walzer“ begann 1970 die Erfolgsgeschichte der Bläck Fööss. Hervorge- gangen aus einer Beat-Band verknüpften die sechs Musiker erfolgreich zeitgenössische Einflüsse der Popmusik mit Karnevalsschlagern. Die Bläck Fööss traten dabei mit den Protestzeichen der Jugend- kultur auf: Jeans, lange Haare, E-Gitarre – und nackte Füße. Gleichzeitig porträtierten sie liebevoll das Kölner Milieu und die Veedel der Stadt. Milieuschilderungen aus dem einfachen Leben, gepaart mit dem Appell an eine menschliche Solidari- tät ohne Grenzen und Protestlieder wechseln sich bis heute mit Tanz-Nummern ab. Seit nunmehr 50 Jahren gehört die „Mutter aller kölschen Bands“ zu einer der erfolgreichsten Kölner Mundart-Gruppen. Sie sind zum Markenzeichen und Aushängeschild der Stadt geworden, zu einer musikalischen Institu- tion weit über die Stadtgrenzen hinaus. Ihre Fangemeinde umfasst alle Generationen. Bläck-Fööss- Lieder werden genauso im Kindergarten gesungen wie im Altenheim. Anlässlich des 50. Jubiläums der Band widmet sich das Kölnische Stadtmuseum mit einer Sonderausstellung der einzigartigen Bandgeschichte. Zur Ausstellung erscheint ein Jubiläumsbuch als Verlagsproduktion im Verlag Berg & Feierabend Drittmittel: Kulturstiftung der KSK 10.000 € (beantragt), Freunde des KSM 10.000 € (zugesagt), Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums 5.000 € (zugesagt) 5 Kosten- und Erlösplan Museum Kölnisches Stadtmuseum Titel Bläck Fööss Zahlende Besucher 5.000 Kosten Architektur/Installation 29.000 EUR Transport/Versicherungen 6.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 34.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 9.000 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 36.000 EUR Kosten gesamt 114.000 EUR Erlöse Eintritte 20.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 9.000 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 25.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 54.000 EUR Mittel aus Sonderausstellungsetat 2020 60.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0172/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 27.01.2020
- Erstellt
- 17.01.2020 11:06