AN/1413/2025
Lebenswertes Wohnen für alle - Gesundheitsgefahren ernst nehmen
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Antrag nach § 3 (Grüne BV6)
3272 Zeichen
Auweiler - Blumenberg - Chorweiler - Esch - Fühlingen - Heimersdorf - Kasselberg - Langel - Lindweiler - Merkenich - Pesch - Rheinkassel - Roggendorf - Seeberg - Thenhoven - Vokhoven - Weiler - Worringen Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen in der BV Köln-Chorweiler Pariser Platz 1 50765 Köln Bezirksrathaus Chorweiler Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1413/2025 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 11.12.2025 Lebenswertes Wohnen für alle - Gesundheitsgefahren ernst nehmen Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler am 11.12.2025 zu setzen. Die Bezirksvertretung Chorweiler möge beschließen: Alle Menschen haben nach Artikel 1, Absatz 1 Grundgesetz Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben. Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert die Stadtverwaltung deshalb auf, auch im Sinne der Gefahrenabwehr, umgehende Maßnahmen zu ergreifen, damit alle Menschen in den so genannten "Schrottimmobilien" der Osloer Straße und Teilen von Seeberg Nord nicht unter schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden müssen. Dabei dürfen die privatwirtschaftlichen Immobilieneigentümer nicht von Ihren gesetzlichen Verpflichtungen entbunden werden. Einzelne Maßnahmen werden dem Problem jedoch nicht gerecht, es braucht einen umfassenden Lösungsansatz. Hierzu wird die Verwaltung beauftragt: 1. Sofort durch die Wohnungsaufsicht in Kooperation mit dem Gesundheitsamt ein Gutachten über die gesundheitlichen Gefahren der dortigen Mieterinnen und Mieter zu erstellen. 2. Auf den/die Vermieter und von ihnen beauftragte Verwaltungsgesellschaften hinzuwirken, dass Sanierungsmaßnahmen erheblich beschleunigt und parallelisiert werden. 3. Alle Möglichkeiten des Wohnraumstärkungsgesetzes NRW und den maximalen Rahmen Herrn Bezirksbürgermeister Daniel Kastenholz Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester von Strafzahlungen anzuwenden, um die Vermieter zu sofortigen Behelfs-Maßnahmen und die Bereitstellung von Ersatzwohnungen zu bewegen. Dies beinhaltet auch die Möglichkeit der Beschlagnahme des Wohnungsbestandes. 4. Den besonders stark von Schimmel betroffenen Bewohnern ohne Verzug eine vorübergehende Ersatzwohnung anzubieten. 5. Im Falle des Scheiterns der Punkte 2 und 3 allen von Schimmel betroffenen Bewohnern innerhalb der nächsten 6 Monate eine vorübergehende Ersatzwohnung anzubieten. 6. Unter anderem über den Beirat auf das Jobcenter Köln einzuwirken, dass die Mieten für betroffene Wohnungen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten (Mietminderung) nicht oder nicht vollständig bezahlt werden, damit die Stadt Köln nicht indirekt die unzumutbaren Zustände subventioniert. 7. Auf die GAG einzuwirken, dass sie im gesamtstädtischen Interesse erneut eine vollständige oder teilweise Übernahme des o.g. Wohnungsbestandes prüft. 8. Einen runden Tisch mit den größten Immobiliengesellschaften über Sanierungspläne einzurichten, um gemeinsam eine frühzeitige Bedarfsplanung zu entwickeln. gez. Eike Danke, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1413/2025
- Typ
- Antrag nach § 3 BV6 (Grüne)
- Datum
- 01.12.2025
- Erstellt
- 01.12.2025 11:12