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AN/1616/2022

Änderungsantrag zu Ö 10.30 „Ausschreibung Rahmenvertrag Catering mit Service“

Gem. Änderungsantrag (Linke) 08.09.2022

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 08.09.2022

Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Linke)

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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Linke)

3296 Zeichen

Fraktion DIE LINKE Köln 
RM Gabrysch (KLIMA FREUNDE) 
 
 
Oberbürgermeisterin  
Frau Henriette Reker 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin:  
 
AN/1616/2022 
 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat  
 
Änderungsantrag zu Ö 10.30 „Ausschreibung Rahmenvertrag Catering mit Service„ 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln und RM Gabrysch (KLIMA FREUNDE) bitten Sie, 
den folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung bom 08.09.2022 zu 
setzen.  
 
Beschluss: 
 
Die „Anlage 4 Neufassung der Beschlussvorlage“ wird um folgende Kriterien ergänzt: 
 
1. Das Angebot soll überwiegend pflanzenbasiert gestaltet werden. 
 
2. Tierische Produkte sollen ausnahmslos ein Bio-Siegel tragen. Alle anderen Produkte 
sollen (in Anlehnung an die Entscheidung zum Gastronomischen Angebot auf dem 
Weihnachtsmarkt Roncalliplatz vom März 2019) eine Bio-Quote von mindestens 80% 
erfüllen. 
 
3. Alle Produkte sollten nicht nur saisonal sondern nach Möglichkeit auch regional be-
schafft werden. 
 
4. Alle Produkte, die nicht regional bezogen werden können sondern aus dem globalen 
Süden bezogen werden, müssen bei Verfügbarkeit standardmäßig zertifiziert fair ge-
handelt sein. 
 
 
Begründung: 
 
Die Landwirtschaft trägt einen wesentlichen Anteil an den Treibhausgasen2 wie auch am 
Schwinden der Artenvielfalt3. Auf die Verwendung tierischer Produkte, allen voran Rind-
fleisch, Lammfleisch und Butter, sollte aufgrund der schlechten Klimabilanz ohnehin

- 2 - 
 
schnellstmöglich vollständig verzichtet werden.1  Hinzu kommen jegliche Argumente zur 
Vermeidung von Tierleid. 
Da die Stadtverwaltung selber möglichst klimaneutral und umweltschonend agieren möchte, 
ist es unabdingbar, dass hierbei auch die Versorgung mitgedacht wird.  
Eine pflanzenbasierte, ökologische, nachhaltige und gesunde Ernährung bzw. Versorgung 
muss Standard in allen öffentlichen Einrichtungen Kölns werden. Die Stadtverwaltung sollte 
mit gutem Beispiel vorangehen.  
Andere öffentliche Einrichtungen tun dies bereits. So ist es an der Universität Bonn zum Bei-
spiel nur möglich, ein Catering über die Exzellenzinitiative abzurechnen, wenn es vegeta-
risch ist. Auf die eigene Versorgung hat die Stadt einen direkten Einfluss und sollte diesen 
auch nutzen. Die Neuausschreibung des Catering bietet hierzu eine gute Gelegenheit. Cate-
rer, die diesen Kriterien entsprechen, gibt es bereits.  
Die in der Beschlussvorlage angegebene Ernährungsstrategie für Köln bietet eine gute Ori-
entierung für eine Ernährungswende in der Stadt insgesamt – als Kriterium für diese Aus-
schreibung ist sie aufgrund ihres Umfangs und weitgefassten Formulierung nicht ausrei-
chend, um die Prinzipien einer nachhaltigen Ernährung sicherzustellen.  
1:https://www.zeit.de/2022/23/klimabilanz -lebensmittel-nachhaltigkeit-co2-wasser 
2:https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden -landwirtschaft/landwirtschaft-umweltfreundlich-
gestalten/klimaschutz-in-der-landwirtschaft 
3:http://www.umweltinstitut.org/themen/landwirtschaft/artensterben.html  
 
 
Gez. Michael Weisenstein                                     Gez. Nicolin Gabrysch 
Fraktionsgeschäftsführer, DIE LINKE                   MdR, KLIMA FREUNDE

Beratungsverlauf (1)

08.09.2022 Rat
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Roncalliplatz

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Details

Aktenzeichen
AN/1616/2022
Typ
Gem. Änderungsantrag (Linke)
Datum
08.09.2022
Erstellt
08.09.2022 16:17