1424/2020
VHS-Betrieb nach Corona-Unterbrechung neu gestartet
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/42/42/1 Vorlagen-Nummer 15.05.2020 1424/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.05.2020 VHS-Betrieb nach Corona-Unterbrechung neu gestartet Acht Wochen nach der Corona-bedingten Unterbrechung des Kursbetriebs hat die Volks- hochschule am 11. Mai wieder ihre Türen geöffnet für vereinzelte Angebote an fast allen VHS-eigenen Standorten und damit erste Schritte getan für öffentliche Weiterbildung in schwierigen Zeiten. Die VHS war gut gerüstet für den Neustart. Die Unterrichtsstätten waren in den Wochen und Tagen zuvor für die Bedingungen unter Corona tauglich gemacht wor- den. Das heißt konkret: In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, Abteilung Infektionshygi- ene, wurde ein umfangreiches Hygienekonzept für die Wiederaufnahme des Unterrichtsbe- triebs entwickelt und dann umgesetzt. Dieses ausgefeilte Konzept sorgt für Hygiene und Si- cherheit, so dass der Unterricht unter besonderen Bedingungen wieder möglich ist. So gilt in allen Häusern bis zum Eintritt in den Unterrichtsraum eine Maskentragepflicht; die räumliche Anordnung von Tischen und Stühlen wurde gemäß Mindestabstandsregelung vor- genommen. Das hat zur Folge, dass Kurse geteilt werden müssen, was wiederum mehr Un- terrichtsfläche erfordert. Erschwerend hinzukommt, dass das Studienhaus am Neumarkt auf unabsehbare Zeit für Unterrichtszwecke nur in sehr geringem Maße zur Verfügung steht, weil dort verschiedene Dienste des städtischen Krisenstabs untergebracht sind. Derzeit fehlen der VHS im Studien- haus 34 von insgesamt 44 Unterrichtsräumen mit rund 3.200 qm². Hinzu kommen noch Toi- letten und weitere Verkehrsflächen, die nicht mehr genutzt werden können. Ebenfalls nicht möglich ist zurzeit die sonst übliche Nutzung von Klassenräumen und Tur n- hallen in Schulen während der Abendstunden. So finden Kurse und Veranstaltungen aus- schließlich im verfügbaren Teil des Studienhauses am Neumarkt sowie in den VHS- Standorten in den Bezirksrathäusern in Lindenthal, Nippes, Mülheim und Porz sowie im KO- MED und im Handwerkerhof statt. Dies und andere Corona-bedingte Faktoren führen dazu, dass das VHS-Angebot zunächst nur sehr eingeschränkt realisierbar ist. Im Studienhaus am Neumarkt und am VHS-Standort im Bezirksrathaus Lindenthal werden Fremdsprachenangebote weitergeführt, aber auch Kurse der Kulturellen und Politischen Bil- dung. Im Handwerkerhof in Chorweiler wird das Projekt „Fit und aktiv in Chorweiler“ fortge- setzt. 2 Zur Fortführung der Integrationskurse wartet die VHS noch auf ein entsprechendes Signal vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Hier ist die VHS Auftragnehmer und hat somit so gut wie keinerlei Einfluss auf das weitere Vorgehen, muss aber die vorgesehenen Raum- ressourcen für die bislang nur unterbrochenen Integrationskurse freihalten. Die Beratung zu Integrationskursen generell findet seit dem 11. Mai im Studienhaus und im Bezirksrathaus Mülheim statt. Telefonische Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Für die anderen Deutschkurse erfolgt die Beratung vorerst nur per E-Mail oder Telefon. Für Englisch und die romanischen Sprachen gibt es einen Onlinetest und zuvor eine telefonische Bera- tung. Das Kundenzentrum im Studienhaus ist ebenfalls seit dem 11. Mai wieder für das Publikum geöffnet – allerdings nur nach vorheriger Terminvereinbarung und unter den Bedingungen des Hygieneschutzkonzepts der VHS. Die üblicherweise zum jetzigen Zeitpunkt laufenden Programmplanungen für das Herbstse- mester ab 31. August sind ins Stocken geraten – insbesondere auch deshalb, weil der städti- sche Krisenstab das Studienhaus gemäß Beschluss vom 8. Mai auch über den August hin- aus nutzen wird. Die fehlenden Unterrichtsflächen können im Bestand nicht ausgeglichen werden. Hinzu- kommt, dass ohnehin mehr Flächen erforderlich wären, um den Corona-bedingten Abstand einhalten zu können. Ohne kurzfristig zusätzlich angemietete und dann adäquat ausgestattete Unterrichtsräume wird das 2. Semester 2020 nicht in gewohnter Qualität und Quantität an den Start gehen können. Das ginge zu Lasten des Weiterbildungsangebots für die Kölnerinnen und Kölner und hätte zugleich erhebliche wirtschaftliche Folgen für das VHS-Budget. Der Verwaltungsvorstand hat dankenswerterweise zugesagt, die Akquirierung zusätzlicher Unterrichtsflächen für die VHS und die damit verbundene Herstellung und Ausstattung zu Unterrichtszwecken zu unterstützen. gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1424/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 15.05.2020
- Erstellt
- 13.05.2020 11:28