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2008/0348

Geschäftsbericht der Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt für das Jahr 2007

Magistratsvorlage 28.07.2008

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2008/0348

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2008/0348

9309 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
07.08.2008 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I  
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Rechtsamt  
– Stadtwirtschafts–
koordination – 
 
Beschluss in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
I 
30 
7113 
20 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0348 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Geschäftsbericht der Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt für das Jahr 2007 
 
Vorlage vom: 28. 7.2008 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat nimmt von dem Geschäftsbericht – mit Jahresabschluss und Lagebericht – der Stadt– und 
Kreissparkasse Darmstadt für das Jahr 2007 Kenntnis. 
 
 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 28.07.2008 
 
Begründung: 
 
Die Sparkasse Darmstadt ist eine mündelsichere, dem gemeinen Nutzen dienende 
rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Träger sind die Stadt Darmstadt und der 
Landkreis Darmstadt-Dieburg. Sie unterstützen die Sparkasse bei der Erfüllung ihrer 
Aufgaben mit der Maßgabe, dass ein Anspruch der Sparkasse gegen die Träger oder eine 
sonstige Verpflichtung der Träger, der Sparkasse Mittel zur Verfügung zu stellen, nicht 
besteht. Die Sparkasse haftet für ihre Verbindlichkeiten mit ihrem gesamten Vermögen. 
Darüber hinaus ist die Sparkasse dem bundesweiten Sicherungssystem der Deutschen 
Sparkassenorganisation und daneben dem Stützungsfonds des Sparkassen- und 
Giroverbandes Hessen-Thüringen (SGVHT) angeschlossen.  
 
Die Bilanzsumme der Sparkasse Darmstadt ist von 3.447.071 T€ im Vorjahr um 99.412,8 T€, 
entsprechend 2,9 %, auf 3.546.483,8 T€ zum Bilanzstichtag 31.12.2007 gestiegen. Es wurde 
ein Jahresüberschuss von 13.700,0 T € - der auch gleichzeitig den Bilanzgewinn darstellt - 
erwirtschaftet. Die Prüfung des Jahresabschlusses der Sparkasse Darmstadt zum 
31.12.2007 durch den Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen hat zu keinen 
Einwendungen geführt. Es wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt.  
 
Das Kreditvolumen (inklusive Treuhandkredite und unwiderrufliche Kreditzusagen) konnte im 
Geschäftsjahr um 69,7 Mio. Euro auf 2.048,0 Mio. Euro gesteigert werden. Das Volumen der 
Kredit– und Darlehensneuzusagen konnte im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % auf 376,2 
Mio. Euro ausgeweitet werden.  
 
Die Position Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere verminderte 
sich um 109.955,7 T € (= 10,7 %) auf 915.646,3 T € zum 31.12.2007. Hierbei betrafen die 
Zugänge während des Jahres fast ausschließlich Wertpapiere der Liquiditätsreserve. Unter 
Berücksichtigung der erwarteten Zinsentwicklung fanden Umschichtungen in kürzere 
Restlaufzeiten statt.  
 
Der Bestand an Aktien und anderen nicht fest verzinslichen Wertpapieren verminderte sich 
um 19.380,6 T € (= 18,0 %) auf 88.440,4 T € zum 31.12.2007. Die Reduzierung des 
Bestandes erfolgte vor dem Hintergrund der erwarteten Marktentwicklung. 
 
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich um 58.106,6 T € (= 2,9 %) auf 
2.053.640,6 T€ zum 31.12.2007. Hierbei sind die Spareinlagen jedoch um 12.538,0 T€ (= 2,1 
%) auf 573.187,0 T € zum 31.12.2007 gesunken. Die Zunahme im Bereich Zuwachssparen 
konnte den Rückgang bei den übrigen klassischen Spareinlagen nicht kompensieren. 
 
Im Interbankgeschäft erhöhten sich die Forderungen an Kreditinstitute um 173.084,2 T €, 
entsprechend 52,5 %, auf 502.499,2 T € zum 31.12.2007. Dagegen reduzierten sich die 
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 21.487,7 T €, das sind 2,4 %, auf 877.360,3 
T€ zum 31.12.2007. 
 
Der unter den Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesene 
Anteilsbesitz der Sparkasse beläuft sich zum Bilanzstichtag 31.12.2007 auf 49.882,3 T€. Der 
Vorjahreswert betrug 32.339 T€. 
 
Das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme und Eventualverbindlichkeiten) erhöhte sich um 
139.018,7 T €, das sind 4,0 %, auf 3.642.750,7 T € zum 31.12.2007. 
Die Barreserve beläuft sich zum 31.12.2007 auf 64.427,5 T €. Sie hat sich gegenüber dem 
Vorjahr um 1.472,5 T€, entsprechend 2,2 %, auf 64.427,5 T€ vermindert.

3 
... 
Nach dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes sollen aus dem Bilanzgewinn des 
Geschäftsjahres 2007 von 13.700,0 T € 75 %, das sind 10.275,0 T €, der Sicherheitsrücklage 
zugeführt und 25 % (= 3.425,0 T€) an die Träger zur Verwendung für gemeinnützige Zwecke 
ausgeschüttet werden.  
Die Sicherheitsrücklage hat sich von 243.501,6 T € zum 31.12.2006 auf 253.626,6 T € zum 
31.12.2007 erhöht. Nach Feststellung des Jahresabschlusses 2007 wird sich die 
Sicherheitsrücklage dann voraussichtlich auf 263.901,6 T € belaufen. Das entspricht einer 
Erhöhung von 4,1 %.  
 
Die Kernkapitalquote gemäß § 2 Abs. 1 Grundsatz I beträgt zum Bilanzstichtag 11,7 %. 
Bezogen auf die Summe der gewichteten Risikoaktiva per 31.12.2007 überschreitet das 
Verhältnis des haftenden Eigenkapitals gemäß § 10 KWG mit 16,1 % (Vorjahr: 16,7 %) 
deutlich den vorgeschriebenen Mindestwert von 8 %. 
Die Basis für eine zukünftige Geschäftsausweitung ist somit gegeben. 
Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse über umfangreiche ergänzende 
Eigenkapitalbestandteile in Form der Vorsorgereserven gemäß § 340 f HGB. 
 
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse Darmstadt war auf Grund einer ausgewogenen 
Liquiditätsplanung im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. 
Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der 
Deutschen Bundesbank unterhalten. 
 
Zur Ertragslage ist folgendes anzumerken: 
 
Die Zinserträge lagen mit 154.745,7 T € über dem Vorjahreswert von 144.032 T €. Dem 
gegenüber standen Zinsaufwendungen von 80.168,2 T € (Vorjahr: 73.752 T €). Damit hat der 
Zinsüberschuss um 4.297,5 T €, das sind 6,1 %, auf 74.577,5 T € im Geschäftsjahr 2007 
zugenommen. Er ist nach wie vor die bedeutendste Ertragsquelle im Geschäftsjahr. 
 
Im Provisionsergebnis konnte eine geringe Verbesserung erreicht werden. Als Folge der 
verstärkten Vertriebsaktivitäten erhöhte sich der Provisionsüberschuss um 73,3 T € (=0,3 %) 
auf 22.368,3 T€ im Geschäftsjahr 2007. 
 
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 795,5 T €, entsprechend 1,4 %, auf 
57.028,5 T€ im Jahr 2007. Die hierin enthaltenen Personalaufwendungen einschließlich der 
sozialen Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung haben sich um 
2.040,4 T €, das sind 5,4 %, auf 40.075,4 T € erhöht. Über natürliche Fluktuation und die 
Inanspruchnahme von Altersteilzeit ergab sich eine geringfügige Reduzierung der 
Mitarbeiterkapazitäten im Bereich der bankspezifisch Beschäftigten. Dass diese 
Verminderung nicht zu einem Rückgang des Personalaufwandes führte, ist in der Bildung 
einer Rückstellung für die Zahlung einer Jubiläumsvergütung an die Mitarbeiter in 2008 
begründet. Zum Jahresende 2007 beschäftigte die Sparkasse Darmstadt insgesamt 868 
Mitarbeiter einschließlich der Auszubildenden. Davon arbeiteten 321 Personen in Teilzeit.  
 
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen entsprechen im Geschäftsjahr 2007  
52,0 % der ordentlichen Erträge. Im Vorjahr belief sich dieser Anteil auf 52,8 %. Diese Quote 
bildet einen Maßstab für die Rentabilität der Sparkasse.  
 
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere 
führten nach Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 340 f Abs. 3 HGB zu einem 
Aufwand in Höhe von 19.138,3 T € (Vorjahr: 17.853,2 T €). Dabei spielten Abschreibungen 
auf festverzinsliche Wertpapiere auf Grund des Zinsanstiegs zum Bilanzstichtag sowie ein 
erhöhter Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft eine maßgebliche Rolle. 
 
Unter Berücksichtigung der erforderlichen Bewertungsmaßnahmen und einer weiteren 
Dotierung der Vorsorgereserven nach § 340 f HGB ergibt sich ein Ergebnis der normalen

4 
... 
Geschäftstätigkeit in Höhe von 22.779,4 T €. Es ist gegenüber dem Vorjahr (23.168 T €) um 
388,6 T€, entsprechend 1,7 %, weiter gesunken.  
 
Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2007 beläuft sich auf 13.700,0 T €. Aus dem 
Bilanzgewinn werden 25 %, das sind 3.425,0 T € an die Träger abgeführt. Auf die Stadt 
Darmstadt entfällt hiervon ein Anteil von 3/5, das sind 2.055,0 T€. 
 
Für das Geschäftsjahr 2008 geht die Sparkasse Darmstadt von leicht rückläufigen 
Marktzinsen aus. Zum Jahresende wird eine flache, teilweise sogar inverse Zinsstruktur 
erwartet.  
Ab dem Jahr 2009 rechnet die Sparkasse Darmstadt mit ansteigenden Zinsen. Die auf dieser 
Zinsentwicklung basierenden Bilanzstrukturszenarien sehen ein Wachstum im 
Kundengeschäft, sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite vor. Ein moderates 
Bilanzsummenwachstum basiert auf dem Kundengeschäft, eine Ausweitung des 
Eigengeschäftes wird nicht angestrebt. 
Die formulierte strategische Vorgabe für die Cost-Income-Ratio (CIR) von unter 60 % wird 
bei Eintreffen der Prognosen 2008 knapp erreicht. Es wird ein unveränderter Bilanzgewinn 
angestrebt.  
 
Darmstadt, den 28.07.2008 
 
Der Dezernent I  
 
 
 
Walter Hoffmann  
Oberbürgermeister

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Details

Vorlagen-Nr.
2008/0348
Typ
Magistratsvorlage
Datum
28.07.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00