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1119/2021

Abschlussbericht der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“

Mitteilung Ausschuss 29.03.2021

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Mitteilung Ausschuss

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Abschlussbericht - Quartiersmanagement im SR_Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

3057 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/15/152 
152/12 
Vorlagen-Nummer  29.03.2021 
 1119/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Stadtentwicklungsausschuss 29.04.2021 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 27.05.2021 
Abschlussbericht der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung„ im 
Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ hat der Rat der Stadt Köln am 20.12.2016 (Vorla-
ge Nr. 2899/2016) ein zukunftsweisendes Leitkonzept zur sozialraumorientierten Stadtentwicklung 
beschlossen und die Verwaltung unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung beauf-
tragt.  
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord“ wurde am 18.05.2017 (Vorlage Nr. 0743/2017) vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Es bildet 
die Grundlage zur Beantragung von Zuwendungen aus dem Städtebauförderprogramm. Für die Maß-
nahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ wurde ein städtebaulicher Förderantrag ge-
stellt und durch den Fördermittelgeber positiv beschieden. 
Ziel der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ ist, die Teilhabe und Mitwirkung 
im Sozialraum zu verbessern und die Verantwortung der Bewohner*innen sowie weiterer Akteure für 
das eigene „Veedel“ langfristig zu stärken. 
Unter dem Namen STARKE VEEDEL BÜRO BLUMENBERG; CHORWEILER UND SEEBERG 
NORD nahm im April 2019 das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ die Arbeit auf. Die 
enge Zusammenarbeit mit den Sozialraumkoordinatorinnen „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord“ gewährleistete eine schnelle Vernetzung. Kooperationsbeziehungen, insbesondere zwischen 
einzelnen Bewohner*innen sowie den Akteuren im Sozialraum wurden aufgrund gezielter Vernet-
zungsarbeit des STARKE VEEDEL BÜRO BLUMENBERG; CHORWEILER UND SEEBERG NORD 
auf- und ausgebaut.  
Der Verfügungsfonds ist Teil der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“, mit 
dem es möglich war, die Entwicklung und Umsetzung kleinteiliger Projekte und Aktivitäten zu fördern. 
Alle im Sozialraum tätigen Einrichtungen, Vereine, Bewohnergruppen sowie einzelne engagierte Be-
wohner*innen hatten die Möglichkeit, mit ihren Ideen, Aktionen und Projekten an der Aufwertung ihres 
Stadtteils aktiv mitzuwirken und Fördermittel aus dem Verfügungsfonds zu beantragen. Im Durchfüh-
rungszeitraum wurden 48 Verfügungsfonds-Projekte bewilligt, von denen trotz der massiven Ein-
schränkungen durch die Corona-Pandemie letztlich 42 zumindest teilweise durchgeführt werden 
konnten.  
Die Städtebauförderung für die Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ im Sozi-
alraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ ist zum 31. Dezember 2020 beendet worden. 
Der als Anlage beigefügte Abschlussbericht gibt einen Über- und Rückblick über die einzelnen viel-
schichtigen Tätigkeiten und deren Umsetzung gemeinsam mit den Handelnden vor Ort. 
 
Anlage 
 
Abschlussbericht - Quartiersmanagement im SR_Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

Abschlussbericht - Quartiersmanagement im SR_Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

139077 Zeichen

STARKE VEEDEL – STARKES KÖLN
STARKE VEEDEL  
BÜRO 
CHORWEILER
ABSCHLUSSBERICHT
BÜRO FÜR QUARTIERSMANAGEMENT UND AKTIVIERUNG 
IM SOZIALRAUMGEBIET „BLUMENBERG, CHORWEILER UND  
SEEBERG-NORD“

♥

♥CHORWEILER-MITTE

IMPRESSUM
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung  
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
Das Büro für Quartiersmanagement wurde im  
Rahmen des Programms „Starke Veedel –  
Starkes Köln“ vom Amt für Stadtentwicklung  
und Statistik der Stadt Köln betreut.
Auftragnehmer: 
Stadt + Handel Beckmann und
Föhrer Stadtplaner PartGmbB
info@stadt-handel.de
www.stadt-handel.de
Amtsgericht Essen
Partnerschaftsregisternummer PR 3496
Hauptsitz Dortmund
Gestaltung: 
icon Kommunikation für Kultur und 
Wirtschaft GmbH, Köln
Grafik, Layout/Satz: 
Christine Wehmeier, Kommunikationsdesignerin 
Bildnachweise:
Cover unter Verwendung eines Templates
Designed by new7ducks / freepic
Druck:
Pilgram Druck und Dienstleistung GmbH & Co. KG
Madausstraße 1 | 51109 Köln – Merheim
300 12/2020

STARKE VEEDEL – STARKES KÖLN
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
ABSCHLUSSBERICHT
BÜRO FÜR QUARTIERSMANAGEMENT UND AKTIVIERUNG IM SOZIALRAUMGEBIET 
„BLUMENBERG, CHORWEILER UND SEEBERG-NORD“

STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VORWORT
VORWORT
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln: 
Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ 
nutzt Köln den Projektaufruf „Starke Quartiere – 
starke Menschen“ des Landes NRW (2014 – 2020), 
um in mehreren Sozialraumgebieten die Lebens-
bedingungen von Kölner Bürgerinnen und Bürgern 
spürbar zu verbessern. Im Sozialraum „Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord“ sieht das Integrierte 
Stadtentwicklungskonzept zahlreiche Maßnahmen 
zur Aufwertung der Quartiere vor. Hierzu zählen 
sowohl bauliche Maßnahmen zur Neugestaltung des 
öffentlichen Raumes sowie sozial flankierende Maß-
nahmen, die die Themen Prävention, Bildung und 
Qualifizierung in den Blick nehmen. 
Von zentraler Bedeutung ist neben der Umsetzung 
der beschriebenen Maßnahmen auch die Aktivie -
rung von Bewohnerinnen und Bewohnern mit dem 
Ziel, die Vernetzung im Quartier zu fördern, gut 
funktionierende Nachbarschaften zu bilden und 
Hilfestellung bei der aktiven Mitgestaltung des 
Wohnumfeldes zu geben. So soll das Miteinander 
im Quartier gestärkt werden. Um hier zu unterstüt -
zen, wurde ein Quartiersmanagement eingesetzt, 
das vor Ort im „Starke Veedel Büro“ im Bürger-
zentrum Chorweiler am Pariser Platz 1, 50765 Köln 
als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die 
Maßnahmen aus dem Integrierten Stadtentwick-
lungskonzept bereit stand und im Sinne des Vernet-
zungsgedankens eng mit der Sozialraumkoordina-
tion zusammen gearbeitet hat. 
Ausgestattet wurde das Quartiersmanagement mit 
einem Verfügungsfonds, der dabei half, die vielen 
Projektideen der Bewohnerinnen und Bewohner des 
Quartiers durch finanzielle Unterstützung umzuset-
zen. 
Wie der nun vorliegende Abschlussbericht zeigt, 
ist es dem Quartiersmanagement geglückt, für den 
Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und See -
berg-Nord“ bedeutsame Projekte und Maßnahmen 
gemeinsam mit den Handelnden vor Ort erfolgreich 
umzusetzen. 
Vorhandene Strukturen wurden gewinnbringend ge-
nutzt und einbezogen und damit die Umsetzung der 
Projekte sehr befördert. 
Das Quartiersmanagement mit seinen Mitarbeiten -
den war dabei stets zuverlässiger Ansprechpartner 
und Lotse für alle Belange. 
Mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit hat das Quar-
tiersmanagement das „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
Programm mit all seinen Maßnahmen und vor allem 
die Bewohnerinnen und Bewohner des Sozialraums 
mit ihren Projekten anerkennend begleitet und in 
den Mittelpunkt gerückt.

STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VORWORT
Zum Jahreswechsel 2020 / 2021 beendet das Quar-
tiersmanagement für den Sozialraum „Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord“ nun planmäßig seine 
Arbeit, für die ich mich an dieser Stelle ganz herzlich 
bedanke.
Abschließend ist es mir wichtig zu betonen, dass die 
angestoßenen Ideen, Impulse und einige Projekte 
für den Sozialraum und die dort lebenden Men -
schen auch nach der Beendigung des Quartiers -
managements weitergehen. Noch in der Umsetzung 
befindliche aber auch neue attraktive Maßnahmen 
werden dazu beitragen, das Quartier und die Le -
bensverhältnisse weiter aufzuwerten und zu ver-
bessern.
Ihre
Brigitte Scholz
Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung  
und Statistik

INHALT
1. Einleitung  ................................................................................................................................................... 8
2. Das Sozialraumgebiet
2.1. Ziele und Maßnahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ ................................................... 12
2.2. Strukturdaten im Sozialraum ..................................................................................................................... 14
2.3. Akteurs-Struktur und bestehende Netzwerke  ......................................................................................... 18
3. Das STARKE VEEDEL BÜRO
3.1. Ein rundes und buntes Konzept ................................................................................................................. 22
3.2. Das Team stellt sich vor ............................................................................................................................. 24
3.3. Das Starke Veedel Büro vor Ort ................................................................................................................. 26
4. Aktionen des STARKE VEEDEL BÜROs 
4.1. Aktionen zur Aktivierung der Bewohnerschaft ......................................................................................... 30
4.2. NIKN – Reaktion des Quartiersmanagements auf die Corona-Pandemie  ................................................ 42
5. Verfügungsfonds 
5.1. Das Förderinstrument – Aufruf zur Teilhabe und Mitwirkung .................................................................. 46
5.2. Beratungsgremium und Bewilligungsverfahren  ....................................................................................... 48
5.3. Wirkungsweise im Sozialraumgebiet  ........................................................................................................ 50
5.4. Die VEEDELS-IDEEN  ................................................................................................................................... 54
5.5. Projektportraits  ......................................................................................................................................... 56
6. Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
6.1. Kommunizierte Werte und Corporate Design  .......................................................................................... 66
6.2. Crossmediale Kommunikation ................................................................................................................... 68
6.3. Digital unterwegs ....................................................................................................................................... 71
7. Fazit ........................................................................................................................................................... 80
Endnoten  .............................................................................................................................................................. 82
Abbildungsverzeichnis .......................................................................................................................................... 83
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

8
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
EINLEITUNG
Das Quartiersmanagement im Sozialraumgebiet1 
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ war 
21 Monate tätig. 42 Projekte wurden mithilfe der 
Förderung aus dem Verfügungsfonds umgesetzt. 88 
Posts sind auf Instagram erschienen. 21-mal haben 
die Quartiersmanagerinnen und -manager Netz-
werktreffen besucht. Eine Pandemie fällt in den 
Projektzeitraum. 
Wir möchten gemeinsam mit Ihnen, verehrte Lese -
innen und Leser, auf die Laufzeit des Quartiers -
managements im Norden Kölns zurückblicken und 
Ihnen die Ergebnisse einer intensiven Projektphase 
präsentieren.  
Von April 2019 bis Dezember 2020 hat das Quar-
tiersmanagement aus dem Starke Veedel Büro am 
Pariser Platz 1 in Chorweiler-Mitte den Auftrag er-
füllt, die Menschen und Institutionen im Sozialraum -
gebiet zu erreichen, zu aktivieren und sie dabei zu 
unterstützen, ihre Ideen einzubringen, um damit ihr 
direktes Lebensumfeld mitzugestalten.  
Wir möchten Ihnen die Maßnahme „Büro für Quar-
tiersmanagement und Aktivierung“ auf den nächs -
ten Seiten übersetzen. Management, das bedeutet 
in der Förderlandschaft des Städtebaus nicht führen 
und leiten, sondern zuhören, hinschauen, koordinie-
ren, moderieren und aktivieren. 
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivie-
rung“ – kurz Quartiersmanagement – ist eine Maß-
nahme aus dem sozialraumübergreifenden Integrier-
ten Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
und findet sich auch im Integrierten Stadtentwick-
lungskonzept (ISEK) für das Sozialraumgebiet „Blu-
menberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ wieder. 
Im Sinne des Handlungskonzepts agieren die in Köln 
tätigen Quartiersmanagements in mehreren Sozial -
raumgebieten aus ihren jeweiligen Starke Veedel 
Büros vor Ort. 
— Starke Veedel Büro Chorweiler
Sozialraumgebiet Blumenberg, Chorweiler, 
Seeberg-Nord (April 2019 – Dezember 2020)
— Starke Veedel Büro Mülheim
Sozialraumgebiete Mülheim-Nord/Keupstraße
und Buchheim/ Buchforst 
(April 2019 – Dezember 2020)
— Starke Veedel Büro Meschenich 
Soziale Stadt Gebiet Meschenich 
(November 2019 – Dezember 2020)
— Starke Veedel Büro Porz-Ost
Sozialraumgebiet Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven, Eil (2020 – 2022)
— Starke Veedel Büro Kalk
Sozialraumgebiet Humboldt/Gremberg und Kalk
(2020 – 2023)
Quartiersmanagement– eine Maßnahme aus dem 
Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“
Auf Basis des Integrierten Handlungskonzeptes 
hat die Stadt Köln die Chancen der Förderperiode 
2016–2020 der Europäischen Union unter anderem 
für das Sozialraumgebiet „Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord“ genutzt. Dabei wurde auf dem 
Programm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und 
Sozialraumorientierung in Köln“ aufgebaut. Mit dem 
letztgenannten ist die Stadt Köln bereits seit 2006 
in elf Gebieten aktiv. Für den Erfolg des Programms 
1. EINLEITUNG

9
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
EINLEITUNG
„Starke Veedel – Starkes Köln“ ist die Beteiligung der 
Bewohnerschaft sowie weiterer Akteure entschei -
dend. Hierzu bedarf es neben der Programmkoordi -
nation innerhalb der Stadtverwaltung einer zentra -
len Anlauf-, Informations- und Koordinationsstelle 
vor Ort, die mit dem Büro für Quartiersmanagement 
und Aktivierung geschaffen wurde. 
Kommunikationsdrehscheibe für das Programm 
„Starke Veedel – Starkes Köln“
Das Quartiersmanagement zielte darauf ab, die 
Bewohnerschaft des Sozialraumgebiets zu errei-
chen, zu aktivieren und zu unterstützen, dadurch 
Barrieren zu senken und den Netzwerkgedanken zu 
stärken. Es handelte sich um eine niedrigschwellige 
und aktivierende Maßnahme zur Verbesserung von 
Teilhabe und Mitwirkung. Ziel war es weiterhin, über 
die Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungs -
konzeptes für das Sozialraumgebiet „Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord“ die Verantwortung 
der Bewohnerinnen und Bewohner sowie weiterer 
Akteure für das eigene Veedel langfristig zu stärken 
und zu stabilisieren und selbsttragende Strukturen 
auszubauen. 
Mit der fachlichen, inhaltlichen Koordination der 
einzelnen Projektmaßnahmen sind grundsätzlich die 
jeweiligen Fachämter betraut, es bedurfte jedoch 
einer auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept 
bezogenen Kommunikation und Informationsver-
mittlung vor Ort. Dabei war eine enge, sich ergän -
zende Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordina-
tion vorgehsehen.
Aktivierung durch Motivation und Teilhabe 
Zum Aufgabenspektrum des Quartiersmanagements 
gehörte maßgeblich die Initiierung des Verfügungs -
fonds. Der Verfügungsfonds ist ein zentrales quar-
tiersorientiertes Aktivierungsinstrument, das im 
Schwerpunkt die Bewohnerschaft, aber auch lokale 
Akteure, Vereine und Institutionen, die im Sozial-
raumgebiet tätig sind, befähigt, stärker am Leben 
und den Aktivitäten in ihren Veedel zu partizipieren.  
Das Quartiersmanagement übernahm die Aufgabe, 
Bewohnerinnen und Bewohner, Vereine, Kirchen-
gemeinden und weitere Sozialraumakteure für eine 
Antragstellung zum Verfügungsfonds anzuwerben 
und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen und Vorstel -
lungen zu unterstützen. Dazu war es von besonde-
rer Bedeutung, dass eine räumliche Anlaufstelle im 
Sozialraumgebiet geschaffen wurde, durch die das 
Quartiersmanagement und der Verfügungsfonds 
wahrnehmbar waren.  
Im Unterschied zu den im Gesamtprogramm fest 
verankerten Projekten, sollten mit Hilfe des Ver-
fügungsfonds unkompliziert und kurzfristig aus der 
Bewohnerschaft heraus, Projekte und kleinere Maß -
nahmen umgesetzt werden, die sich im Sinne der 
Entwicklung eines „Miteinanders“ förderlich auf die 
Entwicklung des Sozialraumgebiets auswirkten. Das 
Quartiersmanagement unterstützte mit seiner Auf -
gabe der Förderung von Teilhabe die Zielausrichtung 
und den Erfolg des gesamten Integrierten Stadtent-
wicklungskonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“. 
Information und Beteiligung 
Der Projektbaustein „Öffentlichkeitsarbeit“ des 
Quartiersmanagements setzte sich aus unterschied -
lichen Instrumenten der Öffentlichkeitsarbeit und 
Medienarbeit zusammen. Ziel war es, die unter-
schiedlichen Zielgruppen niederschwellig und 
bedarfsgerecht zu erreichen und die dafür erforder -
lichen Instrumente zu entwickeln. Darüber hinaus 
wurde auf die klassischen Instrumente der Öffent-
lichkeitsarbeit zurückgegriffen, um das Programm 
zu kommunizieren. Die Aufwertung des Images des 
gesamten Sozialraumgebiets wurde angestrebt.
Zielgruppe
Die Zielgruppe war sehr breit aufgestellt. Die Maß -
nahme kam insbesondere den unterschiedlichen 
Teilgruppen der Bewohnerinnen und Bewohner 
zugute. Aber auch die Verwaltung, Träger, Politik, 
sonstige staatliche Institutionen auf kommunaler 
Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraum-
koordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure 
und Interessensvertretungen waren in der Zielgrup -
pe inbegriffen.

2. DAS SOZIALRAUMGEBIET
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER DAS SOZIALRAUMGEBIET

24
Starke Veedel – Starkes Köln
Stadt Köln
Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen
Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln
Stand: 11. Januar 20 21
1 00 m 500 m
weitere Entwicklungsräume und Projekte
Wohnbaupotenzialflächen
S-Bahn
Stadtbahn
BLUMENBERG
SEEBERG-NORD
CHORWEILER
25
KREUZFELD
23
1
1 3
91 0
2 2
1 5
1 8
1 7
1 4 1 1
1 2
1 4
8
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
1. Büro für Quartiersmanagement (Starke Veedel Büro)   
2. Evaluation  
Früh ansetzende Hilfen
3. Zugehende Hilfe 
4. Stadtteileltern 
5. Willkommen & Ankommen 
6. Kita-Einstieg 
7. Fit und Aktiv in Chorweiler 
Öffentlicher Raum
8. Ertüchtigung Bolzplatz Elbeallee 
9. Neugestaltung Spielplatz Osloer Straße  
10. Neugestaltung Spielplatz Kopenhagener Straße  
11. Neugestaltung Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring   
12. Neugestaltung Weserplatz 
13. Neugestaltung Turkuplatz 
14. Umgestaltung des Rückgrats von Chorweiler 
 (von Themsepromenade bis Weserpromenade) 
15. Öffnung des Einkaufszentrums nach außen   
Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, 
Luftreinhaltung und Lärmminderung
16. Aufbau eines Hitzewarnsystems 
17. Erweiterung des Schulgartenangebots  
Wohnen
18. Zuhause im Veedel: Beteiligung und Wohnumfeldpflege 
19. Haus-, Hof- und Fassadenprogramm 
20. Evaluierung und Ideenwerkstatt zu den Potenzialflächen für 
 Wohnungsneubau/gemischte Nutzungen im Sozialraum 
21. Einrichtung „Runder Tisch Wohnungswirtschaft“
Mobilität und Verkehr
22. Neugestaltung der S- und U-Bahnstation „Chorweiler Mitte“ 
Weitere Entwicklungsräume und Projekte
23. Neugestaltung Liverpooler Platz, Pariser Platz, Lyoner Platz 
 (Programm „Lebenswertes Chorweiler“)   
24. Betrauung der GAG Immobilien AG mit dem „Chorweiler Paket“  
25. Entwicklungsraum Kreuzfeld
  
BLUMENBERG, CHORWEILER 
UND SEEBERG-NORD
Die Oberbürgermeisterin
11
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER DAS SOZIALRAUMGEBIET

12
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER DAS SOZIALRAUMGEBIET
2.1. ZIELE UND MASSNAHMEN  
DES PROGRAMMS  
„STARKE VEEDEL – STARKES KÖLN“ 
Ziel des Integrierten Handlungskonzeptes ist es, die 
besonders von sozialer Benachteiligung betroffenen 
Stadtquartiere in Köln zu stärken, Armut zu bekämp-
fen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, Präven-
tion zu systematisieren und die Lebenssituation der 
in diesen Quartieren lebenden Menschen nachhaltig 
zu verbessern. Die Förderung dieser Quartiere wird 
gleichzeitig auch zur gesamtstädtischen Entwicklung 
beitragen und den sozialen Zusammenhalt in der 
Gesamtstadt fördern2.
Mit dem Ratsbeschluss zum Programm „Lebenswer-
te Veedel“ im Jahr 2006 wurden insgesamt 11 Sozial-
räume definiert3. Die Sozialraumgebiete wurden 
vorrangig nach Kriterien der sozialen Benachteiligung 
der Bewohnerinnen und Bewohner ausgewählt und 
abgegrenzt. Auf diese Weise soll sichergestellt wer-
den, dass von der verstärkten sozialraumorientierten 
Arbeit insbesondere Stadtgebiete profitieren, in de-
nen die soziale Lage der Bevölkerung vergleichswei-
se schwierig ist. Sozialraumgebiete umfassen eine 
Bewohnerstärke von 20.000–30.000 Einwohnern. In 
jedem Sozialraumgebiet ist eine Sozialraumkoordina-
tion tätig. Auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel 
– Starkes Köln“ werden sozialraumspezifische ISEKs 
mit konkreten Maßnahmen für die einzelnen Sozial-
räume erarbeitet. Der Rat der Stadt Köln hat das 
ISEK „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
am 18.05.2017 beschlossen4. Im Dezember 2018 
wurde ein weiteres ISEK für den Sozialraum – auf-
bauend auf die erste Fassung – beschlossen. Diese 
Konzepte bilden den Rahmen für das weitere integ-
rierte Handeln im Sozialraum. 
Maßnahmen und Ziele für den Sozialraum  
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
Abgeleitet aus den Analysen und erarbeiteten Hand -
lungsbedarfen des Leitkonzepts werden folgende 
Handlungsfelder im sozialraumspezifischen ISEK 
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ identi -
fiziert:
— Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
— Früh ansetzende Hilfen
— Wirtschaft und Qualifizierung
— Wohnen
— Öffentlicher Raum
— Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, 
     Luftreinhaltung und Lärmminderung
Das Quartiersmanagement mit dem Verfügungs-
fonds findet sich im sozialraumspezifischen ISEK im 
Handlungsfeld Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung.
2015: Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“
Integriertes Handlungskonzept für die Stadt Köln (InHK)
2019 – 2020: Quartiersmanagement und  
Verfügungsfonds als Maßnahme 0.0.1 des ISEK
2016: Integriertes Handlungskonzept(IHK) für den  
Sozialraum „Blumberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
Handlungsfelder mit 24 Maßnahmen
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
1 Früh ansetzende Hilfen
2 Öffentlicher Raum
3 Wirtschaft und Qualifizierung
4 Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Kuftreinhaltung und  
   Lärmminderung
5 Wohnen
Abb. 1: Quartiersmanagement als Maßnahme  
im Integrierten Handlungskonzept (eigene Darstellung)

13
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER DAS SOZIALRAUMGEBIET
MASSNAHMEN AUS DEM IHK „BLUMENBERG,  
CHORWEILER UND SEEBERG-NORD“
Bezeichnung
Laufzeit
Beginn Ende
Büro für Quartiersmanagement u. Aktivierung 2019 2020
Soziale Stadt Chorweiler-Mitte (Verfügungsfonds) 2017 2019
Handlungsfeld: früh ansetzende Hilfen
Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für 
junge Menschen mit psychischen Problemen  2017 2019
Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich Stadtteileltern (hier nur Stadtteileltern) 2018 2020
Willkommen und Ankommen in Köln 2017 2018
Kita-Einstieg 2017 2020
Neubau der Kinder- und Jugendeinrichtung „Blu4Ju“ der Katholischen Jugendagentur Köln gGmbH 
(KJA), Langenbergstraße, Köln-Blumenberg 2022 2023
Fit und aktiv in Chorweiler 2019 2020
Handlungsfeld: öffentlicher Raum***
„Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln: Spielplatz Kopenhagener Str.“ 2018 2019
„Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln: Spielplatz Osloer Str.“ 2018 2019
„Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln: Bolzplatz Elbeallee“ 2019 2022
„Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln: Spielplatz Osloer Str./Athener Ring“ 2019 2022
Weserplatz in Köln-Chorweiler 2024 2026
Neugestaltung des Turkuplatzes 2025 2027
Umgestaltung des Rückgrats von Chorweiler (Themse- bis Weserpromenade) 2025 2029
Öffnung des City-Centers nach außen (erweitertes Dialogverfahren) 2022 2023
Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifizierung
In diesem Handlungsfeld werden keine Maßnahmen durchgeführt.
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung
Verbundprojekt Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter 2019 2021
Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schulgartenangebotes 2019 2022
Handlungsfeld: Wohnen
„Zuhause im Veedel“ (Modul A) 2019 2021
Haus,- Hof- und Fassadenprogramm 2019 2021
Evaluierung und Ideenwerkstatt zu den Potenzialflächen für den Wohnungsneubau und gemischte  
Nutzungen im Sozialraumgebiet 2022 2023
Einrichtung Runder Tisch Wohnungswirtschaft 2019 2021
Handlungsfeld: Sozialraumorientierte Stadtentwicklung und Aufbau der Präventionskette im Prozess
Barrierefreie Neugestaltung der S- und U-Bahnstation in Chorweiler-Mitte 2023 2026
Abb. 2: Maßnahmen aus dem Integrierten Handlungskonzept 
„Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-Nord“ (eigene Darstellung)

14
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Das Sozialraumgebiet „Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord“ liegt am nördlichen Stadtrand Kölns 
in der Peripherie und umfasst die zwei Stadtteile 
Blumenberg und Chorweiler sowie das Quartier 
Seeberg-Nord. Es lässt sich aufgrund seiner sozial 
und städtebaulich sehr unterschiedlichen Strukturen 
in vier Teilräume unterteilen, nämlich Blumenberg, 
Chorweiler-Mitte und Chorweiler-Nord sowie See -
berg-Nord. 
Der Stadtteil Blumenberg ist erst in den 1980er 
Jahren entstanden und aktuell der jüngste Stadt -
teil Kölns. Blumenberg und Chorweiler sind durch 
eine großzügig angelegte Parkanlage voneinander 
getrennt. Der Rest von Blumenberg ist von Feldern 
und weiteren Grünflächen umgeben. Allgemein ist 
Köln-Blumenberg ein sehr „grüner“ Stadtteil.  
In Blumenberg gibt es S-Bahn Haltestelle und eine 
Busverbindung. 
Chorweiler ist gleichzeitig auch der Namensgeber 
des gesamten Stadtbezirks Chorweiler und Sitz des 
Bezirksrathauses. Der Teilraum Chorweiler-Mitte, 
der den Kern des Sozialraumes bildet, ist von einer 
sehr dominanten Hochhausbebauung geprägt. Die 
Großwohnsiedlung entstand in den 1970er Jah-
ren und zeichnet sich durch einen hohen Anteil an 
öffentlich geförderten Wohnungen aus und ist von 
einer problematischen Sozialstruktur geprägt. Das 
Herzstück ist der zentral gelegene Pariser Platz. Der 
Stadtteil liegt unmittelbar an der Autobahn A-57 und 
das ÖPNV Netz ist mit S-Bahn-, U-Bahn- sowie Bus -
linienanbindungen gut ausgebaut.
Seeberg-Nord wurde in den 1970er Jahren errich-
tet. Das Quartier grenzt unmittelbar an den Stadt-
teil Chorweiler an. Die beiden Teilräume werden 
durch die Willi-Suth-Allee und die Merianstraße 
getrennt. Die nach Süden offene Parkanlage wird 
von mehrgeschossigen Hochhäusern umschlossen. 
Zwischen den Hochhäusern und dem Park wurden 
Einfamilienhäuser sowie Bungalows errichtet. Ende 
der 1960er Jahre konnten namhafte Architekten, in 
Form eines Wettbewerbs, ihre Vorstellungen vom 
modernen Städtebau exemplarisch verwirklichen. 
Man findet die Bauten im Südwesten des Quartiers 
Seeberg-Nord. In Seeberg-Nord gibt es mehrere 
kleinere Plätze mit Lebensmittelgeschäften, sowie 
einer Bäckerei, einem türkischen Restaurant und 
einem Second-Hand Geschäft.
Der Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und See -
berg-Nord“ weist eine Bevölkerungszahl von rund 
27.000 auf und ist durch eine hohe kulturelle Vielfalt 
geprägt (Stand 20195). Rund 80 Prozent der Bewoh-
nerschaft (mit steigender Tendenz) weisen einen 
Migrationshintergrund auf, so dass dem Sozialraum 
insgesamt eine hohe Integrationsleistung zukommt. 
Im Hinblick auf demographische Veränderungen ist 
der Sozialraum durch eine überdurchschnittlich jun-
ge Bevölkerung mit einem hohen Anteil an Familien 
mit Kindern (30,4 % der Haushalte) gekennzeichnet. 
Auffällig ist zudem der hohe Anteil der Alleinerzie -
henden. 
2.2. STRUKTURDATEN IM SOZIALRAUM
DAS SOZIALRAUMGEBIET

15
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Oftmals prekäre Lebensverhältnisse spiegeln sich 
in dem hohen Anteil an SGB II-Beziehenden wider. 
Rund 44 % der Kinder und Jugendlichen unter 15 
Jahren leben in SGB II-Bedarfsgemeinschaften. 
Unter den Erwachsenen beziehen rund 30 % Leis -
tungen nach dem SGB II. Besonders deutlich werden 
die sozialen Unterstützungsbedarfe im Bereich der 
Großwohnanlagen in Chorweiler-Mitte: Hier leben 
43 % der Bevölkerung und fast 60 % der Kinder und 
Jugendlichen unter 15 Jahren in SGB II-Bedarfsge -
meinschaften. 
Auch der Anteil an älteren Menschen steigt im 
Sozialraum an. Gleichzeitig ist die Betroffenheit von 
Altersarmut im Sozialraum sehr hoch: Gut ein Drittel 
der Seniorinnen und Senioren bezieht Grundsiche-
rung im Alter nach SGB-XII, in Chorweiler sind es so-
gar deutlich mehr als ein Drittel (Stadt Köln: rd. 8 %). 
Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäf-
tigten (SVP) im Sozialraum liegt mit 51 % unter dem 
stadtweiten Durchschnitt (58 % SVP-Beschäftige). 
Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit, die Langzeit-
arbeitslosigkeit und die Zunahme der Arbeitslosig -
keit junger Menschen unter 25 Jahren sind für das 
Gebiet problematisch. 
In der kleinräumigen Betrachtung werden Unter-
schiede zwischen den Quartieren hinsichtlich der 
Sozialstruktur deutlich. In den Bereichen des hoch -
verdichteten Geschosswohnens sind die sozialen 
Unterstützungsbedarfe am größten. Insbesondere 
in den Quartieren Chorweiler-Mitte sowie in den 
Geschosswohnungsbereichen in Chorweiler-Nord 
überlagern sich verschiedene soziale Problemlagen. 
Die durch Ein- bis Zweifamilienhäuser geprägten 
Quartiere in Chorweiler-Nord und Blumenberg 
zeichnen sich durch eine stabilere Sozialstruktur aus, 
stehen aber durch den steigenden Seniorenanteil 
und dem daraus anstehenden Generationenwechsel 
vor anderen strukturellen Herausforderungen.
Die folgenden Grafiken veranschaulichen ausge-
wählte Statistiken für das Sozialraumgebiet und die 
seine vier Teilgebiete im Vergleich zur Gesamtstadt 
Köln.
Bildquelle: Benjamin Stieb – Chorweiler  
Mitte aus der Vogelperspektive 
DAS SOZIALRAUMGEBIET

16
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Blumenberg  
5.385
Chorweiler-N
6.565
Seeberg-Nord  
8.480
Chorweiler  
6.276
1.091.819
insgesamt
26.706
*Jugendquotient  Jugend umfasst 0 bis 18 Jahre
*Anteil SGB II Empfänger und Empfängerinnen im Alter von 0 bis 64 Jahren
Einwohner insgesamt – 2019:  
Sozialraumgebiet
Einwohner insgesamt – 2019:  
Köln
STRUKTURDATEN SOZIALRAUMGEBIET 
IM VERGLEICH ZUR GESAMTSTADT
Abb. 3 Einwohnerzahlen  
(Sozialraumgebiet / Gesamtstadt Köln)
rechte Seite Abb.4 Strukturdaten  
(Sozialraumgebiet / Gesamtstadt Köln)
Zahlenquelle: Statistikstelle der Stadt Köln  
(eigene Darstellung)
DAS SOZIALRAUMGEBIET

31,8
82,5
32,0
46,2
83,4
42,9
29,4
79,5
28,8
26,4
40,1
12,4
23,3
79,9
30,3
38,5 36,7 36,3
24,3
40,8
28,1
17,3
69,6
8,6
Seeberg-N
Seeberg-N
Seeberg-N
Seeberg-N
Chorweiler
Chorweiler
Chorweiler
Chorweiler
Chorweiler-N
Chorweiler-N
Chorweiler-N
Chorweiler-N Sozialraumgebiet
Sozialraumgebiet
Sozialraumgebiet
SozialraumgebietBlumenberg
Blumenberg
Blumenberg
Blumenberg
Köln
Köln
Köln
Köln
Jugendquotient*
Altenquotient
Anteil von Personen mit Migrationshintergrund (in %)
Anteil SGB II (in %)*
17
0
0
0
0
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER DAS SOZIALRAUMGEBIET

18
2.3. AKTEURS-STRUKTUR UND  
BESTEHENDE NETZWERKE
Wer eine neue Tätigkeit in Chorweiler aufnimmt 
oder als Akteur im Rahmen eines Projekts seinen 
Weg in den Bezirk findet, zeigt meistens zwei Re -
aktionen: „Hier ist es ja gar nicht so schlimm“ und 
„hier gibt es ja total viele Angebote“. 
Chorweiler ist besser als sein Ruf. Dies wird durch 
eine breite Angebotsstruktur gewährleistet, die 
durch eine Vielzahl engagierter Akteure und Einrich -
tungen gegeben ist. 
Sozialraumkoordination
Mit der Umsetzung des Integrierten Stadtentwick -
lungskonzepts „Starke Veedel – Starkes Köln“ im 
Sozialraum entstand ein neuer Koordinierungs- und 
Abstimmungsaufwand, den das Quartiersmanage -
ment in enger Abstimmung mit der tätigen Sozial -
raumkoordination leistete. Die Akzeptanz und 
Implementierung des Handlungsprogramms kann in 
den Sozialräumen aber nur gelingen, wenn Bewoh-
nerschaft und Akteure für dieses Programm sensibi -
lisiert und Zugangsstrukturen genutzt werden.
Vor dem Hintergrund der vergleichsweisen kurzen 
Laufzeit des Quartiersmanagements waren die „Ver-
netzungshilfe“ der Sozialraumkoordination sowie ein 
Vertrauensvorschuss von Seiten der Akteure und 
Bewohnerschaft durch diese Nähe sehr hilfreich. 
Es hat sich eine konstruktive und unterstützende 
Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordination 
etabliert, die von beiden Seiten sehr wertgeschätzt 
wurde und zu einer Vielzahl gemeinsam geplanter 
und umgesetzter Projekte führte. 
Arbeitskreise und Stadtteilkonferenzen
Die kooperative Akteursstruktur in Chorweiler spie -
gelt sich in den Arbeitskreisen und Gremien wider. 
Das Quartiersmanagement hat an den Treffen als 
aktiver Akteur teilgenommen. Es hat sich und seine 
Aktionen dort vorgestellt und vermehrt den Verfü -
gungsfonds erfolgreich beworben. 
— AK Chorweiler
Der AK Chorweiler bezieht Akteure aus dem ge -
samten Bezirk Chorweiler mit ein und ist somit der 
größte Arbeitskreis. Auf Einladung der Sozialraum-
koordination kommt er in verschiedenen Einrich-
tungen im Turnus von 6–8 Wochen zusammen. Er 
setzt sich zusammen aus diversen Akteuren aus der 
Stadtverwaltung (bspw. Bürgeramtsleitung, Bezirks -
jugendpflege) und lokalen Akteuren vor Ort, Vertre -
Bildquelle: Birgitta August – Benjamin Stieb 
(Sozialraumkoordination) und  
Corinna Joppien (Quartiersmanagerin)
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER DAS SOZIALRAUMGEBIET

19
terinnen der Religionsgemeinschaften und wichtigen 
Netzwerkpartnern, wie beispielsweise die AWB. Der 
Arbeitskreis wird von allen Akteuren genutzt, um 
Angebote vorzustellen und sich über bezirkliche Be -
lange auszutauschen.
— Stadtteilkonferenz Chorweiler-Nord
Die Stadtteilkonferenz Chorweiler-Nord setzt sich 
aus verschiedenen Akteuren aus der Stadtverwal -
tung (z.B. Bezirksjugendpflege, Bürgeramtsleitung, 
etc.), lokalen Akteuren vor Ort (z.B. Kinder- und 
Jugendzentrum „Northside“, Sozialpsyachiatrisches 
Zentrum, Schulen und Kitas, etc.), Bürgerinnen 
und Bürgern sowie weiteren wichtigen Netzwerk-
partnern, wie beispielsweise die Bezirkspolizei, 
zusammen. Das Gremium trifft sich vier bis sechs 
Mal im Jahr und behandelt alle möglichen Themen 
rund um den Stadtteil Chorweiler-Nord. Dabei geht 
es in erster Linie darum, Defizite zu erkennen und 
dementsprechend mögliche Handlungsschritte 
zu planen und einzuleiten. Die Stadtteilkonferenz 
Chorweiler-Nord ist des Weiteren für die Planung, 
Organisation und Durchführung des jährlich stattfin -
denden Nachbarschaftsfestes auf dem Weserplatz 
verantwortlich. Das Quartiersmanagement hat im 
September 2019 beim Nachbarschaftsfest mitge -
wirkt. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen 
der VHS, die die Maßnahme „Fit und Aktiv in Chor -
weiler“ durchführten, hat es einen Stand betreut. 
Angeboten wurden Bewegungsspiele für Kinder 
sowie die Samentütchen im Zusammenhang mit der 
Aktion „Lass deine Ideen wachsen“ und der Bewer -
bung des Verfügungsfonds. Auch am Grillstand hat 
das Quartiersmanagement tatkräftig ausgeholfen 
und konnte so leicht Kontakte zu den Besucherinnen 
und Besuchern herstellen. 
— Stadtteilkonferenz Blumenberg
Die Stadtteilkonferenz in Blumenberg ist strukturell 
ähnlich der Stadtteilkonferenz in Chorweiler-Nord 
und widmet sich auch ähnlichen Themen. Auch 
hier trifft sich das Gremium, bestehend u.a. aus 
ortsansässigen Trägern, Bewohnerinnen und Be -
wohnern, der Interessengemeinschaft Blumenberg, 
den Kindertagesstätten, Familienzentren und der 
Grundschule, Vertreterinnen und Vertretern aus 
verschiedenen Fachämtern der Stadt Köln, sowie 
weiteren Akteuren, vier bis sechsmal im Jahr. Die 
Stadtteilkonferenz Blumenberg plant und organisiert 
das jährlich stattfindende Nachbarschaftsfest. Das 
Quartiersmanagement hat im September 2019 am 
Nachbarschaftsfest mitgewirkt. Trotz schwerer Re -
gengüsse war das Fest gut besucht und am gemein -
samen Stand mit der Verbraucherzentrale konnte 
die Quartiersmanagerin viele Gespräche führen und 
sich intensiv mit den Belangen der Bewohnerinnen 
und Bewohner Blumenbergs auseinandersetzen.
Im Jahr 2019 hat die Stadtteilkonferenz Blumenberg 
eine Zukunftskonferenz veranstaltet, bei der ent-
lang der Themen Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit 
die Zukunft des Stadtteils mit den Bewohnerinnen 
und Bewohnern diskutiert wurde. Das Quartiers -
management hat die Sozialraumkoordination bei der 
Ausrichtung unterstützt und den Diskussionsstand 
zum Thema „Verkehr“ betreut.
— Runder Tisch Wohnungswirtschaft
Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik lädt zu 
diesem Gremium ein. Anwesend sind neben den 
Akteuren der Wohnungswirtschaft auch die Sozial -
raumkoordination und das Quartiersmanagement. 
Bildquelle: eigene – Zukunftskonferenz  
Blumenberg
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER DAS SOZIALRAUMGEBIET

20
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER GLIEDERUNGSOBERPUNKT
DAS STARKE VEEDEL BÜRO
3. DAS STARKE VEEDEL BÜRO
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

21
DAS STARKE VEEDEL BÜROSTARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

22
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
3.1. EIN RUNDES UND BUNTES KONZEPT
Das Quartiersmanagement wurde von Mitarbei -
terinnen und Mitarbeitern des Planungsbüros 
Stadt + Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner 
PartGmbB umgesetzt. Stadt + Handel verstehen ein 
Quartiersmanagement als einen individuell auf die 
vorhandene örtliche Situation angepassten, inter-
disziplinären (Kommunikations-) Prozess, der die 
vorhandenen Kräfte bündelt und zielorientiert auf 
Ergebnisse hinarbeitet. Eine Verstetigung von Pro-
jekten und Kooperationen wird durch das Quartiers -
management stets angestrebt.
Von Beginn an war es eine spannende Herausforde -
rung, das Quartiersmanagement in „Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord“ zu konzeptionieren. 
Die Laufzeit von 21 Monaten war im Vergleich zu 
anderen sozialraumorientierten Projekten bzw. 
Quartiersmanagements kurz. Das Quartiersmanage -
ment hatte die herausfordernde Aufgabe inne, eine 
diverse Zielgruppe von rund 27.000 Menschen im 
Sozialraumgebiet zu erreichen. Für den Verfügungs-
fonds wurden 143.500 Euro Fördermittel bereit-
gestellt, die im Rahmen von sieben Antragsphasen 
vergeben werden konnten. Die Fakten verdeutlichen 
ansatzweise, dass es sich dabei um eine anspruchs-
volle Aufgabe handelte.
Der Bearbeitung des Verfügungsfonds wurde daher 
Priorität eingeräumt. Das Quartiersmanagement 
arbeitete als Geschäftsstelle für den Fonds und auf 
das Ziel hin, die verfügbaren Fördergelder in der 
Projektlaufzeit zu veräußern. Insgesamt wurden 55 
Anträge zur Förderung gestellt, 42 Projekte konnten 
davon letztendlich umgesetzt werden. Das Quar-
tiersmanagement hat jedes Projekt von der Antrags -
stellung, über seine Vorstellung in Gremien, hin 
zu Anpassungen, während der Umsetzung, bei der 
Öffentlichkeitsarbeit und bei der abschließenden 
Abrechnung unterstützt. 
Im Aufgabenfeld Quartiersmanagement lag die 
Konzentration auf der Erstellung eines „Grünen 
Konzepts“. Die Implementierung des Projekts „Ess-
bares Chorweiler“ konnte eine Klammer für viele 
Arbeitsbereiche des Quartiersmanagements bieten. 
Der „Grüne Faden“ sorgte für Anknüpfungspunkte 
geplanter Aktionen, brachte verschiede Menschen 
an einen Tisch und sorgte für ein insgesamt rundes 
Konzept, das voraussichtlich verstetigt werden kann.
Der Leistungsbaustein Öffentlichkeitsarbeit sollte 
sich maßgeblich an der Kommunikation in Bezug 
auf Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel 
– Starkes Köln“ ausrichten. Zu Beginn der Projekt-
laufzeit konnte eine bauliche Maßnahme umgesetzt 
werden. 
 
Das Quartiersmanagement konnte sich im Auf-
gabenfeld Öffentlichkeitsarbeit daher intensiv mit 
der Bewerbung eigener Aktionen, Aktionen von 
Kooperationspartnern, dem Verfügungsfonds sowie 
Kommunikationsaufgaben im Rahmen von Coro -
na widmen. Dazu konnten auch fokussiert soziale 
Medien eingesetzt und über diese Kanäle eine 
Bandbreite an Informationen verbreitet werden. Die 
Öffentlichkeitsarbeit und verschiedene Aktionen 
konnten auch über das Sozialraumgebiet hinaus 
wahrgenommen wurden. 
DAS STARKE VEEDEL BÜRO

23
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
PROJEKTE
Q2 – 2019 Q3 – 2019 Q4 – 2019 Q1 – 2020 Q2– 2020 Q3 – 2020 Q4 – 2020
April Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez Jan Feb Mär April Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez
Allgemein (Organisation & Dokumentation)
Regelmäßige Absprache mit Auftragsgeberin und SRK 
Berichterstattung an AG 
Quartiersmanagement
Offene (Telefon-)Sprechstunde
Teilnahme an AKs, Stadtteilkonferenz und Stadtteilfest (bis 3 mal p. Monat) /  
teilweise auch online
Aktion zu Information und Aktivierung 2019  
Fotowettbewerb „Lass deine Ideen wachsen“
Aktion zu Information und Aktivierung 2020
Fotoausstellung „Aus Alt mach Neu“
Teilnahme an Aktion anderer Akteure 
Verfügungsfonds
Ansprache Antragsstellerinnen und Antragssteller
Sitzungen des Beratungsgremiums
Unterstützung bei Antragstellung, Umsetzung und Abbrechnung
Öffentlichkeitsarbeit
Informationsmaterial für QM und VF erstellen und verteilen (mehrsprachig)
Einrichtung und Betreuung der Website
Bespielen der Kanäle auf den Soziale Medien (Facebook & Instagram)
Giveaways zu Aktionen
Kooperationsprojekt „Essbares Chorweiler“
Öffentlichkeitswirksame Aktion „Lichtwoche“
Koopeationsprojekt „NIKN“
Abb. 5 Zusammenfassende Darstellung  
der zentralen Aufgaben des Quartiers -
managements im Rahmen der Projekt -
laufzeit (Zeit-Maßnahmenplan)  
(eigene Darstellung)
DAS STARKE VEEDEL BÜRO

24
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Das Quartiersmanagement wurde von Mitarbei -
terinnen und Mitarbeitern des Planungsbüros 
Stadt + Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner 
PartGmbB umgesetzt. 
Corinna Joppien als Quartiersmanagerin war An -
sprechpartnerin und „Gesicht“ vor Ort. Sie war für 
die umsetzungsorientierte Arbeit im Sozialraum 
zuständig. Frau Joppien hat sich als Quartiersmana -
gerin im Sozialraumgebiet gut vernetzt und konnte 
viele Projektideen aufgreifen und mithilfe der Verfü -
gungsfondsmittel bis zur Umsetzung begleiten. Das 
Projekt „Essbares Chorweiler“ hat sie gemeinsam 
mit anderen Akteuren initiiert und hierdurch neue 
Netzwerkstrukturen im Sozialraumgebiet etablieren 
können.
Jonas Reimann leitete das Projekt strategisch. Dabei 
plante er Aufgaben und Aktionen, koordiniert die 
Zusammenarbeit im Team, nahm an strategisch rele-
vanten Terminen teil und brachte seine Erfahrungen 
sowie Impulse aus anderen Stadtteilen mit in den 
Kölner Norden.
Daniel Rogge unterstützte das Team als Projektassis-
tenz und sorgte insbesondere dafür, dass die Kanäle 
der sozialen Medien sowie die Website kontinuier-
lich mit Fotos, Videos und Informationen gefüllt 
werden konnten. Er war ebenfalls aktiv im Projekt 
„Essbares Chorweiler“.
Ute Marks, Teamleiterin des Bereichs City- und 
Quartiersmanagement bei Stadt + Handel, war Im -
pulsgeberin für das operative Team und zuständig 
für das Controlling. 
3.2. DAS TEAM 
STELLT SICH VOR
Guten Tag, mein Name ist Corinna und ich war Quartiers -
managerin im Sozialraumgebiet „Blumenberg, Chorweiler, 
Seeberg-Nord“. Das Sozialraumgebiet kannte ich vor dem 
Auftrag ehrlich gesagt nicht besonders gut. Im Sommer 
fuhr ich häufiger zum Fühlinger See oder kaufte während 
des Summerjam Festivals im City Center ein. So kann ich 
mich nicht freisprechen von Vorurteilen, die ich in Bezug 
auf das Sozialraumgebiet hatte. In meiner Tätigkeit wurde 
ich von Beginn an eines Besseren belehrt und habe mich 
hier sowohl als Quartiersmanagerin auf Akteursebene als 
auch als Frau im Veedel stets sehr wohl gefühlt. 
Ich traf auf viele freundliche, offene und aktive Menschen. 
Am meisten begeisterten mich die Ideen, die aus dem 
Quartier für das Quartier umgesetzt wurden und mit wie 
viel Herz, Verstand und Gefühl für das Lebensumfeld die 
Menschen sich für das Quartier einsetzen.
Lieblingsort:  Der Rosengarten und das Lokal Basac (für die 
Linsensuppe am Mittag).
Eine gute Erinnerung: Einer der schönsten Nachmittage 
war der, an dem Frau Ecker und ich 100 Bienenhotels mit 
den Lastenrädern im gesamten Sozialraumgebiet verteil -
ten.
Was hat sich sichtbar verändert während der Laufzeit des 
Quartiersmanagement:  Besonders sichtbar sind die par -
tizipativ bunt gestalteten Wände am Jugendcafé Pegasus, 
an der Außenmauer des Bauspielplatzes und der Unterfüh -
rung Weichselring / Katzbachweg. 
Was wird bleiben: Das Projekt „Essbares Chorweiler“ fängt 
grad erst an, hier sind erste Beete gebaut und Menschen 
aktiviert. Ich bin sicher, hier wird noch viel passieren.
DAS STARKE VEEDEL BÜRO

25
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Guten Tag, mein Name ist Daniel und ich unterstützte 
Quartiersmanagerin Corinna Joppien als Projektassistenz. 
Ich wohne seit 2013 in Köln, bin zunächst für das Studium 
hergezogen und dann wegen der Menschen geblieben. Seit 
2017 arbeite ich, parallel zu meinem Studium der Sozia -
len Arbeit, als pädagogische Hilfskraft in der Kinder- und 
Jugendförderung in Chorweiler. Durch meine Arbeit und 
den Kontakt zu vielen Jugendlichen kannte ich den Stadtteil 
Chorweiler schon recht gut, konnte durch meine Tätigkeit 
im Rahmen des Quartiersmanagements jedoch viele neue 
Einblicke gewinnen und engagierte Menschen kennenler -
nen. Auf diesen ruht auch meine Hoffnung, dass in Chor -
weiler auch in Zukunft eine nachhaltig positive Entwicklung 
hin zu mehr Lebensqualität, Miteinander und Teilhabe 
möglich ist.
Lieblingsort:  Die essbaren Orte rund um das Bürgerzent -
rum.
Eine gute Erinnerung: Der Dreh unseres Abschlussfilms. 
Hierdurch konnten wir noch einmal viele der Menschen be -
suchen und interviewen, die durch ihre tägliche Arbeit das 
Leben für ihre Gemeinschaft ein wenig schöner machen.
Was hat sich sichtbar verändert während der Laufzeit 
des Quartiersmanagements:  Die vielen essbaren Oasen, 
welche langsam in Chorweiler entstehen.
Was wird bleiben: Die vernetzte und aktivierte Bewohner -
schaft, die in Zukunft weiter gemeinsame Projekte voran -
treiben wird.
Guten Tag, mein Name ist Jonas ich habe gemeinsam 
mit Corinna Ideen und Strategien für die Umsetzung des 
Quartiersmanagements entwickelt. Die Stadtteile Blumen -
berg, Chorweiler und Seeberg-Nord habe ich vor unserem 
Projektstart durch regelmäßige Rennradtouren bereits ein 
wenig kennenlernen können – und natürlich durch Aus -
flüge zum Fühlinger See oder ins Aqualand per S-Bahn und 
Fahrrad. Dabei hat mich die Vielseitigkeit der Stadtteile be -
eindruckt: Vom Hochhaus bis zum Bauernhof. Die Vorurtei -
le gegenüber den Stadtteilen, die ich als Kölner weiterhin 
hatte, konnten sich nach unserem Start vor Ort sehr schnell 
in Luft auflösen. Corinna und ich wurden von Beginn an 
von herzlichen und engagierten Menschen empfangen, 
sodass meine Vermutung bestätigt wurde: Der Ruf des 
Sozialraumgebiets ist schlechter, als dieser in Wirklichkeit 
ist. Natürlich ist trotzdem nicht alles „rosig“ und es müssen 
sicherlich an vielen Stellen weitere Anstrengungen unter -
nommen werden, um mehr Menschen ein gutes Leben im 
Kölner Norden zu ermöglich.
Lieblingsort:  Olof-Palme-Park für einen Spaziergang mitten 
im Veedel.
Eine gute Erinnerung: Die Nachbarschaftshilfe (NIKN) die 
Corinna gemeinsam mit der Sozialraumkoordination und 
dem Büro für Gemeinwesenarbeit schnell auf die Beine 
gestellt hat und somit Handlungsfähigkeit im Ausnahmefall 
beweisen konnte.
Was hat sich sichtbar verändert während der Laufzeit des 
Quartiersmanagements:  Durch die Platzgestaltungen und 
die erste Sanierung der Hochhäuser in Chorweiler-Mitte 
wird das Sozialraumgebiet insgesamt freundlicher und 
positiver wahrgenommen.
Was wird bleiben: Der Wunsch, eine positive Zukunft für 
die Stadtteile zu gestalten. Die Erkenntnis, dass ein Wandel 
möglich ist, wenn unterschiedliche Menschen und Organi -
sationen vor Ort an einem Strang ziehen.
DAS STARKE VEEDEL BÜRO

26
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Ein Quartiersbüro in erreichbarer Lage einzurich -
ten ist für die Umsetzung des Projekts von großer 
Wichtigkeit. Mit Blick auf das Programmgebiet, für 
das das Quartiersmanagement tätig sein sollte, 
konnte der Anspruch von Erreichbarkeit der Be-
wohnerschaft und Akteure an das urbane Umfeld 
abgestimmt werden. Der Stadtteil Chorweiler liegt 
mittig im Programmgebiet. Dort befindet sich auch 
das Bezirkszentrum für den gesamten Stadtbezirk 
Chorweiler mit öffentlichen Einrichtungen, Dienst-
leistungen und Einkaufsmöglichkeiten. Hier ist das 
Bürgeramt und auch das Einkaufszentrum City-Cen -
ter Chorweiler verortet.
Das Quartiersmanagement konnte Anfang Juni 2019 
ein Büro im Bürgerzentrum Chorweiler beziehen, 
was die Zusammenarbeit mit Schlüsselakteuren und 
die Erreichbarkeit für die Bürgerschaft sicherstellte. 
Die Adresse Pariser Platz 1 ist allen hier lebenden 
bzw. arbeitenden Menschen ein Begriff und wird 
einfach gefunden. Dem eigentlichen Büroraum war 
ein kleiner Besprechungsraum vorgelagert, in dem 
acht bis zehn Personen Platz fanden. Der Bespre-
chungsraum konnte jederzeit genutzt werden. Hier 
fanden regelmäßig Beratungsgespräche zum Ver-
fügungsfonds, Absprachen mit diversen Akteuren 
sowie die Gremiumssitzungen statt. Das Quartiers-
management bot wöchentlich zwei feste Sprech-
stunden an: dienstags von 9 bis 11 Uhr und donners-
tags von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr. Darüber hinaus 
hatten die Quartiersmanagerinnen und -manager 
vor der Pandemie immer eine offene Tür und ein of-
fenes Ohr für spontane Besuche. Terminabsprachen 
waren zu allen Zeiten möglich, gerade mit Blick auf 
die erwerbstätigen Bewohnerinnen und Bewohner, 
musste diese Flexibilität ermöglicht werden. 
Die Ansiedlung des Büros am Bürgerzentrumhatte 
darüber hinaus den Vorteil, dass die Bürgersäle für 
Veranstaltungen unkompliziert genutzt werden 
konnten. Hier fanden die Runden Tische Essbares 
Chorweiler und auch die Sitzungen des Beratungs -
gremiums zum Verfügungsfonds statt. 
Weiterhin waren alle Wege kurz und die wichtigsten 
Netzwerkpartner in direkter Nachbarschaft. Hier 
sind zusammenfassend die Sozialraumkoordina-
tion, die Leitung des Bürgerzentrums, das Büro für 
Soziales und Gemeinwesenarbeit Hl. Johannes XXII, 
der Bürgeramtsleiter, Bezirksbürgermeister, die Be-
zirksjugendpflege und das City-Center Chorweiler zu 
nennen. 
3.3. DAS STARKE VEEDEL BÜRO VOR ORT
Bildquelle: eigene – Runder Tisch  
„Essbares Chorweiler“ im Bürgersaal 
DAS STARKE VEEDEL BÜRO

27
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Mobiles Büro – Lastenräder im Bezirk
Um dem Auftrag, ein Quartiersmanagement für ein 
Sozialraumgebiet zu sein, gerecht werden zu kön-
nen, entstand recht früh die Idee eines „Mobilen 
Büros“. Während Fragen der Versicherung, Abstel-
lungsmöglichkeiten und Verbleib eines zum Büro 
umzufunktionierenden Lastenrads im Sozialraumge -
biet nach Projektende 2020 in Klärung waren, ergab 
sich, dass das Bürgerzentrum Chorweiler zu Beginn 
2020 mit einem Event-E-Lastenrad ausgestattet 
wurde. Die Leitung des Bürgerzentrums hatte sich 
bei der Auswahl des Modells mit dem Quartiersma -
nagement abgesprochen.
Neben dem E-Bike verfügt das Bürgerzentrum Chor -
weiler über ein Lastenrad, das über die Plattform 
Kasimir ausgeliehen werden konnte.
Viele Wege hat das Quartiersmanagement mit 
diesen Rädern zurückgelegt und dabei stets den 
Austausch im Stadtteil sowie das Werben für das 
Angebot der kostenlosen Ausleihe beider Räder im 
Blick gehabt. 
Quartiersmanagement als Impulsgeber
Im Laufe des Projekts wurde das Quartiersmanage -
ment häufig als Interviewpartner bzw. Impulsgeber 
von Studierenden oder Doktorandinnen und Dokto -
randen angefragt. Es ist gemeinsam mit der Sozial -
raumkoordination zu einem ersten Ansprechpartner 
für diejenigen Menschen geworden, die Informatio-
nen über das Sozialraumgebiet benötigten. Insbe -
sondere der Teilraum Chorweiler-Mitte war dabei 
ein interdisziplinärer Forschungsgegenstand. 
Das Quartiersmanagement sprach mit Studierenden 
der Sporthochschule, Doktorandinnen im Bereich 
Soziale Hilfe, Studierende aus Politikwissenschaften, 
Geographie oder Stadtplanung und konnte damit 
seine Perspektiven und Erfahrungen zu Forschungs -
arbeiten beitragen. 
Insbesondere die Auswirkung und der Umgang mit 
der Corona-Pandemie war ein nachgefragter For -
schungsgegenstand. Die Koordinationsgruppe NIKN 
hat durch Gespräche gerne einen Beitrag zu einem 
qualitativen Blick auf den Stadtteil geleistet und zur 
Aufarbeitung diverser Fragestellungen beigetragen. 
Bildquelle: eigene – Das „mobile Büro“ im 
Einsatz
DAS STARKE VEEDEL BÜRO

28
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS
4. AKTIONEN DES 
STARKE VEEDEL BÜROS
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

29
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROSSTARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

30
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
4.1. AKTIONEN ZUR AKTIVIERUNG DER 
BEWOHNERSCHAFT
Das Quartiersmanagement zielte in seinen Tätigkei-
ten darauf ab, die Bewohnerschaft des Sozialraum-
gebiets zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstüt-
zen. Es handelte sich um eine niedrigschwellige und 
aktivierende Maßnahme zur Verbesserung von Teil-
habe und Mitwirkung. Ziel war es, sowohl über die 
Maßnahmen des Integrierten Handlungsprogramms 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ als auch über eigen 
initiierte Aktionen die Verantwortung der Bewohne -
rinnen und Bewohner sowie weiterer Akteure für ihr 
Quartier langfristig zu stärken, zu stabilisieren und 
selbsttragende Strukturen auszubauen.  
Im Folgenden werden die vom Quartiersmanage -
ment umgesetzten Aktionen zur Förderung von 
Teilhabe und Selbstwirksamkeit, Identifikation mit 
dem Lebensumfeld und Aufwertung des Images vor-
gestellt.
LASS DEINE IDEEN WACHSEN
Mit guten Ideen fängt eigentlich alles an. Das Quar-
tiersmanagement verstand sich als Unterstützer bei 
der Übersetzung von Ideen in Projekte, indem es 
interessiert hinhörte und hinschaute, aufnahm und 
kombinierte. Doch die zündenden und kreativen 
Ideen, die stecken in den Köpfen und Herzen der 
Bewohnerinnen und Bewohner, sie sind Expertinnen 
und Experten für ihr Lebensumfeld und Impulsgebe -
rinnen und Impulsgeber für ihren Stadtteil. 
Mit der Aktion „Lass deine Ideen wachsen“ ist das 
Quartiersmanagement als neuer Akteur im Sozial -
raumgebiet erstmals für die Bewohnerinnen und 
Bewohner in Erscheinung getreten. Es ist stets eine 
Herausforderung für neue Akteure, sich bei der 
Bewohnerschaft vorzustellen und seinen Auftrag 
verständlich zu machen sowie Vertrauen und Akzep -
tanz zu schaffen. 
Die Aktion „Lass deine Ideen wachsen“ hat mehrere 
Bereiche berührt, die das Quartiersmanagement im 
Kern als seine Aufgabe versteht:
— Aktivierung und Motivation
— Bewerbung des Verfügungsfonds
— Imageaufwertung: „Der grüne Faden“
Die Bewohnerschaft war aufgerufen, mit dem 
Quartiersmanagement ihre schönsten Blumen-Fotos 
zu teilen. Es konnten ganz aktuell aufgenommene 
Bilder, oder aber auch schöne Fotos aus den Archi-
ven vergangener Jahre und besonderer Momente 
sein. Die Idee war, dass sich die Menschen mit den 
schönen Seiten ihres Lebensumfelds auseinander-
setzen und den Fokus auf die bunten und blühenden 
Bildquelle: eigene – Postkarten und 
Samentütchen
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

31
Stellen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft legen. 
Den Postkarten zur Aktion hat das Quartiers -
management ebenfalls kleine mit Samen befüllte 
Tütchen angeheftet. In drei Sprachen übersetzt hat 
eine Pflanzanleitung die Menschen dazu aufgefor-
dert, die Samen für eine bunte Bienenwiese auszu -
sähen und so zum einen für Farbe auf den Balkonen 
oder in nicht bepflanzten Ecken des öffentlichen 
Raums und zum anderen für mehr Nahrungsquellen 
für Bienen und andere Insekten zu sorgen. 
Das Teilen der Fotos bedingt natürlich eine Kon-
taktaufnahme mit dem Quartiersmanagement. Die 
Internetseite, das Facebook- sowie Instagram Profil 
und auch die Adresse des Starke Veedel Büros wur-
den so bekannt gemacht und die Menschen haben 
über verschiedene Kanäle Kontakt aufgenommen. 
Das Sozialraumgebiet „Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord“ hat ein recht eindeutiges – negativ 
geprägtes – Image. Dass das Sozialraumgebiet hin-
gegen ein sehr grüner Stadtteil, mit viel Parkfläche, 
Naherholungsangeboten und Pferdekoppeln ist, 
das mag die meisten Menschen überraschen. Die 
Aufwertung des Images, bzw. die Darstellung in ein 
angemesseneres Licht durch eine gute Öffentlich -
Lian Ciftcioglu (2. Platz)
Die drei Gewinnerbilder
Sibel Dogan (1. Platz) Sarah Simon (3. Platz), Ausschnitt
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
keitsarbeit, zählte zu den Hauptaufgaben des Quar-
tiersmanagements. Mit der Aktion konnte der Fokus 
auf das Thema „Grün“ gesetzt werden. 
Ein blühender Sozialraum 
Mehr als 45 Einsendungen haben das Quartiersma-
nagement bis zum 30.11.2019 über verschiedene 
Kanäle erreicht. Von sehr professionellen Aufnah-
men bis hin zu gemalten Werken der jungen Bewoh-
nerinnen und Bewohnern war es schließlich an einer 
Jury zu entscheiden, welche drei Fotos denn „die 
schönsten“ sind und mit einem Preis ausgezeichnet 
werden. Die Entscheidung fiel den Jurymitgliedern 
nicht leicht. Alle Gewinnerinnen und Gewinner 
haben sich sehr gefreut, als sie vom Manager des 
City-Centers Chorweiler ihre Preise in Form von 
Gutscheinen für das City-Center entgegengenom -
men haben. Die Gewinnerin hat Quartiersmanagerin 
Corinna Joppien verraten, dass Sie ihr Preisgeld von 
150,00 Euro in ihre große Leidenschaft investieren 
und sich ein neues Objektiv für ihre Kamera kaufen 
würde. 
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

32
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Logo „Essbares Chorweiler“
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
„ESSBARES CHORWEILER“
Im Frühjahr 2019 ging das Quartiersmanagement 
mit der Idee an den Start, mehrere Aktionen im 
Sozialraumgebiet unter dem Titel „Urban Jemös6“ 
durchzuführen. Die Wurzeln dieser aktivierenden 
Aktionen liegen in der Idee und Umsetzung einer 
„Essbaren Stadt“. 
Projekte, die aus dem Spektrum der „Essbaren 
Stadt“ kommen, konnten generationsübergreifend 
durch Mittel aus dem Verfügungsfonds intensiviert 
und vom Quartiersmanagement entlang des „Grü-
nen Fadens“ zusammengehalten werden. 
Aktionen zum Thema „Essbares Chorweiler“ berühr -
ten mehrere Bereiche, die das Quartiersmanage-
ment im Kern als seine Aufgabe verstand:
— Aktivierung
— Imageaufwertung
— Netzwerkbildung
— Nachhaltigkeit
— Stärkung von Gemeinschaft und Nachbarschaft
— Initiierung von Verfügungsfondsprojekten
Bereits in den ersten Wochen der Tätigkeit er-
gab sich die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen 
Akteuren das Projekt „Essbares Chorweiler“ konkret 
anzugehen. Vertreterinnen und Vertreter des Büros 
für Gemeinwesenarbeit, Fundus Köln-Nord e.V., des 
Bürgerzentrums Chorweiler sowie die Sozialraumko -
ordination riefen eine Arbeitsgruppe dazu ins Leben. 
Unterstützt wurde das Koordinationsteam von den 
Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren vom 
Ernährungsrat Köln. 
Sich in Netzwerke zu integrieren und selbst starker 
Partner in solchen zu werden ist wichtig für die 
Arbeit des Quartiersmanagements. Das Sozialraum -
gebiet verfügt über eine Vielzahl aktiver Netzwerke 
und kann sich einer bunten Akteursstruktur erfreu -
en. Es war für die Arbeit des Quartiersmanagements 
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS
sehr zielführend, Teil eines Kooperationsprojekts 
zu werden und dieses als starker Partner über die 
gesamte Projektlaufzeit hinweg prägen zu können. 
Stadtteilausflug in die Essbare Stadt Andernach
Die Stadt Andernach ist Vorreiterin für das, was 
mittlerweile gemeinhin als „Essbare Stadt“ bekannt 
ist. Ein Stadtteilausflug nach Andernach zum Pro -
jektstart lag daher nahe, bzw. 75 km entfernt den 
Rhein hinunter. 
Im September 2019 unternahmen 34 Bewohnerin-
nen und Bewohner und vier Akteure einen Stadtteil -
ausflug in die „Essbare Stadt Andernach“. Die Grup-
pe erhielt eine Führung und wertvolle Tipps, die zur 
Überführung der nachhaltigen und gemeinwohl-
orientierten Ideen aus dem Pilotprojekt Andernach 
in den Kölner Norden zu beachten sind. Der Ausflug 
hat sein Ziel erreicht. Beim anschließenden Nacht-
reffen kamen erneut gut 20 Teilnehmende in den 
Räumen von Fundus Köln-Nord e.V. in Seeberg-Nord 
zusammen und haben sich für die Umsetzung der in 
Andernach gesehenen Initiativen in ihren Stadtteilen 
motiviert gezeigt. Hier wurde gesammelt, welche 
Projekte auch im Sozialraumgebiet umgesetzt 
werden könnten und wofür sich die Bewohnerinnen 
und Bewohner begeistern ließen. Auf Initiative von 
Fundus Köln-Nord e.V. wurde das erste sichtbare 
Projekt im Sinne des Projekts „Essbares Chorweiler“ 
mithilfe einer Förderung aus dem Verfügungsfonds 
umgesetzt. 
Netzwerk Essbare Stadt Köln
Der Ernährungsrat Köln lud insgesamt fünf Projekt-
gruppen, die zum Thema „Essbare Stadt“ in Köln 
tätig sind, zu einer „Virtuellen Mittagspause“ ein. 
Das Quartiersmanagement hat daran gemeinsam 
mit der Sozialraumkoordination am 17.06.2020 teil-

34
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
genommen, das Projekt in Chorweiler vorgestellt 
und sich mit anderen Projektgruppen vernetzt.  
Die Gruppe „Essbares Chorweiler“ unterscheidet 
sich insofern von anderen Veedels-Gruppen, als dass 
hier hauptamtlich Tätige das Projekt angestoßen 
haben und auch auf Ebene der Akteure im Sozial -
raum vernetzten. Die Koordination durch Sozial -
raumakteure ist ein interessantes Modell für den 
Ernährungsrat, da so die Projektziele durch etablier-
te Akteure verstetigt werden können.
Der Runde Tisch „Essbares Chorweiler“
Federführend hat das Quartiersmanagement aus 
der Arbeitsgruppe heraus den Runden Tisch „Ess -
bares Chorweiler“ initiiert. Der erste Runde Tisch 
fand am 09.09.2019 statt. Nach Absprache mit Ver-
antwortlichen aus dem städtischen Projekt „Essbare 
Stadt Köln“, die konzeptionell bei der Idee unter-
stützten, kamen rund zwanzig Personen beim ersten 
Netzwerktreffen zusammen.
Das Interesse war sehr groß und weitläufig, es 
nahmen u. a. der Bezirksbürgermeister, die Be-
zirksjugendpflegerin, Vertreterinnen und Vertreter 
städtischer Kitas, Schulen und Wohnungsbaugesell -
schaften sowie Akteure aus der Jugendarbeit teil. 
— Platzbegehung Chorweiler Mitte 
Als Folgeaktion führte die Arbeitsgruppe eine Platz-
begehung in Chorweiler-Mitte durch. In kleinen 
Gruppen waren die Teilnehmenden des Runden 
Tischs eingeladen, jeweils Teile des Stadtraums Chor-
weiler-Mitte durch die „grüne Brille“ zu betrachten 
und in einer Karte die Orte einzuzeichnen, die im 
Rahmen von Projekten nutzbar sind. Hierbei ging 
es u. a. um Begrünungsprojekte, die Pflege bereits 
vorhandener und teilweise vernachlässigter Hoch-
beete im Quartier, Baumscheiben-Patenschaften und 
Potenzialflächen für das Aufstellen von Hochbeeten 
und Insektenhotels. Insbesondere der Rosengarten 
am Marie-Juchacz-Zentrum stellt eine große Potenzi-
alfläche dar. Ziel war es, eine Potentialkarte unter Be-
teiligung der hier agierenden Menschen zu erstellen. 
Aufgrund der Corona-Pandemie und der Kontakt -
beschränkungen haben eine Mitarbeiterin aus 
dem Büro für Soziales und Gemeinwesenarbeit der 
katholischen Kirche Hl. Johannes XXIII und die Quar-
Am 11.10.2019 wurde im Rahmen der 
Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen 
von Fundus Nord e.V. ein Modell-Hoch-
beet gebaut, befüllt und bepflanzt. 
Das Modell soltel als Anschauungsob -
jekt dienen, um weitere Hochbeete im 
Sozialraum mit Hilfestellung entstehen 
zu lassen. Der Bau eines Modell-Hoch -
beets unter Anleitung war wichtig, damit 
sowohl Akteure als auch Bewohnerinnen 
und Bewohner Wissen über die Fertigung 
von Hochbeeten erlangten. Ziel des Pro -
jekts war darüber hinaus die Aktivierung 
in Richtung Eigeninitiative und damit zu 
verdeutlichen: jede und jeder kann einen 
Beitrag leisten.
Bau einer Modellpflanzkiste: 
Ein Verfügungsfondsprojekt
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

35
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Das Projekt 100 Bienenhotels für Chorweiler stif -
tete die Bewohnerinnen und Bewohner dazu an, 
Verantwortung für den Insektenschutz und damit 
für ihre natürliche Umwelt zu übernehmen. Ein-
gebettet in die Idee „Essbares Chorweiler“ sollte 
gezeigt werden, dass Klima- und Umweltschutz 
vor der Haustüre beginnt und jede und jeder 
sich engagieren kann. Dem Bienenhotel beilie-
gend informierte eine Gebrauchsanweisung über 
Handhabung, Aufstellungsort und Wissen rund 
um Wildbienen.
100 Bienenhotels für Chorweiler: Ein Verfügungs -
fondsprojekt
tiersmanagerin die Bienenhotels an interessierte 
Einrichtungen und Bewohnerinnen und Bewohner 
verteilt.  
Im Rahmen eines solchen Projektes finden Men -
schen über Kultur-, Alters- und Sprachgrenzen hin-
weg zusammen, lernen voneinander und die Natur 
kennen und wertschätzen. Wer praktische  
Erfahrungen mit der Natur sammeln kann, entwi -
ckelt ein Gespür für deren Schutzbedürftigkeit und 
identifiziert sich mit dem Ort, zu dem er  
selbst etwas beigetragen hat.
Der zweite Runde Tisch fand am 17.02.2020 statt. 
Den Abschluss bildete wieder das sogenannte „Sha -
ring and Caring“, bei dem die Teilnehmenden sich 
und ihre laufenden Projekte der Gruppe vorstellten 
und über Erfolge, aber auch Hindernisse sprachen. 
So konnten sich über Angebote und Hilfegesuche 
Netzwerkstrukturen etablieren, die für die Versteti -
gung eines solchen Projekts unbedingt wichtig sind. 
Am 23.06.2020 lud das Quartiersmanagement zum 
dritten Mal zum Runden Tisch ein. Die Corona-Pan -
demie hatte seit nunmehr drei Monaten das Leben 
und Zusammensein umgekrempelt. Arbeitstreffen 
fielen seither aus oder fanden online statt. Der Run -
de Tisch war das erste Arbeitstreffen nach Ausbruch 
der Pandemie, welches, dem Schutzkonzept des 
Bürgerzentrums Chorweiler folgend, stattfand. Die 
maximale Teilnehmendenzahl von 12 Personen war 
schnell erreicht. Das Feedback zu der Veranstaltung 
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

36
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
war durchweg positiv. Die Akteure können sich auf 
einer anderen Ebene vernetzen und mehr über die 
Arbeit in einzelnen Einrichtungen erfahren. 
Baumbeetpatenschaften
Vor dem Hintergrund, dass im Sommer 2020 auf-
grund der Corona-Pandemie Urlaube und Ausflüge 
ausfielen, sollte die Bewohnerschaft mit dem Pro -
jekt Baumbeetpatenschaften aktiviert werden, eine 
eigene Oase vor der Haustüre zu schaffen und zu 
pflegen. Hier vereinen sich die Themen 
— „Gärtnern“ als Zeitvertreib 
— Erfahrung von Selbstwirksamkeit
— Grün in der Stadt als „Klimawandelvorsorge“
— Aktivierung der Bürgerschaft
— Austausch unter Nachbarn und 
     Gemeinschaftsgefühl
Das Projekt sollte mit den von der Stadt Köln ange -
botenen Baumscheibenpatenschaften und Gießpa-
tenschaften verbunden werden. 
Aufgrund der Kontaktbeschränkungen und Schutz -
maßnahmen in Bezug auf den Umgang mit der Coro-
na-Pandemie wurden engagierte Bewohnerinnen 
und Bewohner aus der „Gruppe Andernach“ akqui-
riert. Zum derzeitigen Zeitpunkt waren Treffen im 
öffentlichen Raum mit zehn Menschen gestattet. 
Das erste Treffen fand mit acht Bewohnerinnen und 
Bewohnern statt. Ausgehend von den guten Erfah -
rungen des anschaulichen Lernens durch Stadtteil-
ausflüge, haben die Koordinatorinnen eine Woche 
später einen Ausflug ins den benachbarten Stadtteil 
Ehrenfeld angeboten. 
Stadtteilausflug nach Ehrenfeld zum eva e.V. 
In Ehrenfeld unterstützt der eva e.V. bei der Über-
nahme von Patenschaften und Pflege für Baumbee -
te. Eine Mitarbeiterin vom eva e.V. hat sich gerne 
bereit erklärt, die engagierte Gruppe aus dem So -
zialraumgebiet durch Ehrenfeld zu führen und dabei 
allerhand nützliche Tipps und Tricks zur Anlage und 
Pflege von Baumbeeten zu teilen. 
Ihren Hinweisen folgend kam die Projektgruppe ei -
nige Tage später erneut zusammen und hat sich ver-
gegenwärtigt: Welche Beete wollen sie bepflanzen? 
Welche Blumen und Stauden eignen sich? Welches 
Werkzeug wird benötigt? 
Die Gruppe einigte sich auf einen Projekttag, 
In Kooperation mit dem Jugendcafé Pe -
gasus und der Gartenwerkstatt Ehrenfeld 
beantragte ein Mitarbeiter des Pegasus 
Fördermittel, um einen Gemeinschafts-
garten hinter dem Bürgerzentrum Chor-
weiler einrichten zu können. Mit den 
Kindern und Jugendlichen wurden Hoch-
beete gebaut, die anschließend in Klein-
gruppen bepflanzt und betreut wurden. 
Außerdem wurden Sitzgelegenheiten aus 
Holz angefertigt, um den Garten auch zu 
einem Gemeinschaftsraum für Kinder und 
Jugendliche zu machen. Die angeschafften 
Werkzeuge werden schließlich im Sozial-
raum verbleiben und Bewohnerinnen und 
Bewohnern zum Verleih angeboten wer-
den, um selbst eigene Projekte umsetzen 
zu können.
Gemeinschaftsgarten für Chorweiler Mitte:  
Ein Verfügungsfondsprojekt
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
einen gemeinsamen Pflanztag, Ende August 2020. 
In Absprache mit dem Grünflächenamt der Stadt 
Köln konnten insgesamt acht Baumbeete in allen 
drei Stadtteilen des Sozialraumgebiets identifiziert 
werden, die sich als Patenbeete eignen – ein voller 
Erfolg! 
Bedingt durch die Corona-Pandemie und die starke 
Hitze konnte der Aktionstag nicht wie geplant statt -
finden.
Die Bewohnerinnen und Bewohner waren dennoch 
motiviert und aktiviert, einige Baumbeete wurden in 
Eigenregie für das nächste Frühjahr vorbereitet.  
Die Aktion kann aufgrund des Projektendes nun 
nicht weiter durchs Quartiersmanagement begleitet 
werden. Das Netzwerk sowie die Projektgruppe be -
stehen aber über die Laufzeit hinaus und das Projekt 
„Essbares Chorweiler“ steckt grade in den Startlö -
chern. Hier zeigt sich ein positiver Verstetigungsef -
fekt der durch das Quartiersmanagement initiierten 
Aktionen aus dem Quartier für das Quartier.
Bildquelle: Sabrina Kierspe –  
Baumbeet vor dem  
Marie-Juchacz-Zentrum
Bildquelle: eigene – Stadtteilausflug 
nach Ehrenfeld 
Bildquelle: eigene – Treffen mit interessierten 
Baumbeetpaten
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Bildquelle: Sunnyi Löhmann – Foto -
ausstellung im City-Center Chorweiler
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
LICHTWOCHE
 
Das Quartiersmanagement hat in intensiver Zu-
sammenarbeit mit Akteuren vor Ort und übergrei -
fend mit dem Starke Veedel Büro Meschenich vom 
09.–13.11.2020 eine Lichtwoche veranstaltet und 
das Sozialraumgebiet aus verschiedenen Orten mit 
verschiedenen Lichtern zum Leuchten gebracht.  
Insgesamt vier Aktionen konnten der Bewohner-
schaft im Kölner Norden in der Woche angeboten 
werden. Der Zeitraum war bewusst gewählt: am 
11.11. finden in Köln traditionell zwei große Ver-
anstaltungen statt, die die Bewohnerschaft auf die 
Straße bringen und gemeinsam singen lassen: die 
Martinszüge mit Pferd, Laternen und Weckmann-
Essen und natürlich um 11:11 Uhr der Sessionsstart 
zur fünften Jahreszeit. Beide Feierlichkeiten konnten 
aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. 
Martinszüge wurden nach und nach abgesagt und 
am 11.11.2020 galt in ganz Köln ein Feierverbot. 
Umso mehr war dem Quartiersmanagement daran 
gelegen, genau diese Woche mit Licht und Aktion zu 
füllen.
Fotoausstellung „Aus Alt mach Neu“
Im Rahmen der Aktion „Aus Alt mach Neu“ hatte das 
Quartiersmanagement die Bewohnerinnen und Be -
wohner dazu eingeladen, Fotos der zentralen Plätze 
in Chorweiler-Mitte – dem Pariser und Liverpooler 
Platz sowie der Lyoner Passage – vor ihrer Umge-
staltung im Rahmen des Projekts „Lebenswertes 
Chorweiler– ein Zentrum im Wandel“ zu teilen. 
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS
NPS7
 
Am 16.07.2015 hat das Bundesministerium für 
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die 
Aufnahme des Projektes „Lebenswertes Chorweiler 
– ein Zentrum im Wandel“ in das Bundesprogramm 
„Investitionen in Nationale Projekte des Städtebaus“ 
(NPS) bekanntgegeben. Ziel des Projektes ist die 
Erneuerung des Bezirkszentrums Chorweiler. Das 
Projekt setzt sich aus folgenden Teilmaßnahmen 
zusammen: 
— Neugestaltung Pariser Platz 
— Neugestaltung Liverpooler Platz 
— Neugestaltung Lyoner Platz 
— Gestaltungskonzept Freiraum und Umfeld 
Im Anschluss an eine breit angelegte Bürgerbe -
teiligung seit 2016, wurde im März 2019 der erste 
Spartenstich getan. Die Plätze wurden offiziell am 
04.10.2020 in kleiner Runde eröffnet. 
Ursprünglich sollten die Fotos im Rahmen der feier-
lichen Platzeröffnung der zentralen Plätze in Chorwei-
ler-Mitte über eine große Leinwand laufen. Doch die 
Veranstaltung musste am 04.10.2020 für die Öffent-
lichkeit aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt 
werden. Das Quartiersmanagement hat daraufhin mit 
dem City-Center Chorweiler einen Kooperationspart-
ner gefunden, um die von der Bewohnerschaft ein-
gereichten Fotos als Fotoausstellung zu präsentieren.
Ziele der Aktion waren:
— Aktivierung der Bewohnerschaft
— Auseinandersetzen mit dem Lebensumfeld
— Positive Veränderungen sichtbar machen
— Identifikation mit dem Lebensumfeld stärken
— Image des Sozialraumgebiets durch 
     Öffentlichkeitsarbeit verbessern

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Mit dem Titel „Aus Alt mach Neu – Eine Rückblende 
zu Chorweilers neuen Plätze“ konnte sodann ein 
Bezug zum Thema Licht hergestellt und die Fotoaus-
stellung im Rahmen der Lichtwoche sinnvoll integ-
riert werden. 
Das Besondere an der Aktion war auch der Kontakt, 
der mit einzelnen Bewohnerinnen und Bewohnern 
entstanden ist. So wurden dem Quartiersma -
nagement von einer Dame eine Vielzahl von alten 
Fotografien ihres verstorbenen Mannes übermittelt. 
Die Bilder entstanden in den Jahres 1971 bis 1980, 
also zur Zeit der Grundsteinlegung Chorweilers. Die 
ganze Familie des ehemaligen Fotografen hat die 
Ausstellung besucht und war sehr gerührt.
Aus den gesammelten Einsendungen an Bildmaterial 
wurde eine Fotoausstellung konzipiert. Die teilweise 
sehr alten Fotomotive wurden von einer Grafikerin 
so aufbereitet, dass sie hochwertig auf Pappe gezo -
gen und zum Aufhängen präpariert werden konnten. 
Entstanden ist eine Fotoausstellung, die ein Stück 
Kölner Geschichte zeigt, die wohl wenigen bekannt 
und daher hochinteressant ist. 
Das Feedback zur Fotoausstellung war toll. Wann 
immer die Quartiersmanagerin in der Woche im 
City-Center vorbeiging, um die Postkarten, die als 
Giveaways zusätzlich gestaltet wurden, aufzufül-
len, sah sie Menschen vor den Bildern, die genau 
hinschauten oder sich angeregt unterhielten. Viele 
Menschen haben ihr Haus oder ihre Wohnung auf 
dem ein oder anderen Bild wiedergefunden, viele 
haben sich erinnert „wie et fröher ens wor“.
Die gedruckten Bilder verbleiben im Sozialraumge -
biet, und zwar in der Geschichtswerkstatt Chorwei -
ler und können von dort aus weiter genutzt werden. 
Der Sozialraumkoordinator wird im Jahr 2022 den 
50. Jahrestag Chorweilers mit verschiedenen Aktio -
nen feiern und in diesem Rahmen die Ausstellung 
nochmals zeigen. Auch das City-Center Chorweiler 
hat bereits Interesse bekundet, die Bilder zu nutzen, 
um Leerstände zu bespielen. Aktuell hängen einige 
Exponate im neuen Büro der Streetworker in der 
alten Weserapotheke in Chorweiler-Nord. 
Aktivierung: Veedelslichter basteln
Gemeinsam mit dem Starke Veedel Büro Mesche-
nich hat das Starke Veedel Büro Chorweiler die Idee 
entwickelt, dass die Stadtteile zur Lichtwoche aus 
sich heraus leuchten sollen. Die Tage wurden immer 
kürzer und auf buntes Feiern zum 11.11. mussten 
alle verzichten. Es war dem Quartiersmanagement 
daher daran gelegen, Lichtzeichen im Gesamten 
Sozialraumgebiet zu setzen. Dafür wurde eine einfa-
che Bastelanleitung entwickelt, mit der ein Veedels-
licht gebastelt werden konnte. Um möglichst viele 
Menschen damit zu erreichen, hat das Quartiersma -
nagement alle Netzwerkpartner angeschrieben und 
Bastelsets angeboten – bestehend aus einer Bastel -
anleitung, Schnittmuster, Transparentpapier und 
einem LED-Teelicht. Die Nachfrage war überwälti-
gend: rund 1.200 Bastelsets wurden in den Umlauf 
gebracht – teilweise haben sich ganze Schulen an 
der Aktion beteiligt. 
Bildquelle: Florian Springwald – 
Wanderausstellung im Büro der 
Streetworker in Chorweiler-Nord
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
ren Interessierten und daheim Gebliebenen wurde 
der Gottesdienst, inklusive Martinsgeschichte und 
den traditionellen Liedern, via Livestream über die 
Instagram-Seite des Jugendzentrums blu4ju in die 
Wohnzimmer getragen. 
Ganz im Sinne des Heiligen Martins wurde in der 
Lichterwoche das Teilen ganz großgeschrieben. 
Bildquelle: Nicole Pleiß – Veedelsichter
Bildquelle: Thomas Kresken – Veedelsichter
Bildquelle: eigene – Viruteller Martinsumzug
— Vom Geben und Nehmen und Teilen: ein virtuel-
ler Martinsumzug: Ein Verfügungsfondsprojekt
Als Abschluss der Lichtwoche haben sich die Mit -
arbeiterinnen der Sozialen Fachstelle St. Pankratius 
am Worringer Bruch etwas ganz Besonderes einfal -
len lassen. Trotz der erschwerten Bedingungen zur 
Veranstaltungsorganisation in Zeiten der Corona-
Pandemie haben sie an ihrem Ziel festgehalten, im 
Stadtteil Blumenberg den Martinsumzug stattfinden 
zu lassen. Ursprünglich war ein traditioneller Later-
nenumzug, mit Pferd und Gesang und abschließen -
dem Zusammensein geplant. Letztendlich ritt eine 
verkleidete Sankt Martina Tage zuvor durch den 
Stadtteil und wurde dabei gefilmt. Während des am 
13.11.2020 stattgefundenen Gottesdiensts in der 
katholischen Kirche, dem 60 Menschen beiwohnen 
konnten, wurde das Video gezeigt. Für alle ande-
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

42
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Kooperationsprojekt NIKN – Nachbarschaftshilfe 
im Kölner Norden
Die Corona-Pandemie hat das Jahr 2020 in allen 
Arbeits- und Lebensbereichen maßgeblich geprägt. 
Seit Mitte März haben alle Menschen erlebt, wie 
schnell der Alltag in einen Ausnahmezustand über-
gehen kann – und wie sehr wir als Bürgerinnen und 
Bürger unserer Stadt aufeinander angewiesen sind. 
Ein Virus setzte die Welt auf Pause und aktivierte 
damit gleichermaßen verborgene Kapazitäten der 
Solidarität und Unterstützung. 
Im Sozialraumgebiet „Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord“ haben sich das Büro für Soziales 
und Gemeinwesenarbeit der katholischen Kirchen-
gemeinde Hl. Johannes XXIII Köln, die Sozialraum-
koordination sowie das Quartiersmanagement für 
das Projekt „Nachbarschaftshilfe im Kölner Norden“ 
– kurz NIKN – zusammengeschlossen. Mit Beginn 
der Pandemie war den drei Akteuren, die seit nun -
mehr einem Jahr eng zusammenarbeiten, klar, dass 
sich aus der Architektur der Großwohnsiedlungen 
und der Internationalität ihrer Bewohnerschaft im 
Sozialraumgebiet – vermutlich mehr als in anderen 
Stadtteilen – die Notwendigkeit ergabt, beim Helfen 
zu helfen. 
In enger Absprache mit der Auftraggeberin, dem 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt 
Köln, konnten das Quartiersmanagement vor Ort 
mit ihrer Arbeitskraft auf die Pandemie reagieren 
und sich aktiv in den Umgang mit der Krise im So -
zialraumgebiet einbringen. So hat Quartiersmanage-
rin einige Tage lang bei der Ausgabe von Lebensmit-
teln der Kölner Tafel geholfen, um dieses wichtige 
Angebot weiter sicherzustellen. 
Wo sich in anderen Stadtteilen Nachbarschaftshilfen 
über Aushänge in Supermärkten, in Hausfluren und 
an Laternenpfosten unter den Bewohnerinnen und 
Bewohnern selbst organisierte, machten es sich die 
drei Akteure zur Aufgabe, dies für das Sozialraumge-
biet zu koordinieren, um beispielsweise den über 80 
gesprochenen Sprachen im Veedel gerecht werden 
zu können. 
Mit dem Projekt NIKN haben die drei Akteure einen 
gänzlich neuen Pfad begangen. Dies zeigte umso 
mehr, wie wichtig Kooperation, Vertrauen und 
engagierte Personen in Krisenzeiten sind, um schnell 
Lösungen und Hilfen anbieten zu können. Das Quar-
tiersmanagement konnte seine Stärken hier pragma-
tisch und direkt einsetzen. 
In Anbetracht der Pandemie wurden folgende Aktio -
nen initiiert
— Zusammenstellung von Infoflyern (mehrsprachig) 
     mit Telefonnummern (Hilfetelefonen) und 
     Verteilung im gesamten Bezirk 6
— Etablierung eines Infotelefons, das montags bis 
     freitags von 10 bis 14 Uhr besetzt war 
— Bekanntmachung des Angebots NIKN 
     (mehrsprachig) über
 — einen neu eingerichteten Reiter auf der  
      Website
 — Schwarze Bretter (in Chorweiler Mitte)
 — Flyer
 — Soziale Medien
 — Multiplikatoren
4.2. NIKN – REAKTION DES QUARTIERS -
MANAGEMENTS AUF DIE CORONA-PANDEMIE
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

43
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
— Erstellung einer Datenbank zur Vermitt  lung von 
     Hilfsgesuchen- und angeboten unter Beachtung 
     der DSGVO
— Akquise und Betreuung von Ehrenamtlichen zur 
     Unterstützung
— Koordinati  on bestehender Angebote sozialraum
     übergreifend im Bezirk 6
— Koordinati  on von Maskenverkauf 
Übergeordnetes Ziel war es, eine Plattf   orm aufzu-
bauen, über die Hilfe angeboten und nachgefragt 
werden kann. Die Koordinatoren nahmen über ein 
Infotelefon montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr 
Anrufe entgegen und vermitt  elten unkompliziert 
ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an diejenigen, 
die Hilfe beim Einkauf, Gassigehen oder sonsti  gen 
Erledigungen benöti  gten. 
Die Akquise der Ehrenamtlichen verlief ebenfalls 
über Aufrufe.Die Ehrenamtlichen verabredeten sich 
auch gerne „auf eine Tasse Kaff  ee“ am Telefon mit 
Menschen, die sich nach einem off  enen Ohr oder 
freundlichen Worten sehnten. Neben dem Infotele-
fon bot ein schwarzes Brett  , das am Kiosk an der 
S-Bahn-Stati  on Chorweiler Richtung Pariser Platz 
installiert war, die Möglichkeit, Unterstützung nach-
zufragen und anzubieten. 
Das Infotelefon war rund acht Wochen besetzt. 20 
Ehrenamtliche waren in dieser Zeit unter Einhaltung 
der Kontaktregelungen dafür im Einsatz und haben 
Hilfesuchende in der schweren Zeit unterstützt. 
Einige Kontakte bestehen bis heute, so dass sich die 
Nachbarschaft  shilfe aus sich heraus versteti  gt.
Pressearti  kel 
Kölner Stadtanzeiger 
(18.05.2020)
AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS

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5. VERFÜGUNGSFONDS
VERFÜGUNGSFONDSSTARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

45
VERFÜGUNGSFONDSSTARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

46
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
5.1. DAS FÖRDERINSTRUMENT —  
AUFRUF ZUR TEILHABE UND MITWIRKUNG
Mit dem Förderinstrument Verfügungsfonds wird 
das Ziel verfolgt, Bewohnerinnen und Bewohner so -
wie lokale Akteure aktiv in die Quartiersentwicklung 
einzubeziehen. Im Fokus steht die Intensivierung 
des nachbarschaftlichen, bürgerschaftlichen und 
ehrenamtlichen Engagements. Die kurzfristige und 
unkomplizierte Umsetzung einer Vielzahl von klei-
nen Projekten und Maßnahmen soll zur Verbesse-
rung des Miteinanders im Sozialraumgebiet führen. 
Forciert werden insbesondere eine Verbesserung in 
der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der 
Bürgerschaft sowie eine Stärkung der Kooperation 
der Akteure untereinander. 
Verfügungsfonds sind aus der Städtebauförderung 
(Kofinanzierung durch Bund und Land) sowie kom-
munalen Mitteln finanzierte Budgets, die in einem 
Fördergebiet bereitgestellt werden, um Akteure, die 
Projekte vor Ort durchführen möchten, zu fördern. 
Insofern kann man sie als ein Instrument zur Unter-
stützung von Engagement sowie einer stadtteil -
bezogenen Selbstverantwortung und Teilhabe am 
Stadtentwicklungsprozess beschreiben. Innerhalb 
der Städtebauförderung haben sie ihren Ursprung in 
den Gebieten der Sozialen Stadt, wo sie seit rund 20 
Jahren Anwendung finden8. 
Der Verfügungsfonds bot finanzielle Unterstützung 
für die Umsetzung von Projektideen im Sozialraum 
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“. Be -
wohnerinnen und Bewohner, Träger vor Ort sowie 
Vereine, Arbeitsgruppen und –kreise konnten An-
träge für die Förderung von Projektideen beantra -
gen. Voraussetzung war dabei, dass die Ideen einen 
inhaltlichen Bezug zum Sozialraumgebiet haben und 
die Fördervoraussetzungen gemäß Richtlinie (s.u.) 
erfüllten.
Im Rahmen des Verfügungsfonds übernahm das 
Quartiersmanagement die Aufgabe der Geschäfts -
stelle. In dieser Rolle war das Quartiersmanagement 
zunächst dafür zuständig, das Förderinstrument im 
Fördergebiet bekannt zu machen. Dies umfasste 
sowohl eine direkte Ansprache potentieller Antrags -
stellerinnen und Antragssteller als auch eine geeig -
nete Öffentlichkeitsarbeit. 
Da grundsätzlich in Fördergebieten das Stadtteil-
engagement wenig ausgeprägt ist, müssen die 
Geschäftsstellen in hohem Maße Impulse für eine 
lokale „Mitmachkultur“ setzen. Häufig benötigt ein 
Verfügungsfonds daher eine Anlaufzeit von bis zu 
über einem Jahr, bis sich das Förderinstrument vor 
Ort bei den Menschen etabliert hat. 
Es galt daher, im Sozialraum Netzwerke zu erschlie-
ßen, potentielle Antragstellerinnen und Antragstel -
ler zu identifizieren und ein Gespür für die Stadtteile 
und die Richtung des Engagements zu erfahren, um 
immer gezielter für das Förderinstrument werben zu 
können. Darüber hinaus birgt eine projektbezogene 
Öffentlichkeitsarbeit (Berichte über erfolgreiche 
Projekte) vermehrt das Potential, weitere Nachah-
mende zu motivieren. Weitere Zielgruppen im Quar-
tier können so aus passiven Rollen herausgeholt 
werden, um selbst für ihren Stadtteil aktiv werden. 
VERFÜGUNGSFONDS

47
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Der Verfügungsfonds 
— ist ein Anreiz- und Aktivierungsinstrument
— er leistet Anschubfinanzierung für 
     bürgerschaftliches Engagement
— bringt die Menschen in eine aktive Rolle in der 
     Mitgestaltung ihres direkten Lebensumfelds
— ist ein Experimentierfeld
Der Verfügungsfonds im Programm  
„Starke Veedel – Starkes Köln“
Die Laufzeit der Maßnahme Verfügungsfonds war 
unmittelbar an die Maßnahme Quartiersmanage-
ment gekoppelt. Für die Jahre 2019 und 2020 
standen 143.500 Euro für die Förderung von Ver-
fügungsfondsprojekten bereit. Die Höhe der För -
dergelder richtet sich dabei nach der Anzahl von 
Bewohnerinnen und Bewohnern: Pro Bewohnerin 
und Bewohner des Gebiets und Jahr wurden 5 Euro 
berechnet. Einzelne Projekte konnten mit maximal 
4.999 Euro gefördert werden. 
Die von der Stadt Köln verfasste Richtlinie zur Ge -
währung von Zuwendungen aus dem Verfügungs-
fonds im Rahmen des Programms „Starke Veedel 
– Starkes Köln“ für das Gebiet „Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord“ bildete die Arbeitsgrund -
lage für das Quartiersmanagement. 
Die Richtlinie beinhaltete neben dem Bewilligungs-
verfahren auch die Antragsfristen. Es wurden sieben 
Antragsfristen festgelegt: 
2019: 05.06., 09.08., 27.09., 15.12.
2020: 30.01., 30.04., 16.07.
In jeder Antragsphase standen bei gleichmäßiger 
Aufteilung der Gesamtfördersumme maximal 20.428 
Euro zur Verfügung. 
Aus der Richtlinie 
Mit dem Verfügungsfonds wird die Entwicklung 
und Umsetzung kleinteiliger Projekte und Aktivi -
täten gefördert. Alle auf dem Gebiet der Sozialen 
Stadt „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
tätigen Einrichtungen, Vereine, Bewohnergruppen, 
einzelne engagierte Bewohnerinnen und Bewohner 
und sonstige Institutionen haben die Möglichkeit, 
mit ihren Ideen, Aktionen und Projekten an der 
Aufwertung ihres Stadtteils bzw. der Umsetzung 
des Integrierten Handlungskonzeptes aktiv mitzu-
wirken und Fördermittel aus dem Verfügungsfonds 
zu beantragen. Über die Vergabe der Fördermittel 
aus dem Verfügungsfonds wird auf Basis der Förder-
richtlinie Stadterneuerung 2008, Teil IV – Förderbe -
stimmungen für die Soziale Stadt, Ziffer 17 „Aktive 
Mitwirkung der Beteiligten“ in Verbindung mit 
dieser kommunalen Richtlinie entschieden9.
Die Projekte müssen mindestens eine der allgemei -
nen Fördervoraussetzungen erfüllen: 
— Aktivierung von Bewohnerengagement
— Stärkung der Gemeinschaft beziehungsweise 
     der Nachbarschaft
— Stärkung von Eigenverantwortung und Selbsthilfe 
     der im Sozialraum lebenden Bürgerinnen und 
     Bürger 
— Stärkung des Images und der Identifikation mit 
     dem Sozialraum
Presseartikel Kölner Wochenspiegel (04.08.2019)
VERFÜGUNGSFONDS

48
Das Quartiersmanagement fungierte als Geschäfts -
stelle für den Verfügungsfonds und war somit 
erster Ansprechpartner für alle Interessierten. Die 
Verwaltung des Verfügungsfonds ist eine zeitinten -
sive Aufgabe für die Quartiersmanagerinnen und 
Quartiersmanager. Mit Blick auf die kurzen Antrags-
phasen, den hohen Beratungs- sowie Aktivierungs -
bedarf und die Höhe des Förderbudgets ist ablesbar, 
dass das Management des Verfügungsfonds einen 
entscheidenden Anteil der Projektzeit eingenom -
men hat. 
Das Bewilligungsverfahren im Rahmen des Pro -
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ hält eine 
Besonderheit vor. In der Regel wird die Entschei-
dung über die Förderung einzelner Projekte vor Ort 
jeweils von einem ehrenamtlich agierenden Gre-
mium getroffen. In unterschiedlicher Zusammenset-
zung finden sich dort Vertreterinnen und Vertreter 
von Institutionen, Vereinen, Interessensverbänden, 
Stadtverwaltung und Einzelpersonen10. 
Im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Star-
kes Köln“ haben die Gremien als Expertinnen und 
Experten keine bewilligende, sondern beratende 
Funktion. Die Abstimmungsergebnisse des Bera -
tungsgremiums über die einzelnen Anträge wurden 
in Form einer Beschlussvorlage als Empfehlung an 
die Bezirksvertretung Chorweiler übermittelt, die 
auf dieser Grundlage letztendlich über die Anträge 
entschied.
5.2. BERATUNGSGREMIUM UND  
BEWILLIGUNGSVERFAHREN
€
1. Eine Idee haben
3. Aus einer Idee ein Projekt  
entwickeln
4. Antrag ausfüllen
5. Antrag einreichen
6. Diskussion des Antrags im  
Beratungsgremium
8. Entscheidung durch die  
BV Chorweiler
9. Projektumsetzung
10. Projektabrechnung
2. Erstberatung beim  
Quartiersmanagement
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Abb. 6 Ablauf Verfügungsfondsprojekte (eigene Darstellung)
VERFÜGUNGSFONDS

49
Mitglieder des Beratungsgremiums waren
— Bürgeramtsleitung 
— Bezirksjugendpflegerin 
— Sozialraumkoordination
— Vertreterin des Interkulturellen Dienstes 
— stellvertretende Bürgeramtsleitung 
Spätestens mit Ablauf einer jeweiligen Antragsfrist 
übermittelte das Quartiersmanagement die vor-
liegenden Anträge an die Gremiumsmitglieder und 
berief eine Sitzung zur Beratung ein. Das Quartiers -
management leitete die Sitzungen und fungierte als 
„Stimme und Ohr der Antragsstellenden“ in dem 
Sinne, dass es die Fragen der Gremiumsmitglieder 
aufgrund der im Vorfeld engen Absprachen mit den 
Antragsstellenden beantwortete. Sollten Fragen 
offenbleiben, klärte das Quartiersmanagement die -
se mit den entsprechenden Personen. Gleiches gilt 
für die Kommunikation der Anpassungen, die sich 
im Laufe der Sitzung als notwendig oder hilfreich 
ergaben und im Anschluss zeitnah von den Antrags -
stellenden vorgenommen wurden.
Zu Beginn des Projekts herrschte bei vielen Beteilig -
ten des Antragsverfahrens eine Unsicherheit bezüg -
lich ihrer Aufgaben und Entscheidungsspielräume 
vor. Das Quartiersmanagement konnte das Verfah-
ren erläutern und die Ziele des Förderprogramms 
vermitteln, sodass Unklarheiten ausgeräumt werden 
konnten und eine konstruktive Zusammenarbeit 
möglich war. Durch eine gute und ständige Kommu-
nikation konnte so gewährleistet werden, dass die 
Ideen der Akteure in Projektanträge eingefügt und 
als Förderprojekte umgesetzt werden konnten.  
Das Quartiersmanagement stand den Antrags -
stellenden über den gesamten Zeitraum – von der 
Idee bis zur Abrechnung der Projektkosten – als 
Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Trotz der 
Niederschwelligkeit des Förderinstruments und der 
angestrebten unbürokratischen Abwicklung ist jedes 
Projekt ein Unikat und bedarf einer aufmerksamen 
Begleitung. Das Quartiersmanagement konnte 
dabei seinem Auftrag gerecht werden, eine Schnitt-
stelle zwischen Bewohnerschaft bzw. Akteuren und 
Verwaltung zu sein. Auch die Gremiumsmitglieder 
fungierten als Schnittstellen und Netzwerkpartner. 
Die Bekanntmachung von Projekten, die Akquise von 
Teilnehmenden für die Projekte, das Auffinden von 
Räumlichkeiten, die Anbindung von Projektideen an 
etablierte Träger – all diese Anforderungen an eine 
erfolgreiche Projektumsetzung wäre ohne die enga -
gierte Arbeit aus dem Stadtteil heraus nicht möglich 
gewesen. 
Bildquelle: eigene – V.l.n.r. Benjamin Stieb, Martina 
Zuber-Goljuie, Engelbert Rummel, Anja Büscher-
Kallen (vor der mithilfe des Verfügungsfonds parti -
zipativ mit Kindern und Jugendlichen neu  
gestalteten Wand am Jugendzentrum Pegasus)
Das Quartiersmanagement möchte sich an dieser 
Stelle bei allen Beteiligten bedanken, die durch ihr 
Engagement die Umsetzung von Förderprojekten 
ermöglicht und das Sozialraumgebiet ein weiteres 
Stück lebenswerter gemacht haben. 
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

50
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Flyer Verfügungsfonds
VERFÜGUNGSFONDS

51
5.3. WIRKUNGSWEISE DES VERFÜGUNGSFONDS 
IM SOZIALRAUMGEBIET
Die Bewerbung des Verfügungsfonds war eine 
Daueraufgabe des Quartiersmanagements. Insbe -
sondere zu Projektbeginn wurde das Förderinstru -
ment verstärkt im Rahmen der aktiven Arbeitskreise 
im Sozialraumgebiet beworben. Das Quartiersma -
nagement machte darüber hinaus den Verfügungs-
fonds über Informationsflyer, die Website sowie 
den Facebook- und Instagram Account bekannt. Die 
gute Zusammenarbeit der Akteure im Sozialraumge -
biet führte dazu, dass viele Multiplikatorinnen und 
Multiplikatoren den Verfügungsfonds in den Kreisen 
ihrer „Klienten“ bekanntmachten und Kontakte zum 
Quartiersmanagement herstellten. Hier sind ins-
besondere die Sozialraumkoordination, die Bezirks-
jugendpflegerin, die Streetworker sowie das Büro 
für Soziales und Gemeinwesenarbeit zu nennen. Da-
rüber hinaus hielt das Quartiersmanagement Augen 
und Ohren stets offen und sprach konkret Men -
schen und Institutionen an, die Ideen hatten oder 
Projekte planten. Sukzessive wurden die bereits 
umgesetzten Projekte über die Website sowie die 
sozialen Medien vorgestellt. Als Good-Practice-Bei -
spiele, ermutigten sie weitere Menschen im Stadtteil 
Anträge zu stellen und eigene Ideen einzubringen. 
Ziel des Quartiersmanagements war es also, Projek-
te von Menschen vor Ort für Menschen vor Ort um -
zusetzen. Eine Herausforderung für Einzelpersonen 
war dabei die Vorfinanzierung von Projekten. Zur Er-
leichterung des Projektstarts konnte ein Vorschuss 
von bis zu 30 % je Projekt beantragt werden. In 
vielen Fällen konnte der finanzielle und organisatori-
sche Aufwand für ein Projekt allerdings nicht durch 
einzelne Personen getragen werden.
Daher bemühte sich das Quartiersmanagement, Ver-
eine und Institutionen als Antragsteller zu gewinnen. 
Diese konnten für Projektideen auf haupt- oder 
ehrenamtliche Tätige bei der Umsetzung zurück-
greifen. Dadurch konnten Bewohnerinnen und 
Bewohner gute Ideen durch oder mit Hilfe einer 
Einrichtung realisieren. Das Quartiersmanagement 
legte bei der Antragstellung großen Wert auf die in -
trinsische Motivation der Akteure, eine gemeinwohl-
orientierte Ausrichtung der Projektinhalte zu entwi -
ckeln und so einen positiven Beitrag zur Aufwertung 
des Lebensumfelds im Fördergebiet zu leisten.
Das Quartiersmanagement hat der Beratungsleis-
tung einen hohen Stellenwert eingeräumt, das heißt, 
dass Raum und Zeit zur Verfügung gestellt wurden, 
in dem in einem vertraulichen Umgang die Ideen 
formuliert werden konnten und auf ihre Förderfä -
higkeit hin überprüft wurden. Nicht alle Ideen konn -
ten zu einem Projekt im Sinne der Richtlinie werden. 
Doch da bereits mit der Erstberatung eine Aktivie -
rung in der Bevölkerung geschehen ist, waren in den 
meisten Fällen die Grundsteine für eine erfolgreiche 
Projektumsetzung gelegt und durch Gespräche und 
Anpassungswillen konnten insgesamt 54 Ideen in 
Anträge übersetzt werden. Sechs Anträge wurden 
von der Bezirksvertretung Chorweiler abgelehnt, als 
Entscheidungsgremium oblag der Bezirksvertretung 
in letzter Instanz die Aufgabe, Anträge zu bewilligen 
oder abzulehnen. Weitere sechs Anträge konnten 
aufgrund der Corona-Pandemie nicht umgesetzt 
werden. Hierzu nochmal ein paar Zahlen:
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

52
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
14 Monate Verfügungsfonds und 48 bewilligte 
Projektanträge – diese Zahlen drücken aus, wie viele 
Ideen für Projekte in den Köpfen der Menschen im 
Sozialraumgebiet stecken und welches große Enga-
gement die Menschen haben, wenn die Möglichkeit 
besteht, bei der Umsetzung von Projekten finanziell 
aber auch fachlich und menschlich unterstützt zu 
werden. 
In dem Sinne ist der Verfügungsfonds ein wirkungs -
volles Förderinstrument auf mehreren Ebenen – es 
fördert und fordert diejenigen, die Projektanträge 
stellen und Projekte umsetzen sowie gleichermaßen 
diejenigen, die an den Projekten teilnehmen. 
Die Entwicklung einer Projektidee und die Kontakt -
aufnahme mit dem Quartiersmanagement wirkten 
bereits positiv auf die Menschen in den Stadtteilen. 
In den Projektideen spiegelten sich eigenständige 
Aktivität, eine Aufbruchsstimmung und Handlungs -
möglichkeiten wider. 
Im Folgenden sind die Wirkungen des Verfügungs -
fonds für das Sozialraumgebiet auf zwei Ebenen 
dargestellt – auf der Ebene der Aktivierung zum 
Engagement mithilfe des Verfügungsfonds sowie auf 
der Ebene der Aktivierung zur Teilhabe entlang der 
Projekte, die umgesetzt wurden:
Antragsphasen 7
Projektanträge 54
Abgelehnte Anträge 6
Bewilligte Anträge 48
Rücknahme (nicht umsetzbar aufgrund der Corona-Pandemie) 6
Umgesetzte Projekte 42
(bewilligte) Anträge von Vereinen / Institutionen 33
Anträge von Privatpersonen 15
Abb. 7: Der Verfügungsfonds in Zahlen 
(eigene Darstellung)
VERFÜGUNGSFONDS

53
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Aktivierung von Bewohnerengagement
Menschen mit Ideen bemühen sich um Beratungs -
gespräche beim Quartiersmanagement und begeben 
sich in den Antragsprozess sowie die Öffentlichkeits -
arbeit für ihre Projekte. 
Sie aktivieren so Engagement von Bewohnerinnen 
und Bewohnern, indem diese an Projekten teilneh-
men und sich die Bindung an einen Träger oder eine 
nachhaltige Idee verstetigt. 
Stärkung der Gemeinschaft beziehungsweise der Nachbarschaft
Projekte stemmt man nicht alleine. Für die Umset-
zung von Projekten braucht man ein Team, man muss 
als antragsstellende Person andere Menschen aus 
der Gemeinschaft aktivieren, sie zu unterstützen.
Alle Projekte werden in einem festgeschriebenen 
Raum – dem Sozialraumgebiet – umgesetzt. Im Rah -
men der Projektumsetzungen treffen so Menschen 
aufeinander, die sich zuvor nicht kannten. Es werden 
neue Kontakte geknüpft.
Stärkung von Eigenverantwortung und Selbsthilfe der im Sozialraum lebenden Bürgerinnen und Bürger 
Projektumsetzung bedeutet Projektmanagement.  
Bewohnerinnen und Bewohner werden durch das 
Förderinstrument aus einer passiven in eine aktive 
Rolle gebracht, es wird Ihnen Vertrauen entgegenge-
bracht, dass sie selbstwirksam sind und Dinge  
aus eigenem Antrieb umsetzen können. 
Teilnehmende an Verfügungsfondsprojekten können  
sich in Gebieten ausprobieren, die sie – zumeist aus 
Kostengründen – nicht erreichen würden. An Semina -
ren, Sport- oder Musikangeboten kostenfrei teilzu-
nehmen stärkt das Selbstbewusstsein und führt zu 
mehr Verantwortlichkeit. Verfügungsfondsprojekte 
ermöglichen neue Perspektiven auf sich und das 
Lebensumfeld.
Stärkung des Images und der Identifikation mit dem Sozialraum
Die Identifikation mit einem Ort wächst, sobald man 
in diesem wirksam wird. Netzwerke und Bemühungen 
Projekte umzusetzen stärken die Identifikation und 
führen dazu, sich als aktiven Part im unmittelbaren 
Lebensumfeld zu verstehen.
Viele Projekte zielen darauf ab, dass – eher schlechte 
– Image des Sozialraumgebiets in ein anderes Licht 
zu rücken. Die Öffentlichkeitsarbeit über die Projekte 
und das Engagement der Bewohnerschaft stärkt das 
Image zum positiven hin – nach innen sowie nach 
außen.
VERFÜGUNGSFONDS

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
5.4. DIE VEEDELS-IDEEN –  
48 VERFÜGUNGSFONDS-PROJEKTE
Antragsstellender Projekttitel Fördersumme  
(bewilligt)
Selina Berger Klettern zur Förderung von sozialen Kompetenzen und der 
Selbstwirksamkeit 1.412,50 €
DT VK e.V. Schnupperkurse im Sommer – Interaktives Bildungsangebot 4.920,00 €
DT VK e.V. Sommer-Treff 1.880,00 €
DT VK e.V. Bildungsreihe „Wohnen im Alter“ 2.060,00 €
FIZ e.V. Fit und Aktiv für Vielfalt 4.999,00 €
Jugend für Demokratie e.V. 6x60 4.980,00 €
Angelika Herta & Martin Peret Trau dich und dreh deinen Film 4.999,00 €
Soziale Fachstelle St. Pankratius am  
Worringer Bruch 
Ein bisschen so wie Martin sein – wir teilen das Martinsfest  
mit Blumenberg 1.700,00 €
Margot von Ah Verschönerung des öffentlichen Raums durch neue Pflanzkübel 820,93 €
Fundus Köln-Nord e.V. Fundus wird 10! Ein Stadtteilprojekt feiert mit der  
Nachbarschaft 2.125,00 €
Fundus Köln-Nord e.V. Hochbeet-Werkstatt: Gemeinsam säen und ernten 956,00 €
Manuel Franco Pazos Pro Soziales Training für Kinder 4.999,00 €
Juendzentrum Northside Hip Hop im Northside 3.350,00 €
Michael Fedorenko Chorweiler und Blumenberg im Blick 4.970,00 €
DT VK e.V. Starke Familien in Seeberg 4.270,00 €
DT VK e.V. Interkulturelles Mitmach-Theater 4.999,00 €
Jugendzentrum Northside ökologisches Bauen und alternative Energien, ein Lernfeld für 
den Kölner Norden 3.825,00 €
Talente im Stadtteil Klezmertage in Chorweiler 3.293,00€
Büro für Soziales und Gemeinwesenarbeit  
Hl. Johannes XXIII Bienenhotels für Chorweiler 1.509,00 €
Parea gGmbH Mein Chorweiler – mein Zuhause 4.999,00 €
DT VK e.V. Mit-Mach Angebot Empowermentkurs für Frauen 2.800,00 €
The International Association for Traditional 
Sports and Games (IATSG e.V.)
Barrierefrei-Spieletreff: Erstellen einer Foto-Story „Chorweiler 
spielt grenzenlos“ 1.120,43 €
IATSG e.V. Neue Spiele für den Spieletreff 1.500,00 €
Hubert Brand Gesprächsgruppe zum „Thema Heimat“ 1.585,00 €
DT VK e.V. Stadtteilerkundung und Sprachförderung für Kids 1.000,00 €
VERFÜGUNGSFONDS

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
An dieser Stelle möchte sich das Quartiersmanage -
ment bei allen Antragstellerinnen und Antrags -
stellern, bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und 
Helfern, bei allen Netzwerkpartnern und Multiplika -
torinnen, bei allen Unterstützerinnen und Unterstüt-
zern ganz herzlich für ihr Engagement bedanken. 
Der Aufwand für solche Projekte ist nicht mess -
bar, er beginnt beim ersten Anruf beim Quartiers -
management, geht über das Austeilen von Flyern, 
Einkaufen von Verpflegung, Aufräumen von Ver-
anstaltungsorten, Abzeichnen von Kontaktlisten 
und Datenschutzbestimmungen und endet bei der 
detaillierten Abrechnung der Projekte. 
Abb. 8: Übersicht aller Verfügungsfondsprojekte (eigene Darstellung)
nicht umgesetzt
Antragsstellender Projekttitel Fördersumme  
(bewilligt)
NAR Lichblick für Frauen und Mädchen e.V. Starke Frauen für starkes Veedel 2.100,00 €
Get your Stage e.V. Cologne Dance Competion 1.700,00€
Theater „Marissel“ Maryna Immel Theaterdemie 2.300,00 €
Ulla Bornhardt-Müller Wir bringen was ins Rollen 1.710,00 €
Daniel Rogge Gemeinschaftsgarten und Gartenfest für Chorweiler Mitte 3.500,00 €
Jugendorganisation LmDR e.V. NRW /  
Schachclub Chorweiler Schachtunier „Chorweiler Kings“ 1.800,00 €
Melisa Düzgünkaya Musikprojekt für Kinder und Jugendliche 2.200,00 €
AK Caritas Zusammen ist man weniger allein  2.944,00 € 
Görkem Kalan Plattform Chorweiler  4.998,92 € 
Sibel Oetzkent Nachbarschaftscafe  4.979,00 € 
Shqipe Kameroli Bewebungs- und Sportangebot an der frischen Luft in  
der Coronazeit  4.138,40 € 
Bau- und Abenteuerspielplatz „Der Bau“ Dein Recht – Euer Bild  2.451,00 € 
Angelika Herta Grüße aus Chorweiler  4.999,00 € 
Geremia Carrara Ich erinnere mich noch daran!  4.650,00 € 
Miram Hamel Stadtfinden – Chorweiler  4.900,00 € 
Büro für Soziales und Gemeinwesenarbeit Hl. 
Johannes XXIII Siebdruckmaschine  1.170,00 € 
StadtteilWerkstatt Chorweiler gGmbH –  
Canyon Chorweiler 
Betreuung und Bespielung der Boulderwand am City Center 
Chorweiler  4.999,00 € 
Soziale Fachstelle St. Pankratius am  
Worringer Bruch Vom Geben und Nehmen und Teilen: St. Martins Lichterfest  3.098,00 € 
Lebensmittelausgabe für den Kölner Norden Anschaffungen für die Lebensmittelausgabe  3.095,00 € 
Outline e.V. / Sigrid Brenner Wandgestaltung Pegasus  4.630,00 € 
Soziale Fachstelle St. Pankratius am Worringer 
Bruch Elterncafé: Frühe Hilfe – Gleiche Chancen  2.850,00 € 
GAG Immobillien AG Kunstprojekt mit Jugendlichen an der Unterführung  
Katzbachweg zur Kriegerhofstraße  4.999,00 € 
Querwaldein e.V. Samenbibliothek  4.973,00 € 
Gesamtsumme 154.256,18 €
VERFÜGUNGSFONDS

56
5.5. PROJEKTPORTRAITS
Ende Juli 2019 ermöglichte eine Gruppe Studieren-
der zwölf Jugendlichen eine Projektwoche zu den 
Themen Eigenverantwortung und Klettern. In Ko -
operation mit der Kletterhalle Canyon in Chorweiler-
Nord, konnten die jungen Menschen durch Vertrau-
ens-, Kooperations- und Kletterübungen ihre sozialen 
Kompetenzen und ihre Selbstwirksamkeit stärken.
Im Verlauf konnten die Teilnehmenden viele wert-
volle Erfahrungen machen, indem sie ihre Grenzen 
kennenlernten und teilweise mutig überschritten, 
neue Kontakte knüpften sowie Vertrauen zueinander 
aufbauten. Viele Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, 
Verantwortungsbewusstsein sowie Kooperations- 
und Kommunikationsfähigkeit werden den Jugend-
lichen auch im Alltag von großem Nutzen sein.
KLETTERN ZUR FÖRDERUNG VON SOZIALEN 
KOMPETENZEN UND DER SELBSTWIRKSAMKEIT
Antragstellerin: Selina Berger
Start: Juli 2019
Im Spätsommer 2019 organisierte der DTVK e.V. 
eine Bildungsreihe zu den Themen Wohnen, Vor -
sorge und Selbsthilfe für Seniorinnen und Senioren. 
Es wurden sechs informative Veranstaltungen 
angeboten. Ziel der Bildungsreihe war auch die Mo -
bilisierung von Selbsthilfekräften und das Training 
präventiver Verhaltensweisen, wie z.B. die Sturzprä -
vention.
Eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit trug dazu 
bei, dass mehr als 50 Teilnehmende erreicht werden 
konnten. Somit wurde auch die nachbarschaftliche 
Vernetzung gestärkt sowie, durch Kooperation mit 
anderen sozialräumlichen Akteuren wie dem Verein 
„WohnMobil“ oder der Seniorenberatung Chorwei -
ler, konkrete Kontakte zu wichtigen Anlaufstellen 
hergestellt.
BILDUNGSREIHE „WOHNEN IM ALTER“
Antragsteller: DTVK e.V. (Deutsch-Türkischer Verein Köln e.V.)
Start: Juli 2019
FÖRDERUNG VON ZIELGRUPPEN
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

57
Ziel der Workshopreihe war es, den Umgang mit 
Aggressionen zu analysieren, das Thema Ge -
walt mit Kindern und Eltern anzusprechen und 
gemeinsam Lösungsstrategien zu entwickeln, um 
aufkommende Gewalt in Zukunft vermeiden oder 
deeskalieren zu können. 
Dabei fand eine Vernetzung der Eltern unter -
einander statt und es wurden Akteure, z.B. die 
Streetworker, vorgestellt, die bei Fragen im 
Sozialraum als Anlaufstelle dienen können. 
PRO-SOZIALES TRAINING FÜR KINDER
Antragsteller: Manuel Franco Pazos
Start: November 2019
In einem mehrtägigen Workshop wurden Jugend -
liche an das Medium Film herangeführt. Zunächst 
konnten die Teilnehmenden gemeinsam heraus -
finden, welche Geschichte sie gerade beschäftigt. 
Darauf aufbauend wurden Kurzgeschichten er -
arbeitet und filmisch umgesetzt. Dabei hatten alle 
Teilnehmenden die Gelegenheit unterschiedliche 
Dinge zu lernen: Wie benutzt man eine Kamera? 
Welche Töne kann ich aufnehmen? Wie führt 
man Regie? 
Hierdurch konnte die Zielgruppe ihre Kreativi -
tät erkunden, neue Dinge ausprobieren und ihre 
Teamfähigkeit stärken.
TRAU DICH UND DREH DEINEN FILM
Antragstellende: Angelika Herta und Martin Paret
Start: Januar 2020
Ursprünglich war die „Theaterdemie“ als eintägi -
ges Theaterfestival geplant – dann kam Corona. 
Aber anstatt sich davon entmutigen zu lassen, ha -
ben die Veranstalterinnen ihr Festival online ver -
anstaltet. Verschiedene Theatergruppen haben 
Beiträge eingesendet, die über die Website des 
Theater Marissel angeschaut werden konnten.
Durch das Festival konnte ein wichtiger Beitrag 
zur kulturellen Bildung geleistet und die lokale 
Kunstszene gestärkt werden. Das Projekt ermög -
lichte eine sinnstiftende Betätigung für Zuschau -
ende und Teilnehmende im ersten Lockdown. 
PROJEKTTITEL: THEATER-FESTIVAL „MARISSEL“
Antragstellerin: Maryna Immel
Start: März 2020
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

58
Mit dem Projekt wollte Michael Fedorenko einen 
anderen Blickwinkel auf seinen Heimatstadtteil 
möglich machen. Ein lokaler Fotograf hat die Stadt-
teile und Menschen des Sozialraums auf tollen Fotos 
eingefangen. Nicht nur die Außenwirkung war dabei 
von Bedeutung, auch der Blick der Bewohnerinnen 
und Bewohner selbst sollte geschärft werden, damit 
diese die schönen Seiten ihrer Heimat besser erken-
nen und wertschätzen können. In Kooperation mit 
dem Kinder- und Jugendzentrum Northside wurde 
anschließend eine Präsenzausstellung geschaffen, 
damit die Bilder dauerhaft einsehbar bleiben und 
somit nachhaltig zur Verbesserung des Images und 
zur Identifikation mit Chorweiler beitragen. Die Aus-
stellung ist auch auf www.chorweiler.info zu sehen. 
CHORWEILER UND BLUMENBERG IM BLICK
Antragsteller: Michael Fedorenko
Start: November 2019
Den Blick für die schönen Seiten des eigenen 
Lebensumfeldes schärfen – das war die Idee hin -
ter „Mein Chorweiler – mein Zuhause“. Betreut 
durch einen professionellen Fotografen konnte 
circa 20 Menschen lernen, wie man gute und ein -
drucksvolle Fotos mit vorhandenen Smartphones 
schießt und anschließend ihre Lieblingsorte, ihre 
Orte des Verweilens, kurz: ihr Zuhause ablichten. 
Es sind tolle Bilder entstanden, die bei einem 
Hoffest ausgezeichnet wurden.
 Gelerntes sofort in die Tat umsetzen zu können, 
führt zu Selbstvertrauen. Mit den Nachbarn 
fotografieren lernen führt zu neuen Kontakten. 
Das gemeinsame Ausprobieren, Lernen und Ent -
decken ohne Vorbehalte standen im Mittelpunkt 
des Projekts.
MEIN CHORWEILER – MEIN ZUHAUSE
Antragsteller: Thorsten Seelig (Parea gGmbH)
Start: März 2020
KUNST UND KULTUR
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

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Im Rahmen des Projekts konnten die Teilneh -
menden das Saz spielen lernen und gemeinsam 
musizieren. Um möglichst nachhaltig zu arbeiten, 
wurden alte Saz aufzubereiten anstatt neue zu 
kaufen. Der Musiklehrer kannte sich gut mit den 
Instrumenten aus und übernahm die Aufgabe der 
Musik- und Kulturvermittlung mit Hingabe. Durch 
die Regelmäßigkeit des Angebots konnten sich die 
Teilnehmenden solide Grundfertigkeiten aneig-
nen sowie das dabei entstandene Gemeinschafts -
gefühl mit einem Lernerfolg verknüpfen.MUSIKPROJEKT FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
Antragstellende: Melisa Düzgünkaya
Start: März 2020
Mit „Grüße aus Chorweiler“ wurden die Men -
schen angeregt, einen Gruß oder eine Geschich -
te von ihrem Zuhause zu teilen. Sie konnten 
während des Corona-Sommers Bilder oder Fotos, 
einzelne Sätze oder ganze Geschichten mit Post -
karten einsenden und ihre individuelle Sichtweise 
und Situation mitteilen. Durch digitale und analo -
ge Öffentlichkeitsarbeit sowie eine abschließende 
Preisverleihung wurde viel Aufmerksamkeit für 
das Projekt generiert. Abschließend wurden aus 
ein Einsendungen Postkarten gedruckt.GRÜSSE AUS CHORWEILER
Antragsstellende: Angelika Herta
Start: Juni 2020
Mit „Wunschkonzerten“ den Bewohnerinnen 
und Bewohnern von Wohneinrichtungen Freude 
bringen, das war der Plan. In Kooperation mit 
einer dreiköpfigen Band wurden Hofkonzerte in 
drei Wohneinrichtungen – einer für Menschen 
mit Behinderung und zwei Pflegezentren für 
Seniorinnen und Senioren – organisiert. Aufgrund 
der Corona-Pandemie wurde die Umsetzung zwar 
erschwert, aber umso wichtiger. Die Konzerte 
konnten der zeitweisen Isolation vieler Menschen 
ein positives Ereignis entgegensetzten. Das Feed -
back der Zuschauerschaft war enorm, sowohl im 
Nachhinein als auch währenddessen.
ICH ERINNERE MICH NOCH DARAN!
Antragsteller: Geremia Carrara
Start: September 2020
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

60
Für das Projekt 6x60 wurden sechs Menschen gesucht 
und gefunden, die im Sozialraumgebiet aufgewachsen 
sind oder leben und spannende sowie erfolgreiche 
Lebenswege gehen. Vor der Kamera wurden Kunst- 
und Tanzpädagoginnen, Fach- und Sozialarbeiter sowie 
ein Staatsanwalt und ein Beziehungscoach interviewt. 
Diese erzählten von ihrer eigenen Biografie und dem 
Aufwachsen im Sozialraumgebiet, den Hürden und 
Chancen in ihren Leben und teilten Tipps und Ratschlä-
ge für die Zuschauerinnen und Zuschauer.
Ziel war es dem schlechten Image des Sozialraumge-
biets entgegenzuwirken und positive Beispiele aufzu-
zeigen. Zudem sollten die Eigenverantwortung und der 
Zusammenhalt durch die positiven und beeindrucken-
den Beispiele gestärkt werden.
6X60
Antragssteller: Jugend für Demokratie e.V.
Start: Juli 2019
Der DTVK e.V. organisierte im Sommer 2019 eine 
Reihe von Veranstaltungen, um die Bewohnerschaft 
zu vernetzen und gemeinsam das Sozialraumgebiet 
kennenzulernen. Hierzu fanden regelmäßig gemein -
same interkulturelle Frühstücks-Treffen und „Walk 
and Talk“ Spaziergänge durch die Stadtteile Blumen -
berg, Chorweiler und Seeberg-Nord statt.
Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht und 
konnten als Begegnungsräume vielen, sich vorher 
unbekannten Menschen, eine Austauschplattform 
bieten. Während der Spaziergängen wurde der 
Sozialraums erkundet und den Teilnehmenden neue 
Aspekte und Möglichkeiten des gemeinschaftlichen 
Engagements aufgezeigt. 
SOMMER-TREFF
Antragsteller: Deutsch-Türkischer Verein Köln e.V. (DTVK e.V.)
Start: Juli 2019
NACHBARSCHAFT UND GEMEINSCHAFT
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

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Neben den Werten der Nächstenliebe und des 
Teilens standen beim Martinsfest besonders die 
Gemeinschaft im Fokus. Durch gemeinsames 
Einüben und Singen von Martinsliedern, Laternen 
Basteln mit den Kleinen und dem Lauschen der 
Geschichte vom Heiligen Martin, sollte jedem und 
jeder die Gelegenheit gegeben werden mit ande -
ren in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. 
Die Veranstaltung war konfessionsübergreifend, 
es wurden explizit Menschen aller Glaubensrich -
tungen eingeladen. EIN BISSCHEN SO WIE MARTIN SEIN – WIR TEILEN  
DAS MARTINSFEST MIT BLUMENBERG
Antragstellerin: Katholische Kirche St. Pankratius am Worringer Bruch Start: November 2019
Dein Recht – Euer Bild, unter diesem Motto 
setzte sich „Der Bau“ mit den UN-Kinderrechten 
auseinander. Bei dem Projekt wurde den Kindern 
in einer mehrwöchigen Phase zunächst einzelne 
Rechte vorgestellt und die Frage diskutiert, was 
Rechte sind und warum sie für das eigene Leben 
von Bedeutung sind. Nachdem die Kinder ein 
grundlegendes Verständnis für das Thema entwi -
ckelt hatten, wurden dieses unter Anleitung einer 
Künstlerin bildlich umgesetzt. Hierzu wurde der 
Eingangsbereich der Einrichtung umgestaltet. So 
kann der Eingangsbereich auch in Zukunft jedem 
Menschen eine anschauliche und leicht verständ -
liche Erinnerung an die Kinderrechte sein.
DEIN RECHT – EUER BILD
Antragssteller: Bau- und Abenteuerspielplatz „Der Bau“
Start: August 2020
Im Blumenbergpark fehlten Angebote für ältere 
Menschen, bzw. generationsübergreifend ge -
dachte Infrastruktur. Um diesem Umstand Abhilfe 
zu schaffen, taten sich vier engagierte Frauen aus 
Blumenberg mit dem Ziel zusammen, einen Bou -
leplatz herzurichten. Geschaffen werden konnte 
so ein Ort der Gemeinschaft und der Begegnung 
für Alt und Jung. Jeden Sonntag wird nun Boule 
gespielt, Equipment ist vorhanden und jeder 
Mensch ist eingeladen dazuzukommen. Bereits 
jetzt konnten schon viele neue Kontakte über das 
Spiel geknüpft werden.
WIR BRINGEN WAS INS ROLLEN
Antragsstellende: Ursula Bohnhardt-Müller (Boule-interes -
sierte Frauen *Christine*Gisela*Mathilde*Ulla*)
Start: März 2020
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

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Die Kinder- und Jugendeinrichtung Northside hatte 
bereits vor einiger Zeit eine Solaranlage angeschafft 
und auf zwei Überseecontainern, die auf dem 
großen Außengelände der Einrichtung aufgestellt 
sind, angebracht. Diese Container wurden nun mit 
Unterstützung des Verfügungsfonds begrünt, um 
die Brücke zwischen Solarenergie und Natur zu 
schlagen sowie einen Ort für die Besucherinnen 
und Besucher zu schaffen, der im wahrsten Sinne 
einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Im Oktober 
fand ein gemeinsames Einweihungsfest stattfinden, 
durch welches die Kinder einen Bezug zu diesem 
Ort des nachhaltigen Lernens finden konnten. Die -
ser soll in Zukunft dazu beitragen, die Entwicklung 
eines ökologischen Bewusstseins zu fördern.
ÖKOLOGISCHES BAUEN UND ALTERNATIVE 
ENERGIEN, EIN LERNFELD FÜR DEN KÖLNER 
NORDEN
Antragssteller: Jugendzentrum Northside
Start: Mai 2020
In einer Workshopreihe konnten sich verschie -
dene Menschen aus dem Sozialraumgebiet mit 
dem Thema Bienen in der Stadt, der lokalen 
Produktion von Honig und der Zukunftsfähigkeit 
der Städte auseinandersetzen. Künstlerisch und 
pädagogisch begleitet und in Kooperation mit der 
Imkerei auf dem Dach des City-Centers Chor -
weiler wurde eigener Honig – das „Chorweiler 
Gold“ – gelabelt und mit einem mobilen Stand 
im Sozialraum verteilt. Die Workshops fanden 
in Kooperation mit einer Grundschule sowie auf 
den zentralen Chorweiler Plätzen statt. Im Laufe 
des Projekts kamen viele Menschen unterschied -
lichster Zielgruppen miteinander ins Gespräch 
und wurden gleichzeitig für Themen wie Nahrung, 
Umweltfragen und Nachbarschaft sensibilisiert.
STADTFINDEN – CHORWEILER
Antragstellerin: Miriam Hamel
Start: September 2020
ÖKOLOGIE UND KLIMA
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

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Gemeinsam mit der Stadtteilbibliothek Chor -
weiler machte sich der Querwaldein e.V. daran, 
eine Samenbibliothek in Chorweiler aufzubauen, 
also einen Ort zu schaffen, an dem man Pflanzen -
samen ausleihen kann. Die Samenbibliothek soll 
dabei helfen, die Biodiversität der lokal angebau -
ten Obst- und Gemüsesorten zu erhalten und zu 
stärken. Zu einer Bibliothek gehören natürlich 
auch Bücher und andere Bildungsmaterialien, 
die den Bewohnerinnen und Bewohnern von nun 
an kostenfrei zur Verfügung stehen. Sobald die 
Coronaschutzverordnungen aufgehoben und Ver -
anstaltungen wieder möglich sind, wird der Quer -
waldein e.V. die Samenbibliothek durch Work -
shops unter interessierten Bewohnerinnen und 
Bewohnern bekannt machen und pädagogisch 
begleiten. Mithilfe des Verfügungsfonds wurde so 
ein Ort geschaffen, der anschaulich einen Zugang 
zur Natur und Kenntnisse über die Herkunft von 
Nahrungsmitteln vermitteln kann. 
SAMENBIBLIOTHEK
Antragsstellende: Querwaldein e.V.
Start: September 2020
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER VERFÜGUNGSFONDS

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6. ÖFFENTLICHKEITSARBEIT 
UND KOMMUNIKATION
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATIONSTARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

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ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATIONSTARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Die Entwicklung eines Corporate Designs für ein 
Quartiersmanagement birgt die Aufgabe, sich schon 
vor Projektbeginn mit dem Quartier in der Art aus -
einanderzusetzen, dass eine Identifikation im Design 
sichtbar werden kann. Weiterhin musste das Quar-
tiersmanagement dem Auftrag gerecht werden, ein 
Bild für drei unterschiedliche Stadtteile zu entwi -
ckeln:
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord, sollten 
sich gleichberechtigt insbesondere im Logo wieder -
finden. 
6.1. KOMMUNIZIERTE WERTE UND  
CORPORATE DESIGN
Links ein Strauch für das grüne Blumenberg, 
in der Mitte die markanten Hochhäuser für Chor-
weiler und rechts eine Welle für Seeberg sowie die 
Nähe des Programmgebiets zum Rhein und Fühlin-
ger See.
Aus der Farbpalette wurde vordergründig ein kräf-
tiges grün gewählt, was den „Grünen Faden“ der 
Stadtteile und der Arbeit vor Ort unterstreichen 
sollte. Ergänzt durch ein frisches blau für die Nähe 
zum Wasser, wurde so ein freundliches Logo für das 
Starke Veedel Büro Chorweiler erstellt. 
In der Kommunikation hat das Quartiersmanage-
ment stets Wert daraufgelegt, die drei Quartiere 
des Sozialraumgebiets zu nennen und sich nicht auf 
„Chorweiler“ zu beschränken. Lediglich wenn es 
innerhalb des Sozialraums um konkrete Stadteilpro-
jekte oder -aktionen ging, wurde auf den etablier -
ten „Dreiklang“ verzichtet.
Bei der Erstellung von Informationsmaterial konnte 
soweit wie möglich mit vielen Fotos, Abbildungen 
oder Wortwolken gearbeitet und lange Texte ver-
mieden werden. So sollten möglichst viele Bewoh -
nerinnen und Bewohner erreicht werden, die im 
Sozialraum über 80 Sprachen sprechen. 
Zur niedrigschwelligen Ansprache nutzte das Quar-
tiersmanagement auch bevorzugt das „Du“ anstelle 
dem „Sie“. Insbesondere auf den Social-Media-Ka -
nälen duzte das Quartiersmanagement die poten-
ziell jüngere Zielgruppe. Das „Du“ schafft Vertrauen 
und baut Berührungsängste ab.
Das Sozialraumgebiet ist zudem von einer direkten 
und persönlichen Gesprächskultur zwischen den 
Akteuren geprägt, in der ein „Sie“ in vielen Fällen 
fehl am Platz ist. 
Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies insbesondere 
bei der Abwicklung von Verfügungsfondsprojekten 
die Zugänglichkeit zum Förderinstrument unter-
stützte. 
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Sharing and Caring
Zu Beginn des Auftrags wurde auf der Website der 
Sozialraumkoordination ein Reiter „Starke Veedel 
Büro“ integriert. Im Hinblick auf die kurze Projekt-
laufzeit und die Vernetzung mit der vorhandenen 
und bereits bekannten Website www.chorweiler.
info, wurde von der Einrichtung einer eigenen Web-
site abgesehen. Neben allgemeinen Informationen 
zum Quartiersmanagement und Verfügungsfonds 
(Antragsunterlagen, Richtlinie etc.), konnten auch 
die Verfügungsfondsprojekte kontinuierlich mit 
Fotos und somit möglichst lebendig präsentiert 
werden.
Teilen (Sharing) ist mit Blick auf die Sozialen Me-
dien eine eingeübte Beschäftigung. Das Quartiers -
management hat sich im Laufe seiner Tätigkeit 
einen Kreis von Followerinnen und Followern – also 
Menschen, die einem Profil auf den sozialen Medien 
folgen – aufgebaut. Das Teilen von Posts und damit 
das Bekanntmachen von Aktionen anderer Akteure 
im Sozialraumgebiet war eine wichtige Dauerauf-
gabe. So konnte das Quartiersmanagement seinen 
Follower-Kreis nutzen, um andere Initiativen zu 
unterstützen sowie auf Veranstaltungen und eigene 
Projekte oder Aktionen aufmerksam zu machen. 
Insbesondere während der Corona-Pandemie wuchs 
die Bedeutung der digitalen Vernetzung zur Auf-
rechterhaltung der Kommunikation mit verschiede-
nen Zielgruppen.
Mit einigen Posts hat das Quartiersmanagement 
auch Positionen im Social-Media-Diskurs eingenom -
men. Als sichtbarer Akteur im Sozialraumgebiet war 
es dem Quartiersmanagement wichtig, eine demo -
kratische, anti-rassistische und für die Chancen -
gleichheit der Geschlechter eintretende Haltung zu 
vertreten (Caring).
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

68
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
6.2. CROSSMEDIALE KOMMUNIKATION 
Das Aufgabenfeld Öffentlichkeitsarbeit hatte ur-
sprünglich einen deutlichen Fokus auf die öffentli-
che Begleitung der Umsetzung der Maßnahmen aus 
dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“. Das 
Quartiersmanagement sollte als Kommunikations-
drehscheibe fungieren und die Bevölkerung über 
den Fortschritt der Maßnahmenumsetzung oder 
mögliche Beteiligungsformate informieren. Gleich 
in den ersten Wochen der Tätigkeit wurden zwei 
bauliche Maßnahmen abgeschlossen. Die feierliche 
Einweihung konnte das Quartiersmanagement nut-
zen, um sich im Sozialraum bekannt zu machen. Alle 
weiteren baulichen Maßnahmen befinden sich nach 
wie vor in Vorbereitung, sodass der Schwerpunkt 
auf die Kommunikation in Bezug auf Verfügungs-
fondsprojekte, eine Aufwertung des Images und 
Aktionen im Sozialraum fokussiert. 
Eine zentrale Frage des Quartiersmanagements 
war: „Wie können Menschen im Stadtteil erreicht 
werden?“ In Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord gab es zu Projektstart bereits eine Vielzahl 
von aktiven Akteuren, die entsprechend ihre festen 
Zielgruppen und digitalen „Followerinnen und Follo -
wer“ hatten. Das Quartiersmanagement hatte eine 
vergleichsweise kurze Laufzeit und stand damit vor 
der Herausforderung, sich schnellstmöglich zu ver-
netzen und in den Stadtteilen sichtbar zu werden. 
Für eine gute Zusammenarbeit muss das Quartiers -
management Vertrauen bei den Akteuren aufbauen. 
Es müssen verständliche Antworten auf die Fragen 
gegeben werden: „Was ist das Starke Veedel Büro?“, 
„Was können die ‚Neuen‘ für uns tun, es ist doch 
schon alles hier?“ oder „Wird mir auf Augenhöhe 
begegnet?“. Vor dem Hintergrund der alltäglichen 
Begrifflichkeiten aus der Städtebauförderung –  
z. B. Management, Verfügungsfonds, Aktivierung, 
Förderbescheid oder Schlussverwendungsnach -
weis – etc. war dies kein Selbstläufer. Insbesondere 
in einem Stadtteil mit über 27.000 Einwohnerinnen 
und Einwohner aus unterschiedlichen Teilen der 
Welt, jeder Altersstufe und Religionszugehörigkeit 
sowie unterschiedlichen Bildungsniveaus. 
Die Öffentlichkeitsarbeit war ein zentraler Baustein 
des Quartiersmanagements mit folgenden Zielrich -
tungen:
— Information über Maßnahmen des ISEK bzw. 
     Stadtentwicklungsmaßnahmen.
— Bewerbung des Verfügungsfonds.
— Bewerbung des Starke Veedel Büros als 
     Anlauf- und Vernetzungsstelle im Stadtteil.
— Vermittlung eines ausgewogeneren Images 
     über den Stadtteil.
Zur Erfüllung dieser Ziele erstellte das Quartiers -
management eigene Materialien, tauschte sich mit 
Journalistinnen und Journalisten aus und bespielte 
eigene digitale Kommunikationskanäle. Der Cross-
mediale Ansatz ergibt sich aus der Zielgruppenviel -
falt: 
— Jugendliche,
— Seniorinnen und Senioren,
— Familien & Kinder,
— verschiedene Bildungsniveaus sowie 
     kulturelle Hintergründe,
— politische Delegierte, 
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

69
STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
— Akteure und Vereine,
— Bildungseinrichtungen,
— und eine breitere Öffentlichkeit
Netzwerke  
Mit Blick auf die kurze Laufzeit war es essentiell, 
ein Netzwerk aus Akteuren aufzubauen, damit die 
genannten Inhalte dort weitergetragen werden 
können. Informationen wurden so über „Multipli-
katoren“ in deren jeweilige Zielgruppen gestreut. 
Insbesondere die aktiven Arbeitskreise und Stadtteil-
konferenzen konnten über weitläufige E-Mail-Ver-
teiler viele Menschen mit Informationen erreichen. 
Über die Kanäle des Netzwerks konnte das Quar-
tiersmanagement stets auf dem Laufenden bleiben.
Pressearbeit
 
Das Quartiersmanagement hat Pressemitteilun-
gen zu besonderen Aktionen herausgegeben und 
während der Laufzeit einen festen Pool an lokalen 
Journalistinnen und Journalisten kennengelernt, 
denen die Pressemitteilungen direkt zugeleitet wer-
den konnten. Verlässliche Pressepartner fand das 
Quartiersmanagement bei Chorweiler-Panorama, 
der Kölner Rundschau, dem Kölner Stadtanzeiger 
und dem Kölner Wochenspiegel. 
Medium Postkarte
 
Für die Bekanntmachung und Aktivierung der Be -
wohnerschaft zur Teilnahme an den beiden Foto-
wettbewerben – „Lass deine Ideen wachsen“ und 
„Aus Alt mach Neu“ – hat sich das Quartiersmanage -
ment dem Medium Postkarte bedient. Eine anspre -
chend gestaltete Vorderseite dient als Eye-Catcher 
und lädt dazu ein, diese mitzunehmen. So können 
die Informationen auf der Rückseite quasi „spie -
lend“ vermittelt werden und haben einen höheren 
Aufbewahrungswert als reine Informationsflyer. 
Postkarten können zudem in Postkartenständern 
oder über Auslageflächen einfach und ansprechend 
verteilt werden. Darüber hinaus bietet sich eine 
direkte Briefkastenverteilung als flächendeckende 
Ansprache an.
Schwarze Bretter
Als im März 2020 die Corona-Pandemie ausbrach, 
haben sich das Büro für Soziales und Gemeinwesen-
arbeit, die Sozialraumkoordination und das Quar-
tiersmanagement zusammengetan und das Projekt 
„NIKN – Nachbarschaftshilfe im Kölner Norden“ ins 
Leben gerufen. Ziel war es, mit der Bevölkerung in 
Kontakt zu treten und ein Ansprechpartner sein zu 
können, insbesondere für Menschen die aufgrund 
von Vorerkrankungen oder ihres Alters in Quarantä -
ne bleiben und Kontakte meiden sollten. 
Die geltenden Kontaktbeschränkungen erschwerten 
es, den Kontakt mit dieser Zielgruppe aufrecht zu 
halten. Ältere und einsame Menschen konnten aus 
einem Pool von ehrenamtlich Tätigen Unterstützung 
anfragen. Vor allem konnte durch Einkäufe oder mit 
Hilfe der Lebensmittelausgabe zur Versorgung be-
sonders gefährdeter Gruppen beigetragen werden.
In dieser akuten Situation haben sich Koordinato-
rinnen und Koordinatoren für das Aufstellen von 
analogen „Schwarzen Brettern“ entschieden, da 
die Zielgruppe nur eingeschränkt über das Internet 
zu erreichen war. In Absprache mit der Deutschen 
Bahn AG konnte ein Schwarzes Brett zentral am 
Kiosk, direkt an der S-Bahn-Station Chorweiler / 
Pariser Platz installiert werden. Hier wurden die 
Flyer angeboten und es konnten Hilfegesuche über 
ein Briefkastensystem an NIKN übermittelt werden. 
Auch nutzten die Akteure aus dem Quartier das 
Brett, um über ihre aktuellen (Hilfe-)Angebote zu 
informieren. 
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION
Scannen Sie mich: Über den QR-Code gelangen Sie zum 
Imagefilm, in dem die Menschen selbst über ihre Projekte, 
ihr Engagement und ihr Lebensumfeld berichten.

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
6.3 DIGITAL UNTERWEGS
Eine Öffentlichkeitsarbeit im Internet, genauer in 
den Sozialen Medien, spielte eine gewichtige Rolle 
für die Sichtbarkeit des Quartiersmanagement 
und die Möglichkeit, mit der Bevölkerung sowie 
Netzwerkpartnern in Kontakt zu treten. Über drei 
digitale Kanäle – eine Website, sowie jeweils einen 
Account auf den Plattformen Facebook und Instag -
ram – war das Quartiersmanagement ständig aktiv.  
Vergleichbar mit der zwischenmenschlichen Netz-
werkarbeit in den Stadtteilen, musste sich das Quar-
tiersmanagement auch im digitalen Raum zunächst 
als neuer Akteur bekannt machen, andere Nutze -
rinnen und Nutzer mussten auf die Profile aufmerk-
sam gemacht werden, ihnen folgen und letztendlich 
den Inhalt wahrnehmen oder auch teilen. Ziel war 
es, eine große Reichweite zu erlangen und sich mit 
Bewohnerinnen und Bewohnern sowie anderen 
Akteuren – über die Grenzen des Sozialraumgebiets 
hinaus – auch digital zu vernetzen.  
Ein Vorteil der Sozialen Medien lag darin, dass sehr 
spontan Informationen zu konkreten Aktionen 
kommuniziert werden konnten. Der Internetauftritt 
hingegen ist statischer angelegt und diente einer 
langfristigen Information. Hier waren beispielsweise 
alle relevanten Unterlagen zum Verfügungsfonds 
abrufbar. Für die sozialen Medien wurde monatlich 
ein Redaktionsplan erarbeitet, der um tagesaktu -
elle und spontane Posts ständig erweitert werden 
konnte. 
Die Profile des „Starke Veedel Büros Chorweiler“ 
haben zu folgenden Kategorien Posts erstellt und 
ihre „Followerinnen und Follower“ informiert und 
aktiviert:
— Unser Verfügungsfonds 
Das Starke Veedel Büro Chorweiler informierte über 
Projekte, die mithilfe des Verfügungsfonds um -
gesetzt wurden. Die Quartiersmanagerinnen und 
-manager besuchten die Projekte während ihrer 
Umsetzung, sprachen mit den Durchführenden und 
erstellten Fotos für die Posts. 
— Aktionen des Quartiersmanagements   
Das Starke Veedel Büro Chorweiler bewarb eigene 
Aktionen und aktivierte die Bewohnerinnen und Be -
wohner sowie die Akteure zur Teilhabe. 
— Veranstaltungen im Sozialraumgebiet  
Das Starke Veedel Büro Chorweiler informierte über 
Aktionen, die im Sozialraumgebiet stattfanden, teilte 
aktivierende Posts von Netzwerkpartnern oder 
solche mit Bezug auf das gesellschaftliche Leben in 
Köln, beispielsweise einen Aufruf an der Kommunal-
wahl im September 2020 teilzunehmen.
— „Essbares Chorweiler“ 
Das Starke Veedel Büro hat den „Grünen Faden“ 
auch in den digitalen Raum übernommen und infor-
mierte über den Fortschritt des Projekts „Essbares 
Chorweiler“mit bildreichen Posts.
Zum Abschluss des Projekts hat das Quartiers -
management einen Imagefilm gedreht, um die  
Projekterfolge, das Engagement und Wandlungs-
prozesse im Lebensumfelds nachhaltig sichtbar  
zu machen. Der Film ist im Internet verfügbar.  
Über den QR-Code auf der gegenüberliegenden 
Seite gelangen Sie direkt zum Film.
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
INTERNETAUFTRITT – WIR INFORMIEREN  
UND BERICHTEN
Die Website des Starke Veedel Büros war über einen 
Reiter auf der aktiven Website der Sozialraumko-
ordination www.chorweiler.info zu erreichen. Hier 
wurden zahlreiche Informationen zum Verfügungs-
fonds dargestellt sowie auszugsweise die bereits 
abgeschlossenen Projekte als „Good-Practice“ 
vorgestellt. Darüber hinaus wurden verschiedene 
Aktionen des Quartiersmanagements, wie z. B. der 
„Lass Deine Ideen wachsen“-Fotowettbewerb und 
die „Lichtwoche“ über dieses Medium beworben.
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Des Weiteren richtete das Quartiersmanagement 
eine Facebookseite ein, die durchgehend mit „Con -
tent“ bespielt wurde. Der Aufbau eines Profils und 
seiner Bekanntheit benötigt Zeit. Seit April 2020 
haben die Posts hier eine große Zielgruppe erreicht. 
Diese wurde insbesondere zur Bekanntmachung des 
Verfügungsfonds, der zahlreichen Aktionen des Star -
FACEBOOK – AUSTAUSCH UND  
VERNETZUNG
ke Veedel Büros (z. B. NIKN) und der Vernetzung mit 
den vielen Akteuren im Sozialraum genutzt. Bis zum 
Dezember 2020 haben 120 Abonnenten regelmäßig 
die Inhalte der Seite erhalten. Besonders wichtige 
Informationen wurden über gezielte Werbeanzeigen 
beworben, wodurch die Zielgruppe deutlich mess -
bar vergrößert werden konnte. 
Unser Verfügungsfonds: Künstlerische  
Gestaltung der Unterführung am Weichselring / 
Katzbachweg (Chorweiler-Nord)
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Einzelne Posts erreichten bis zu 17.302 Menschen.
Die Nachbarschaftshilfe im Kölner Norden wurde 
beworben, um mehr Menschen zu erreichen.
Reichweite: 8.000 Personen
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Die Plattform Instagram wurde am intensivsten 
vom Quartiersmanagement genutzt. Der Fokus lag 
hierbei auf der Aktivierung der Bewohnerschaft 
durch die bildliche Dokumentation und Darstellung 
der Projekte sowie der Herstellung einer Kontinui -
tät durch die wiederholte Verwendung bestimmter 
Hashtags. Auch wurde zu Beginn der Corona-Pan -
demie versucht, soweit möglich, auf diesem Wege 
Hilfe für Alltagsprobleme zu leisten. Das Profil des 
Starke Veedel Büros erreichte eine Gruppe von 219 
Abonnentinnen und Abonnenten. 
INSTAGRAM – BILDER, FOTOS UND  
HASHTAGS
Unsere Reihe #Motivationsmontag.
Teil unserer Reihe #Essbarestadt.
Aktivierender Post zu Beginn der Corona-Pandemie.
Menschen, die dem Starke Veedel Kanal folgen, 
sind überwiegend zwischen 25 und 54 Jahre alt. 
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Verlinkung anderer Akteure zur Vernetzung im Sozialraum.
Der Instagram-Feed; das „Aushängeschild“ des Kanals.
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

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7. FA Z I T
FAZITSTARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

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FAZITSTARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
In den letzten 21 Monaten hat sich das Sozialraum -
gebiet verändert. Dabei sind einige Neuigkeiten 
offensichtlich im öffentlichen Raum oder an Gebäu -
den zu erkennen, andere Wandlungen spielen sich 
vielmehr zwischen den Menschen des Quartiers ab. 
Das Quartiersmanagement konnte durch seine fast 
zweijährige Tätigkeit vor Ort gemeinsam mit vielen 
Akteuren einen Beitrag hierzu leisten. 
Deutlich erkennbar sind die Umgestaltungen der 
zentralen Plätze (Liverpooler Platz, Pariser Platz und 
Lyoner Passage) in Chorweiler-Mitte, die im Rahmen 
des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ 
mit 5 Millionen Euro gefördert wurden. Hinzu kommt 
der städtische Eigenanteil von rund 8 Millionen Euro. 
Die GAG saniert zudem rund 1.200 Wohnungen im 
Zentrum von Chorweiler. Dabei werden auch Fassa-
den gedämmt, Fenster ausgetauscht, Hauseingänge 
erneuert und Barrieren abgebaut. Auch wenn diese 
Arbeiten noch einige Jahre andauern werden sind 
bereits deutliche Aufwertungen des Wohnumfelds 
zu erkennen. Es sollen insgesamt etwa 150 Millionen 
Euro (davon 108 Millionen vom Land NRW) in die 
Sanierung der Wohnblocks investiert werden. Die 
Sanierung und Modernisierung wird zusätzlich durch 
ein eigenes Quartiersmanagement der GAG begleitet.
Über das gesamte Sozialraumgebiet verteilt konnte 
das Quartiersmanagement des Starke Veedel Büros 
ebenfalls zur Aufwertung des Wohnumfelds beitra -
gen. Ziel war es immer, die Menschen im Quartier 
durch eigene Ideen mitzunehmen und mitwirken zu 
lassen. Dafür standen im Verfügungsfonds 143.500 
Euro bereit. Durch das Engagement der Akteure in 
den Stadtteilen konnte Farbe und Kunst an vormals 
graue Wände gebracht werden, Ausstellungen ge -
schaffen werden, die die positiven Entwicklungen 
der Stadtteile hervorheben und die Aufenthaltsqua -
lität durch einen Bouleplatz und eine Dachbegrü -
nung aufgewertet werden. 
Das Leben in den Stadtteilen wird allerdings nicht al -
lein durch bauliche oder gestalterische Maßnahmen 
geprägt. Mindestens ebenso wichtig ist es ein fried -
liches und konstruktives Zusammenleben in den 
Stadtteilen zu fördern. Das Quartiersmanagement 
konnte als Wegbereiter für die Stärkung des „Sozia-
len Kitts“ vernetzen, beraten, unterstützen und ver-
mitteln. Ein Beispiel dafür war das Projekt „Essbares 
Chorweiler“, das Einrichtungen und Menschen auf 
eine neue Art vernetzt. Der „Grüne Faden“ der sich 
durch das Sozialraumgebiet zieht, schafft räumliche 
und menschliche Verbindungen sowie ein gemein-
sames Zukunftsprojekt an dem viele mitarbeiten 
möchten.
Die aktiven Vereine, Institutionen, Glaubensgemein-
schaften und Beratungseinrichtungen sowie städ -
tische Akteure spielen eine zentrale Rolle für die 
Entwicklung des Quartiers. Wo die Bevölkerung so 
divers ist, bedarf es vieler differenzierter Träger, die 
den Menschen in ihrer Individualität und Zugehörig-
keit auf Augenhöhe begegnen. Das Quartiersma -
nagement hat die verschiedenen Zielgruppen über 
verschiedene Kommunikationsformen angespro-
chen und erreicht. In dem Sinne sind neue Fäden 
gesponnen worden, von denen sich einige versteti-
gen werden. 
7. FA Z I T
FAZIT

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
Die enge Zusammenarbeit mit der Sozialraumko-
ordination war für die Erfüllung der Aufgabe von 
hoher Wichtigkeit. Die Zusammenarbeit hat viele 
Projekte hervorgebracht und ermöglicht eine Ver-
stetigung von Ergebnissen. Beispielsweise werden 
zukünftig Gegenstände, die mithilfe der Fördermittel 
angeschafft wurden, über die Sozialraumkoordi-
nation ausleihbar sein. Für alle Menschen zugäng-
lich verfügt das Sozialraumgebiet nun über einen 
Beamer, eine Vielzahl von Sportgeräten und Garten -
werkzeug, Software zum Produzieren von Musik, 
Mikrofone und Stative. Die gesamte Liste kann auf 
www.chorweiler.info eingesehen werden.
Gemeinsam stark bleiben
„Starke Veedel – Starkes Köln“ – dieser Ausdruck ist 
so viel mehr, als der Titel eines Handlungskonzepts, 
es ist eine Aufforderung, ein dauernder Anreiz, sich 
für die Gesamtstadt aus den Veedeln heraus einzu -
setzen. 
Das Quartiersmanagement in „Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord“ hat einen wichtigen Bei -
trag dazu leisten können, dass das Sozialraumgebiet 
aus sich heraus erstarken kann. Denn es setzte bei 
den Bewohnerinnen und Bewohnern an, bei den 
bereits Aktiven im Quartier, es wies Richtungen auf 
und aktivierte weitere Menschen dazu, selbst aktiv 
zu werden.
Der Verfügungsfonds hat diverse Gruppen dazu 
eingeladen sich auszuprobieren und sich im Sozial-
raumgebiet für ganz unterschiedliche Belange der 
Gemeinschaft einzusetzen. 
Das Quartiersmanagement möchte alle Menschen, 
die sich für die Stadtteile einsetzen ermutigen, wei-
terhin immer wieder neue Wege zu erkunden und 
gemeinsame Chancen zu nutzen. In den vergange-
nen 21 Monaten konnte das Quartiersmanagement 
erleben, dass viele Initiativen positive Spuren hinter-
lassen konnten und jede sowie jeder zum gemein-
samen Wohl beitragen kann – im Kleinen sowie im 
Großen. 
Verehrte Leserinnen und Leser, 
die Maßnahme Quartiersmanagement ist abge-
schlossen, die Mittel des Verfügungsfonds sind 
ausgeschöpft. 
Wir, die Quartiersmanagerinnen und Quartiersma-
nager, verabschieden uns und bedanken uns für das 
große Engagement und das gute Miteinander. 
Alles Gute wünscht Ihnen 
ihr Team vom Starke Veedel Büro 
FAZIT

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
ENDNOTEN
ENDNOTEN
1 Die beiden Begriffe „Sozialraumgebiet“ und „Sozialraum“ werden synonym verwendet. 
2 Integriertes Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ (2015): 12f abrufbar unter: 
 https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/starke-veedel/integriertes_handlungskonzept_
 nach_schlusszeichnung_ob.pdf
3 Weiterführende Informationen: https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf02/ 
 rahmenkonzept_lebenswerte_veedel_-_b%C3%BCrger-_und_sozialraumorientierung_
 in_k%C3%B6ln_bf.pdf
4 Integriertes Handlungskonzept „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ (2016) abrufbar unter:
 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=606138&type=do&
5 Die Daten stammen von der Statistikstelle der Stadt Köln: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-
 verwaltung/statistik/
6 Kölscher Dialekt: Jemös = Gemüse
7 https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/platz-fuer-chorweiler
8 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) (Hrsg., 2012): 
 Der Verfügungsfonds in der Städtebauförderung: 7f
9 Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg., 2008): Richtlinien über  
 die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen zur Stadtentwicklung und 
 Stadterneuerung (Förderrichtlinien Stadterneuerung 2008).
10 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) (Hrsg., 2012): 
 Der Verfügungsfonds in der Städtebauförderung: 9f

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STARKE VEEDEL BÜRO CHORWEILER
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1 Quartiersmanagement als Maßnahme im Integrierten Handlungskonzept 
Abbildung 2 Maßnahmen aus dem Integrierten Handlungskonzept „Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-Nord“
Abbildung 3 Einwohnerzahlen (Sozialraumgebiet / Gesamtstadt Köln)
Abbildung 4 Strukturdaten (Sozialraumgebiet / Gesamtstadt Köln)
Abbildung 5 Zusammenfassende Darstellung der zentralen Aufgaben des Quartiersmanagements im 
  Rahmen der Projektlaufzeit (Zeit-Maßnahmenplan)
Abbildung 6 Ablauf Verfügungsfondsprojekte
Abbildung 7 Der Verfügungsfonds in Zahlen
Abbildung 8 Alle Verfügungsfondsprojekte

♥

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Auftragnehmer:
Gefördert durch:

Beratungsverlauf (2)

29.04.2021 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.05.2021 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (22)

  • Madausstraße 1
  • Langenbergstraße
  • Willi-Suth-Allee
  • Merianstraße
  • Kriegerhofstraße 4
  • Pariser Platz 1
  • Weserplatz 13
  • Weichselring
  • Katzbachweg
  • Liverpooler Platz
  • Kopenhagener Straße 11
  • Willy-Brandt-Platz 2
  • Themsepromenade
  • Weserpromenade
  • Osloer Straße 10
  • Lyoner Passage
  • Athener Ring 12
  • Keupstraße
  • Elbeallee 9
  • Straße 10
  • Straße 11
  • Turkuplatz 14

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1119/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
29.03.2021
Erstellt
24.03.2021 09:37