Mandari Insight

2156/2018

Planung einer neuen Jugendeinrichtung auf dem ehemaligen Maltesergelände in Köln Kalk

Mitteilung Ausschuss 20.08.2018

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Jugendzentren Köln gGmbH

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Caritasverband für die Stadt Köln e.V.

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Ansehen

Veedel e.V. - Fair. Stärken e.V.

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Katholische Jugendagentur Köln gGmbH

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Mitteilung Ausschuss

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Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V.

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Pavillon e.V.

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Ansehen

Jugendzentren Köln gGmbH

34982 Zeichen

Konzept
für die Jugendeinrichtung Köln-Kalk
auf dem Malteser Gelände
Erstellt in Zusammenarbeit mit dem ComputerProjekt Köln e.V.
April 2018

Konzept für die Jugendeinrichtung Köln-Kalk
auf dem ehemaligen Maltesergelände
Erstellt von der JUGZ gGmbH und dem ComputerProjekt Köln e.V.
Inhalt
 1. Trägerschaft und Kooperation................................................................................... 1
 2. Gesellschaftliche Ausgangslage – Grundlage für die Konzeption.............................. 1
 3. Köln–Kalk: Ein Stadtteil im Wandel............................................................................ 3
 4. Die Pädagogik des Raumes – Ein Rundgang............................................................ 4
 5. Zielgruppe................................................................................................................. 7
 5.1. Jugendliche aus den sozialen Brennpunkten.................................................... 7
 5.2. Jugendliche aus den Neubaugebieten.............................................................. 7
 5.3. Studenten*innen............................................................................................... 7
 6. Prinzipien der Arbeit im Kalker Jugendhaus.............................................................. 8
 6.1. Prinzipien der Arbeit im Kalker Jugendhaus...................................................... 8
 6.2. Geschlechtsspezifische Arbeit und Gendersensibilität...................................... 9
 6.3. Cultural Mainstreaming..................................................................................... 9
 6.4. Inklusion......................................................................................................... 10
 6.5. Öffentlichkeitsarbeit und Wahrnehmung nach Außen...................................... 11
 7. Wirkung im öffentlichen Raum und Kooperation...................................................... 11
 8. Zum guten Schluss.................................................................................................. 12
0

1. Trägerschaft und Kooperation
Die JUGZ bewirbt sich um die Trägerschaft der neuen Jugendeinrichtung auf dem ehemali -
gen Malteser-Gelände in Köln Kalk.
Wir sind davon überzeugt, dass ein zukunftstaugliches Konzept für Offene Jugendarbeit bzw.
dessen Umsetzung nur gelingt, wenn man an den heutigen Lebenswelten der Zielgruppe an -
setzt. Dafür braucht es einen partizipatorischen Ansatz und eine Selbstverständlichkeit im
Umgang mit digitalen Medien. Für die fachliche Weiterentwicklung im Bereich der Digitalisie -
rung in der medialen Lebenswelt der Jugendlichen arbeitet die JUGZ seit 2016 mit dem
ComputerProjekt Köln zusammen. Das hier vorliegende Konzept wurde miteinander erarbei -
tet und abgestimmt.
Die JUGZ gewährleistet Inhalte und Prinzipien der Offenen Jugendarbeit  wie  Niederschwel -
ligkeit, Freiwilligkeit, Genderansätze, Cultural Mainstream, Inklusion und Integration in den
außerschulischen und freizeitpädagogischen Angeboten. Das ComputerProjekt Köln bringt
als offizielle Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW einen hohen fachlichen Standard und
Erfahrung im medialen Bereich ein. Die Fachstelle berät landesweit Institutionen bei der Initi -
ierung von medienpädagogischen Pilotprojekten und der strukturellen  Ausgestaltung von
Einrichtungen und möchte durch diese Kooperation die Möglichkeit erhalten, innovative Kon -
zepte zu erproben und die konzeptionelle Ausgestaltung einer zukunftsweisenden Jugend -
einrichtung selber mitzugestalten, um diese Erfahrungen in der Stadt Köln und in NRW wei -
tergeben zu können. Die Mitarbeiter der Einrichtung werden eng in konzeptionelle Überle -
gungen der Fachstelle und deren Mitarbeiterschulungen einbezogen, um die Angebote in der
Einrichtung zielgruppenorientiert und bedarfsgerecht zu entwickeln.
Auf den folgenden Seiten beschreiben wir einen Ansatz für Offene Arbeit mit Jugendlichen
und jungen Erwachsenen, den wir als wirkungsorientiert und nachhaltig für Köln-Kalk anse -
hen.
 2. Gesellschaftliche Ausgangslage – Grundlage für die Konzeption
Jugendliche empfinden die Verbindung von virtuellem und analogem Handeln viel stärker als
fließend als es Erwachsene tun. Sie sind mit dem Gefühl aufgewachsen, dass man „on“ ist
und nicht erst „on“ gehen muss. „Zuhause bin ich wo, ich W-LAN habe“ ist in diesem Zusam -
menhang genauso flapsig wie wahr. Umso wichtiger ist es für die Ansprache von Jugendli -
chen heute, dass man diese Digitalität auch in analogen Räumen abbildet, die Jugendliche
ganzheitlich ansprechen und dadurch zum Bleiben einladen. Das Digitale erfüllt dabei keinen
Selbstzweck, es ist vielmehr elementarer Bestandteil des analogen Raums, dieser fühlt sich
für die Jugendlichen erst dadurch „normal“ an. 
Viele kommerzielle Orte nutzen dieses Bedürfnis von Jugendlichen aus und stellen den Ju -
gendlichen eine Infrastruktur zur Verfügung, die genau darauf aufsetzt: Freies W-LAN, Lade -
stationen und Bildschirme, auf denen aktuelle Musikvideos und Nachrichten laufen. In direk -
ter Nachbarschaft zu dem zukünftigen Standort liegt das Einkaufszentrum „Köln Arcaden“,
das genau mit diesen Mitteln Jugendliche zum Verweilen in den Räumlichkeiten animieren
möchte. Dahinter stehen natürlich rein ökonomische Interessen, so soll natürlich der Verkauf
von Konsumprodukten oder Lebensmitteln dadurch gesteigert werden. Denn auch in Zeiten
günstiger Mobilfunktarife ist es für viele Jugendliche wichtig, ein freies W-LAN zu finden, um
gemeinsam datenlastige Videos zu schauen und Bilder miteinander zu teilen, ohne das eige -
nen Datenvolumen aufzubrauchen.
1

„Chillen in der Shopping Mall“ ist der Titel einer Untersuchung von Deinet und Thomas  aus
dem Jahr 20141, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt. In einer groß angelegten Be -
fragung wurden 400 Jugendliche in unterschiedlichen Einkaufszentren befragt, was diese
Orte für sie so attraktiv macht. 
Das Ergebnis war eindeutig:
Shoppen ist klar auf Platz 1 in diesem Umfeld und nur ca. 5% der Befragten gaben an, das
vor Ort nie zu tun. Die Untersuchung unterscheidet allerdings deutlich zwischen Einkaufen
und Shoppen. Während „Einkaufen“ das konkrete Abarbeiten einer Einkaufsliste ist, definie -
ren die Jugendlichen „Shoppen“ als Ausprobieren, Stöbern und Herumgucken. In den Köln
Arcaden kann man dieses Verhalten besonders gut im MediaMarkt beobachten, wo die
neuste  Unterhaltungselektronik  (VR-Brille,  Tablets,  Laptops)  ausprobiert  und  begutachtet
wird.
Neben dem Shoppen gibt es aber noch andere wichtige Gründe, ein Einkaufszentrum zu be -
suchen. Freunde zu treffen und zu chillen, ist an diesem Ort fast genauso wichtig für die ju -
gendlichen Besucher und über 60% benutzten dabei das freie W-LAN. Die vorhandene Infra -
struktur schafft weitere Rahmenbedingungen für einen guten Treffpunkt (freies Wasser, WCs
etc.).
Ein attraktiver Raum für Jugendliche im urbanen Umfeld und in direkter Nachbarschaft zu ei -
nem Einkaufszentrum muss also mehrere Komponenten berücksichtigen:
 Der Raum muss attraktiv gestaltet sein und Möglichkeiten zum Ausprobieren von ju -
gendrelevanten Themen haben
 Der Raum muss Möglichkeiten zum (kostenfreien und schnellen) Zugang zum Inter -
net und virtuellen Raum bieten
 Der Raum muss für Jugendliche eine gute Infrastruktur und Rahmenbedingen bereit -
stellen (WC, kostenloses Wasser und gesunde Snacks)
Jugendarbeit bietet Jugendlichen schon immer attraktiv gestaltete Räumlichkeiten zum Auf -
enthalt, die sowohl Treffpunkt, Rückzugsraum, Aktivraum und vieles mehr sind. Das Bedürf -
nis nach Zugang zu virtuellen und medialen Welten wird bisher leider viel zu wenig berück -
sichtigt und schließt dadurch Jugendliche aus, die genau darauf Wert legen und Räume su -
1Deinet, Ulrich (2014): Das Aneignungskonzept als Praxistheorie für die Soziale Arbeit. In: sozialraum.de (6) Aus-
gabe 1/2014
2

chen, die ihnen diese Verbindung aus analogem und medialem Raum bieten. Möchte man
gerade diese Jugendlichen in die neue Jugendeinrichtung einladen und sie dort zu den viel -
fältigen Aktionen einladen, muss man dies im Blick haben, zur Verfügung stellen und Ju -
gendliche von Beginn an in die Ausgestaltung des Gesamtraumes miteinbeziehen. Ihre Be -
dürfnisse müssen bei der Gestaltung im Vordergrund stehen, sie sollen diese Angebote spä -
ter täglich nutzen. Eine Beziehungsarbeit, die auf das Handeln von Jugendlichen im virtuel -
len Raum einwirkt, mit ihnen Regeln festlegt, sich mit ihnen auch virtuell auseinandersetzt
und dabei ernst genommen wird, muss ihren Ursprung im analogen Raum finden und immer
wieder Querverweise zueinander erzeugen. Der eine Raum kann in einer modernen Jugend -
arbeit heute wie in der Zukunft nicht mehr ohne den anderen Raum auskommen, wenn man
alle Jugendlichen gleichermaßen erreichen möchte und diese vor allem, haben sie den Weg
einmal gefunden, zum Bleiben einladen möchte.
 3. Köln–Kalk: Ein Stadtteil im Wandel
In und außerhalb von Köln gilt Kalk immer noch als eher schwieriger und problembelasteter
Stadtteil. Er gilt als Rückzugsgebiet krimineller Banden, die Arbeitslosenquote liegt deutlich
über dem städtischen Durchschnitt und für viele ist Kalk ein vernachlässigter Stadtteil mit vie-
len unterschiedlichen Angsträumen. Es ist aber auch ein Stadtteil, in dem Multikulti zum Life -
style gehört. Die Hälfte der Einwohner hat einen Migrationshintergrund, bei den unter 18-jäh -
rigen sind es sogar fast 70 Prozent2. 
Unzählige neue Baufelder und Projekte im Wohn- und Dienstleistungssektor, studentischer
Wohnraum, die neue Fachhochschule für die öffentliche Verwaltung, die Eröffnung neuer Ca-
fés und Restaurants und vieles mehr machen Kalk gerade zu einem Stadtteil im Wandel und
werden ihn perspektivisch deutlich aufwerten. In diesen Wandel gehört auch der Abriss der
Gebäude auf dem Malteser-Gelände und der Neubau von Wohnraum, einer Kita und einem
Jugendzentrum.       
2http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/kleinraeumige-statistiken
3

4. Die Pädagogik des Raumes – Ein Rundgang
Um das angedachte Konzept der Jugendeinrichtung deutlich zu machen, werden wir an die -
ser Stelle einen Rundgang durch die von uns konzipierte Einrichtung machen und verdeutli -
chen, wie die Räume mit Ihren pädagogischen Angeboten ineinandergreifen. Wir haben den
Ursprungsentwurf modifiziert, um die Gestaltung der Räume der Vorstellung des pädagogi -
schen Angebots folgen zu lassen (Gebäudeplan als Anhang zum Konzept).
Der wohl größte Eingriff in die bisherige Architektur ist der Verzicht auf ein Mitarbeiterbüro
zugunsten eines größeren und weitläufigeren offenen Bereichs. Die Idee dahinter ist nicht
nur, den Jugendlichen mehr Raum zur Verfügung zu stellen, sondern auch die Arbeitsplätze
der Mitarbeiter an die digitale Welt anzupassen und ihnen die Möglichkeit zu geben, durch
Tablets, Laptops, W-LAN und einem Server sich ihren Arbeitsplatz in der Einrichtung frei
wählen zu können. Anfallende Akten und wichtige Papiere werden dabei in einem speziellen
(kleineren) Raum gesichert (Raum 3).
Vorher:
Nachher:
4

Raum 1  ist als offener Bereich das Herz der Einrichtung . Der
Raum ist bewusst größer gestaltet als im ursprünglichen Antrag
vorgesehen. Ein zu kleiner Raum würden den Jugendlichen die
Möglichkeit nehmen, auch in verschiedenen Gruppen den Raum
zu nutzen und damit auch das Grundverständnis, die Jugendein-
richtung als Ort des „Sehens und Gesehenwerdens“ im Einzugs-
bereich zu verstehen. Der Raum soll eine klassische Theke be -
sitzen, um die Jugendlichen kostengünstig mit Getränken und Snacks versorgen zu können.
Die weitere Ausstattung des Raumes soll flexibel gehalten sein und im Alltagsgeschäft ver -
schiedene Sitzbereiche besitzen, die verschiedene Aktivitäten (klassische Brett – und Table -
topspiele, Kreativangebote) auch neben dem Chillen zulassen. Bildschirme an der Wand
können eingesetzt werden, um attraktive Veranstaltungen (Musikveranstaltungen, E-Sport -
veranstaltungen, Sportveranstaltungen) zu zeigen. Eine Gaming-Ecke ermöglicht das Spie -
len im virtuellen Raum. Im Eingangsbereich gibt es einen Bildschirm mit dem Tagespro -
gramm und Hinweisen auf zukünftige Angebote und Veranstaltungen. Der offene Bereich ist
mit offenem W-LAN und ausreichenden Steckdosen ausgestattet.
Der gesamte offene Bereich mit den Räumen 1 und 2 kann bei Bedarf vom Rest der Einrich -
tung getrennt werden.
Direkt an den offenen Bereich schließt Raum 2 an. Dem Raum
kommen im Konzept verschiedene Aufgaben zu. Er dient einer -
seits als temporäres Büro, das die Mitarbeiter bei Bedarf als Ar -
beits- und Rückzugsraum nutzen können. Andererseits ist es
wichtig, einen vom offenen Bereich abgetrennten Beratungsbe-
reich zu gestalten, in dem auch regelmäßige Beratungsangebo -
te für Jugendliche und auch Termine/Veranstaltungen mit exter -
nen Partnern wie der Verbraucherzentrale oder der Schuldnerberatung durchgeführt werden
können. Als dritte Funktion können die Jugendlichen selber diesen Ort als  Rückzugsraum
nutzen und dort etwas abseits des offenen Bereiches entspannen oder er kann für offene An-
gebote genutzt werden, die mehr Ruhe und Aufmerksamkeit benötigen.
Raum 3 bietet als Innenraum ohne Fenster die Möglichkeit ei -
nes sicheren Lagers für Material, Technik und Unterlagen . Er ist
vom offenen Bereich aus nicht direkt zugänglich. Besonders ein
Teil der mobilen Technik kann hier sicher verstaut werden. Eine
Ausstattung mit großzügigen abschließbaren Schränken ermög -
licht sowohl die Aufbewahrung von sensiblen Daten als auch
von teurer Technik ohne direkten Zugang durch Besucher.
Raum 4 ist ein Multifunktionsraum, dem keine feste Aufgabe zu-
kommt und der bei Trennung von Raum 7 als Durchgangsraum
genutzt werden muss. Die flexible Ausstattung ermöglicht es,
dass z.B. mit der Aufnahme von Videos in Raum 6 begonnen
wird, das Schneiden und Abmischen aber dann in Raum 4 statt -
findet. Raum 4 besitzt wie die gesamte Einrichtung eine ausrei -
5

chende Ausstattung mit Steckdosen, so dass mediale Workshops oder Angebote auch in
Raum 4 stattfinden können.
Im ursprünglichen Raumentwurf war keine Küche vorgesehen.
Für eine moderne Jugendeinrichtung, in der auch Veranstaltun -
gen stattfinden sollen, ist eine moderne Küche absolut notwen -
dig. Raum 5 innerhalb unseres Entwurfes könnte als Küche ge-
nutzt werden. Die Möglichkeit innerhalb der Einrichtung zu ko -
chen, ist auch im Hinblick auf eine bewusste Ernährung im Ko -
text von Jugendarbeit unerlässlich. Die Küche würde dabei ge -
nug Platz bieten, um auch größere Gruppen zu versorgen und Besuchern der Einrichtung die
Möglichkeit geben, hier gemeinsam zu kochen. 
Raum 6 stellt einen medialen Multifunktionsraum dar, der über -
wiegend  zur  Medienproduktion  genutzt  wird.  Hier  haben  alle
medienpädagogischen Angebote die Möglichkeit, in einer Art Vi -
deo und Tonstudio Musik oder Videos aufzunehmen und zu be -
arbeiten. Da auch dabei auf Mobilität geachtet wird, wird es kei -
ne festen Schnitt- und Produktionsplätze geben, sondern die
Gruppen können sich mit mobilen Geräten auch in einen der an-
deren Räume zurückziehen, um dort weiterzuarbeiten, damit Raum 3 von einer anderen
Gruppe genutzt werden kann. Viele Jugendliche produzieren selber Musik- oder Let’s Play-
Videos, ein professioneller Produktionsraum mit der Möglichkeit, bei der Aufnahme einen
Greenscreen zu nutzen und in einem schalldichten Raum aufnehmen zu können, ist in Zei -
ten von Youtube und Twitch ein großer Mehrwert für die Einrichtung. Auch jugendliche Musi -
ker, die im Stadtbezirk beheimatet sind, können den Raum für Aufnahmen nutzen. 
Raum 7  ist der  große Veranstaltungsbereich  der Einrichtung,
der auch in zwei große Gruppenräume getrennt werden kann
(daher ist Raum 4 als möglicher Durchgangsraum gestaltet). Er
hat alle technischen Möglichkeiten, die ein moderner Veranstal -
tungsraum bieten muss: mobile Bühne, durchgehende Bestuh -
lung,  lichtstarker  Beamer  und  leistungsstarke  Soundanlage.
Durch die mögliche Trennung des Raumes können dort auch
zwei bewegungsintensive Angebote (z.B. Functional Fitness,Hip-Hop-Tanz, etc.) gleichzeitig
angeboten werden. In den Zeiten außerhalb der regulären Öffnung, können Gruppen, Ko -
operationspartner oder Interessierte Institutionen den Raum für Schulungen und Angebote
nutzen.
Raum 8 stellt das Stuhl- und Materiallager der Einrichtung dar, in dem die Möblierung unter -
gebracht wird, die im Alltag nicht benötigt wird.
In unserem Entwurf sind die Herren- und die Damentoilette (Raum 9 und Raum 10) vollkom-
men behindertengerecht gestaltet, so dass auf eine separate Behindertentoilette verzichtet
werden kann. Aufgrund der relativ geringen Größe der Einrichtung würde durch diese Lö -
sung ausreichend Platz für den offenen Bereich geschaffen.
Bei der Ausstattung der Räume werden Jugendliche von Beginn an mit einbezogen.
6

5. Zielgruppe
Zielgruppe 
Die von den Jugendzentren Köln angestrebten Zielgruppen sind, wie der Stadtteil selber, ge -
mischt und umfassen im Kern 3 unterschiedliche Gruppen.
        5.1. Jugendliche aus den sozialen Brennpunkten
Im Einzugsgebiet der zukünftigen Einrichtung lassen sich 
3 Gebiete kennzeichnen, die sich als sozialer Brennpunkt 
bezeichnen lassen können. Im Wesentlichen sind es die
Wohngebiete, die rund um die Haltestelle „Kalk Post“ 
liegen (Taunusstraße, Kalk-Mühlheimerstr. und Vietorstr.).
Die Haltestelle Kalk-Post und die umliegenden Straßen 
gelten nicht nur als Drogenumschlagsplatz, an dem öffent -
lich gedealt wird, sondern auch als Rückzugsort krimineller 
Banden. Jugendliche aus diesen Wohngebieten sind schon sehr früh an Gewalt, Kriminalität,
Alkohol und Drogen gewöhnt und bekommen es täglich vorgelebt. Für diese Jugendlichen in
der Kernzielgruppe 12 bis 21 gilt es deshalb, hier einen sinnvollen und produktiven Alterna -
tivraum zu schaffen.
        5.2. Jugendliche aus den Neubaugebieten
„Kalk – ein Stadtteil im Wandel“ ist nicht nur ein Slogan, 
sondern gelebte Wirklichkeit. Viele entstandene und aktuell
geplante Neubauten sprechen gezielt Mittelschichtsfamilien
an, die bezahlbaren Wohnraum in Innenstadtnähe suchen.
So sind rund um den Bürgerpark (Thessaloniki- Allee und
Corkstr.) Eigentumswohnungen und großzügige Miet-
wohnungen entstanden, die größtenteils von Akademiker-
familien bewohnt werden. Auch aktuelle Bauprojekte (z.B.
der ehemalige Kaufhof, Sieversstraße) zielen auf eine Mischung der Bewohner hin. 
       5.3. Studenten*innen
Seit wenigen Jahren wird Kalk ein immer beliebterer 
Wohnraum auch für Studenten. Das liegt vor allem an 
dem günstigen Wohnraum, aber auch an der alternativen
Szene, die sich in Kalk etabliert hat. Durch die Einführung
von G8 und den Wegfall von Zivil- und Wehrdienst ist das
Durchschnittsalter von Studenten in den letzten Jahren 
deutlich gesunken. 18 oder 19-jährigen Studenten sind 
heute keine Seltenheit mehr und fallen mit diesem Alter 
klar in die angestrebte Alterszielgruppe. Drei aktuelle Bauprojekte in direkter Laufnähe oder
Nachbarschaft weisen explizit studentisches Wohnen in ihren Plänen aus.
7

6. Prinzipien der Arbeit im Kalker Jugendhaus
       6.1 Partizipation und Peer-To-Peer-Ansatz
Eine partizipatorische Grundhaltung und der damit einhergehende Peer-To-Peer-Ansatz bil -
den  einen  zentralen  Bestandteil  der Arbeitsweise  dieser  Jugendeinrichtung.  Partizipation
wird zum Alltagsprinzip, vom Jugendlichen, dem/der Besucher*in her gedacht!
Eine Voraussetzung für das Gelingen dieses Ansatzes ist die Kompetenz und Bereitschaft zu
einem ständigen Dialog zwischen dem professionellen Mitarbeitenden und den Besucher*in -
nen und Nutzer*innen. Der Rahmen für Beteiligung, Mit-Gestaltung und Mit-Verantwortung
muss in einem dynamischen Prozess den individuellen Möglichkeiten der Zielgruppen ange -
passt werden. Das erfordert von dem gesamten Team ein hohes Maß an Flexibilität, Dialog -
fähigkeit und Einfühlungsvermögen.
Ziel ist u.a. der kontinuierliche Aufbau einer Generation von „Peer-Coaches“. Um diese in
medialen Fertigkeiten und/oder sozialen Fähigkeiten auszubilden, braucht es neben den ver -
lässlichen Bezugspersonen auch ein Konzept für die Schulung der jungen Multiplikatoren.
Dieser Ansatz erfordert eine mittel- bis langfristige konzeptionelle Planung und Herange -
hensweise, da es erfahrungsgemäß bis zu drei Jahre dauert, bis die erste Generation von
„Peer-Coaches“ ihr Standing und ihre Fähigkeiten entwickelt hat.
Das „Peer-To-Peer“- System hilft dabei, eine lebendige, an der Lebenswelt der Besucher*in -
nen ausgerichtete Angebotspalette zu entwickeln, da die Coaches aufgrund ihrer eigenen Er-
fahrung und ihrer Nähe zu den etwas Jüngeren sehr schnell auf den Bedarf der (neuen) Be -
sucher*innen eingehen können. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen werden langfristig ent -
lastet und haben dadurch für andere Aufgaben im Bereich Begleitung, Koordination, Organi -
sation und Beratung zeitliche Ressourcen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der kontinuierliche Austausch zwischen pädagogischen Mit -
arbeiter*innen, weiteren Fachkräften und Besucher*innen bzw. „Peer Coaches“, denn so er -
leben die Jugendlichen sich als gestaltenden, selbstwirksamen Teil der Einrichtung. Und nie -
mand ist der/die Lehrmeister*in des/der anderen, alle sind offen für Neues, der Austausch
wirkt motivierend, anregend und Kreativität fördernd.
Der „Positive Peer Culture“-Ansatz geht einher mit einer partizipativer Grundhaltung. Sie ist
die Bedingung für das Gelingen dieses Ansatzes. Da Mitarbeiter*innen, externe Fachleute
und Jugendliche sich gegenseitig wertschätzen, einen kommunikativen Umgang pflegen und
Projekte gemeinsam angehen und verwirklichen, ist Mit-Gestaltung, Mit-Sprache und Mit-
Verantwortung die leitende Idee.
Im Bereich der Medienscouts bringt das ComputerProjekt Köln Erfahrungen durch die Konzi -
pierung und Ausbildung von Medienscouts in NRW mit und verfügt über ein Netzwerk von
Expert*innen, das in die Aus- und Weiterbildung der Scouts eingebunden wird. Gerade für
die Arbeit in einer modernen Jugendeinrichtung erscheint dieser Ansatz gewinnbringend. Die
JUGZ bildet seit 20 Jahren Jugendgruppenleiter*innen aus und hat hierzu in den Jahren ein
– auch vom LVR anerkanntes – Konzept entwickelt, erprobt und etabliert. Eine Qualifizierung
der Jugendlichen in Verbindung von JuLeiCard und Medienscouts erscheint uns daher realis-
tisch, nachhaltig und sinnvoll.
Der Ansatz verfolgt insbesondere zwei Aspekte im Bereich Partizipation:
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 Partizipationshandeln ist immer als ein biographisches Handeln in Bezug auf Öffent -
lichkeit zu verstehen
 Partizipationshandeln ist ein Aneignungsprozess, der vom Individuum als subjektiv-
sinnvolle Strategie ausgehend korrespondiert mit wachsenden Selbst- und Mitbestim -
mungsansprüchen.
Auf die Perspektive der Besucher*innen übertragen, sind Motive wie Anerkennung, Sichtbar -
keit  und  Selbstwirksamkeit  Auslöser  für  (informelles)  partizipatives  Handeln  sowie  der
Wunsch, der Jugendeinrichtung als sozialer Kontext anzugehören.3 
       6.2 Geschlechtsspezifische Arbeit und Gendersensibilität
Geschlechtsspezifische Arbeit und Gender Mainstream bilden Querschnittsaufgaben. Ange -
botsstruktur, Ausstattung und Raumgestaltung der gesamten Einrichtung müssen den Le -
benswelten und den Bedürfnissen aller Besucher*innen und Nutzer*innen entsprechen. An -
gebote, die für ausgewählte Zielgruppen konzipiert werden, brauchen einen Kontext und ent -
sprechende Begründungszusammenhänge, durch die deutlich wird, welche Zielsetzungen
und Methoden warum gewählt werden.
Die Geschlechtszugehörigkeit ist wesentliches Bestimmungsmoment der persönlichen Identi-
tät. Die offene Kinder- und Jugendarbeit schafft Freiräume und stärkt die Potenziale der Kin -
der- und Jugendlichen, um eine selbstbestimmte Geschlechterrolle zu entwickeln und in
ihrem Leben zu verwirklichen. Ausdrückliches Ziel ist die Förderung der Chancengleichheit
und der Abbau von Benachteiligungen. 
Gendersensible Angebote und Ausstattung sind generell für Jugendeinrichtungen eine Her -
ausforderung. Sie erfordern bei den Mitarbeitenden ein hohes Maß an Reflexion, Zielüber -
prüfung und Wirkungsanalyse (Evaluation), zumal die Mitarbeitenden den Jugendlichen als
reale Personen und gleichgeschlechtliche Vorbilder gegenüber treten. 
Im Bereich  der Medienpädagogik  und  Medienbildung  sind  männliche  Jugendliche  erfah-
rungsgemäß zahlreich vertreten und lassen sich in diesem Bereich für Vieles schnell (zumin -
dest kurzzeitig) begeistern. Mädchen sind zunehmend aktiv, wenn es um soziale Netze und
Foren und um kreative Medienangebote geht. Es gilt also auch bei mediengestützten Ange -
boten darauf zu achten, dass es Mädchen interessiert und einen hohen Aufforderungscha -
rakter hat und dass die Angebote auch von weiblichen Mitarbeitenden durchgeführt werden. 
Neben den sozialen Medien und der Bildbearbeitung am Computer sind zukünftig vor allem
auch die Verknüpfung von Live-Performance, Installationen, Musik und Tanz einerseits und
digitaler Technik andererseits ein guter Anknüpfungspunkt. Wie stelle ich mich oder mein
Projekt dar? Welches Licht, welcher Aufnahmewinkel, welche Einstellung will ich/wollen wir
haben? Können wir das nicht auch selber machen?!
Auch bei der Frage nach Beruf, Ausbildung, Studium in dieser Branche ist die Genderthema -
tik sehr relevant und die Einrichtung kann ein Raum zum Ausprobieren, Testen, Experimen -
tieren, Kennenlernen und Erproben sein.
       6.3. Cultural Mainstreaming
Gesellschaftliche Vielfalt, Diversität und Multikulturalität sind längst Bestandteil unserer Ge -
sellschaft und in einer globalisierten Welt nicht mehr wegzudenken. Kalk, ein Stadtteil mit
3 Vergl. hierzu Gerhardt, Volker 2007 und Schwanenflügel, Larissa von 2015
9

50% Einwohnern mit Migrationshintergrund, ist ein gelebtes Beispiel für die Vielfalt unter -
schiedlicher Kulturen. Kalk ist aber auch ein Stadtteil in dem man leben kann, ohne die deut -
sche Sprache im Alltag nutzen zu müssen. Supermärkte, Ärzte, Rechtsanwälte, Handwerker,
sogar ein großer Baumarkt bieten Serviceleistungen in verschiedenen Sprachen durch mut -
tersprachliche Mitarbeiter an. Cultural Mainstreaming bedeutet aber nicht ein paralleles Mit -
einander, sondern ein gemeinsames Miteinander in der die Vielfalt nicht als Problem, son -
dern als Ressource gesehen wird. Das Ziel sollte deshalb die Integration der unterschied -
lichsten Kulturen oder Herkunft in aktuellen Themen sein, wie z.B. Sprache, Arbeiten, Bil -
dung und Gesundheit, die zu einer gleichberechtigten Teilhabe auf allen Ebenen im gesell -
schaftlichen Leben führt. Gleichzeitig gilt es aber auch eine gemeinsame Grundlage und
Struktur im Umgang miteinander zu fördern und zu etablieren, z.B. im Bereich der Sprache.  
Im Kontext der Jugendeinrichtung ist das Hauptanliegen deshalb:
1. Die Schaffung eines Angebots, das für alle kulturellen Gruppen im Einzugsgebiet glei-
chermaßen attraktiv ist
2. Zugang zu Mitteln verschaffen, die eine gleichberechtigte Teilnahme an jugendkultu -
rellen Angebotsstrukturen zusichern
3. Aufbau von niedrigschwelligen Angeboten, die eine Teilnahme unabhängig von Kultur
und Herkunft ermöglichen
4. Friedliches und gemeinsames Miteinander mit dem Fokus auf eine kulturverbindende
Aktivität in den Bereichen Musik, Film, Sport, Gaming und virtuellen Raum, in dem
Herkunft und Kultur im Zugang keine Rollen spielen müssen, aber ggf. dürfen   
Cultural  Mainstreaming  erfordert von  den  Mitarbeitern  ein  hohes  Maß  an  interkultureller
Kompetenz und einen wertschätzenden und allparteilichen Umgang und eine ebensolche
Grundhaltung zu den Herkunftskulturen. Es gilt, die Wünsche und Erwartungen aller Besu -
cher zu verstehen und das gegenseitige Verstehen zu vermitteln. Die Mitarbeiter sollen den
Jugendlichen bei der Artikulation von ihren Anliegen helfen und gegenseitige Empathie für
die unterschiedlichen Kulturen fördern.
       6.4. Inklusion
Unter Inklusion wird die grundlegende Akzeptanz von Heterogenität und Vielfalt verstanden.
Inklusion, soweit es die Rahmenbedingungen erlauben, wird in allen Angeboten der Einrich -
tung umgesetzt. Inklusion ist für alle Beteiligten dabei eine pädagogische Grundhaltung,
stößt jedoch immer dort an ihre Grenzen, wo die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen
nicht gegeben sind.
Inklusion ist ein gesellschaftlicher Prozess, der die unterschiedlichen Voraussetzungen, Mög-
lichkeiten und Bedürfnisse von Menschen akzeptiert und als Ressource für die Tätigkeiten in
der Einrichtung begreift.
Das ComputerProjekt Köln ist langjähriger Partner des Netzwerks NIMM! und stellt im Rah -
men des Projektes einen Inklusions-Scout und bietet somit einen Experten in Fragen der in -
klusiven Medienpädagogik im Bereich Computerspiele. Das Netzwerk kann wertvolle und un-
abdingbare Hilfestellungen in der inklusiven Ausstattung der Einrichtung sowohl auf techni -
scher als auch inhaltlicher Ebene liefern.
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Für den integrativen und inklusiven Charakter der Einrichtung ist der offene Charakter ein ge-
winnbringender Ansatz. Der einladende offene Bereich ermöglicht es den Mitarbeiter_innen,
die Wünsche und Bedürfnisse der Besucher_innen wahrzunehmen und Angebote den Be -
dürfnissen entsprechend zu kreieren. Spezielle Angebote für junge Flüchtlinge oder Jugendli-
che mit Behinderung können auf den offenen Bereich verweisen, idealerweise müssen diese
speziellen Angebote aber nicht extra geschaffen werden, da bestehende Angebote auf Dauer
so angelegt sind, dass der inklusive Charakter die Mitwirkung und Partizipation aller Jugend -
lichen ermöglicht. Der Umbau der U-Bahn Haltestelle Kalk-Post, inklusive Installation von
Aufzügen, soll im Herbst 2018 beendet sein und ermöglicht es Rollstuhlfahrern so, die Ein -
richtung auch von weiter weg zu besuchen. 
       6.5 Öffentlichkeitsarbeit und Wahrnehmung nach Außen
Immer mehr Angebote werben um die Aufmerksamkeit von jungen Menschen. Informationen,
die lediglich auf dem klassischen Weg per Aushang oder Flyer in die Jugendlichen getragen
werden, haben immer weniger Chancen von vielen Jugendlichen wahrgenommen zu wer -
den. Die neue Einrichtung wird sich daher von Beginn an einer modernen und digitalen Öf -
fentlichkeitsarbeit bedienen. Dazu gilt es, eigene digitale Informationskanäle zu schaffen und
diese zeitkritisch und spannend zu füllen. Dabei geht es nicht nur darum, Informationen on -
line zu stellen, sondern Spannung zu erzeugen und Lust auf die Angebote der Einrichtung zu
machen. Die Mitarbeiter*innen müssen Lust auf die Arbeit im Internet haben und ihre Aufga -
ben der offenen Jugendarbeit auch dahin übertragen. Diese neue Herangehensweise bietet
viele Chancen für die JUGZ und andere Einrichtungen in Köln, von diesen Erfahrungen zu
lernen und ihre Angebote dementsprechend zu gestalten und zu transformieren. Hierbei geht
es nicht um eine Bewertung des Digitalen und des Analogen, diese Herangehensweise
nimmt die Lebensrealität der Jugendlichen und damit der Zielgruppe wahr und stellt sich dar -
auf ein. Die Fachstelle für Jugendmedienkultur-NRW wird ihre Expertise in diesem Bereich
einbringen und gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen und den Besucher*innen ein zeitgemä -
ßes Konzept für eine Öffentlichkeitsarbeit auf verschiedenen Kanälen erarbeiten. Von Anfang
an zu bedenken ist, dass die Mitarbeiter*innen diese Aufgaben leisten können müssen und
ausreichend Zeitressourcen vorhanden sind.
       7. Wirkung im öffentlichen Raum und Kooperation
Um eine Wirkung in den öffentlichen Raum hinein zu erzielen, müssen bei einem offenen An-
gebot im Sozialraum, das insbesondere junge Menschen erreichen soll, die Angebote und
Events sowohl im analogen Raum (Schulen, Bibliothek, Bezirksamt, Stadthaus, etc.) als
auch über die digitalen Wege der sozialen Foren beworben werden. 
Medienausstellungen und spezifische Veranstaltungen/Events sollen die Arbeit, die sowohl
im medienpädagogischen als auch in allen anderen Bereichen entstehen, einer größeren, in -
teressierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Unter dem Motto „Kreativität braucht
Raum“ kann das Erleben von „Freiheit und Abenteuer“ auch im urbanen Umfeld viele positive
Energien  freisetzen. Produkte und  Arbeitsergebnisse der Jugendlichen, die  auf engstem
Raum entstanden sind, breiten sich aus (z.B. im eigenen Veranstaltungsraum, im Café, in
der benachbarten Schule oder Jugendeinrichtung) und sind schließlich – wenn man es will -
weltweit wahrzunehmen. Gleichzeitig können junge Erwachsene aus den Studiengängen der
11

benachbarten Fachhochschulen, den medialen Ausbildungsberufen oder anderer Zugänge
(Hobby, Freizeit) diese Ausstellungen begleiten und unterstützen. 
Die neue Jugendeinrichtung muss sich um Unterstützung durch andere Institutionen, Schu-
len, Ausbildungsinstitutionen und Privatpersonen wie Förderer und Unterstützer bemühen. 
Das wird an dem Standort eine sehr spannende Thematik sein, da die TH Köln, andere Ju-
gendeinrichtungen und Jugendangebote, das Bürgerhaus Kalk, die neue Dependance der 
Stadtbibliothek, neue und alte Schulen, die Bezirksjugendpflege, Streetwork und mobile Ju-
gendangebote (um nur einiges zu nennen) als Kooperationspartner und Verbündete in Frage
kommen bzw. relevant sind. Spannend kann auch die konstruktive Zusammenarbeit mit den 
Köln Arkaden sein. Nicht zuletzt kann eine intensive Zusammenarbeit mit den Einrichtungen 
der JUGZ - die AbenteuerhallenKALK und das Jugendzentrum Gremberg - die Angebote für 
Jugendliche und junge Erwachsene sinnvoll ergänzen und erweitern. 
Es geht insbesondere bei der Frage der Vernetzung und Kooperation um gegenseitigen Aus-
tausch, die Weiterentwicklung von Ansätzen in der Jugendarbeit und die Verwirklichung von
Ideen und Projekten, die aus der Kreativität von Jugend entstehen.
       8. Zum guten Schluss
Offene Jugendarbeit ist eine Herausforderung: 
● für den kommunalen Zuschussgeber, da die Wirksamkeit dieser niederschwelligen, 
bei den Jugendlichen ansetzenden sozialen bzw. sozialpädagogischen Arbeit nach 
wie vor kaum messbar oder darstellbar ist;
● für den Träger, da eine erfolgreiche Jugendarbeit Flexibilität, Akzeptanz und Innovati-
onsvermögen und den Willen zu verlässlichen Kooperationen mit Partnern voraus-
setzt;
● für die Fachkräfte, weil sie in sehr komplexen Strukturen mit einer hohen Fachlichkeit,
aber auch großer Ausstrahlungskraft, Engagement und mit Einfühlungsvermögen hin-
sichlich der jugendlichen Zielgruppe ausgestattet sein müssen.
In der neuen Jugendeinrichtung in Kalk wird es besonders spannend und relevant für den 
Stadtteil sein, ob es gelingt, die unterschiedlichen Ziel- und Interessensgruppen auf Seiten 
der Heranwachsenden zu erreichen. Die Einrichtung bzw. das Einrichtungsteam, bestehend 
aus Fachkräften, Partnern*innen und Übungsleiter*innen wird es schaffen, wenn ein partizi-
patorischer Ansatz die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die inhaltliche und konzep-
tionelle Entwicklung der Jugendeinrichtung mit einbindet.
Die JUGZ stellt sich diesen Herausforderungen gerne!
 
12

Caritasverband für die Stadt Köln e.V.

14191 Zeichen

„Ein Haus 
 mit Garten…“ 
Bewerbung der Kölner Caritas 
Eine neue Jugendeinrichtung für Kalk

Inhaltsangabe
1. Die Jugendarbeit im Caritasverband für die Stadt Köln e.V.
[ S.4 – 12 ]
2. Warum sind wir die Richtigen in Kalk?
[ S.13 – 14 ]
3. Was sind unsere ersten Ideen und Schritte?
[ S.15 – 17 ]

4
1. Die Jugendarbeit im Caritasver-
band für die Stadt Köln e.V.
Der Caritasverband für die Stadt Köln e.V. (CV) ist 
Träger von rund 80 Diensten und Einrichtungen. Mit 
1700 hauptamtlichen sowie 1450 ehrenamtlichen 
Mitarbeitenden ist er in den Bereichen der Alten- 
und Krankenhilfe, Behindertenhilfe, Jugend- und Fa-
milienhilfe, sowie Migration tätig. Das Anliegen der 
Kölner Caritas ist ein sozial gerechtes Köln für alle 
Menschen, die hier leben. Einen hohen Stellenwert 
hat die Arbeit in den Stadtteilen um unmittelbar vor 
Ort an der Seite der Menschen zu stehen. 
Der Jugendbereich als Teil des Geschäftsfeldes 
Integration und Familienhilfen kooperiert mit vielen 
weiteren Caritas-Diensten  und Einrichtungen an-
derer Träger in den jeweiligen Sozialräumen. Die 
Netzwerkarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer 
Offenen Kinder- und Jugendarbeit – weil wir immer, 
aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen, 
das ganze System betrachten.

5
Wer sind wir eigentlich?
Partizipation, Selbstbestimmung & Demokratie -
bildung sind Grundpfeiler in jedem unserer 
Angebote.
Für eine neue Jugendeinrichtung in Kalk bedeutet 
das konsequent gedacht, dass wir die jungen Men-
schen schon erreichen, bevor die Einrichtung eröff-
net. Wir werden mit regelmäßigen aufsuchenden An-
geboten junge Menschen dort „besuchen“, wo sie 
sich aufhalten und mit ihnen gemeinsam Ideen für 
die Einrichtung entwickeln. 
Wir arbeiten bedarfsorientiert, auch am 
Wochenende oder bis 24 Uhr.
Von der Ausstattung über pädagogische Angebote 
bis hin zur Öffnungszeit wird es ein gemeinsamer 
Prozess sein, auf den wir uns mit den jungen Men-
schen einlassen. 
Wir arbeiten interkulturell und gendersensibel. 
Gender- und interkulturelle Kompetenzen sind 
Grundvoraussetzungen unserer Arbeit, die wir ge-
zielt ins Verhältnis zueinander setzen. In dem von 
zahlreichen Nationen belebten Stadtteil Kalk sind 
daher geschlechtsspezifische Angebote, die immer 
auch eine interkulturelle Perspektive benötigen, un-
abdingbar. Wo Sprachbarrieren nicht überwunden 
werden können, setzen wir Sprachmittler*innen ein.

6
Unser Ansatz ist inklusiv.
Wir greifen auf eine langjährige Erfahrung in der 
Arbeit mit jungen Menschen mit unterschiedlichs-
ten Beeinträchtigungen zurück, sei es durch unser 
inklusives Jugendcafé mit Schwerpunkt Hörschädi-
gung oder gemeinsame Ferienprogramme mit der 
Lebenshilfe e. V.. Bei einer neuen Einrichtung in Kalk 
müssen Hürden und Stolpersteine einer inklusiven 
Entwicklung von Anfang an überwunden werden, 
damit Inklusion nicht nur auf einzelne Angebote be-
schränkt bleibt. Wir tauschen uns dafür mit unserem 
Kooperationspartner „Chillen inklusive e.V.“ aus, um 
unsere Ideen mit Expert*innen zu prüfen.
Wir schaffen Räume für Begegnung und 
Austausch.
Wir sind fest davon überzeugt, dass durch Begeg-
nung Vorurteile und Ängste von Menschen unter-
schiedlichster Herkunft und Milieus abgebaut wer-
den oder gar nicht erst entstehen. Begegnungen 
brauchen Orte, wo sie stattfinden können -  ein 
Jugendzentrum in Kalk wird vor allem den Kindern 
und Jugendlichen einen Raum geben. Regelmäßige 
Veranstaltungen im Stadtteil mit intergenerativen Be-
gegnungen ermöglichen einen Austausch mit den 
unterschiedlichsten Menschen vor Ort. Das können  
ein Sonntagsbrunch für Familien, ein interkulturelles 
Musikevent oder auch mal ein Eltern-Kind-Café sein, 
wenn die größeren Kinder und Jugendlichen in der 
Schule sind. Nur so kommt die Einrichtung im Leben 
des Stadtteils an.

7
Wir arbeiten immer sozialräumlich vernetzt und 
in enger Kooperation mit anderen Akteuren des 
Stadtteils. 
Neben der Mitwirkung in Arbeitskreisen ist eine 
Vernetzung und Kooperation mit den zahlreichen 
relevanten Institutionen in Kalk für uns selbstver-
ständlich. Wir möchten gemeinsam mit den jungen 
Menschen ihre Interessen in verschiedenen Gremi-
en vertreten. 
Ehrenamtliches Engagement ist für uns ein un-
verzichtbarer Mehrwert und eine professionelle 
Ehrenamtskoordination selbstverständlich. 
Am besten gelingt das mit Menschen aus dem Sozi-
alraum. In Kalk leben viele Menschen mit den unter-
schiedlichsten Kompetenzen. Sie zu erreichen und 
in unsere Arbeit ein- und langfristig anzubinden, 
wird ein Teilziel der Einrichtung sein. Auch möchten 
wir die Kinder und Jugendlichen, die uns besuchen, 
dazu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren 
und bieten ihnen eine qualifizierte Jugendleiter Card 
– Ausbildung (JuLeiCa) an.

8
Wir arbeiten eng und vernetzt mit anderen Fach-
diensten. 
Wir halten einen niederschwelligen Zugang in un-
serem Angebot vor. Unser Auftrag ist die Offene 
Kinder - und Jugendarbeit. Die Bedarfe der Kinder, 
Jugendlichen und Familien sind häufig größer und 
komplexer als es unser Aufgabengebiet vorsieht. 
Dafür beziehen wir die Unterstützung der Dienste 
vor Ort mit ein. Das können sowohl interne Cari-
tas-Dienste sein, die sich auch in Kalk befinden oder 
andere einrichtungsnahe Dienste. Wenn möglich, 
ergänzen wir unser Team mit Expert*innen.
Wir bauen belastbare Beziehungen zu den jun -
gen Menschen auf.
Professionelle Beziehungsarbeit ist die Vorausset-
zung unserer pädagogischen Arbeit, eine empathi-
sche und wertschätzende Grundhaltung, sowie Au-
thentizität der Mitarbeitenden ist unabdingbar, und 
das nicht nur in Stadtteilen wie Kalk, in dem viele 
junge Menschen in belasteten Verhältnissen leben. 
In Konflikten sehen wir die positiven Aspekte und 
bearbeiten diese konstruktiv mit den Kindern und 
Jugendlichen. 
Wir agieren auf Augenhöhe und nehmen alle jun-
gen Menschen ernst.
Eine lebensweltnahe Kinder- und Jugendarbeit ori-
entiert sich direkt an den jungen Menschen selbst,

9
an den eigenen Deutungen ihrer Lebensverhältnis-
se, Lebensschwierigkeiten sowie ihren Ressourcen. 
Unsere Arbeit richtet sich an alle, nicht nur an sozial 
benachteiligte junge Menschen. Eine zunehmende 
Durchmischung der Bevölkerungsstruktur in Köln-
Kalk ist abzusehen, er wird attraktiver für eine junge 
Mittelschicht. Genau hier können wir mit unserem 
Prinzip ansetzen, unterschiedliche Menschen zu-
sammenzubringen, die sich kennenlernen und Ver-
ständnis füreinander entwickeln.
Wir hören auch einfach mal zu.
Um die Bedarfe der jungen Menschen zu ermitteln, 
gehen wir mit offenen Augen und Ohren in den Kon-
takt. Nicht alles ist offensichtlich zu erkennen. Hät-
ten Sie zum Beispiel gedacht, dass sich bei unserer 
kleinen Straßenbefragung zahlreiche Kinder und Ju-
gendliche in Kalk einen Garten für die neue Einrich-
tung wünschen?
Wir stärken die jungen Menschen auf ihrem Weg.
Durch verschiedene Projekte und Angebote bieten 
wir den jungen Menschen die Möglichkeit Talente 
und Vorlieben zu entdecken, erfolgreiche Ergebnis-
se öffentlich aufzuführen und auch eigene Grenzen 
kennenzulernen. Je früher wir den Kindern und Ju-
gendlichen Möglichkeiten schaffen, ihre Selbstwirk-
samkeit zu entwickeln, desto leichter werden ihnen 
alle Herausforderungen fallen, die das Leben bereit-
hält.

10
Wir drängen uns nicht auf, sondern laden ein.
Offenheit und Freiwilligkeit sind Grundprinzipien un-
serer Offenen Arbeit. Wir verharren nicht in einge-
fahrenen Mustern, sondern entwickeln unsere Ange-
botsstruktur stetig mit den jungen Menschen weiter, 
um attraktiv für Kalk zu sein. 
Wir gestalten Freizeit, unsere Angebote machen 
Spaß. 
Ohne Spaß wird niemand in ein freiwilliges Angebot 
kommen, ob Kinder, Jugendliche, Eltern oder ande-
re Menschen aus dem Sozialraum. Auch die Mitar-
beitenden sollen Spaß und Freude an ihrer Arbeit 
haben. Damit gelingen auch Angebote oder Pro-
jekte mit Arbeitszeiten am Wochenende oder spät 
abends.
Kunst, Kultur und Sport gehören bei uns zum 
Alltag.
Niederschwellige Angebote und Projekte, wie z. 
B. Kochen, Parcourtraining, gemeinsames Musik-
machen oder verschiedene Kunstprojekte können 
Sprachbarrieren überwinden, ermöglichen leichte 
Erfolge und bringen unterschiedliche jungen Men-
schen zusammen.

11
Wir arbeiten mit unterschiedlichen Medien und 
sind in sozialen Netzwerken aktiv.
Die jungen Menschen erhalten bei uns Raum zur 
Entfaltung und zur Gestaltung eigener Entwürfe von 
Medienrealität – sei es durch Foto- und Videoar-
beit, Spielekonsolen, Youtube-Chanels, Tablets und 
PC´s. 99% aller Jugendlichen besitzen ein Smart-
phone. Wir wählen mit den Jugendlichen gemein-
sam die Plattform aus, auf der wir uns austauschen 
und in Kontakt bleiben, das können beispielsweise 
Instagram, Twitter oder Snapchat sein. Als Einrich-
tung präsentieren wir uns für die Öffentlichkeit im 
Stadtteil Kalk unter anderem auf einer eigenen Fa-
cebook-Seite. 
Wir bieten Hausaufgabenbetreuung und Ferien-
programme an.
Kostenlose oder günstige verbindliche Angebote zur 
Nachhilfe oder Hausaufgabenbetreuung, sowie ab-
wechslungsreiche Ferienangebote ergänzen auch 
in Kalk das Offene Angebot. Wir verfügen über eine 
langjährige Erfahrung in der Planung und Durchfüh-
rung von Ferienmaßnahmen für große Gruppen und 
möchten dies auch in Kalk fest etablieren.

12
Fahrten stärken die Gemeinschaft
Es muss nicht immer weit weg sein. Viele Kinder 
und Jugendliche, die sich kleine Urlaube nicht leis-
ten können oder aufgrund ihres Aufenthaltsstatus 
Deutschland nicht verlassen dürfen, profitieren in 
hohem Maße von Wochenendfahrten in der näheren 
Umgebung. Wir stellen gemeinsam mit den jungen 
Menschen die Fahrten unter ein bestimmtes Thema 
und können so neben Spaß und Freizeit abseits vom 
Alltag pädagogische Themen aufarbeiten, die die 
Jugendlichen beschäftigen.

13
2. Warum sind wir die Richtigen 
in Kalk?
Kalk ist für uns ein vertrauter Stadtteil. Wir haben 
lange Jahre eng mit der Martin-Köllen-Schule im 
Rahmen unseres ehemaligen Moduls „Kooperation 
Schule“ zusammengearbeitet. Durch ein mobiles 
Angebot in der Gießener Straße konnten wir eben-
falls Erfahrungen im Stadtteil sammeln. Wir können 
auf Kontakte zur Jugendpflege in Kalk, sowie auf 
die im Stadtteil etablierten Caritas-Netzwerken zu-
rückgreifen und möchten diese ausbauen. Das Ca-
ritas-Zentrum Kalk ist gut vernetzt im Stadtteil und 
nimmt unter anderem an zahlreichen Arbeitskreisen 
teil: AK Kalk, AK Streetwork und Drogenberatung, 
AK Humbold/Gremberg, Runder Tisch Quartier-
sentwicklung, sowie Netzwerk Frühe Hilfe Kalk. Als 
Jugendbereich sind wir Teil des Familienzentrums 
Kalk/Humboldt und kooperieren mit der katholischen 
Kirchengemeinde St. Marien. 
Wir haben eine langjährige Erfahrung in der Offe-
nen Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten, zum 
Beispiel durch unsere Arbeit in Neubrück. Sechs 
ausgebildete Anti-Gewalt- und/oder Couragetrai-
ner*innen unterstützen unser Team. Gleichermaßen 
haben wir mobile Angebote auf dem Brüsseler- oder 
Rathenauplatz, wo uns unter Anderem  junge Men-
schen aus Familien mit hohem Bildungsniveau be-
suchen. Hier immer wieder Menschen zusammen-

14
zubringen, die voneinander profitieren, ist oberstes 
Ziel. Unsere Offene Jugendarbeit  verbindet alle jun-
gen Menschen unabhängig ihrer Herkunft oder ihres 
sozialen Milieus. Durch ein Brückenprojekt an einer 
Unterkunft für Geflüchtete haben wir beispielsweise 
eine Schnittstelle für Eltern und ihre Kinder in den 
Sozialraum geschaffen. Mit der Kirchengemeinde 
St. Severin ist eine gemeinsame Stelle geschaffen 
worden, um mit den Kindern und Jugendlichen in 
der Gemeinde zu arbeiten. Auch hier ist das Ziel, 
Angebote für alle zu öffnen und junge Menschen im 
Sozialraum zu verbinden.
Wir sind flexibel und kreativ, entwickeln unsere An-
gebote stetig weiter und versuchen Neues – aus 
Testphasen unterschiedlicher Projekte sind oftmals 
etablierte Angebote geworden. Mit unseren zwei 
Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit 
gehen wir immer wieder neue Wege und erzielen mit 
einer geringen Regelfinanzierung einen großen Out-
put. Wenn wir Bedarfe erkennen, handeln wir in der 
Regel schnell – wir sind erfahren im Stiftungswesen 
und der Akquise von Drittmitteln.

15
3. Was sind unsere ersten Ideen 
und Schritte?
Partizipation von Anfang an: Durch aufsuchende An-
gebote  - mit einem Bus oder zu Fuß -  sprechen wir 
Kinder und Jugendliche an und vernetzen uns digital 
mit ihnen. Bereits vor Eröffnung der Einrichtung wer-
den digitale Plattformen zur Nutzung erstellt. Durch 
ein regelmäßiges mobiles Angebot werden wir zwei 
feste Anlaufstellen für die inhaltliche und räumliche 
Gestaltung des Jugendzentrums gründen. Dies er-
reichen wir durch die unterschiedliche Ansprache 
der Zielgruppe sowie unterschiedliche Orte, an de-
nen sich die Zielgruppen zu verschiedenen Uhrzeiten 
aufhalten. Wir stellen uns in den Netzwerken vor und 
versuchen auch hier schon Jugendliche miteinzubin-
den. Unsere Angebote sind stets männlich/weiblich 
besetzt. Zudem werden wir immer wieder auf der ru-
henden Baustelle kleinere Events durchführen (am 
Wochenende), um die Identifikation zu steigern. Wir 
nutzen Methoden der Gemeinwesenarbeit und geben 
immer wieder unseren aktuellen Stand bekannt und

16
veröffentlichen diesen. In Kalk, vor allem in Hum-
bolt-Gremberg, werden wir uns schon vor Eröffnung 
an vielen jugendrelevanten und stadtteilbezogenen 
Aktivitäten beteiligen. An Schulen/ Grundschulen 
und Sportvereinen werden wir auf uns aufmerksam 
machen und auch hier die Möglichkeit der digitalen 
Vernetzung anbieten. Die caritasinternen sowie die 
externen Beratungsstrukturen des Stadtteils werden 
wir nutzen und hier schon frühzeitig einen niedrig-
schwelligen Zugang fokussieren.

17
Wir haben große Lust uns 
dieser Herausforderung zu 
stellen und gemeinsam mit 
den Kindern und Jugendlichen, 
unter Einbeziehung des 
Sozialraums, das Jugendzentrum 
mit Leben zu füllen!
...und natürlich einen Garten 
anzulegen!

18
Caritasverband für die Stadt Köln e.V.
Bartholomäus-Schink-Str. 6
50825 Köln
Ansprechpartner: Guido Geiss
Leitung Leistungsbereich Kinder und Jugend
Tel.: 0221 98577 136
E-Mail: guido.geiss@caritas-koeln.de
www.caritas-koeln.de

Veedel e.V. - Fair. Stärken e.V.

121355 Zeichen

Interessensbekundung Trägerschaft Jugendeinrichtung Kalk 
 
Arbeitstitel:  
Jugendzentrum 
„WIR SIND …“  
PROJEKT KALKER JUGENDTRÄUME - JUGENDRÄUME 
 
 
 
 
 
 
 
Ein Kooperationsprojekt von  
Veedel e.V. Gemeinwesenarbeit in Köln, Buchheimer Weg 9, 51107 Köln,  
verantwortlich:  Rolf Blandow, Geschäftsführer  
(r.blandow@veedel.de, Tel: 0221.222 878 - 0) 
und  
FAIR.STÄRKEN e.V., Demokratie, Kinderrecht, Chancen von Anfang an gestalten, 
Hohenstaufenring 63, 50674 Köln, verantwortlich: Mechthild Böll, Geschäftsführerin 
(mechthild.boell@fairstaerken.de, Tel: 0221.588 326 - 11)

Interessensbekundung 
Trägerschaft Jugendeinrichtung Kalk 
 
 
 
 2 
Inhalt 
1 Das Projekt ................................ ................................ ................................ ......................... 4 
1.1 Projekttitel ................................ ................................ ................................ ....................... 4 
2 Die Trägergemeinschaft – Veedel e.V. und FAIR.STÄRKEN e.V. ................................ ...... 5 
2.1 Veedel e.V.-Gemeinwesenarbeit in Köln ................................ ................................ ......... 5 
2.1.1 Der Verein ................................ ................................ ................................ .................... 5 
2.1.2 Leitbild ................................ ................................ ................................ .......................... 6 
2.1.2 Die Vernetzungsstrukturen des Vereins in Kalk ................................ ............................ 7 
2.2 FAIR.STÄRKEN e.V. ................................ ................................ ................................ ....... 8 
2.2.1 Der Verein ................................ ................................ ................................ .................... 8 
2.2.2 Leitbild ................................ ................................ ................................ .......................... 8 
2.2.3 Angebote ................................ ................................ ................................ ...................... 8 
2.3 Die Träger-Kooperation ................................ ................................ ................................ ..10 
2.4 Unsere Prämisse: Nachhaltigkeit und Politische Dimension der Offenen Kinder- und 
Jugendarbeit ................................ ................................ ................................ ........................10 
3 Soziale und räumliche Aspekte der Jugendeinrichtung ................................ ......................13 
3.1 Die räumliche Lage und die Verkehrsanbindung ................................ ............................13 
3.1.1 Die räumliche Lage ................................ ................................ ................................ ......13 
3.1.2 Die Verkehrsanbindung der Jugendeinrichtung ................................ ...........................14 
3.2 Das Einzugsgebiet der Jugendeinrichtung ................................ ................................ ......14 
3.3 Beschreibung des Einzugsgebiets ................................ ................................ ..................14 
3.3.1 Die räumliche Situation in Kalk ................................ ................................ ....................15 
3.3.2 Die soziale Situation in Kalk ................................ ................................ ........................15 
3.3.3 Perspektive des Stadtteils ................................ ................................ ...........................17 
3.4 Ergebnisse aus der Sozialraumanalyse für die Jugendeinrichtung ................................ .17 
4 Rahmenbedingungen ................................ ................................ ................................ ........18 
4.1 Gesetzliche Grundlagen ................................ ................................ ................................ .18 
4.2 Zielgruppen ................................ ................................ ................................ ....................19 
4.2.1 Exkurs: Stimme der Kinder und Jugendlichen aus Deutschland ................................ ..19 
5 Ziele ................................ ................................ ................................ ................................ ..20 
6 Maßnahmen zur Zielerreichung ................................ ................................ .........................23 
6.1 Handlungsfelder ................................ ................................ ................................ .............23 
6.1.1 Bildung und Lebensbewältigung ................................ ................................ ..................24

Interessensbekundung 
Trägerschaft Jugendeinrichtung Kalk 
 
 
 
 3 
6.1.2 Stärken- und Ressourcenorientierung ................................ ................................ .........24 
6.1.3 Lebenswelt- und Sozialraumorientierung ................................ ................................ .....25 
6.1.4 Partizipation ................................ ................................ ................................ .................25 
6.1.5 Integration und Inklusion ................................ ................................ .............................. 26 
6.1.6 Geschlechterorientierung ................................ ................................ .............................26 
6.1.7 Prävention ................................ ................................ ................................ ...................27 
6.1.8 Förderung der Medienkompetenz ................................ ................................ ................27 
6.1.9 Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention ................................ ................................ 28 
6.2 Handlungsansätze ................................ ................................ ................................ ..........28 
6.2.1 Offene Arbeit und Angebote ................................ ................................ ........................28 
6.2.2 Themenbezogene Projektarbeit ................................ ................................ ...................29 
6.2.3 Ferienprogramme, Ausflüge, Turniere, saisonale Feste und Events ............................29 
6.2.4 Aufsuchende und Mobile Arbeit ................................ ................................ ...................30 
6.2.5 Eltern- und Familienarbeit ................................ ................................ ............................30 
6.3 Beispiele der Produktentwicklung ................................ ................................ ...................31 
6.4 Beispiele der Maßnahmenplanung ................................ ................................ .................33 
6.4.1 Beteiligung am Planungs- und Bauprozess ................................ ................................ .33 
6.4.2 Beteiligungs- und Beschwerdemanagement ................................ ................................ 34 
6.4.3 Offene Arbeit: Räume, Ausstattung ................................ ................................ .............35 
6.4.4 Themenbezogene Projekt- und Gruppenangebote ................................ ......................35 
6.4.5 Mobile Arbeit in Ergänzung zu der Einrichtung: ................................ ...........................36 
6.5 Zeitplan ................................ ................................ ................................ ..........................36 
7 Standards der Einrichtung „WIR SIND … “ ................................ ................................ ...........37 
7.1 Öffnungszeiten ................................ ................................ ................................ ...............37 
7.2 Personal ................................ ................................ ................................ .........................37 
7.3 Qualitätsentwicklung ................................ ................................ ................................ .......38 
7.4 Kinder- und Jugendschutz ................................ ................................ .............................. 41 
7.5 Beteiligungs- und Beschwerdemanagement ................................ ................................ ...41 
7.6 Netzwerkarbeit ................................ ................................ ................................ ...............42 
7.7 Umgang mit weiteren Kooperationspartnern ................................ ................................ ...42 
7.8 Wissenschaftliche Standards ................................ ................................ ..........................43

Interessensbekundung 
Trägerschaft Jugendeinrichtung Kalk 
 
 
 
 4 
1 Das Projekt 
Gemeinsam soll das Jugendzentrum „WIR SIND … “ mit den Jugendlichen, dem Bezirk, den 
Mitarbeiter*innen der Stadt Köln, der Polizei, der Schulen und der Sozialen Träger in Köln-
Kalk aufgebaut werden. Das Jugendzentrum wird sich durch seine besondere Kinder- und 
Jugendfreundlichkeit auszeichnen, die durch Empowerment, Selbstorganisation, 
Demokratiebildung, Partizipation und kulturellen Teilhabe entwickelt und gesichert wird. 
Niedrigschwelligkeit und Offenheit der Angebote, die sich an den Interessen der 
Jugendlichen orientieren, haben dabei oberste Priorität. Durch fachliche Standards der 
Einrichtung und zeitlich und räumlich strukturierte Abläufe werden Nachhaltigkeit und 
Qualität der Arbeit auf lange Sicht erhalten. Kinder und Jugendliche aus Kalk sollen an 
einem Ort zusammen kommen, ihre Freizeit gemeinsam gestalten, neue Freundschaften 
schließen, verlässliche Ansprechpartner an ihrer Seite haben, ihre Interessen und Talente 
entdecken und ausleben können und so auch ihre sozialen, emotionalen und 
demokratischen Kompetenzen weiterentwickeln.  
Das Jugendzentrum „WIR SIND … “ 
- soll als interkulturelle und soziale Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche 
fungieren,  
- soll als Ort der Bildung, der Aktivität und der Integration dienen  
- und soll als Zentrum der Demokratie und Gewaltprävention für Kinderrechte, Kinder- 
und Jugendfreundlichkeit und Mitbestimmung in Kalk stehen.  
Die seit 16 Jahren zusammenarbeitenden Vereine Veedel e.V. und FAIR.STÄRKEN e.V. (als 
ehemalige Abteilung Gewaltprävention und Soziales Lernen von wir für pänz e.V.) bewerben 
sich gemeinsam um die Trägerschaft der Jugendeinrichtung, weil die Kernkompetenzen 
beider Träger in der Jugendeinrichtung „WIR SIND … “ optimal wirken können. 
1.1 Projekttitel 
Das Projekt hat zum Titel Jugendzentrum „WIR SIND…“ PROJEKT KALKER JUGENDTRÄUME - 
JUGENDRÄUME. Dieser Titel stellt zum aktuellen Zeitpunkt lediglich den vorübergehenden 
Arbeitstitel dar, der Bezug nimmt zum Prozess, dem sich die beteiligten Träger stellen und 
stellen möchten. Der Name der geplanten Jugendeinrichtung (…) wird partizipativ mit den 
noch zu erreichenden Jugendlichen aus Kalk und Humboldt/Gremberg entwickelt werden 
und stellt das erste Teilprojekt der Zielgruppe im Zusammenhang mit der Jugendeinrichtung 
dar. Hiermit wird Selbstwirksamkeit, Identifizierungsmöglichkeit und eine gute Basis für 
erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit gelegt. 
Bereits ein Jahr vor Eröffnung der Einrichtung wird mit dem Instrument der mobilen 
Jugendarbeit über zusätzliche akquirierte Projektmittel gestartet. Hier werden die 
Jugendträume zu Jugendräumen.

Interessensbekundung 
Trägerschaft Jugendeinrichtung Kalk 
 
 
 
 5 
2 Die Trägergemeinschaft – Veedel e.V. und FAIR.STÄRKEN e.V. 
2.1 Veedel e.V.-Gemeinwesenarbeit in Köln 
2.1.1 Der Verein 
1985 wurde von Studenten*innen der katholischen Fachhochschule, Mitarbeitern*innen des 
Jugendamts Kalk und Ostheimer Bürgern der gemeinnützige Verein „Veedel e.V. – 
Gemeinwesenarbeit in Köln“ gegründet. Die Mitgliederstruktur hat sich bis heute erhalten: 
Bürger, Wissenschaft und Fachkollegen. Die Sozialraumorientierung bestimmt bis heute den 
Arbeitsschwerpunkt des Vereins. Dabei gilt der Grundsatz: „Wer Kindern nachhaltig helfen 
will, hilft ihren Familien. Wer Familien helfen will, hilft dem Gemeinwesen, in dem sich 
Familien bewegen.“  
Der Einsatz beschränkte sich am Anfang auf das Sozialhaus Prignitzstraße 9, dehnte sich 
aber bald auf die beiden Ostheimer Wohnquartiere Buchheimer Weg und Gernsheimer 
Straße aus. Hier insbesondere im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Seit 1986 
ist der Verein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied beim Paritätischen 
Wohlfahrtsverband und seit 2008 Mitglied im ABA Fachverband. Unsere Arbeit verfolgt das 
Ziel, die Lebens- und Wohnbedingungen der Menschen im Stadtteil nachhaltig zu 
verbessern. Zur Steigerung der Attraktivität der Stadtteile, des Zusammenhalts des sozialen 
Verbunds, der Teilhabe von benachteiligten Bevölkerungsgruppen sowie 
Stadtteilentwicklung und Optimierung der Hilfsangebote werden in besonderem Maße 
Bündnisse zwischen den sozialen Akteuren, Wirtschaftsunternehmen und dem 
bürgerschaftlichen Engagement hergestellt.  
Im Rahmen seiner Kernkompetenzen übernimmt der Verein Aufträge für das Land NRW, die 
Kommune, das Jobcenter Köln, die Agentur für Arbeit und Stiftungen. 
Der Veedel e.V. betreibt im Stadtbezirk Kalk 7 Einrichtungen mit 24 Mitarbeiter*innen: 
- Offene Kinder- und Jugendarbeit OT „Am Wunschtor“, Gernsheimer Straße 
- Stadtteilbüro Kalk-Nord im Rahmen von Gemeinwesenarbeit (GWA) 
- JobBörse Kalk in Kooperation mit der IB West gGmbH (individuelle Orientierungs- 
und Vermittlungsmaßnahme) 
- Sozialraumkoordination Ostheim/Neubrück (Programm „Lebenswerte Veedel“) 
- Bürgerbegegnungsstätte Ostheim 
- Arbeitslosenzentrum „Cafe im Veedel“ 
- Seniorennetzwerk Ostheim (Patenorganisation) 
Zudem bietet der Verein unterschiedlichste Handwerker- und Dienstleistungsangebote im 
Stadtbezirk an, wie z.B. Event- und Cateringservice, Reparaturarbeiten rund um Haus und 
Hof. Aktuell wird in einem Ostheimer Neubaugebiet ein sog. „Dorfladen“ mit Bistro eröffnet. 
Der Veedel e.V. ist als freier Träger überparteilich und nicht konfessionell gebunden, arbeitet 
engagiert auf unterschiedlichen Ebenen an konstruktiven umsetzbaren Lösungen 
gemeinsam mit demokratischen Parteien, Kooperationspartnern, Kirchen, Gewerkschaften, 
Interessensverbänden und Netzwerken.

Interessensbekundung 
Trägerschaft Jugendeinrichtung Kalk 
 
 
 
 6 
Die Vereins- und Vorstandsmitglieder kommen bis heute aus der Bürgerschaft Kalks, der 
Wissenschaft und dem Arbeitsbereich der Sozialarbeit. Es besteht eine enge 
Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Köln, der Katholischen Hochschule NRW 
und der Fachhochschule des Mittelstands Köln. Diese spiegelt sich in zahlreichen 
gemeinsamen Fachtagungen, Publikationen und Projekten wieder. 
Aufgrund des Engagements des Vereins wurden zahlreiche Projekte mit  Auszeichnungen 
prämiert. Beispielhaft seinen genannt: 
- 1997 Landesinitiativen-Preis des DPWV für die Planung und Gestaltung der Offenen 
Kinder- und Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße  
- 2001 Sieger des Landeswettbewerbs „Zukunftsbrücke“ des Ministeriums für Arbeit 
NRW für den Projektvorschlag „Ausbildungsmarkt“ 
- 2003 Bundespreis Soziale Stadt 2002 für das Projekt Quartiersmanagement 
Buchheimer Weg 
- 2004 Ehrenamtspreis der Stadt Köln für das „Kompetenzteam“ der Jugendeinrichtung 
Gernsheimer Straße 
- 2007 „Best practise“ im Rahmen des LOS Fördergebiets Kalk für das Projekt „Azubi-
Stammtisch“ und Teilnahme am EU Fachkongress „Youth Congress 2007 
- 2013 Bundespreis Soziale Stadt 2012 für das Projekt „Lebenswerte Veedel – Bürger- 
und Sozialraumorientierung in Köln“ 
- 2017 Starke Kids Award der AOK Rheinland/Hamburg für das intergenerative Projekt 
„Taschengeldbörse Ostheim/Neubrück“ 
2.1.2 Leitbild 
Für unsere Arbeit sind folgende Aussagen leitend:  
- Wir verstehen den sozialen Raum als unsere Interventionsebene. Nur durch 
Veränderungen des Strukturrahmens können die Lebensbedingungen nachhaltig 
verbessert werden.  
- Die Herstellung von gesellschaftlichen und politischen Partizipationsmöglichkeiten 
gerade für benachteiligte oder artikulationsschwache Gruppen ist unabdingbar für 
eine soziale und demokratische Gesellschaft   
- Wir unterstützen aktiv Stadtteilstruktur stärkende Maßnahmen. 
- Unsere Angebote sind dezentral. Unsere Arbeit erfolgt nach dem Grundsatz der 
Kleinräumigkeit, um möglichst viele Bürger mit einer sozialen Basisversorgung zu 
unterstützen.  
- Unsere Angebote sind bürgernah. Wir versuchen, unsere Angebote entsprechend 
den Bedürfnissen der Menschen vor Ort niederschwellig zu gestalten. 
- Wir beraten, um Abhängigkeiten zu minimieren und um die Selbsthilfekräfte zu 
fördern. 
- Wir aktivieren, um die sozialen Netzwerke im Stadtteil zu fördern. 
- Wir sind Mittler zwischen Bürgern, Einrichtungen, Politik und Verwaltung. 
Leitbild für die Kinder- und Jugendarbeit: Unsere Arbeit und unser Handeln sind geprägt 
durch einen partnerschaftlichen und demokratischen Umgang miteinander. Wir stellen uns in

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diesem Zusammenhang den Kindern und Jugendlichen zur Seite, befähigen sie ihre 
Interessen und Rechte wahrzunehmen und - falls nötig - sie anwaltschaftlich zu unterstützen. 
Dabei bieten wir Entwicklungshilfe für junge Menschen an und verbessern deren 
Lebensqualität und Chancen. Im Sinne der Gesellschaft nehmen wir den an uns gerichteten 
Erziehungs- und Bildungsauftrag an. 
Unsere Arbeit ist bestimmt durch ein humanistisches und weltoffenes Menschenbild. Aus 
diesem Menschenbild ergeben sich zentrale Anliegen innerhalb unserer pädagogischen 
Arbeit vor Ort. Wir wollen Werte vermitteln, die fest verankert sind im Humanismus und im 
Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland: 
- Ein tolerantes und von Verständnis geprägtes Miteinander 
- Respekt und Achtung gegenüber allen Menschen und der Umwelt 
In diesem Zusammenhang nehmen wir unsere Besucher als eigenständige und 
selbstverantwortliche Partner, unabhängig von Geschlecht, Alter, kultureller oder sozialer 
Herkunft sowie Religionszugehörigkeit wahr. 
Für die Umsetzung dieser Leitsätze bedarf es eines Verständnisses der gegenwärtigen und 
zukünftigen Erfordernisse des Stadtteils und seiner Menschen. 
2.1.2 Die Vernetzungsstrukturen des Vereins in Kalk  
Der Veedel e.V. arbeitet seit über 30 Jahren im Bereich Jugendarbeit im Stadtbezirk Kalk 
und wurde auch seit 1994 im Landesprogramm NRW „Stadtteile mit erhöhtem 
Erneuerungsbedarf“ (später Bundesprogramm „Soziale Stadt“) im sog. „Kalk-Programm“ 
gefördert. Aufgrund dessen besteht eine enge Vernetzung und Zusammenarbeit mit den 
örtlichen Trägern der Jugendhilfe und den anderen Institutionen, Schulen, Kitas, Vereinen 
und Initiativen. 
Seit dieser Zeit ist der Veedel e.V. regelmäßiger Teilnehmer des Arbeitskreises Kalk, in der 
Vorbereitungs-AG aktiv und nimmt an sozialräumlichen Projekten und Festen teil. Zudem ist 
der Veedel e.V. einer der Gründungsstifter in der Bürgerstiftung „KalkGestalten“ und mit 
seiner von der Stadt Köln beauftragten Gemeinwesenarbeit im Stadtviertel Kalk-Nord 
anerkannter Netzwerkakteur im Stadtteil. Im Rahmen der GWA wird am Runden Tisch 
Quartiersentwicklung Kalk-Nord und beim Dialog der Kulturen aktiv teilgenommen. 
Ergänzend dazu werden Projekte mit Kooperationspartnern (GAG, Ev. Jugend Kalk, Kitas, 
SRK Kalk etc.) durchgeführt. 
Im Rahmen der Beauftragung als ProVeedel JobBörse seit 1997 für den Bereich Ostheim 
und seit 1999 für Höhenberg besteht seit 2012 ein Kooperationsverbund mit der IB West 
gGmbH für den gesamten Bereich des Standorts Kalk des Jobcenters Köln. Damit 
verbunden ist die örtliche Vernetzung für den Bereich Orientierungs- und 
Vermittlungsmaßnahmen. Die strukturelle Anbindung der Sozialraumkoordination 
Ostheim/Neubrück an das Bürgeramt Kalk und den damit verbundenen engen Austausch mit 
Verwaltung und Bezirkspolitik runden die Netzwerkintegration des Trägers ab.

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 8 
2.2 FAIR.STÄRKEN e.V. 
2.2.1 Der Verein 
Der gemeinnützige Verein FAIR.STÄRKEN e.V. ist aus der Abteilung Gewaltprävention und 
Soziales Lernen des Jugendhilfeträgers wir für pänz e.V. hervorgegangen, welche zum 
1.2.2018 geschlossen wurde. Damit startete FAIR.STÄRKEN mit der seit 17 Jahren bei wir 
für pänz entwickelten Expertise. Alle festangestellten und freien Mitarbeiter*innen für diesen 
Arbeitsbereich sowie alle pädagogischen Konzepte werden von FAIR.STÄRKEN e.V. 
weitergeführt und weiterentwickelt. Die Geschäftsführerin des Vereins FAIR.STÄRKEN ist 
Mechthild Böll, die bei wir für pänz die Bereiche Prävention und Projektentwicklung aufbaute 
und leitete. 
FAIR.STÄRKEN hat die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII 
im Januar 2018 beantragt. Die Anerkennung ist noch nicht ausgesprochen und wird für 
Anfang 2019 erwartet. 
FAIR.STÄRKEN arbeitet ausschließlich mit pädagogischen oder psychologischen 
Fachkräften. Das aktuelle pädagogische Team im Mai 2018 setzt sich zusammen aus: 
Diplom Pädagoginnen, einer Psychologin, einer Sozialpädagogin, einer Sozialarbeiterin, 
einer Fachkraft für UN-Kinderreichte und Kinderphilosophie, einer Fachkraft für Frühe 
Kindheit, einem Diplom Soziologen, verschiedenen Fachkräften aus dem Gesundheitswesen 
und Heilerziehungspflegern, einer Erzieherin, einem Diplom Sportlehrer, Trainer*innen für 
Anti-Gewalttrainings, für Deeskalation- und Coolness-Trainings sowie Anti-
Aggressionstrainings und Erlebnispädagog*innen. 
2.2.2 Leitbild 
FAIR.STÄRKEN charakterisiert sich zukunftsweisend über die Projektbereiche 
Gewaltprävention und Soziales Lernen, Demokratiebildung an Institutionen, Partizipation im 
Stadtteil, Elternberatung und Kurse, Fortbildungen, Schul- und Trägercoaching und 
partizipative Integrationsarbeit für Familien mit Migrations- und Fluchterfahrung in der Kölner 
Region. Wir betrachten das Kind ganzheitlich und achten seinen Subjektstatus als 
eigenständige und individuelle Persönlichkeit. Wir setzen uns für eine inklusive Gesellschaft 
ein, die die Rechte des Einzelnen achtet, die gleichwertige Teilhabe aller fördert und 
Entscheidungen unter Einbeziehung aller relevanten Akteur*innen demokratisch und 
nachhaltig trifft. FAIR.STÄRKEN achtet respektvoll die Vielfalt in unserer Gesellschaft und 
die Beteiligungsrechte von Kindern, Jugendlichen und deren Familien, handelt 
geschlechtergerecht und kultursensibel und setzt sich explizit für die Umsetzung der UN-
Kinderrechte ein. 
2.2.3 Angebote 
Soziales Lernen und Gewaltprävention an Schulen, Kitas und Jugendzentren 
Die Sozialtrainings zu Coolness und Konfliktkultur mit kognitiv-verhaltensorientiertem Ansatz 
werden an Kölner Schulen aller Schulformen und anderen pädagogischen Institutionen

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 9 
durchgeführt. Mit bewegungsorientierten Spielen und Reflexionseinheiten wird an 
demokratischem Regelverständnis, Grenzachtung, Selbstbewusstsein, Bedürfnisachtung 
und gewaltfreiem Durchsetzungsvermögen gearbeitet. Eltern, Peer-Group und Lehrer*innen 
werden in die ganzheitliche Arbeit zum sozialen Lernen mit einbezogen. 
Pädagogische Angebote für Geflüchtete 
Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung brauchen zunächst einen geschützten Raum, 
um anzukommen und sich in der Aufnahmegesellschaft zu Recht zu finden. Aus diesem 
Grund gibt es feste Gruppenangebote für Kinder zwischen 0-6 Jahren, 6-12 Jahren und 12-
15 Jahren in Wohnheimen und Notunterkünften für Geflüchtete sowie in verschiedenen 
Stadtteilen. Demokratische Umgangsformen und soziale Integration werden spielerisch, 
kreativ und bewegungsorientiert gemeinsam geübt. 
Eltern-Kind-Gruppen 
Mütter, Väter und ihre Kleinkinder mit und ohne Fluchterfahrung finden sich zu 
wöchentlichen Gruppentreffen mit gemeinsamem Frühstück und Spielen zusammen. In einer 
vertrauensvollen Atmosphäre werden Fragen zu den Themenbereichen Gesundheit, 
Entwicklung, soziale Hilfen, Kinderinteressen, Kindeswohl, Besuche der Kindertagesstätte, 
Beteiligung, Sprachförderung und Ernährung besprochen und die soziale Integration der 
Eltern gefördert. 
Bezirkliche Intensivgruppen zum Sozialen Lernen und zur Gewaltprävention 
Mit dem Ansatz der Konfrontativen Pädagogik werden in kleinen und teilweise 
geschlechtsspezifischen Gruppen Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren (max. 2 Jahrgänge 
pro Gruppe) durch erfahrene Coolness-Trainer*innen mindestens ein Jahr lang 
außerschulisch begleitet und in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung unterstützt. 
Eltern werden in die ganzheitliche Arbeit mit einbezogen. 
Gruppenangebote für Pflegekinder 
Kinder und Jugendliche, die in Pflegefamilien leben, treffen sich regelmäßig in 
pädagogischen Gruppenangeboten mit in traumasensibler Pädagogik erfahrenen 
Fachkräften, haben gemeinsam Spaß und unterstützen sich spielerisch auch gegenseitig bei 
der Bewältigung ihrer belastenden Biographien. 
Stärkende Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche 
Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Lebenslagen erhalten die Möglichkeit kostenlose 
und pädagogisch konzipierte Ferienfreizeiten mit pädagogischen Fachkräften in 
Selbstversorgungsunterkünften und auf Reiterhöfen in der Eifel und dem Bergischen Land zu 
verbringen. 
Beratung, Coaching und Fortbildung 
Für pädagogische Fachkräfte und für pädagogische Institutionen (Kitas, Schulen, 
Jugendzentren) werden Fortbildungen zum Sozialen Lernen angeboten. Die kooperierenden 
Schulen werden auf Wunsch durch ein ganzheitliches Schulcoaching begleitet („STARKE 
SCHULE – STARKE PÄNZ“). Die Eltern der Kinder und Jugendlichen aus den 
Sozialtrainings erhalten die Möglichkeit der Beratung oder der Teilnahme an einem 
Elternkurs.

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 10 
2.3 Die Träger-Kooperation 
Veedel e.V. und FAIR.STÄRKEN e.V. setzten sich seit 16 Jahren gemeinsam für Inklusion 
und Teilhabe aller Kölner Kinder ein und haben sich gemeinsam auf Präventionsarbeit, 
Empowerment und Integrationshilfe für marginalisierte Kinder und Jugendliche spezialisiert. 
Die Schwerpunkte der Träger Partizipation (Veedel) und Prävention (FAIR.STÄRKEN) 
stellen idealtypische Ergänzungen dar im Hinblick auf die besonderen Herausforderungen 
der neuen Jugendeinrichtung in Kalk. 
Die Mitarbeiter*innen der sozialen Träger Veedel e.V. und FAIR.STÄRKEN e.V. arbeiten mit 
großem Erfolg und nachhaltiger Wirkung gemeinsam in Köln. Sie ergänzen sich durch ihre 
jeweilige Expertise, Aufgabengebiete, Angebote, Netzwerke und Zielgruppenzugänge. 
Veedel e.V. ist seit 30 Jahren Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie 
anerkannter Experte für Sozialraumorientierung und Partizipationsmethoden.  
FAIR.STÄRKEN e.V. ist langjähriger Experte in der Jugendarbeit insbesondere hinsichtlich 
vielfältiger Zielgruppen und unterschiedlicher Bildungsorte. In Kölner Schulen, Kitas, 
Flüchtlingswohnheimen und bezirklichen Intensivgruppen werden seit fast zwanzig Jahren 
Soziale Trainings zu Gewaltprävention, Anti-Diskriminierung, Demokratiebildung und aktiver 
Freizeitgestaltung sowie kultureller Teilhabe durchgeführt.  
2.4 Unsere Prämisse: Nachhaltigkeit und Politische Dimension der 
Offenen Kinder- und Jugendarbeit 
Die herausragenden Merkmale in der Bildungsarbeit der Offenen Kinder- und Jugendarbeit 
neben Familie und Schule sind die Freiwilligkeit aller Teilnehmer*innen, die Chance zur 
Partizipation und das Erkennen und die Förderung von Neigungen und Interessen der 
Jugendlichen. Diese Merkmale zu erkennen und in die Standards, Strukturen und Angeboten 
der Jugendeinrichtung einzubinden, ist das Qualitätsmerkmal unserer Bildungsarbeit. Wir 
wollen die Kinder und Jugendlichen dazu befähigen ihre Freizeit selbstbestimmt, aktiv, 
demokratisch, interaktiv und angstfrei zu gestalten.  
Das Jugendzentrum „Wir machen Kalk“ soll einen Beitrag zu der Kölner Auszeichnung zur 
Kinderfreundlichen Kommune (02/18) leisten und die dort benannten Aktionspunkte zur 
kinderfreundlichen Rahmengebung, Vorrang des Kindeswohls, sowie Etablierung von 
Partizipation und Information von Kindern und Jugendlichen umsetzen.  
In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, dem künftig entstehenden Kinder- und Jugendbüro 
Köln, dem Kölner Jugendring, der AG §78 Gewaltprävention, dem Jugendhilfeausschuss und 
der Bezirksvertretung Köln-Kalk sollen politische Forderungen aus der Offenen Kinder- und 
Jugendarbeit angebracht und in Köln umgesetzt werden. Der entstehende Jugendrat des 
Jugendzentrums „Wir machen Kalk“ wird selbst Delegierte in die BV entsenden und Anträge 
für Kinder und Jugendliche stellen. So arbeiten wir für die Zukunft und gemeinsam für die 
kinderfreundliche Kommune Köln.

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Zusammenfassend sollen im Jugendzentrum die Kinderrechte auf Schutz, Förderung und 
Teilhabe umgesetzt werden, um den Kindern und Jugendlichen ein gesundes, sicheres und 
unbeschadetes Aufwachsen in Köln-Kalk zu ermöglichen. Folgende 10 Strukturelemente 
dienen der langfristigen Erreichung der Projektziele: 
(1) Qualifiziertes Personal: Menschen, die die Kinder und Jugendlichen im 
Jugendzentrum empfangen und begleiten, müssen pädagogische Fachkräfte sein, 
die sich auf die speziellen „Biografien“ einlassen und Empathie zeigen können 
sowie Sensibilität und ein professionelles Gespür für die Situation haben, um die 
Kinderrechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe umsetzen zu können. 
Besondere Förder- und Therapiebedarfe bei den Kindern können so bemerkt und an 
entsprechende Hilfsangebote weitervermittelt werden. 
(2) Projektzeit und Vertrauensbildung: Alle Angebote sollen niedrigschwellig sein. 
Die Zugänge für die Kinder und Jugendliche unterschiedlichster Herkunft sollen 
bedarfsgerecht gestaltet werden. Dazu gehört auch, dass den Kindern und 
Jugendlichen Zeit gegeben wird für ein langsames Herantasten an die neue 
Umgebung und Personen (Schutz der Privatsphäre und vertrauensbildende 
Maßnahmen). 
(3) Methoden zu Empowerment, Teilhabe und individueller Förderung: Die Kinder 
und Jugendlichen sollen individuell, gezielt und nach ihren spezifischen 
Bedürfnissen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert und gestärkt werden. 
Die Kinder und Jugendlichen sollen sich frühzeitig und in einer strukturierten  
Gruppe über die deutsche Sprache, Traditionen und die kulturellen Werten 
austauschen können und über partizipative Methoden (z.B. Kinderparlament, 
Jugendrat) die Möglichkeit erhalten, sich an den Gruppenprozessen aktiv und 
gestalterisch zu beteiligen. 
(4) Arbeitszeit und Tagesstruktur: Es müssen transparente und verbindliche, d.h. 
wiederkehrende Zeiten geschaffen werden, an denen die Kinder sich orientieren 
und sich in dieser Zeit frei entfalten können (Regelmäßigkeit, Kontinuität, 
Tagesstruktur). Der Nachmittag nach Schulschluss und der frühe Abend werden als 
Kurszeiten genutzt und mit entsprechenden Angeboten ausgestattet. 
(5) Auswahl und Gestaltung der Räume: Es müssen kindgerechte Räume 
bereitgestellt werden, in denen sie spielen, lachen, Freude und gemeinsam Spaß 
und Hoffnung empfinden können sowie in einer sicheren Atmosphäre ankommen, 
zur Ruhe kommen und sich sicher fühlen können. Die Kinder und Jugendlichen 
sind beginnend mit der Planungsphase an der Gestaltung der Räume zu beteiligen. 
Ausreichend Platz für Bewegung, genügend Anregung zur kreativen Entfaltung, 
Sicherheit und Schutz zum Wohlfühlen und Begrenzung des Ablenkungspotentials 
sind gleichermaßen wichtig. 
(6) Nachhaltigkeit bei Bereitstellung kultureller Angebote und sozialen 
Kontaktaufbaus: Die Kinder und Jugendlichen sollen bei der Kontaktaufnahme 
nach außen Unterstützung erhalten. Es gibt strukturierte kulturelle und soziale 
Angebote, um zu einer erfolgreichen Inklusion bzw. langfristiger 
freundschaftlicher Kontaktknüpfung und gesellschaftlicher Teilhabe zu verhelfen. 
Gemeinsam geplante Aktionen und Events und die Einrichtung eines

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Kinderparlaments bzw. Jugendrates helfen bei der nachhaltigen Kontaktknüpfung 
und dem Aufbau eines Zusammengehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühls. 
(7) Information und Einbeziehung der Öffentlichkeit: Es bedarf einer 
kontinuierlichen Zusammenarbeit mit der lokalen und überregionalen Presse, um die 
breite Öffentlichkeit zu erreichen. Die Menschen in Köln sollen von der Vielfalt der 
Kulturen profitieren, vorhandene Ressentiments abbauen und sich ein positives 
Bild von den Kalker Kinder und Jugendlichen machen können. Einheimische 
und Flüchtlingskindern können gemeinsame Medienprojekte (z.B. youtube Videos) 
initiieren und die Öffentlichkeit über ihre zusammen geplanten Events und Aktionen 
informieren und dazu einladen (z.B. Straßenfeste, Spendenläufe, Musik-
Theateraufführungen, Fußballturniere). Ein größeres Gemeinschaftsgefühl und 
mehr Kontaktmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Kulturen sollen in dem 
Kölner Veedel angeregt werden. 
(8) Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern: Die beteiligten Kooperationspartner 
sind Schulen, Offene Treffs, weitere soziale Träger, das Jugendamt, das 
Wohnungsamt. Es gilt gemeinsam an den Zielen der Prävention, Inklusion und 
Teilhabe für alle Kinder zu arbeiten, um gesellschaftliche und politische 
Veränderungen anstreben und erreichen zu können. Strukturen und 
Forderungen werden gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Die Bezirksvertretung 
sowie die AG §78 Gewaltprävention der Stadt Köln werden einbezogen. 
(9) Wissenschaftliche Evaluation: Die Technische Hochschule Köln hat ihre 
Unterstützung bei der Erarbeitung wissenschaftlicher Evaluationsstrategien 
angeboten. So können die Erfolge bzw. die Wirksamkeit des Projekts 
nachgewiesen und die Projektergebnisse nachhaltig gesichert werden. 
(10) Trägerinterne Professionalisierung: Durch die externe Evaluation und die 
Entwicklung von Qualitätsstandards und politischen Forderungen erhält die 
Arbeit der beiden Kölner Vereine Veedel e.V. und FAIR.STÄRKEN e.V. ein anderes 
Gewicht bzw. Bedeutsamkeit in der Kölner Region. Es gilt eine trägerinterne 
Professionalisierung vorzunehmen. Das pädagogische Personal muss regelmäßig 
fortgebildet werden, um sich an den neuesten politischen, wissenschaftlichen, 
fachlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen orientieren und beteiligen zu 
können.

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 13 
3 Soziale und räumliche Aspekte der Jugendeinrichtung  
3.1 Die räumliche Lage und die Verkehrsanbindung 
 
3.1.1 Die räumliche Lage 
Die Jugendeinrichtung ist Teil der Neubebauung des sog.  Malteser Geländes auf der Kalker 
Hauptstraße 22-24. Bis 2021 entstehen dort 260 Wohnungen (WE). Davon werden 70 WE 
freifinanziert als Studentenwohnungen und 190 WE öffentlich gefördert (Einkommensgruppe 
A). Zusätzlich sind eine Kindertagesstätte und eine Jugendeinrichtung vorgesehen. Umrahmt 
wird die neue Bebauung von der Bahntrasse der S- Bahn, einem großen 2006 
fertiggestellten Wohnriegel des Erbbauvereins (Grünbergstraße) und der Kalker 
Hauptstraße. Die Jugendeinrichtung liegt im hinteren Bereich mit Abschluss zur Bahntrasse. 
Nur wenige Meter entfernt liegt die S-Bahn Haltestelle Trimbornstraße mit Durchgang zur 
multikulturell geprägten Taunusstraße und dem Stadtviertel Humboldt. In südlicher Richtung 
der Trimbornstraße befindet sich ebenfalls nur wenige Meter entfernt die U-Bahnhalstestelle 
der Stadtbahn Kalk Post mit den Linien 1 und 9. 
Auf der anderen Seite der Kalker Hauptstraße (ehemaliges CFK-Gelände) befindet sich in 
direkter Nähe das Polizeipräsidium Köln, eine große Brachfläche (geplant als Interimsfläche 
der TH Köln), das Shopping Center „Köln Arcaden“ mit 110 Geschäften auf drei Etagen, 
welches täglich 30.000 - 60.000 Menschen besuchen, der Neubaubereich der GAG an der 
Barcelona Allee mit der neuen Geschäftsstelle der GAG für 300 Mitarbeiter*innen und 175 
WE (davon 70% öffentlich gefördert nach EKA). In direkter räumlicher Nähe und mit Zugang 
von der „Köln Arkaden“ liegt der 2007 eröffnete Bürgerpark. Er ist die größte Grünfläche im

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 14 
Stadtteil und modern und attraktiv mit unterschiedlichen Spiel- und Freizeitflächen gestaltet. 
Es schließt sich direkt das Neubaugebiet (seit 2006) „Wohnen am Park“ mit 700 
Wohneinheiten an, wovon 35% öffentlich gefördert sind. Seit Frühjahr 2017 werden an der 
Thessaloniki-Allee in 53 WE Flüchtlinge (Dauerbleiberecht/längeres Bleiberecht), die von der 
Stadt Köln betreut werden, untergebracht. Den Abschluss im nördlichen Teil bildet der 
Gewerbebereich mit dem Odysseum Köln (Abenteuer- u. Wissenschaftsmuseum für Kinder- 
u. Jugendliche) und der Fast-Food-Kette McDonalds. Die Jugendeinrichtung Kalker 
Hauptstraße 22-24 ist somit ein integrierter Bereich des neu entstandenen Stadtviertels im 
Kalker Westen sowie mit Zugangsmöglichkeiten nach Humboldt. 
3.1.2 Die Verkehrsanbindung der Jugendeinrichtung 
Die Jugendeinrichtung hat eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen 
Personennahverkehr (Stadtbahnlinien 1 und 9), diverse Buslinien und S-Bahn. Der 
Individualverkehr ist mit einem gut ausgebauten Straßennetz angeschlossen und über das 
Kreuz Köln-Ost sehr gut an das Autobahnnetz angebunden. Die Kölner Innenstadt kann mit 
der U-Bahn innerhalb von 10 Minuten erreicht werden. Die stark frequentierte U-Bahn-
Haltestelle „Kalk Post“ wird derzeit barrierefrei umgebaut. Die Baumaßnahme soll im Herbst 
2018 abgeschlossen sein. 
Die Infrastruktur, die den Kalker Westen einfasst – Eisenbahntrassen, Güterbahnhof, 
Autobahn stellt im Einzugsbereich der Jugendeinrichtung und in die angrenzenden 
Nachbarschaften eine Barriere dar. 
3.2 Das Einzugsgebiet der Jugendeinrichtung 
Der Stadtteil Kalk besteht aus den Stadtvierteln Kalk, Kalk Nord und Kalk GE. Als direkter 
räumlicher Einzugsbereich der Jugendeinrichtung sind Kalk und Kalk GE sowie der südliche 
Bereich des Stadtviertels Humboldt (Teil des Stadtteils Humboldt/Gremberg) zu betrachten. 
In den Stadtteilen Kalk und Humboldt/Gremberg sind neben der neuen Jugendeinrichtung 
Kalker Hauptstraße 22-24 der Pavillon e.V. und die OT Lilienstraße in Kalk-Nord und das 
Kinder- und Jugendzentrum Gremberg in der Odenwaldstraße aktiv. Es ist aber nicht nur der 
direkte räumliche Einzugsbereich entscheidend mit welchen Zielgruppen gearbeitet wird 
sondern daneben stehen natürlich auch die Inhalte und Performance der Jugendarbeit. Dies 
gilt insbesondere für den Stadtteil Kalk, der mit seiner Verkehrsanbindung eine hohe 
Mobilität ermöglicht.  
3.3 Beschreibung des Einzugsgebiets 
Die Beschreibung des Einzugsgebiets wird in drei Bereiche gegliedert: 
- vereinfachte allgemeine Beschreibung der räumlichen Situation für den Stadtteil Kalk  
- vereinfachte allgemeine Beschreibung der sozialen Situation für den Stadtteil Kalk  
- Perspektive des Stadtteil Kalks

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3.3.1 Die räumliche Situation in Kalk 
Der Stadtteil Kalk ist Zentrum und Verwaltungsstandort des Stadtbezirks und hat circa 
24.000 Einwohner. Darüber hinaus nimmt es Verwaltungsfunktionen für die Gesamtstadt 
(Kalk Karree) und die Polizei (Polizeipräsidium) wahr. Aufgrund des Strukturwandels in den 
1980iger Jahren gab es viele disponible Altflächen, die zu unterschiedlichen Neunutzungen 
herangezogen wurden. Dieser Umbruch findet bis heute statt. Beispielhaft seien genannt:  
Neubau der Shopping Mail „Köln Arcaden“, des Polizeipräsidiums, des Kalk Karrees, 
„Wohnen am Park“, Neunutzung der KHD-Hallen durch Gewerbe sowie die aktuellen 
Neubauvorhaben (Abschluss 2021) der GAG wie Bebauung KalkHof, Barcelona Allee, 
Robertstraße und Malteser Gelände. Außerhalb dieser Neubebauung ist das Stadtbild in 
Kalk geprägt von Wohnhäusern (Mehrfamilienhäusern) aus der Gründerzeit und 
Mietshäusern aus den 1950er und 1960er Jahren in Schlichtbauweise. Diese als 
Arbeitersiedlungen errichteten Wohnblöcke sind heute überwiegend stark 
sanierungsbedürftig bzw. werden sukzessive durch Ersatzbauten ersetzt. 
Es besteht nur ein geringer Anteil an Grünflächen in Kalk. Diese sind zumeist eher kleinteilig 
und oft verwahrlost und zweckentfremdet (Drogenkonsum/Schlafstätten). Weiterhin fehlen in 
den Grünflächen oft die Wegeverbindungen ins Quartier und sie sind untereinander nicht 
verbunden. Auch die im Stadtteil bestehenden Spielflächen weisen teilweise nur einen 
geringen Spielwert auf. 
Ausnahmen sind der Kalker Stadtgarten und in Humboldt der Humboldtpark. Potenzial in 
diesem Zusammenhang besitzt noch der alte Friedhof Kalk, der jedoch neu gestaltet werden 
muss. Die größte öffentliche Grünfläche in Kalk, der neugeschaffene Bürgerpark in Kalk 
West, hat dagegen eine hohe Aufenthaltsqualität und steigert den Wohnwert für die 
Bevölkerung erheblich. 
3.3.2 Die soziale Situation in Kalk 
Der Stadtteil Kalk weist eine hohe Bevölkerungsdichte bei einem hohen Anteil an 
Geschosswohnungsbau auf. Kalk ist hinsichtlich seiner Sozialstruktur noch sehr homogen 
und zeigt mit Blick auf die sozialen und demografischen Indikatoren Handlungsbedarfe auf. 
Eine Ausnahme bildet das Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Chemischen 
Fabrik Kalk, welches eine deutlich stabilere Sozialstruktur aufweist. In Kalk leben Menschen 
aus vielen unterschiedlichen Herkunftsländern, wodurch sich zum einen eine hohe kulturelle 
Vielfalt ergibt, zum anderen Integrationsbedarfe deutlich werden. Hinzu kommt, dass der 
Stadtteil als „Ankommensstadtteil“ für nach Köln ziehende Menschen dient, was den 
Integrationsbedarf noch einmal verstärkt, weil es sonst in den ohnehin durch soziale 
Problemlagen betroffenen Quartieren zu Überforderungen kommt. In letzter Zeit ist neben 
den Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten ein starker Zuzug von Menschen aus 
Osteuropa (Bulgarien/Rumänien) feststellbar. Rund 60 % der im Stadtteil lebenden 
Menschen haben einen Migrationshintergrund (Stadt Köln rund 37 %). Bei den Jugendlichen 
unter 18 Jahren liegt dieser Wert sogar bei 82,2 % (Stadt Köln rund 52,5%). Ein Großteil der 
Familien stammt aus Syrien, Irak Afghanistan, Bulgarien oder aus Staaten des Balkan, aus

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afrikanischen Staaten sowie 19 weiteren Nationen. Die Familien haben oftmals einen 
muslimischen oder christlichen Hintergrund und sprechen u.a. Kurdisch und Arabisch. 
Die Altersstruktur zeigt wenig Auffälligkeiten. Der Jugendquotient liegt auf vergleichbarem 
Niveau mit der Gesamtstadt, wohingegen der Altenquotient niedriger ausfällt (19,8 %,Stadt 
Köln 26,5 %). Die Kalker Bevölkerung wächst stark an: in den vergangenen 10 Jahren  um 
circa  8,2 % (Vergleich zur Gesamtstadt: 4,5 % Wachstum). 
Insgesamt hat der Stadtteil eine überproportionale Armut. Die Quote der Empfänger*innen  
von Grundsicherung nach SGB II liegt bei allen Altersgruppierungen circa doppelt so hoch 
wie in der Gesamtstadt (Bsp. unter 15-jährige Leistungsberechtigte Stadtteil 39%/Stadt 
21%). Die aktuelle Unterschiedlichkeit des Stadtteils zeigt hier der Vergleich zum Stadtviertel 
Kalk GE (Neubaugebiet West/CFK Gelände). Dort liegt sie lediglich bei 8%. Die Armut 
korrespondiert häufig mit Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote liegt mit 15,6% deutlich über 
dem gesamtstädtischen Anteil von 8,8 Prozent. Ausländische Mitbürger*innen sind fast zu 
einem Viertel von Arbeitslosigkeit betroffen. Eine besondere Herausforderung stellt die 
Integration von langzeitarbeitslosen Menschen dar: Nachdem in den letzten Jahren die 
Arbeitslosenquote zunächst rückläufig war, steigt sie seit 2013 wieder an und liegt z.Z. bei 
53,9 %. Die zum Teil prekäre Beschäftigungssituation drückt sich auch in der geringen 
Kaufkraft der Bewohnerschaft aus, die deutlich unter dem städtischen Durchschnitt liegt. 
Bedarfe bei der Bildungsteilhabe zeigen sich anhand der auffallend niedrigen 
Gymnasialquote, die auf primäre und sekundäre Herkunftseffekte hinsichtlich 
Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg hindeuten. Die Gesamtschulquote liegt mit 19,5 % 
vergleichbar auf dem gesamtstädtischen Niveau von 20,3 %. Die Hauptschulquote liegt mit 
22,8 % jedoch erheblich über dem stadtweiten Durchschnitt von 12,5 %. 
Eine geringe gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Teilhabe spiegelt sich unter 
anderem in der geringen Wahlbeteiligung in den Stadtteilen Humboldt / Gremberg und Kalk. 
Die geringe Wahlbeteiligung kann auch Indikator für geringe Bildungsteilhabe und subjektiv 
empfundene fehlende Mitwirkungsmöglichkeiten sein.  
Zahlreiche Bewohner*innen weisen gesundheitliche und soziale Problemlagen auf und 
haben zum Teil Sucht- oder psychische Erkrankungen. Teilweise halten sich die Menschen 
mit Suchtproblematik im öffentlichen Raum auf und konsumieren dort legale wie auch illegale 
Drogen. Nicht selten leben die Betroffenen aber auch sehr zurückgezogen, entziehen sich 
zunehmend familiärer Verantwortung und vermeiden den direkten Kontakt nach außen. 
Der Stadtteil Kalk besitzt ein stark differenziertes, großes und qualitatives gutes Angebot an 
sozialen Dienstleistungen und Angeboten von einer Vielzahl unterschiedlicher Träger. Zu 
nennen sind insbesondere: 
- im Bereich der Regelangebote: 
Kitas, Familienzentren, Grundschulen, Förderschulen, weiterführende Schulen, 
Jugendangebote, Migrationsberatung, Jobbörse, Interkulturelle Zentren 
- sowie Ergänzungsangebote: 
Frühförderung, Familienberatung, Frauenberatung,  Drogenberatung, 
Drogenselbsthilfe, Jugendmigrationsdienst, Sozialberatung, Beratung/ Vermittlung in 
Arbeit, Kleiderkammer, Gemeinwesenarbeit, Sozialraumkoordination,

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Zudem gibt es verschiedene Begegnungsstätten und kulturelle Angebote. Seit 1990 existiert 
das Bürgerhaus Kalk, wo Angebote im sozialen, pädagogischen und kulturellen Bereich für 
den Stadtbezirk entwickelt werden. Weitere Begegnungsstätten sind das 
Mehrgenerationenhaus des Caritas-Zentrums, das Naturfreundehaus, der 
Nachbarschaftstreff KalkNord in der Koordination des Interkulturellen Dienstes des 
Bezirksjugendamtes Kalk, das Jugendzentrum in Gremberg und das „Milchhäuschen“ im 
Humboldt-Park, betrieben vom Bürgerverein. Im März 2017 wurde in Kalk-Nord eine neue 
barrierefreie Einrichtung der offenen Kinder und Jugendarbeit des Pavillon e. V. in Betrieb 
genommen. 
Darüber hinaus sind Ansätze bürgerschaftlichen Engagements vorhanden (Kalker 
Mittagstisch, Stiftung KalkGestalten, Bürgerverein, Mieterrat) und die GAG unterstützt 
zahlreiche soziale Initiativen im Stadtteil. 
3.3.3 Perspektive des Stadtteils 
Aufgrund der schon durchgeführten und noch geplanten attraktiven Neugestaltung der 
großräumigen Industriebrachen und den noch zur Verfügung stehenden Potenzialflächen 
zeigt sich jedoch der Stadtteil im Wandel. Dies macht auch der starke Bevölkerungszuwachs 
in den letzten Jahren deutlich. Kalk ist „im Kommen“. Die günstige Verkehrsanbindung ins 
Zentrum, die Nähe zur Hochschule, die guten Einkaufsmöglichkeiten, die neu geschaffenen 
Freizeitmöglichkeiten (Odysseum, Hallen Kalk, etc.), die z.T. günstigen Mieten (auch bedingt 
durch Sozialen Wohnungsbau im Neubaugebieten), die Vielfalt der Kulturen sowie die noch 
vorhandenen Freiräume machen Kalk zunehmend für ein studentisches und auch 
bürgerliches Milieu interessant. Dadurch wird die angestrebte soziale Mischung des 
Stadtteils realistischer. Die zahlreichen Bauvorhaben in Kalk West werden diesen Prozess 
dynamisch beschleunigen. Die Sozialstrukturdaten vom Stadtviertel Kalk GE machen dies 
sehr deutlich. Aber auch die kleinteiligen Modernisierungsmaßnahmen im Bereich des 
Wohnungsbestands des Stadtviertels Kalk-Nord und die Aufwertung im Bereich der 
Einkaufsstraße Kalker Hauptstraße (KalkHof) werden ihren Teil dazu beitragen. Die Gefahr 
der Gentrifizierung wie in anderen ehemaligen Kölner Arbeiterstadtteilen (z.B. Ehrenfeld) 
besteht hier aufgrund der vorausschauenden Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik der 
Stadt und der GAG (Beispiel Wohndialog Kalk-Nord) unseres Erachtens nicht.  
3.4 Ergebnisse aus der Sozialraumanalyse für die 
Jugendeinrichtung 
Die Unterschiedlichkeit des Stadtteils Kalk und seines dynamischen Wandlungsprozesses 
zeigt sich im näheren Einzugsbereich der geplanten Jugendeinrichtung ganz besonders 
deutlich. Auf der einen Seite Armut und Benachteiligung auf der anderen Seite Konsum und 
hervorragende infrastrukturelle Ausstattung. Quartiere, die sehr gemischte 
Bewohnerstrukturen aufweisen, liegen in direkter Nähe zu sozial homogenen Vierteln. 
Beispielhaft für die Gegensätze sind z.B. die Situation rund um den Taunusplatz und im 
Quartier „Wohnen am Park“. Von daher muss die Jugendeinrichtung immer wieder 
Maßnahmen und Anlässe initiieren, um unsichtbare Grenzen zu überwinden und

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 18 
gemeinsame Aktionen herzustellen. Es gilt aber auch die Ressourcen und Schätze des 
Stadtteils zu erkennen und zu nutzen. 
So sollten z.B. auch die neu hinzuziehenden Student*innen und die Menschen aus 
bürgerlichen Milieus in die Arbeit vor Ort integriert sein - sei es als Nutzer, Helfer oder 
Förderer. 
In Hinblick auf die räumliche Lage der Einrichtung ist zu beachten, dass der Bahndamm und 
die Riegelbebauung des Erbbauvereins die Durchlässigkeit zum Stadtviertel Humboldt 
deutlich erschweren. Zudem ist bemerkenswert, dass die Einrichtung sehr verkehrsgünstig 
liegt und im näheren Umkreis bedingt durch die hohe Frequentierung von Jugendlichen im 
Bereich S-Bahn, Köln Arcaden und Bürgerpark sich sehr viele potentielle Nutzer aufhalten. 
Diesen Aspekt gilt es in die alltägliche Arbeit zu berücksichtigen. Als markante Orte, die 
Einfluss auf die Arbeit der Jugendeinrichtung nehmen, seien genannt: 
- Bürgerpark (Spiel- und Treffbereich für Kinder und Jugendliche) 
- Köln Arcaden (Treff- und Konsumbereich für Kinder und Jugendliche) 
- Rund um die Taunusstraße (sehr multikulturelles Viertel mit lebendigem 
Geschäftsleben)  
- Rund um die Kalk-Mülheimer Straße (Bereich mit vielen Shisha Bars, Spielhallen, 
Teestuben etc.) 
An diesen jugendrelevanten Orten im öffentlichen Raum empfiehlt sich von daher 
aufsuchende Arbeit. Der Bürgerpark mit seinen vielfältigen räumlichen Möglichkeiten hat 
diesbezüglich nochmals eine besondere Vorrangstellung. 
4 Rahmenbedingungen  
4.1 Gesetzliche Grundlagen  
Die gesetzliche Grundlage für die Offene Kinder- und Jugendarbeit ergibt sich aus dem 
ersten Abschnitt des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII):  
Gemäß § 11 des SGB VIII sind jungen Menschen die zur Förderung ihrer Entwicklung 
erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den 
Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, 
sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu 
sozialem Engagement anregen und hinführen.  
Diese Aufgaben der Offenen Jugendarbeit nimmt der Veedel e.V. auf Grundlage des § 74 
SGB VIII (Förderung der freien Jugendhilfe) und § 80 SGB VIII (Jugendhilfeplanung) wahr.  
Ergänzend zu der Bundesgesetzgebung werden, sofern vorhanden, die Gesetzgebungen 
bzw. die Ausführungsbestimmungen der Länder sowie die jeweiligen Richtlinien und 
Vorgaben der Kommunen beachtet. Hier gilt es die Richtlinie zur Förderung der Offenen 
Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Köln (beschlossen vom Rat am 23.06.2015) 
umzusetzen. 
Die gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben zum Kindesschutz (vgl. § 8a SGB VIII; 
Bundeskinderschutzgesetz) werden in besonderer Weise berücksichtigt. Auf der Basis des

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Bundeskinderschutzgesetzes werden Maßnahmen gemäß der rechtlichen Vorgaben 
ergriffen, um den Schutz des Kindeswohles zu sichern. 
4.2 Zielgruppen 
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit richtet sich an junge Menschen – dies umfasst Kinder, 
Jugendliche sowie junge Erwachsene. Unsere Angebote sind dabei grundsätzlich für jeden 
zugänglich, unabhängig von sozialem Status, Geschlecht, Herkunft, körperlichen oder 
geistigen Möglichkeiten oder Bildungsstand. Darüber hinaus richten wir in unseren 
Angeboten den Blick immer auch auf wichtige Bezugspersonen der jungen Menschen in 
ihrem sozialen Umfeld. 
Die Hauptzielgruppe sind Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Als erweiterte Zielgruppe 
werden junge Menschen bis 22 Jahren erreicht. Eine gewisse Anzahl an Angeboten richtet 
sich bedarfsorientiert auch an Kinder von 6 – 12 Jahren. 
Insbesondere Kinder aus benachteiligten Lebenslagen haben einen erhöhten Förderbedarf, 
beispielsweise in folgenden Bereichen 
- der emotionalen Stabilisierung,  
- der Stärkung des Selbstwertgefühls,  
- der Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes, 
- der Gesundheitsförderung, 
- der Bewältigung des Schulalltags,  
- der aktiven Freizeitgestaltung,  
- der nachhaltigen Kontaktknüpfung bzw. sozialen Integration,  
- der kulturellen und gleichwertigen Teilhabe, 
- der Schulung von Medienkompetenz 
- der Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit, 
- dem interkulturellen und interreligiösen Dialog, 
- Anti-Diskriminierungsstrategien 
- und gewaltfreiem Umgang mit Konflikten benötigen.  
4.2.1 Exkurs: Stimme der Kinder und Jugendlichen aus 
Deutschland  
Der Kinder- und Jugendreport Deutschland dient als Ergänzung zu dem Staatenbericht der 
Bundesrepublik und dem ergänzenden Bericht der NGOs in Deutschland an den UN-
Kinderrechtsausschuss zu der Lage der Kinder und Jugendlichen in Deutschland:  
Laut dem ersten Kinder- und Jugendreport 2010 wünschen sich die befragten Kinder und 
Jugendlichen vor allem kostenlose, saubere und barrierefreie Zugänge zu 
Freizeiteinrichtungen für alle Kinder, selbstbestimmte Freiräume sowie die Unterstützung von 
erwachsenen Betreuer*innen, die Qualifizierungsmaßnahmen zu Konfliktbewältigung und 
Demokratieerziehung und anbieten und durchführen.

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Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund wünschen sich folgende 
Angebote bzw. Strukturen einer Jugendfreizeiteinrichtung in ihrer Stadt: 
- Selbstverwalteter Jugendrat 
- Kinderbürgermeister 
- Fußballplatz 
- Basketballfeld 
- Skaterpark 
- Spielplatz 
- Gemeinderaum 
- Jugendcafé 
- W-LAN/Computerraum 
- Kinder/Jugendkino 
- Ruheraum 
5 Ziele 
Das grundsätzliche Ziel unserer Angebote in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist es, 
die Qualität des Lebens der Menschen einem breit angelegten Verständnis nach zu 
verbessern. Dazu gehört das Zurechtkommen in den herausfordernden Realitäten des 
Alltages, die Auseinandersetzung mit Erlebtem und die Integration dieser Erfahrungen in das 
eigene Lebenskonzept. Lebensqualität wird dabei maßgeblich an der Fähigkeit, das eigene 
Leben selbstbewusst und selbstbestimmt gestalten zu können, bemessen. Die Erreichung 
dieses Ziels ermöglichen wir über die Schaffung und Förderung von Verwirklichungschancen 
auf verschiedenen Ebenen: 
- Wir fördern und unterstützen gleichberechtigte Teilhabe an der Gemeinschaft, soziale 
Integration und Inklusion. 
- Wir fördern und befähigen die Menschen, ihr Leben selbstbestimmt und 
eigenverantwortlich zu führen und zu gestalten. 
- Wir fördern und unterstützen die Menschen bei dem Erwerb von Bildung. Dies 
umfasst soziales Lernen sowie die Entwicklung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und 
Wissen. 
- Wir schaffen und fördern Möglichkeiten zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. 
Verwirklichungschancen sind für uns die zentrale Grundlage und Voraussetzung für ein 
selbstbestimmtes Leben. Wir berücksichtigen dabei immer sowohl die individuellen und 
personenbezogenen Faktoren (wie Gesundheit, Lebensalter, Geschlecht, Bildungsstand) wie 
auch den sozialen Rahmen (z. B. soziale Normen, Institutionen, Kulturen, Rechte) und die 
jeweiligen Entscheidungsprozesse, Wünsche und Erwartungen. 
Den Rechten der Adressatinnen und Adressaten unserer Angebote kommt dabei eine 
besondere Bedeutung zu. Sie sind für uns einerseits Bedingung und Rahmen, andererseits 
gilt es, sie aktiv zu benennen und die jungen Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen 
Rechte wahrzunehmen, einzufordern und leben zu können.

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Weiterhin werden Ziele im Kontext prozesshafter Aushandlung mit Auftraggebern (z.B. 
Kommune, Förderer etc.) formuliert. Sie generieren sich in der Regel aus der 
Jugendhilfeplanung und den Bedarfen der Kinder- und Jugendlichen vor Ort. Wir achten 
darauf, dass Ziele und Perspektiven in der Interaktion mit den jungen Menschen formuliert 
werden und sich auch aus der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, z. B. Schule, 
Kindertageseinrichtungen, Förderprogramme auf Länder-, Bundes- oder europäischer 
Ebene, speisen. 
Fünf Bildungsziele in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit 
I. Gewaltprävention und Kinderschutz etablieren 
Gewaltprävention und Anti-Diskriminierungsstrategien durch Soziales Lernen, 
Etablierung von nachhaltigen Strukturen und Information der Öffentlichkeit. 
- Besonderer Fokus wird auf die Entwicklung von Verantwortungsübernahme für 
das eigene Handeln, auf die Entwicklung von Toleranz, Respekt, Vertrauen und 
Kommunikationsfähigkeit, auf das Erlernen von Kooperation und Interaktion, auf 
die Entwicklung eines solidarischen und demokratischen Verhaltens und auf das 
Erlernen und Einüben von gewaltfreien und deeskalierenden 
Handlungsalternativen und Konfliktlösungsoptionen gelegt. Die Kinder und 
Jugendlichen sollen lernen mit erfahrener Ablehnung, Frustration, Niederlagen und 
Diskriminierung gewaltfrei und selbstbestimmt umzugehen. Insbesondere auch in 
Sozialtrainings und themenbezogenen Projekten geht es um die Entwicklung von 
sozialer Kompetenz bzw. die Entwicklung der Schlüsselelemente lebenslangen 
Lernens. 
- Der Blick auf Gesellschaft und Medien soll in Form einer Schulung zur 
Medienkompetenz, einer Reflexion von eigenen und fremden Werten und Normen, 
einer altersgerechten Analyse der Medienlandschaft, dem Erkennen der 
Bedeutung von Peer-Group und Familie, einer Reflexion über die eigenen 
Vorbilder und deren Funktion, sowie der Entwicklung von Kritikfähigkeit und 
Mündigkeit geschärft werden.  
- Die breite Gesellschaft und einheimische Kinder und Jugendliche sollen durch 
kooperative Angebote, gezielte Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden, 
um Ressentiments, Berührungsängste und Vorurteile abzubauen. 
- Die kooperative Arbeit mit Schulen und weiteren sozialen Trägern dient dazu 
nachhaltige präventive Strukturen aufzubauen und die Projekterfolge zu sichern.  
II. Empowerment und Selbsthilfekompetenz fördern 
Empowerment bzw. der Abbau von Resignation und Hilflosigkeit durch die Schaffung 
von Zukunftsperspektiven, Erfolgserlebnissen, Erfahrung von Selbstwirksamkeit, 
Aktivitäten und schönen Freizeiterlebnissen und Beziehungen. 
- Alle Kinder und Jugendlichen, die das Jugendzentrum besuchen, sollen dabei 
unterstützt werden, ein positives und realistisches Selbstkonzept zu entwickeln. 
Dabei soll eine Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens, die 
Erhöhung der Frustrationstoleranz, die Verbesserung der Körper- und

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Sinneserfahrung und das Erfahren neuer Erfolgserlebnisse und deren Integrierung 
eine große Rolle spielen.  
- Die Vermittlung von intensiven, persönlichen Kontakten zwischen Kindern und 
Jugendlichen verschiedener Herkunft steht im Vordergrund. Hierbei geht es um 
das Erspüren individuell sehr unterschiedlicher Biographien des Gegenübers, 
Empathie und die Förderung eines respektvollen Miteinanders. Starke und 
erfüllende Bindungen und Beziehungen zu Gleichaltrigen können entstehen. 
- In Verbindung mit den übrigen vier Zielen erfahren die Kinder und Jugendlichen, 
dass sie selbstwirksam sind, Perspektiven haben und positiv nach vorne schauen 
können. Eine positive und konstruktive Weltsicht, Lernverständnis und Optimismus 
können entstehen. 
III. Demokratie leben lernen 
Demokratie leben lernen durch das Vorleben und Einführen einer demokratischen 
Grundhaltung und der Vermittlung von Wissen und Aufklärung. 
- Die Kinder und Jugendlichen lernen anhand von Strukturen, Regeln, Beispielen 
und Vorbildern wie Demokratie funktioniert und welche Grundhaltung und Wissen 
hierfür benötigt werden.  
- Die Kinder lernen sich in die Gruppe einzubringen, Verantwortung zu übernehmen 
und das Zusammenleben aktiv mitzugestalten.  
- Die Kinder und Jugendlichen sollen Raum, Struktur und Zeit erhalten, um 
demokratische und lösungsorientierte Kommunikationsmethoden kennenzulernen 
und einzuüben. Es geht um das Erleben und Erlernen einer demokratischen 
Diskussionskultur, einen respektvollen Wertediskurs und den Umgang mit 
kultureller Vielfalt. Das Erreichen von Kindern und Jugendlichen mit 
unterschiedlicher Herkunft und Kultur stellt in diesem Zusammenhang eine 
besondere Herausforderung und ein zentrales Ziel dar. 
IV. Partizipation und kulturelle Teilhabe ermöglichen 
Partizipation durchsetzen durch die Befähigung der Teilnehmer*innen und die 
Schaffung von Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zur Selbstwirksamkeit und 
Mitbestimmung sowie kulturellen Teilhabe. 
- Jedes teilnehmende Kind erhält altersentsprechende Möglichkeiten sich an 
Gruppenprozessen und Entscheidungen aktiv und selbstbestimmt zu beteiligen. 
Es werden Möglichkeiten und Strukturen geschaffen, dass individuelle Meinungen, 
Anliegen, Wünsche und Beschwerden der Kinder erfasst, aufgenommen und 
verwertet werden können (z.B. Kinderparlament und Jugendrat). Den Kindern wird 
Raum und Zeit gegeben Beteiligungsprozesse kennenzulernen und sich 
einzubringen. Eine gelebte Partizipation soll für Kinder jeden Alters ermöglicht 
werden. 
- Durch die Bereitstellung von kulturellen Angeboten und Events werden Kinder und 
Jugendliche dazu befähigt am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Köln 
teilzuhaben. Sie lernen neue Angebote kennen und werden befähigt sich selbst ein 
Hobby zu suchen oder in einen Verein einzutreten.

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 23 
V. Inklusion und Gleichwertigkeit leben 
Gesellschaftliche Teilhabe, Gleichwertigkeit und soziale Integration soll durch die 
Unterstützung beim nachhaltigen sozialen Kontaktaufbau zu einheimischen Kindern 
und Jugendlichen gelingen. 
- Jedes teilnehmende Kind erhält unabhängig von seiner Herkunft, seiner Religion, 
seiner körperlichen Beschaffenheit, seines Geschlechts oder Alters die gleichen 
Chancen und Möglichkeiten an den Gruppenangeboten teilzunehmen und sich 
aktiv einzubringen. 
- Die Kinder und Jugendlichen benötigen geschlechtersensible Angebote 
entsprechend der Interessen und Neigungen der Jugendlichen (Jungen-
/Mädchengruppen) sowie Unterstützung bei der Umsetzung von 
Geschlechtergerechtigkeit. Kulturelle Rollenbilder werden mit den Jugendlichen 
thematisiert und bearbeitet.  
- Kinder mit und ohne Migrationshintergrund aus Köln gestalten gemeinsam ihre 
Freizeit und planen zusammen Aktionen und Veranstaltungen. Alle Kinder sind 
gleichwertige Partner in den Gruppenaktivitäten. Sie erkunden gemeinsam ihre 
Stadt und lernen neue Dinge über sich und andere bzw. über die eigene und 
andere Kulturen kennen. Neue Freundschaften können entstehen. 
6 Maßnahmen zur Zielerreichung 
Die besondere Attraktivität für die Kalker Zielgruppe besteht in der Weiterführung der bereits 
mit den Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingswohnheimen, Pflegefamilien und 
Schulklassen erprobten und entwickelten Konzepte zu interkulturellen Konfliktbearbeitungs- 
und Antidiskriminierungsstrategien, partizipativer Empowerment-Arbeit sowie 
Gewaltprävention und Demokratieerziehung. Die hohe Akzeptanz bei den Schulen, Offenen 
Treffs und Notunterkünften sowie der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen mit 
Migrations- und Fluchterfahrung ist ausschlaggebend für den Projekterfolg. Der besondere 
Anreiz und Gewinn für das Jugendzentrum „WIR SIND … “ für marginalisierte Kinder und 
Jugendliche besteht in dem Projektansatz der Partizipation und des Empowerments, indem 
entsprechende Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt, die Betroffenen selbst aber in 
verantwortungsvolle Aktion versetzt werden.  
6.1 Handlungsfelder 
Gelungene Übergänge begleiten und gestalten 
Die Phase der Jugendzeit als Übergang zum Erwachsensein hat sich auf Grund des 
gesellschaftlichen Wandels – Veränderung der Familienstruktur, Individualisierung und 
Pluralisierung von Lebenslagen – hin zu einem eigenständigen Lebensabschnitt verlängert. 
Dadurch ergeben sich neue veränderte Lebens- und Problemlagen, die sich in allen 
Bereichen der Jugendarbeit zeigen. Heutzutage ist Lebensbewältigung und Identitätsbildung 
für viele Jugendliche zu einem schwierigen und komplexen Unterfangen geworden. Auf der 
einen Seite eröffnen diese Veränderungen den Jugendlichen einen großen Freiraum und 
damit verbunden vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Die Komplexität der Wahlalternativen

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bringt andererseits aber zunehmend Verunsicherung und Unübersichtlichkeit mit sich. Für 
Jugendliche wird es immer schwieriger, sich zu orientieren und geschützte Räume zu finden, 
die ihnen die Möglichkeit bieten, eine eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln und ihr 
Leben positiv zu gestalten. Der umfassende Strukturwandel der Jugendphase, von einer 
relativ sicheren Übergangsphase innerhalb einer Normalbiographie, hin zu einer 
eigenständigen Lebensphase und der Herausforderung einer individuellen 
Lebensgestaltung, stellt hohe Ansprüche an die Eigenleistung der Jugendlichen. Junge 
Menschen haben heute nicht nur die Möglichkeit sich zwischen vielen Wegen zu 
entscheiden, sie stehen auch unter Entscheidungszwängen, ohne dass sie zumeist wissen, 
wofür sie sich eigentlich entscheiden sollen. Viele Jugendliche sind damit jedoch überfordert. 
Sie haben mit Widersprüchlichkeiten zu kämpfen und müssen lernen diese auszuhalten 
und auszutarieren. Das Arbeitsfeld der offenen Kinder- und Jugendarbeit kann hier 
Unterstützung bieten, indem Freiräume als Lernfeld zur Verfügung gestellt sowie Handlungs- 
und Experimentiermöglichkeiten für Jugendliche geschaffen werden. 
6.1.1 Bildung und Lebensbewältigung 
Bildung ist für uns ein ganzheitlicher und dynamischer Begriff, der für den 
lebensbegleitenden Entwicklungsprozess des Menschen steht. Wir verstehen unter Bildung 
die Erweiterung von geistigen, kulturellen und lebenspraktischen Fähigkeiten und personalen 
sowie sozialen Kompetenzen. 
Da der Bildungsbegriff damit über den klassischen Wissenserwerb hinausgeht und deshalb 
als Teil eines umfänglichen Entwicklungsprozesses, auch im Sinne des sozialen Lernens 
verstanden wird, sehen wir Bildung als eine zentrale Aufgabe der Offenen Kinder- und 
Jugendarbeit. Wir vertreten die Haltung, dass Bildung nicht nur für die individuelle 
Entwicklung eine entscheidende Komponente ist, sondern auch der grundlegende Faktor, 
um sich engagiert und demokratisch an der Gestaltung unserer Gesellschaft zu beteiligen. 
Wir gestalten die Offene Kinder- und Jugendarbeit damit als aktiven Teil der 
gesellschaftlichen Bildungslandschaft. Ziel des pädagogischen Handelns ist dabei, 
Bildungsprozesse zu initiieren, zu begleiten und durchzuführen, um die jungen Menschen bei 
einem gelingenden Entwicklungsprozess bedarfsgerecht zu fördern. Kinder und Jugendliche 
haben heutzutage eine strukturelle Vielfalt und Auswahl an institutionellen und informellen 
Bildungsangeboten, aber auch eine erhöhte Eigenverantwortung, sich Zugänge dazu zu 
erschließen. In vielen Fällen gelingt dies nur unzureichend und eine gezielte Unterstützung 
und Ermutigung wird erforderlich. In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gelingt es uns, 
Kinder und Jugendliche für Bildungsangebote zu begeistern. 
6.1.2 Stärken- und Ressourcenorientierung  
Wir orientieren uns an den Interessen, Ideen und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen. 
Dabei werden persönliche Defizite oder schwierige Lebensumstände vor dem Hintergrund 
vorhandener Stärken und Ressourcen betrachtet. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch 
die Bestrebung in sich trägt, seine Talente, Potentiale und Kompetenzen zu entfalten und zu

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vervollkommnen. Wir betrachten diese Bestrebungen als Recht der jungen Menschen und 
unterstützen sie dabei, dieses Recht wahrnehmen zu können. 
Mit unseren Angeboten und Projekten schaffen wir für die Kinder- und Jugendlichen 
Aktionsfläche, Schutzraum und Plattform kreativer Entfaltungsmöglichkeit zugleich. Im 
Vordergrund steht der Gedanke, Kindern und Jugendlichen Handlungsmöglichkeiten für eine 
selbstbestimmte und eigenverantwortliche Lebensführung mitzugeben und Netzwerke zu 
aktivieren, anstatt sie von pädagogischen Angeboten abhängig zu machen. 
Die jungen Menschen und ihre Familien lernen ihre individuellen Möglichkeiten zu erfahren 
und zu nutzen, um diese weiterführend anwenden zu können. Sie entwickeln dabei 
alternative Handlungsstrategien, lernen sich selbst persönliche Ziele zu stecken und diese 
auch zu erreichen. Wir schaffen Möglichkeiten für junge Menschen, sich auf die eigenen 
Ressourcen und Stärken zu besinnen, individuelle Ziele selbst zu entwickeln und so 
Selbstwirksamkeit zu erfahren. 
6.1.3 Lebenswelt- und Sozialraumorientierung  
Die jeweilige Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen ist Ausgangspunkt für die 
pädagogische Arbeit. Lebensweltorientierung erfasst Zusammenhänge, Strukturen, Zwänge 
und Chancen, unter denen die Kinder und Jugendlichen aufwachsen. Dafür müssen 
Methoden der Lebensweltanalyse angewandt und Bewertungskriterien erstellt werden. Die 
Lebensweltorientierung befasst sich somit mit den Dingen, die wirklich für die Kinder und 
Jugendlichen von Bedeutung sind. Sie richtet den Blick auch auf Lernräume und fragt 
danach, wo und wie Lernerfahrungen stattfinden. Die Orientierung an der Lebenswelt 
erfordert auch die Suche nach Antworten auf die Frage, was den Kindern und Jugendlichen 
gut tut und was nicht, welche Ideen, Visionen und Lebensentwürfe sie verfolgen. Offene 
Kinder- und Jugendarbeit findet in unmittelbarer Nähe zur Lebenswelt der Kinder und 
Jugendlichen statt. Die Angebote richten sich an alle Kinder und Jugendlichen, die sich aus 
unterschiedlichen Gründen im sozialen Nahraum treffen. Der Bezug zu alltäglichen und 
jugendtypischen Themen ermöglicht den Zugang zu informellen Lernprozessen. Wir greifen 
diese Themen auf, bieten Unterstützung bei der Lebensbewältigung an und beziehen, wenn 
möglich, auch Bezugspersonen in die Arbeit ein. Dies kann sowohl durch Beratung in 
Konfliktfällen, als auch bei der Gestaltung von Angeboten geschehen. 
Im Rahmen der Lebenswelt- und Sozialraumorientierung ist die Schaffung von 
Aneignungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche stets zu berücksichtigen. Dies bezieht 
sowohl auf die Einrichtung als auch auf den öffentlichen Raum. Von daher fördern wir 
grundsätzlich die Aneignungsqualität im Offenen Bereich und in Projekten. 
6.1.4 Partizipation  
Partizipation ist ein Lernprozess, der idealerweise innerhalb der Sozialisation abläuft. Er 
benötigt Übung und Lernerfahrungen. Partizipation bedeutet in der Praxis, verbindlichen 
Einfluss auf Planungs- und Entscheidungsprozesse zu nehmen, von denen man selber 
betroffen ist. Partizipation ist zudem eine Frage der pädagogischen Haltung. Es geht uns

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darum, tatsächliche Möglichkeiten von Beteiligung und Einflussnahme auf Verläufe, 
Entscheidungen, Prozesse und Angebote zu gestalten. Wesentlich für Partizipation ist, dass 
Kinder und Jugendliche von Erwachsenen als eigenständige Persönlichkeiten betrachtet und 
als solche gestärkt werden. Eine vertrauensvolle Einstellung der Erwachsenen in jeder 
Lebensphase ist entscheidend und fördert das Selbstbewusstsein der Kinder- und 
Jugendlichen, eigene Wege gehen zu können. Diese pädagogische Grundhaltung zeichnet 
sich dadurch aus, dass  
- wir es jungen Menschen zutrauen, selbst Entscheidungen zu treffen  
- die Fachkräfte ihre Entscheidungen verständlich begründen  
- ein Grundverständnis dass alle Beteiligten voneinander lernen können, gelebt wird  
- Fachkräfte nicht selbstverständlich und automatisch wissen, was für Kinder und 
Jugendliche gut und richtig ist.  
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit gewinnt durch die Partizipation aller Beteiligten an 
Wirksamkeit. Das Einüben von demokratischen Mitbestimmungsmodellen, die Ernsthaftigkeit 
der Meinungserforschung und deren Umsetzung, die Nutzung der vorhandenen 
Kompetenzen und deren Weiterentwicklung, bezogen auf Projekte zur Verbesserung der 
Lebenswelt sind Ziele des pädagogischen Handelns.  
6.1.5 Integration und Inklusion  
So lange gesellschaftliche Strukturen und Systeme ausschließen und segregieren ist 
Integration notwendig, um Kinder, Jugendliche und Familien zur gesellschaftlichen Teilhabe 
zu befähigen. Damit ist nicht Assimilation, also die zwanghafte Anpassung an gegebene 
Strukturen gemeint. Vielmehr geht es um einen wechselseitigen Prozess zwischen 
Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen, der davon lebt, dass 
gemeinsam etwas Neues entstehen kann. Die Systeme und Strukturen müssen also so 
beschaffen sein, dass sie flexibel auf die spezifischen und individuellen Bedürfnisse der 
Kinder, Jugendlichen und Familien eingehen können. Dies muss unabhängig von ethnischer, 
kultureller oder sozialer Herkunft, unabhängig von körperlichen und geistigen 
Voraussetzungen und unabhängig von Geschlecht, Alter und monetären Verhältnissen 
geschehen. 
In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit setzen wir Integration um, indem wir gerade nicht 
nach gesellschaftlichem Status, kulturellem Hintergrund oder Bildungsniveau selektieren. Wir 
wollen, dass sich in unseren Angeboten und Einrichtungen vor Ort gesellschaftliche und 
kulturelle Vielfalt widerspiegeln kann und gleichberechtigte Teilhabe für Kinder und 
Jugendliche sowie deren Familien mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedarfen 
ermöglicht wird.  
6.1.6 Geschlechterorientierung 
Es ist uns wichtig, dass Mädchen und Jungen gleiche Entwicklungs- und 
Verwirklichungschancen erhalten. Wir wissen, dass sie dazu jeweils unterschiedliche Dinge 
benötigen und berücksichtigen dies in der Ausgestaltung unserer Angebote.

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Folgende konkrete Aufgaben und Ziele für die geschlechtsbezogene Offene Kinder- und 
Jugendarbeit ergeben sich in der Praxis:  
- Neue Erfahrungen und Erlebnisse werden, abseits des Alltages, vermittelt.  
- Chancengleichheit wird hergestellt.  
- Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden anerkannt.  
- Vorhandene Ressourcen der Familie und des sozialen Umfeldes werden genutzt  
Damit werden Schutzräume zur Erprobung der eigenen Identität, Selbstbestimmung und 
Lebensperspektive bereitgestellt. Diese geschlechtersensible Herangehensweise verstehen 
wir als Querschnittsaufgabe in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.  
6.1.7 Prävention  
Wir verstehen unter Prävention eine grundlegende Haltung, frühzeitig und anlassbezogen 
wie auch anlassunabhängig Angebote zu gestalten, die unseren Adressatinnen und 
Adressaten eine Bandbreite an Möglichkeiten vermitteln. Prävention in der Offenen Kinder- 
und Jugendarbeit zeichnet sich auch durch die Schaffung von Schutzräumen aus. Diese 
Schutzräume sind gewaltfrei, tolerant, suchtmittelfrei und diskriminierungsfrei. Darüber 
hinaus hat die Gesundheitsförderung einen hohen Stellenwert und wird in die alltägliche 
Arbeit integriert, insbesondere in den Aktionsfeldern Ernährung und Bewegung. 
Alle genannten Handlungsfelder dienen ebenfalls der Prävention vor gewalttätigen, 
antidemokratischen und inkonsistenten Lebensverläufen. 
6.1.8 Förderung der Medienkompetenz 
Im Rahmen einer handlungsorientierten Medienpädagogik stellen wir den Mensch in den 
Mittelpunkt. Dabei sehen wir Medienkompetenz als einen Bestandteil einer grundsätzlichen 
kommunikativen Kompetenz. 
Menschliches Verhalten ist nicht als reine Reaktion auf seine Umwelt und gesellschaftliche 
Zustände zu verstehen, sondern der Mensch ist vielmehr jemand, der selbst handeln und 
seine Umwelt gestalten kann. Es geht also weniger um die Frage, was die Medien mit den 
Menschen machen, sondern vielmehr darum, wie die Menschen die Medien kompetent 
nutzen können. In diesem Sinne können Medien als ein Mittel für eine umfassende Bildung 
und Mündigkeit des Einzelnen gesehen werden. 
Ähnlich wie beim Erlernen einer Sprache geht es bei der Vermittlung von Medienkompetenz 
nicht darum, einfach eine Reihe von technischen Fertigkeiten zu lernen. Es geht vielmehr 
auch darum, das Lernen zu lernen, um sich neue Fähigkeiten und neues Wissen im Bereich 
Medien selbst zu erschließen. Zu den weiteren Zielen gehört es, die eigene Mediennutzung 
zu reflektieren und die Entwicklungen im Bereich Medien kritisch zu verfolgen. Von daher 
fördern wir Sachkompetenz (das Wissen über die Medien), Rezeptionskompetenz (die 
Fähigkeit, Medien kritisch zu nutzen) und Partizipationskompetenz (die Fähigkeit, Medien 
selbstbestimmt zu produzieren).

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6.1.9 Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention 
Alle Kinder und Jugendlichen werden über ihre Rechte aufgeklärt. Schutz, Förderung und 
Beteiligung aller Kinder und Jugendlichen haben oberste Priorität.  
6.2 Handlungsansätze 
Die Handlungsansätze in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit beschreiben die 
grundlegenden Formen der Ausgestaltung unserer zukünftigen Angebote. Dies umfasst 
sowohl die Beschreibung der pädagogischen Grundhaltung, methodische Ausgestaltung und 
Zielsetzung im Kontext des konkreten Handlungsansatzes.  
6.2.1 Offene Arbeit und Angebote 
Unsere pädagogische Überzeugung ist, dass junge Menschen Räume zur Selbstaneignung 
und Selbstbestimmung brauchen. Wir verstehen es als eine wichtige Aufgabe in der Offenen 
Arbeit eine Willkommenskultur in der Einrichtung zu pflegen. Wir wertschätzen Kinder und 
Jugendliche als eigenständige Persönlichkeiten in unserer alltäglichen Arbeit und sorgen für 
attraktive Räumlichkeiten und Ausstattungen. Wir verstehen uns als Gastgeber für die Kinder 
und Jugendlichen, die unsere Angebote und Einrichtungen besuchen.  
Der Offene Treff und die Offenen Angebote bilden den Kern der Offenen Arbeit. Sie zeichnen 
sich durch Freiwilligkeit, Niedrigschwelligkeit und Offenheit aus. Das Motto „die eigene 
Freizeit gestalten“ rückt in den Fokus. Der Offene Treff und die Offenen Angebote orientieren 
sich hierbei an den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppen. Wir schaffen geschützte 
Räume und vielseitige Gestaltungs- und Beteiligungsmöglichkeiten, in denen Kinder und 
Jugendliche sich ausprobieren können. Die Bereitstellung umfassender inhaltlicher und 
räumlicher Beteiligungsmöglichkeiten ist uns dabei ein wichtiges Anliegen. Der Offene Treff 
bildet den Ausgangspunkt der Begegnung in der Offenen Arbeit. Er wird durch die Offenen 
Angebote ergänzt. In den Offenen Angeboten werden thematische Schwerpunkte gesetzt. 
Die Bandbreite umfasst hierbei Angebote in Sport und Spiel, kreative und handwerkliche, 
kulturelle, geschlechtsspezifische, mediale Angebote und Beratungsangebote. Die Kinder 
und Jugendlichen werden im Offenen Treff und den Offenen Angeboten von uns begleitet, 
wir setzen Impulse und schaffen altersgerechte Freiräume und Erfahrungsmöglichkeiten.  
Darüber hinaus kann es im Rahmen Offener Treffs und Angebote auch selbstverwaltete 
Räume und Angebote geben. Hierbei werden die Kinder und Jugendlichen von uns 
pädagogisch unterstützt und begleitet, die Aktivitäten jedoch von den Kindern und 
Jugendlichen selbst durchgeführt. Die Ausgestaltung und Organisation sowie die 
Verbindlichkeit dieser selbstverwalteten Angebote liegt im Ermessen der jungen Menschen, 
solange dieses unter Berücksichtigung unserer Grundprinzipien und Leitlinien geschieht.

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 29 
6.2.2 Themenbezogene Projektarbeit 
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit sieht sich mit neuen Aufgaben und Herausforderungen 
konfrontiert. Dazu gehört beispielsweise der Umgang mit Auswirkungen von Armut, 
systematischer Benachteiligung und Prekarisierung. Diesen Aufgaben kann das Offene 
Angebot allein nicht gerecht werden. Mit themenbezogener Projektarbeit wollen wir einen 
Mehrwert für Kinder, Jugendliche und Familien schaffen, der sich an den konkreten 
Ausgangspunkten bzw. konkret zu bewältigenden Herausforderung orientiert.  
Im Rahmen der themenbezogenen Projektarbeit können sich bestehende Beziehungen, die 
sich aus anderen Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit heraus entwickelt haben, 
verstetigen und vertiefen, aber auch neue Kontakte zu jungen Menschen, die von anderen 
Angeboten noch nicht erreicht wurden, entstehen. Die themenbezogene Projektarbeit kann 
neue Methoden der Vermittlung ausprobieren sowie Handlungs- und Denkmöglichkeiten 
erweitern. In diesem Rahmen ist es uns ein Anliegen, auch auf gesellschaftliche Situationen 
Bezug zu nehmen, Bedarfe und Themen abzubilden und zu bearbeiten. So ist ein vertieftes 
und systematisiertes pädagogisches Arbeiten über den konkreten Einrichtungs- bzw. 
Angebotskontext hinaus möglich.  
Vorhandene Regelangebote werden so erweitert. Die themenbezogene Projektarbeit hat 
durch ihre zeitliche Begrenzung und ihre klare Zieldefinition einen individuellen Charakter. 
Durchgeführte Projekte sollen umfassend evaluiert und stetig weiterentwickelt werden.  
Die einzelnen Themen der Projekte werden aus den täglichen Praxiserfahrungen der 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter generiert und orientieren sich an den Interessen, 
Fähigkeiten und Ressourcen der jungen Menschen sowie an deren Ideen und Wünschen. 
Die Projekte sind damit zielgruppengerecht sowie nachfrageorientiert organisiert und 
ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang. Die Projektthemen werden altersgerecht 
aufgearbeitet und in interessante, spielerische und schöpferische Lerninhalte übersetzt. Sie 
ermöglichen Lernprozesse für alle Beteiligten, durch die eigene Ressourcen entdeckt werden 
und die das Zurechtkommen in einer oft verwirrenden Alltagsrealität erleichtern helfen.  
Insbesondere auch die themenbezogene Projektarbeit ist auf Drittmittel zur Finanzierung 
ihrer Angebote angewiesen. 
6.2.3 Ferienprogramme, Ausflüge, Turniere, saisonale Feste und 
Events 
Armut und beengte Wohnverhältnisse sind im Stadtteil für viele Kinder und Jugendliche 
alltägliche Realität. Ein Urlaub, wo neue Eindrücke gewonnen werden, Freundschaften 
geschlossen, neue Erfahrungen gemacht und in unbekannte Welten eingetaucht wird, ist ein 
wichtiges jugendliches Grundbedürfnis - aber leider für viele Kinder und Jugendlichen aus 
Kalk eine Utopie. Kalk ist zudem nicht ausreichenden mit Spiel-, Freizeit und 
Erholungsflächen ausgestattet. Viele Eltern zeigen sich angesichts dieser Ausgangssituation 
und der Aufgabenstellung, familiäre Feriengestaltung und Unternehmungen zu planen, 
überfordert. Zudem müssen einige Eltern auch in den Ferienzeiten arbeiten und suchen 
dringend verlässliche Betreuungsangebote für ihre Kinder. Ferienprogramme fördern das

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 30 
soziale Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung. Sie sind gekennzeichnet von Erlebnis, 
Entspannung, Animation, Spaß und Partizipation,  Von daher hat die Gestaltung von 
regelmäßigen, verlässlichen, anregenden und abwechslungsreichen Ferienprogrammen 
einen hohen Stellenwert in der Offenen Jugendarbeit. Dieser Ausbruch aus dem Alltag 
gelingt in kleinerem Rahmen auch bei Ausflügen, Turnieren, Festen und Events und sind 
ebenfalls als feste Angebote regelmäßig zu integrieren.  
6.2.4 Aufsuchende und Mobile Arbeit 
Wir verstehen Mobile Arbeit als ein Angebot, welches  aktiv auf die Kinder- und Jugendlichen 
zugeht. Die Mobile Arbeit ist dabei in unterschiedlichen Quartieren tätig und versteht sich als 
Bestandteil des Gemeinwesens. In der Regel handelt es sich dabei um Räume, die für 
unsere Zielgruppe eine Anziehungskraft und Attraktivität (z.B. Bürgerpark, Köln Arcaden, 
Taunusstraße, Kalk-Mülheimer Str.) ausüben. Es ist uns wichtig, an diesen Orten Präsenz zu 
entwickeln und dort Kinder und Jugendliche zu erreichen und verlässlicher Ansprechpartner 
im öffentlichen Raum zu sein. 
Wir verfolgen mit der Mobilen Arbeit weiterhin das Ziel, auch Räume und Orte für Gruppen 
zu schaffen, die bisher nicht im Sozialraum bestehen. Wir begleiten und gestalten so 
Stadtentwicklung und setzen uns aktiv für die Verbesserung vor Ort ein. Wir verstehen die 
Mobile Arbeit in diesem Sinne als ein Sprachrohr der Kinder und Jugendlichen das sie 
unterstützt, befähigt und ermutigt, ihre Interessen an der Aneignung des öffentlichen 
Raumes zu vertreten. Die Mobile Arbeit greift dabei auf vielfältige methodische Ansätze und 
konkrete Realisierungsformen zurück. Wir schaffen mit der Mobilen Arbeit alternative 
Freizeit- und Beschäftigungsangebote und ermöglichen aktive Betätigung und 
Lernerfahrungen. Die Mobile Arbeit hilft und unterstützt bei Interessenskonflikten und stellt 
ein niedrigschwelliges Kontakt- und Beziehungsangebot her. Gleichzeitig ist die Mobile 
Arbeit für die Bedürfnisse der jungen Menschen vor Ort sensibilisiert und bietet auch hier 
Beratung, Vermittlung und Unterstützung. 
6.2.5 Eltern- und Familienarbeit 
Unsere Angebote richten sich an Kinder- und Jugendliche. Diese kommen jedoch mit ihren 
familiären Bezügen im Hintergrund zu uns. Wir möchten, dass die Kinder- und Jugendlichen 
gut aufwachsen können. Gleichzeitig beobachten wir aber auch, dass Familien es in 
manchen Situationen schwer haben ihren Alltag zu meistern. Die Offene Kinder- und 
Jugendarbeit leistet in diesem Sinne auch Beiträge für Familien, indem sie Eltern und 
anderen Angehörigen in ihren Angeboten integriert bzw. hilft entsprechende Angebote zu 
schaffen. Im Sinne der Nutzung als Sozialraumimmobilie sollten auch immer 
Begegnungsräume und Bildungsangebote für Familien möglich sein, damit diese ihre 
eigenen Ressourcen entdecken, weiterentwickeln und Alternativen auszuprobieren können. 
So werden die Potentiale der Eltern zur Entwicklung und Förderung der Kinder gestärkt und 
die Eltern-Kind Bindung positiv gefördert. Darüber hinaus entstehen soziale Kontakte zu 
anderen Familien und es entwickeln sich gegenseitige Unterstützungsmöglichkeiten 
außerhalb der Einrichtung.

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 31 
In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit werden die Ressourcen der Eltern und Familien als 
Ganzes gestärkt, z.B. durch lebenspraktische Hilfen, Angebote zum veränderten 
Freizeitverhalten, erziehungs-unterstützenden Beratung und Bildungsformen und 
generationsübergreifenden Projekten. Mit der Eltern- und Familienorientierung verbinden wir 
ebenso den Anspruch, Eltern und Angehörige zu aktivieren. Wir beziehen sie ein und 
schaffen Möglichkeiten der Beteiligung. Oft ergibt sich daraus das Interesse sich 
ehrenamtlich bei unserer Arbeit zu engagieren. 
6.3 Beispiele der Produktentwicklung 
Kinder und Jugendliche 
benötigen 
Unterstützung … 
Kinder und Jugendliche erhalten 
Unterstützung durch die 
Handlungsfelder und 
Maßnahmen … 
Zuordnung 
Handlungsansätze 
bei der aktiven 
Freizeitgestaltung 
 
Lebenswelt, Bildung, 
Ressourcenorientierung: Sportliche 
Aktivitäten, Sportplätze, und 
kulturelle Angebote und Ausflüge 
Offene Arbeit, 
Projekt/Gruppenangebote, 
Ferienprogramm 
bei der 
Konfliktbearbeitung 
 
Prävention, Bildung, 
Medienkompetenz: Trainings zu 
Sozialem Lernen und 
Gewaltprävention, Anti-
Diskriminierungsstrategien, Cyber-
Mobbing 
Offene Arbeit, 
Beschwerdemanagement, 
Projekt/Gruppenangebote 
bei der Knüpfung von 
sozialen Kontakten und 
Freundschaften 
 
Lebenswelt, Integration: Soziales 
Lernen, Veranstaltungen, Ausflüge 
Offene Arbeit, 
Projekt/Gruppenangebote, 
Ferienprogramm 
bei der Abwendung von 
Mobbing und 
Diskriminierung 
 
Prävention, Bildung, 
Medienkompetenz: Trainings zu 
Sozialem Lernen und 
Gewaltprävention, Anti-
Diskriminierungsstrategien, Cyber-
Mobbing 
Offene Arbeit, 
Beschwerdemanagement, 
Projekt/Gruppenangebote 
beim Schutz, Aufklärung 
und Prävention von 
Gewalt, Kriminalität und 
Sucht 
 
Prävention, Bildung, 
Medienkompetenz: Trainings zu 
Sozialem Lernen und 
Gewaltprävention, Anti-
Diskriminierungsstrategien, Cyber-
Mobbing 
Offene Arbeit, 
Beschwerdemanagement, 
Projekt/Gruppenangebote 
bei der Integration in ihren 
Stadtteil 
 
Lebenswelt, Partizipation, 
Integration: Jugendliche gestalten 
Kalk …in ihrer Einrichtung, in ihren 
Angeboten, in ihrem Jugendrat, in 
Offene Arbeit, 
Projekt/Gruppenangebote, 
Ferienprogramm 
Elternarbeit

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 32 
Kinder und Jugendliche 
benötigen 
Unterstützung … 
Kinder und Jugendliche erhalten 
Unterstützung durch die 
Handlungsfelder und 
Maßnahmen … 
Zuordnung 
Handlungsansätze 
ihrem Stadtteil (BV-Anträge), 
Veranstaltungen 
Mobile Arbeit 
bei der Teilhabe an 
kulturellen Angeboten 
 
Integration, Bildung, Lebenswelt, 
Medien-kompetenz: 
Gruppenangebote, Ausflüge, 
Ferienfreizeit, Medienprojekte 
Offene Arbeit, 
Projekt/Gruppenangebote, 
Ferienprogramm, 
Elternarbeit 
bei der Talentsuche und 
Kompetenzförderung 
 
Ressourcen, Bildung: 
Hausaufgabenhilfe, Peer-to-Peer-
Angebote (Jugendliche leiten 
Angebote), Kreative, Musikalische 
und Sportliche Angebote 
Offene Arbeit, 
Projekt/Gruppenangebote, 
Ferienprogramm 
bei der Förderung des 
Selbstbewusstseins 
Ressourcen, Bildung: durch 
Empowerment in vielfältigen 
Angeboten 
 
Offene Arbeit, 
Projekt/Gruppenangebote/
Peer-to-Peer, 
Beschwerdemanagement 
bei der politischen Bildung 
 
Partizipation, UN-KRK, Bildung: 
Jugendrat, politische Ausflüge 
(Fahrt nach Berlin etc.), 
Kinderrechte AG 
Offene Arbeit, 
Projekt/Gruppenangebote/ 
Peer-to-Peer, 
Beschwerdemanagement 
bei der Selbstorganisation 
und Selbstbestimmung 
Partizipation/UN-KRK: 
Regelgestaltung, Jugendrat 
(eigene Anträge in BV), 
Medienkompetenz 
Beschwerdemanagement, 
Peer-to-Peer/Mentoren, 
Projekt/Gruppenangebote, 
Offene Arbeit, 
Ferienprogramm 
beim Spracherwerb und 
geschlechtersensiblen, 
interkulturellen/interreligiö
sen Austausch 
Bildung Geschlechter-orientierung, 
Inklusion: Niedrigschwelligen 
Zugang, Angebote zum 
niedrigschwelligen Spracherwerb, 
Hausaufgabenhilfe 
Offene Arbeit, 
Projekt/Gruppenangebote, 
Ferienprogramm 
Elternarbeit 
Mobile Arbeit

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 33 
6.4 Beispiele der Maßnahmenplanung 
Partizipation in 
der Planungs- 
und Bauphase 
(s. 6.4.1) 
Beteiligungs- 
und 
Beschwerde-
management 
(s. 6.4.2) 
Offene 
Arbeit: 
Räume, 
Ausstattung 
(s. 6.4.3) 
Themenbezogene 
Projekt- und 
Gruppenangebote 
(s. 6.4.4) 
Mobile Arbeit 
in Ergänzung 
zu der 
Einrichtung (s. 
6.4.5) 
- Mobile Arbeit, 
Jugendplätze 
aufsuchen 
- Regelmäßige 
Kalker 
Jugendtreffen  
- Kalkweite 
Jugendumfrage 
mit 1000 
Jugendlichen 
- Zukunftswerkst
att organisieren 
 
- Beschwerde-
Beauftragter 
für die 
Einrichtung 
(z.B. 
Kinderschutz-
kraft §8a 
- Regeln 
gemeinsam 
erarbeiten 
- Regelmäßige 
Feedback-
Runden 
- Briefkasten für 
anonyme 
Beschwerden 
- „Starter-Paket“  
(mit Regeln, 
Infos, 
Anlaufstellen, 
Angeboten) 
- Freizeit-
Angebote 
- Medien-
Angebote 
- Sport-
Angebote 
- Essens-
Angebote 
- Musik-
Angebote 
- Draußen-
Spiel-
Angebote 
- Soziales Lernen, 
Anti-
Gewalttraining  
- Interkulturelle 
Werkstatt  
- Kreative 
Angebote  
- Musikalische 
Angebote 
- Politische 
Angebote  
- Sportliche 
Angebote  
- Medienangebote 
- Kulturelle 
Veranstaltungen, 
Ausflüge, 
Ferienfreizeit 
- Peer-to Peer  
- Präsenz im 
öffentlichen 
Raum (Kalker 
Arkaden, 
Schulen) 
- Flüchtlings-
notunterkünfte 
und 
Wohnheime 
- Kooperation 
mit der Stadt, 
der Polizei, 
den Schulen 
und den 
Sozialen 
Trägern 
6.4.1 Beteiligung am Planungs- und Bauprozess 
Agenda 2020 – Projekt „Offene Tür ohne Haus“ 
Der Kooperationsverbund aus Veedel e.V. und FAIR.STÄRKEN e.V. möchte mit 
Kooperationspartnern schon im Jahr 2020 - also 12 Monate, bevor die Jugendeinrichtung 
fertiggestellt ist - aktiv im Stadtteil Jugend- und Gemeinwesenarbeit anbieten. Also das 
Jugendhaus ohne Haus, aber mit einer offenen Tür. Zur Finanzierung werden Dritt- und 
Eigenmittel verwendet. Als erster Kostenrahmen werden 20.000,00 € - 25.000,00 € 
festgelegt.  
Ziel ist es frühzeitig in Kontakt zu potentiellen Nutzern des Jugendzentrums zu kommen, sie 
zu aktivieren und Instrumente der Partizipation zu installieren. Zudem wird natürlich 
Öffentlichkeitsarbeit für die zukünftige OT geleistet und die Einrichtung schon vorab im 
Sozialraum verankert.  
Alle Kalker Kinder und Jugendlichen sollen die Möglichkeit erhalten, an der Errichtung des 
Kalker Jugendzentrums mitzuwirken. Hierzu gehört zuallererst die Information über die 
Planung und den Bau des Jugendzentrums. Über bestehende Zielgruppenzugänge und die 
mobile Arbeit der beiden Vereine Veedel e.V. und FAIR.STÄRKEN e.V. in Kalk, sowie das

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 34 
Jugendamt und die Kalker Schulen werden die Jugendlichen erreicht. Sie können an der 
Gestaltung der Räume, an Farben, Einrichtungsgegenständen und Raumverteilung 
partizipativ mitwirken. Hierzu wird eine Zukunftswerkstatt mit den Kindern und Jugendlichen 
organisiert und durchgeführt. Ergänzend hierzu soll in 2018/2019 eine stadtteilweite 
Befragung von ca. 1000 Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 27 Jahren in Kalk 
durchgeführt werden. Die Belange und Bedürfnisse der Jugendlichen sollen herausgestellt 
werden und die Jugendlichen frühzeitig am Planungsprozess beteiligt werden. 
Als konkrete Maßnahmen sind geplant: 
- regelmäßige aufsuchende Arbeit an relevanten Orten im Sozialraum leisten zur 
teilnehmenden Beobachtung, Herstellung von Präsens und zur Kontaktaufnahme mit 
potentiellen zukünftigen Nutzern; 
- Durchführung von Spiel- und Freizeitaktionen an Wochenenden und in Ferienzeiten; 
- Durchführung von Festen, Turnieren und Events; 
- Durchführung einer aktivierenden Befragung und einer Zukunftswerkstatt; 
- Herstellung eines Kinder- und Jugendrats zur Partizipation an der Gestaltung der 
Angebote für das Jahr 2020 und im Nachgang natürlich an der inhaltlichen und 
räumlichen Gestaltung der OT; 
- Aktivierung zur ehrenamtlichen Arbeit 
- Suche nach Sponsoren und Kooperationspartnern; 
- Öffentlichkeitsarbeit (Flyer entwickeln, Internetauftritt, Pressegespräch, 
Einweihungsfest, Präsens im Quartier herstellen). 
Die Angebote vor Ort werden von pädagogischem Fachpersonal durchgeführt. Für die 
Transporte und die Öffentlichkeitsarbeit stehen geeignete Kraftfahrzeuge zur Verfügung.  
6.4.2 Beteiligungs- und Beschwerdemanagement 
Beteiligung: 
Die Kalker Kinder und Jugendlichen werden von Beginn an aktiv an der Entstehung des 
Jugendzentrums beteiligt. Alle Kalker Kinder und Jugendlichen werden eingeladen das 
Jugendzentrum „WIR SIND … “gemeinsam zu eröffnen. Die beteiligten Kinder und 
Jugendlichen aus der Planungsphase werden Botschafter*innen der Einrichtung und werden 
angeleitet die Einrichtung in ihrem Stadtteil bekannt zu machen, weitere Jugendliche zu 
informieren, Werbung an ihren Schulen zu machen und künftig besondere Rollen in der 
Einrichtung zu übernehmen (z.B. Peer-to-Peer, Mentoren/Botschafter, Jugendrat). Ein 
entsprechendes Informationsmanagement zählt dazu, genauso wie adäquate 
Beteiligungsmethoden. Es ist auf Kindgerechtigkeit, Niedrigschwelligkeit, Kultur- und 
Geschlechtersensibilität und Nutzung neuer Medien zu achten. Das Personal ist 
entsprechend zu schulen und die Strukturen der Einrichtung sollen Elemente der 
Selbstbestimmung und Selbstverwaltung der Kinder und Jugendlichen enthalten (z.B. 
Kinderparlament, Jugendrat). Mediale Abstimmungen, Bewertungen und 
Interessensabfragen sichern die Attraktivität der Angebote für alle Kinder und Jugendlichen. 
Demokratische Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen verhelfen den Kindern zu einem 
langfristigen Partizipationsprozess, in den sie hineinwachsen und voneinander lernen 
können.

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 35 
Beschwerdemanagement: 
Innerhalb der Einrichtung wird ein Beschwerdesystem eingerichtet. Über unterschiedliche 
Kanäle können sich die Kinder und Jugendliche mitteilen und Veränderungswünsche, 
Konflikte, Ängste oder Kritik anbringen. Hierzu wird eine Fachkraft (z.B. Kinderschutzkraft 
§8a) als neutrale Vertrauensperson für die Kinder und Jugendlichen benannt und vorgestellt. 
Sie ist in der Einrichtung präsent, aber kein*e reguläre*r Sozialarbeiter*in der Einrichtung. 
Die Person ist auch außerhalb der Öffnungszeiten telefonisch erreichbar. Sie dient als 
Anlaufstelle für Anliegen und Beschwerden der Jugendlichen. Alle Regeln werden 
gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeitet und in regelmäßige Reflektionstreffen evaluiert 
(bspw. Aufgabe des Jugendrats/gewählte Delegierte der Jugendlichen). Jeder neue Gast 
bekommt einen jugendlichen Mentor, und ein „Starter-Paket“  (mit Regeln, Infos, 
Anlaufstellen, Angeboten). Des Weiteren wird es einen gut zugänglichen, aber anonymen 
Briefkasten für die Kinder und Jugendlichen geben, sowie ein digitales Beschwerdesystem 
auf der Medienplattform der Einrichtung. Auf diesen 3 Wegen soll ein qualitatives und 
effektives Beschwerdemanagement für die Einrichtung etabliert werden. Alle Kinder und 
Jugendlichen sind vor Gewalt zu schützen, damit diese sich in einem angstfreien Raum frei 
entfalten können. 
6.4.3 Offene Arbeit: Räume, Ausstattung 
Innerhalb der Öffnungszeiten der Einrichtung gibt es diverse Möglichkeiten zur interaktiven 
Freizeitgestaltung für die Kinder und Jugendlichen.  
Die räumliche und zeitliche Gestaltung richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder und 
Jugendlichen. In Anlehnung an den Kinder- und Jugendreport Deutschland sollen die 
Grundbedürfnisse von Jugendlichen nach sportlicher Aktivität, sozialer Interaktion, 
Geschlechter, Religion- und Kultursensibilität, Ruhe, Natur, Freiräumen, Selbstbestimmung, 
Qualifizierungs- und Unterstützungsbedarf und medialen Angeboten gewährleistet werden. 
Denkbar sind hier folgende Elemente: Fußball/Spielplatz, Medienraum, Café, 
Kicker/Billardtisch, Hausaufgabenraum, Ruheraum, Gemeinderaum, Gruppenräume etc. 
6.4.4 Themenbezogene Projekt- und Gruppenangebote 
In Ergänzung zu der offenen Arbeit gibt es regelmäßige Gruppenangebote im 
Nachmittagsbereich, die über eine kurzfristige Anmeldung auf der Medienplattform der 
Einrichtung besucht werden können. Hierbei wird hinsichtlich der geschlechtersensiblen 
Arbeit auf spezielle Angebote für Jungen und Mädchen geachtet, sowie auf altersspezifische 
Gruppen (bspw. 6-12 Jährige, 11-14 Jährige, 15-17 Jährige, 18-27 Jährige). Hier sind 
folgende Angebotsbereiche abzudecken:  
- Anti-Gewalttraining, Soziales Lernen (Anti-Diskriminierungsstrategien, Cybermobbing, 
Selbstverteidigung),   
- Interkulturelle Werkstatt (Kochen, Werkeln, Länderkunde) 
- Kreative Angebote (Schreiben, Basteln, Malen/Graffiti, Theater),  
- Musikalische Angebote (Singen, Trommeln, Tanzen,),  
- Politische Angebote (Kinder- und Jugendrechte AG, Jugendrat),

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 36 
- Sportliche Angebote (Fußball, Klettern, Boxen, Judo, Yoga, Schwimmen), 
- Medienangebote (Plattform der Einrichtung nutzen, youtube/Film AG, Foto/Comic 
AG) 
- Kulturelle Teilhabe (Kulturelle Veranstaltungen, Ausflüge, Events, Ferienfreizeit, 
Besuch Vereinsangebote) 
Peer-to-Peer-Konzept (Jugendliche geben Angebote für Jugendliche): 
Die jugendlichen Botschafter*innen des Jugendzentrums haben die Möglichkeit die 
Sozialarbeiter*innen besonders zu unterstützen. Sie erhalten eine Ausbildung im Peer-to-
Peer-Konzept als regelmäßiges Gruppenangebot. Sie können ihren Neigungen und 
Interessen entsprechend selbst Angebote für Kinder und Jugendliche übernehmen und 
anbieten, wie beispielsweise Fußball/Basketballtraining, Kampfkunst, Theater, Musik- oder 
Kunstangebote.  
6.4.5 Mobile Arbeit in Ergänzung zu der Einrichtung: 
Als Ergänzung zu der Arbeit in der Einrichtung zeigen die Sozialarbeiter*innen Präsenz im 
öffentlichen Raum und an Kalker Jugendplätzen (bspw. Kalker Arkaden). In Kooperation mit 
Kalker Schulen und Flüchtlingswohnheimen, der Stadt, dem Jugendamt, der Polizei und 
weiteren Sozialen Trägern sollen alle Kalker Kinder und Jugendlichen erreicht werden 
können. 
6.5 Zeitplan 
2018-2019/2020 2021 2022-2025 
Planungsphase Eröffnung PDCA-Zyklus 
Zukunftswerkstatt 
Jugendliche 
(Umfrage, Beteiligung) 
Aufbau der Strukturen 
(Öffnungszeiten, Werbung 
in Kalk, Events, 
Gruppenangebote 
Etablierung 
(feste Einrichtung in Köln-Kalk, 
erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit, 
Qualitätsstandards, Politische 
Zusammenarbeit) 
Gemeinsamer 
Prozess 
(Bau, Gestaltung) 
Pädagogische Arbeit 
(Beziehungs-
/Vertrauensaufbau, 
partizipative Gestaltung) 
Weiterentwicklung 
(Höhere Partizipationsstufen: 
(Jugendrat, Peer-to-Peer-Angebote 
etc.)

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 37 
7 Standards der Einrichtung „WIR SIND … “ 
7.1 Öffnungszeiten 
Die Kooperationspartner planen für die Jugendeinrichtung „WIR SIND … “ eine Öffnungszeit 
zwischen 16 und 22 Uhr an Werktagen. An Wochenenden soll die Einrichtung an einem Tag 
zusätzlich für sechs Stunden geöffnet sein; ob Samstag oder Sonntag, wird im Stadtteil 
erprobt werden. 
In den Schulferien wird es eine ganztägige Öffnung geben, um mit den Kindern und 
Jugendlichen attraktive Freizeitbeschäftigungen entwickeln zu können. Das Ferienprogramm 
soll partizipativ entstehen und sich an einigen Tagen deutlich von den sonstigen Aktivitäten 
im Jugendzentrum unterscheiden. Die Öffnungszeiten können daher auch variieren oder 
durch Ausflüge ersetzt werden. 
Die Kooperationspartner werden versuchen, durch projektfinanzierte Angebote und 
zusätzliches Fachpersonal die urlaubsbedingten Schließtage so gering wie möglich zu 
halten, um der Zielgruppe Kontinuität bieten zu können. 
7.2 Personal 
Ziel ist eine systematische Auswahl geeigneten Personals, eine systematische Einarbeitung 
neuer Mitarbeiter sowie die Weiterentwicklung und Qualifizierung von Mitarbeiter*innen. 
Die einzusetzenden hauptamtlichen Mitarbeiter*innen haben alle einen pädagogischen, 
sozialpädagogischen oder sozialarbeiterischen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. 
Die zwei vollzeitäquivalente Stellen sollen durch maximal 4 Personen besetzt werden. Die 
Personalplanung erfolgt auf der Basis von Richtlinien und Durchführungsanordnungen des 
Kostenträgers.  
Weitere Mitarbeiter*innen sollen über Projektförderungen eingestellt werden. Alle 
einzustellenden oder in der Einrichtung zu beschäftigenden Mitarbeiter*innen werden 
pädagogische Fachkräfte sein. 
Die Einarbeitung erfolgt nach einem Einarbeitungsplan, der die unterschiedlichen Tätigkeiten 
und Rahmenbedingungen (z.B. Kinderschutz, Datenschutz, …) sowie träger- und 
einrichtungsbezogene Vorgaben (z.B. Arbeitsschutz) berücksichtigt. Nach spätestens 3 
Monaten erfolgt ein zu dokumentierendes Mitarbeitergespräch in der Probezeit. 
Eine bedarfsorientierte Durchführung von Mitarbeitergesprächen dient der gemeinsamen 
Auswertung von Absprachen und Anpassungen der Stellenbeschreibung und zur 
Sicherstellung der individuellen Fortbildungsförderung. Die Mitarbeitergespräche sollen 
spätestens alle zwei Jahre stattfinden. 
Grundlage für alle beschriebenen Aufgaben stellen Stellenbeschreibungen dar, die 
entsprechend des PDCA-Zyklusses angepasst und fortgeschrieben werden können.

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 38 
7.3 Qualitätsentwicklung 
Neben dem jährlichen Wirksamkeitsdialog ist unsere 
eigene Qualitätsentwicklung ein wesentlicher 
Bestandteil  unserer Herangehensweise und 
Steuerung des Jugendzentrums „WIR SIND … “. Um 
dem Anspruch einer „kontinuierlichem 
Verbesserung“ gerecht zu werden, werden 
verschiedene Instrumente genutzt. Als Grundlage 
hierzu dient das Modell „PDCA-Zyklus“, die unsere 
Grundlage für die Weiterentwicklung darstellt. 
Auf Grundlage des Konzeptes (Plan) werden die 
beschriebenen Maßnahmen umgesetzt (Do). Eine 
Überprüfung findet fortlaufend statt. Hierzu werden 
mehrere Quellen genutzt:  
- Protokolle der regelmäßigen Teambesprechungen (intern) 
- Teilnehmerrückmeldungen: z.B. durch Befragungen, online-Bewertungstools, 
Gesprächen, … 
- Mitarbeiterbefragungen (Ehrenamtliche, Honorarkräfte) 
- Beschwerdemanagement: z.B. „Kummerkasten“ 
- Ergebnisse des Wirksamkeitsdialogs 
- Rückmeldungen vom Umfeld: Elternbefragung, Anwohnerbefragung 
- Ergebnisse Kooperationsgespräche 
Mittels quartalsmäßiger Auswertungsgespräche zwischen Träger (Leitung) und 
hauptamtlichen Mitarbeiter*innen in der Einrichtung wird eine Bewertung der Maßnahmen 
vorgenommen und ggfls. Anpassungen vorgenommen (Act). Diese stellen ihrerseits wieder 
die Grundlage dar, unsere Ziele und Maßnahmen neu festzulegen bzw. zu bestätigen. 
Das Jugendzentrum „WIR SIND … “ arbeitet als Kooperationsprojekt der Träger Veedel e.V. 
und FAIR.STÄRKEN e.V. mit umfangreichen Methoden der Qualitätssicherung: 
Qualifizierungsförderung des Personals 
Die Fachkräfte sind verpflichtet, pro Jahr mindestens 20 Stunden einschlägige Fortbildung 
pro Vollzeitäquivalent wahrzunehmen. Die Träger verpflichten sich, diesen 
Fortbildungsumfang sicherzustellen – als Inhouse-Schulung oder über Finanzierung externer 
Angebote. Folgende Themen stehen im Vordergrund: Methodenvielfalt, Kommunikation, 
Selbstreflexion, zielgruppenspezifische Themen. 
Struktur 
Qualitativ hochwertige Arbeit braucht eindeutige und gute Strukturen. Veedel e.V. und 
FAIR.STÄRKEN e.V. werden die Kooperation bilateral vertraglich regeln. 
Eine Fachkraft wird die Leitung der Einrichtung innehaben und damit die Fachaufsicht über 
die übrigen Mitarbeiter*innen. Die kooperierenden Träger werden gemeinschaftlich die 
Besetzung dieser Stelle beraten. Die Dienstaufsicht über die Mitarbeiter*innen hat der 
jeweilige Träger, bei dem diese angestellt sind.

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 39 
Kollegiale Beratung, interne und externe Qualitätszirkel 
Die Mitarbeiter*innen des Jugendzentrums „WIR SIND … “ werden in regelmäßigen Sitzungen 
die besonderen Einzelfälle und Beratungssituationen miteinander anonymisiert besprechen. 
Dabei wird für komplexe Fälle die Methode der kollegialen Beratung angewandt. 
Darüber hinaus werden die Mitarbeitenden in regelmäßigen Teamsitzungen, die z.T. 
interdisziplinär gestaltet sind, die Arbeit reflektieren. Mit den Fachbereichsleitungen der 
beiden beteiligten Träger wird die Qualität und Wirksamkeit der Maßnahmen in der 
Einrichtung besprochen. Auch sind trägerübergreifende Besprechungen („Qualitätszirkel“) 
zur Reflexion und Lösungsorientierung komplexer Einzelfälle, zur Gestaltung und 
Weiterentwicklung des Gesamtkonzeptes unverzichtbar.  
Hinsichtlich der Vernetzung mit anderen Angeboten im Stadtteil, im Stadtbezirk und in der 
Stadt Köln ist die Teilnahme an bestehenden Arbeitsgruppen („Externe Qualitätszirkel“) 
zwingend. 
Supervision 
Bei Bedarf erhalten die Mitarbeiter*innen Supervision. 
Dokumentation der Beratungssituationen 
Entsprechend der trägereigenen Dokumentationssysteme werden die Beratungssettings 
dokumentiert. Dabei werden die Erfordernisse des Datenschutzes berücksichtigt. 
Evaluation und Wirksamkeit 
Die kooperierenden Träger werden ihre internen Evaluationsmethoden einsetzen und für die 
Jugendeinrichtung spezifisch weiterentwickeln. Das Führen einer quantitativen Statistik ist 
selbstverständlich. 
Eine wirkungsorientierte Evaluation muss spezifisch erarbeitet werden. Hier gilt es, die Ziele 
und eingesetzten Maßnahmen hinsichtlich Output (quantitativ), Outcome (qualitativ) und 
Impact (nachhaltige Wirkung) zu untersuchen. FAIR.STÄRKEN entwickelt aktuell mit 
wissenschaftlicher Unterstützung dazu eine Methodik, die der Verein dem Projekt 
vollumfänglich zur Verfügung stellen wird. Eine konkrete Anwendung wird dann mit dem 
Kooperationspartner entwickelt werden. 
Beispiel für eine Wirkungsanalyse 
Seit vielen Jahren werden Sozialtrainings zu Gewaltprävention und Anti-
Diskriminierungsstrategien in Kölner Schulklassen und Kitas durchgeführt und evaluiert 
sowie strukturierte kulturelle Freizeitangebote in Flüchtlingsnotunterkünften etabliert. 
Feedbackfragebögen, Beobachtungen, interne Reflektionen und Auswertungen sowie 
Weiterbildungen belegen und entwickeln den Erfolg bzw. die Wirksamkeit der Maßnahmen. 
Die Sozialen Trainings zur „Coolness“ und „Konfliktkultur“ („starke pänz“/“coole pänz“) an 
Kölner Schulen (2012-2017) liefen größtenteils über 1 Schuljahr. Dabei war eine Steigerung 
bzw. Verbesserung des Sozialverhaltens von 80-90 % (Einschätzung der teilnehmenden 
Lehrer*innen, Jugendlichen und Eltern) feststellbar. Der Kreislauf von konstruktiver 
Selbstreflektion durch die konfrontative Pädagogik und dem Erleben von Selbstwirksamkeit 
in angeleiteten Gruppenaktivitäten führt zu einer Steigerung des Selbstbewusstseins und 
einer Verbesserung des Selbstwerts bzw. des Selbstkonzepts. Die Jugendlichen äußern 
selbst in den Feedbackfragebögen, dass sie sich jetzt besser und entspannter fühlen und

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sich auch so verhalten. Sie schreiben „ich bin gut zu mir selbst und anderen geworden“ oder 
dass das Training eine „große Hilfe fürs Leben“ war. Durch den reduzierten inneren Stress 
können die Jugendlichen sich besser konzentrieren und sind offener in sozialen 
Beziehungen geworden: 
Wirksamkeitsanalyse (2012-2018): 
1) Selbstbewusstsein, Grenzwahrnehmung, Selbstbehauptung, Frustrationstoleranz, 
Reflektionsfähigkeit, Impulskontrolle  
 Ausgeglichenheit, Offenheit, Stressreduzierung, mehr Konzentration, 
Erkenntnisgewinn, Sensibilisierung  
 Positive Gefühle, Selbstwert, Zufriedenheit 
Durch ein positives Selbstkonzept und gesteigertes Selbstbewusstsein sind die 
Jugendlichen ausgeglichener und sozial offener und umgänglicher geworden. Sie haben 
bei Konflikten gelernt respektvoll miteinander zu kommunizieren und sich zu achten und zu 
vertrauen. Dies wirkt sich positiv auf Freundschaften und das Gruppenklima aus. 
2) Regeleinhaltung, Respekt, Kennenlernen, Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit 
 Freundschaften, Gruppenklima, Schulerfolg, Elternbeziehung 
 Bessere Kommunikation, Zusammenhalt, Vertrauen, soziale Integration 
Das Verhältnis zu Lehrer*innen, Eltern und Mitschüler*innen verbessert sich nach 
Aussage der Betroffenen merklich. Durch das gemeinsame Training und das gemeinsame 
Lernen konnte man sich kennenlernen und zueinander Ver trauen aufbauen. Dadurch 
verbessert sich das Gruppenklima. Achtung und Respekt in der Klassengemeinschaft sind 
laut der Fragebögen deutlich spürbar geworden. 
3) Konfliktlösungskompetenz, Deeskalationsstrategien  
 weniger Aggressionen, weniger Gewalt/Eskalation 
 weniger Probleme, bessere Zukunftschancen 
Das Coolness Training und gezielte Verhaltensstrategien haben dazu geführt, dass die 
Jugendlichen gelassener mit Konflikten und Provokationen umgehen können und nicht 
mehr so schnell aggressiv werden oder eskalie ren. Die Fähigkeiten der Jugendlichen zur 
konstruktiven Kommunikation und ihre Konfliktlösestrategien haben sich verbessert. Dies 
steigert ihre persönliche Lebens - und Beziehungsqualität sowie ihren Schulerfolg und 
gesellschaftlichen Zukunftsperspektiven e norm. Gewalt, Diskriminierung, Straftaten, 
Schulprobleme, Mobbing, destruktives Verhalten, psychische Erkrankungen und 
gesellschaftlicher Ausschluss können so – bei langfristiger Etablierung von Sozialen 
Trainings – erfolgreich und wirksam bekämpft werden.

Interessensbekundung 
Trägerschaft Jugendeinrichtung Kalk 
 
 
 
 41 
7.4 Kinder- und Jugendschutz 
Die gesetzlichen Vorgaben zum Kinder- und Jugendschutz sind immer und uneingeschränkt 
einzuhalten.  
Erstellung eines institutionellen Kinderschutzkonzeptes 
Die Träger des Jugendzentrums „WIR SIND … “ sind dem Kinderschutz verpflichtet. Dazu gibt 
es ein für das Jugendzentrum standardisiertes Verfahren sowie entsprechende Schulung für 
alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. FAIR.STÄRKEN hat aktuell eine „insoweit erfahrene 
Fachkraft“, die 2018 und 2019 eine Weiterbildung zur Kinderschutzfachkraft absolvieren 
wird. Die Träger halten einen Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter*innen vor, welcher 
Kultursensibilität, Einhaltung struktureller Vorgaben, Beschwerdemanagement und Verhalten 
im Sinne des Kinderschutzes regelt. 
Für das Jugendzentrum „WIR SIND … “ werden die Träger ein institutionsspezifisches 
Kinderschutzkonzept entwickeln, welches die Öffnungszeiten und die räumlichen 
Bedingungen (z.B. Ausschluss nicht beaufsichtigter Räume) berücksichtigt. Es wird ein 
Verhaltenskodex für ein Jugendzentrum erstellt werden, den alle Mitarbeitenden 
unterzeichnen und umsetzen müssen. 
Der Prävention von Gewalt und sexueller Ausbeutung wird besondere Bedeutung 
beigemessen. Diese Themen werden in verpflichtenden Fortbildungen regelmäßig 
thematisiert und geschult: 
- Verständnis von Gewalt, neue Formen der Gewalt, Extremismus, 
- Deeskalationsmethoden,  
- „Konfrontativer Pädagogik“,  
- weitere pädagogische Ansätzen,  
- Anti-Mobbing-Ansätze (inkl. Methodik gegen Cyber-Mobbing), 
- geschlechtsspezifisches Rollenverständnis in der Pädagogik, 
- Wissen rund um sexuelle Ausbeutung und deren Verhinderung, 
- uvm. 
Risikomanagement 
- Alle Mitarbeiter*innen haben eine Ersthelfer-Ausbildung  
- Regelmäßig werden die Mitarbeiter*innen in Deeskalationstechniken geschult. Für 
die Einrichtung wird ein spezifisches Deeskalationskonzept entwickelt. 
- Die Einrichtung verfügt über ein Brandschutzkonzept. 
- Alle Arbeitsplätze werden entsprechend der Risikobewertung gemeinsam mit 
Sicherheitsbeauftragten erarbeitet. 
7.5 Beteiligungs- und Beschwerdemanagement 
Dieser Bereich wird im Kapitel 6.4.3 beschrieben.

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 42 
7.6 Netzwerkarbeit 
Wir verstehen uns als Sprachrohr von Kindern und Jugendlichen und setzen uns für ein 
gutes Aufwachsen unter guten Bedingungen ein. Wir verfolgen zudem das Ziel, durch unsere 
Angebote das Gemeinwohl und die Lebensqualität positiv zu verändern und zu beeinflussen. 
Dazu benötigt es Partner und Netzwerke. Aufgrund der langjährigen Arbeit und der 
zahlreichen Einrichtungen des Vereins im Stadtteil und -bezirk kann auf eine hervorragende 
Vernetzung und zahlreiche potentielle Kooperationspartner zurückgegriffen werden. 
Beispielhaft seinen genannt: GAG AG, Pavillon e.V., IB West gGmbH, Stadteilbüro Nord,  
OT Lilienstraße, Jugendkunstschule, 180° Wende, Caritas, Kinderschutzbund, 
Sozialraumkoordination, Seniorennetzwerke, Seniorenvertreter, Vision e.V., KalkGestalten, 
Nachbarschaftstreff, Bürgerhaus, Bürgervereine, Spielwerkstatt, KidSmiling, Kitas, TH Köln, 
KatHO Köln  etc. Eine ganz besonders enge Zusammenarbeit sollte dabei mit den beiden 
bestehenden OT erfolgen durchaus im Rahmen einer regelmäßigen AG. 
Die Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann nur im Wechselverhältnis zu anderen, 
festen Angeboten existieren, die sie nutzen und in die sie vermitteln kann. Diese Vernetzung 
sowie die Kooperation mit den Sozialisationsinstanzen Elternhaus und Schule sind wichtige 
Grundvoraussetzungen, damit die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ihre Wirksamkeit 
entwickeln kann. 
Insgesamt  ist auf eine bedarfsgerechte Flexibilisierung des Angebotes hinzuwirken durch 
die gemeinsame, „übergreifende“ Nutzung möglichst vieler Ressourcen im Stadtteil je nach 
Bedarf und Angebot (in Bezug auf Räume, Material-, Finanz-, Zeit- und Personalressourcen), 
als Alternative zur „Versäulung“/Trennung unterschiedlicher Arbeitsbereiche/Institutionen. 
Mit den anderen sozialen Trägern im Quartier sind auch zielgruppenübergreifende 
Gemeinwesenprojekte wie „Runder Tisch“, Siedlungs- und saisonale Feste, Events und 
Öffentlichkeitsarbeit zu bearbeiten.  Im Verständnis der Jugendeinrichtung als Ressource im 
Quartier wird den Partnern die Räumlichkeit als Sozialraumimmobilien zur Verfügung 
gestellt. Eine wissenschaftliche Begleitung der Arbeit durch eine Hochschule im Rahmen von 
empirischer Sozialforschung ist wünschenswert. Die Teilnahme der Jugendeinrichtung an 
den örtlichen Arbeitskreisen ist obligatorisch.  
7.7 Umgang mit weiteren Kooperationspartnern 
Die Kooperationspartner unterstützen eine Zusammenarbeit mit weiteren Trägern im 
Stadtteil oder in Köln, um das Angebot für die Zielgruppe und mit der Zielgruppe möglichst 
optimal zu entwickeln und zu gestalten. 
Allerdings werden die Träger des Jugendzentrums „WIR SIND … “ Qualitätskriterien 
überprüfen und einfordern. Das gilt insbesondere für  
- den Abschluss der Kinderschutzvereinbarung mit dem Jugendamt nach § 8a SGB 
VIII, 
- das polizeiliche Führungszeugnis für alle Mitarbeitenden in der Einrichtung;

Interessensbekundung 
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 43 
- die Unterschrift und das Einhalten des einrichtungsspezifischen Verhaltenskodex`; 
- die Fachlichkeit der kooperierenden Mitarbeitenden. 
Die Träger des Jugendzentrums „WIR SIND … “ behalten sich vor, alle Angebote, die in der 
Einrichtung stattfinden, hinsichtlich ihrer Qualität zu beobachten. 
Bei Kooperationen mit Trägern im Stadtteil, die das Ziel verfolgen, die Mobilität der 
Jugendlichen zu fördern, werden die Träger des Jugendzentrums „WIR SIND … “ konkrete 
Absprachen treffen, um Kinderschutz und Qualität sicherzustellen: 
- Die Träger müssen eine Vereinbarung zum Kinderschutz nach § 8a SGB VIII mit dem 
Jugendamt unterzeichnet haben. 
- Die Träger sollen mit den Trägern des Jugendzentrums „Wir sind … “ einen 
Kooperationsvertrag abschließen. 
- Die Träger müssen sich dem Datenschutz verpflichten. 
7.8 Wissenschaftliche Standards 
In die Konzeptentwicklung sind bewährte theoretische Grundlagen, neue wissenschaftliche 
Erkenntnisse und erfolgreiche praktische Handlungsansätze mit eingeflossen und werden 
weiterhin verfolgt:  
Theorie:  
- Die positive Wirkung von Prävention durch Inklusion und Teilhabe hat sich in 
weltweiten Studien zu Resilienz und Partizipation (UN-Kinderrechtskonvention) 
gezeigt. Können Kinder als ein wichtiges Mitglied in ihrer sozialen Gemeinschaft 
mitbestimmen und erleben sich selbst als wirksam, entwickeln sie sich gesund, 
unbeschadet und zufrieden. Der Ansatz kinderrechtsorientierter Pädagogik nach 
Manfred Liebel ist theoretischer Grundsatz für die praktische Arbeit mit 
marginalisierten Kindern zur Förderung durch Empowerment.  
- Darüber hinaus zeigen neueste Studien des Forschungsfonds Kulturelle Bildung die 
positive Wirkung von kultureller Bildung in Form von tanz-, musik-, kunst- oder 
theaterpädagogischen Aktivitäten für die Persönlichkeitsentwicklung von 
bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen. Kreativität, 
Persönlichkeitsentwicklung (Empathie, Selbstkonzept), Sprachfähigkeit und soziale 
Integration können so maßgeblich unterstützt und gesteigert werden.  
- Langfristig wird sich an dem Ansatz der Notwendigkeit evidenzbasierter Praxis 
nach Schmitt und Morfeld orientiert. Es gilt die Wirksamkeit einzelner Interventionen 
und Maßnahmen wissenschaftlich zu evaluieren und zu belegen, um politische 
Forderungen stellen und durchbringen zu können.

Interessensbekundung 
Trägerschaft Jugendeinrichtung Kalk 
 
 
 
 44 
Praxis: 
- Mediation in der Erziehungs- und Bildungsarbeit (Streitschlichtung), Täter-Opfer-
Ausgleich, Trainingsraumkonzept, Soziales Lernen / Soziale Trainingskurse, 
Konfrontative Pädagogik/Coolness-Training® nach Kilb, Weidner und Gall, 
Konfliktkultur® nach T. Grüner, Methoden gegen Mobbing, Erlebnispädagogik, 
Medienpädagogische Konzepte zum Umgang mit Gewalt in Medien – sowie  
fachliche Standards und Methoden zur Konfliktbearbeitung hinsichtlich Ausgrenzung 
und Diskriminierung in Form von Erkennen von Kommunikationsmuster in 
eskalierenden Situationen, Einfluss von Nähe und Distanz im Konflikt, Macht der 
Statuswippe in Konfliktsituationen, Einsatz von Körpersprache in schwierigen 
Situationen, deeskalierende kommunikative Möglichkeiten, Innere Haltung – 
Authentizität im sicheren Handeln und Einübung des Erlernten in Rollenspielen. 
- Die Methoden der Demokratieerziehung und des Kinderparlaments orientieren 
sich an den Methoden und Standards von Hansen und Knaur und an dem Programm 
„Demokratie lernen und leben“ der Freien Universität Berlin, sowie an praktischen 
Methoden der Kinder- und Menschenrechtsbildung von Compasito.  
- Die traumazentrierte Pädagogik orientiert sich unter anderem an dem 
Regensburger Modell „TraumHelfer – der Regensburger Weg (Wissenschaftlich, 
Einfach, Ganzheitlich)“ von Leinberger und Loew, wo Methoden aufgezeigt werden, 
Stress für die Kinder zu minimieren und Strategien zur Selbstberuhigung zu 
entwickeln.

Katholische Jugendagentur Köln gGmbH

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1 
Stand: 26.04.2018 Autor: Fabian Stettes 
Interessensbekundung 
Jugendeinrichtung Kalk / ehemaliges 
Maltesergrundstück 
 
LAGE UND BESONDERHEITEN IM SOZIALRAUM 
Die auf dem ehemaligen Maltesergrundstück neu zu errichtende Jugendeinrichtung Kalk 
soll sowohl Jugendliche aus dem Stadtteil Kalk als auch aus dem benachbarten 
Humboldt-Gremberg erreichen. Dabei gilt es, sowohl die Jugendlichen aus dem 
Neubaugebiet, als auch Jugendliche aus dem bestehenden Wohnbestand anzusprechen. 
 
Erfahrungsgemäß trennen Bahntrassen und große und viel befahrene Straßen 
Sozialräume voneinander ab. Der Standort der neuen JE Kalk liegt nördlich der S-
Bahntrasse welche den Stadtteil Humboldt-Gremberg von Kalk trennt. Um aus Humboldt-
Gremberg die Einrichtung zu erreichen, muss man die S-Bahn-Trasse entweder am 
Deutzer Ring oder an der S-Bahn Haltestelle Trimbornstraße unterqueren. Um auf die 
Einrichtung in Humboldt-Gremberg aufmerksam zu machen, sind aufsuchende Angebote 
z.B. am Taunusplatz oder am Humboldtpark möglich. Auch eine Präsenz am „größten 
Jugendzentrums Köln“, den Köln-Arcaden ist eine Möglichkeit, auf die Einrichtung 
aufmerksam zu machen. Die unmittelbare Lage der Einrichtung zu den Köln-Arcaden und 
dem benachbarten Bürger-Park ist eine der Besonderheiten der neuen Einrichtung. Die

2 
Stand: 26.04.2018 Autor: Fabian Stettes 
Bedeutung von Shopping Malls für Jugendliche und die daraus resultierenden 
Herausforderungen für die Offene Jugendarbeit wurden von Ulrich Deinet untersucht 
(„Chillen in der Shopping Mall – neue Aneignungsformen von Jugendlichen in 
halböffentlichen, kommerziell definierten Räumen“). In dieser Studie wurden auch die 
Köln-Arcaden mit einbezogen. Sowohl Arcaden als auch Bürgerpark spielen als Treffpunkt 
für Jugendliche in Kalk eine wichtige Rolle. Hier gilt es als Jugendeinrichtung Präsenz zu 
zeigen und auf die eigenen Angebote aufmerksam zu machen. Dazu gilt es zunächst eine 
akzeptierende Grundhaltung zum Treffpunkt der Jugendlichen aufzubauen. Die 
Streetworker der Stadt Köln haben bereits Erfahrung im Kontakt mit Jugendlichen in den 
Arcaden und mit dem Center Management gemacht. Durch eine enge Kooperation mi t 
den Streetworkern soll diese Erfahrung für die neue JE nutzbar gemacht werden. 
 
ENTSTEHUNGSPHASE 
Durch die sehr frühzeitige Vergabe der Trägerschaft ist es möglich Jugendliche aus den 
Stadteilen in die Gestaltung und Konzeptionierung der Einrichtung miteinzubeziehen. 
Aber nicht nur Jugendliche, sondern auch alle möglichen Partner im Stadtteil können mit 
einbezogen werden. Beispielsweise kann mit den Nachbareinrichtungen die 
Schwerpunktsetzung abgesprochen werden, um Doppelungen zu vermeiden. In bspw. 
offenen Workshops mit Jugendlichen können Bedarfe und Interessen ermittelt werden. 
Die Workshops können an den unterschiedlichsten Orten stattfinden: Im öffentlichen 
Raum, in Schulen, in Vereinsheimen etc. Um das Ziel einer ausgewogenen 
Geschlechterverteilung bei den BesucherInnen zu gewährleisten, soll bereits in der 
Entstehungsphase darauf geachtet werden, dass Mädchen ausreichend am Verfahren 
beteiligt werden und ihre Interessen und Belange Gehör finden. Dazu gilt es u.a. 
geschlechtshomogene Workshops durchzuführen. 
Um eine sehr mittelbare Partizipation zu gewährleisten, sollte zwischen 
Fertigstellung/Einzug in die Einrichtung und den Workshops nicht zu viel Zeit liegen. Da 
die Fertigstellung für Ende 2020/Anfang 2021 geplant ist sollten die Workshops nicht vor 
Mitte 2019 beginnen. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass der Träger im Vorfeld keine 
Ressourcen für diese Art der Vorfeldarbeit zur Verfügung gestellt bekommt und dies 
komplett aus Eigenmitteln stellt. Zur Verfügung stehen an materiellen Ressourcen u.a. 
der Ufo-Bus (mobile Arbeit Buchforst) und eventuell der Bus der mobilen Arbeit 
Höhenberg. Die KJA kann auf die in Buchforst und Dellbrück gesammelten Erfahrungen 
bei der Entwicklung einer Einrichtung gemeinsam mit den Jugendlichen zurückgreifen. 
Die KJA ist momentan Träger von 9 Jugendeinrichtungen (8x in Köln, 1x in Bergheim). 
Zudem befinden sich einige Jugendtreffs in Trägerschaft der KJA Köln. In der 
Vergangenheit hat die KJA Köln bewiesen, dass sie die Herausforderung eine neue 
Einrichtung bei den Jugendlichen und im Sozialraum zu etablieren in der Lage ist. 
Bei Neubau einer Jugendeinrichtung müssen die Vorschriften für Barrierefreiheit strikt 
umgesetzt werden. Neben diesen Normen gibt es aber zusätzlich aus unserer Sicht 
Maßnahmen (z.B. Pflegeliege), welche ergriffen werden müssen damit die Einrichtung 
auch für Kinder & Jugendliche mit Behinderung ein attraktiver und ansprechender Raum 
ist, der ihren Bedürfnissen entspricht. Dazu setzt die KJA ihre Erfahrungen aus der 
langjährigen Kooperation mit der Lebenshilfe ein. Zudem gehören in einige KJA-
Einrichtungen mittlerweile Jugendliche mit Behinderung als Ehrenamtler zum Groß-Team 
und dienen uns als BeraterInnen bei den Belangen von Menschen mit Behinderung.

3 
Stand: 26.04.2018 Autor: Fabian Stettes 
Basis unseres Handelns 
Basis für unser Handeln bildet neben unserem Leitbild (s. Unser Grundverständnis) der 
§11 des SGB VIII, das Pastorale Rahmenkonzept der Jugendpastoral im Erzbistum Köln 
sowie der jeweilig aktuelle Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln.  
 
UNSER GRUNDVERSTÄNDNIS 
 
Auf Basis des Leitbildes der Katholischen Jugendagentur Köln gGmbH (KJA Köln) richten 
wir unsere Angebote aus. Unsere Angebote sind offen für alle Kinder und Jugendlichen, 
unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung oder religiöser 
Zugehörigkeit, Nationalität, ethnischer Gruppierung und jugendkultureller Ausrichtung. 
Basierend auf dem christlichen Menschenbild soll der Umgang miteinander durch ein 
hohes Maß an Nächstenliebe, Toleranz, Akzeptanz von Andersdenkenden und der Pflege 
der zwischenmenschlichen Beziehung geprägt sein. Die christliche Wertorientierung ist 
den pädagogischen Mitarbeitern ein eigenes Anliegen, was sie aus Überzeugung leben, 
vorleben und an Kinder und Jugendliche weitergeben können. Unser Handeln geschieht 
dabei auf der Grundlage des Pastoralen Rahmenkonzeptes für die kirchliche Jugendarbeit 
und Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln. Wir verstehen uns als fester Bestandteil der 
Jugendpastoral in den jeweiligen Gemeinden. 
Wir fühlen uns dem Anspruch verpflichtet, dass jeder junge Mensch ein Recht auf 
Förderung seiner Entwicklung hat. Dabei orientieren wir uns an den Stärken der jungen 
Menschen und wollen diese gezielt fördern.  
Unsere Angebote und Aktivitäten sollen für Jugendliche unmittelbar zugänglich, die 
Teilnahme also nicht an Anmeldung, Mitgliedschaft oder Ähnlichem gebunden sein.  
Die soziale Integration benachteiligter Jugendlicher ist ein wesentliches Leitziel unserer 
pädagogischen Arbeit. Benachteiligung kann bedingt sein durch gesellschaftliche oder 
individuelle Rahmenbedingungen wie z.B. soziale Herkunft, wirtschaftliche Situation oder 
durch Bildungsdefizite. Durch Förderung von sozialen Kompetenzen und Qualifikationen 
wirken wir der sozialen Ausgrenzung entgegen. Positive gemeinschaftliche Erlebnisse 
sollen Begegnung und interkulturelle Verständigung zwischen den Jugendlichen fördern 
und sie zu einem friedlichen Miteinander befähigen.

4 
Stand: 26.04.2018 Autor: Fabian Stettes 
Die Jugendlichen sollen die Möglichkeit bekommen, ihre intellektuellen und 
schöpferischen Kräfte zu erproben, dabei ihre Persönlichkeit entwickeln, ohne dabei 
einem Leistungsdruck ausgesetzt zu sein. Die Vermittlung künstlerischer Fähigkeiten, die 
Förderung von Phantasie und Kreativität, die Verbesserung von kommunikativer, 
interaktiver und medialer Kompetenz, die Sensibilisierung für das Verhältnis von 
Gesellschaft und Umwelt, basierend auf dem Prinzip der Freiwilligkeit, machen den 
besonderen Stellenwert eines non-formalen Bildungsangebotes aus. 
Die grundsätzliche positive Annahme des jungen Menschen und die Orientierung an 
seinen Stärken ist eine Zugangsweise, welche für und nicht nur für die Jugendlichen, 
sondern für alle Menschen (Eltern, Koop-Partner etc.), welche uns begegnen, gilt.  
 
 
UNSER BILDUNGSVERSTÄNDNIS 
 
Um den Jugendlichen beim Hineinwachsen in ihre gesellschaftliche Rolle zur Seite zu 
stehen, bedarf es vieler Anstrengungen und Mühen. Neben den primären und sekundären 
Sozialisationsinstanzen Familie und Schule/Betrieb kommt der Jugendarbeit dabei eine 
besondere Rolle zu. 
Die Instanz Schule hat mir ihrem formalen Bildungsauftrag einen klar definierten 
Aufgabenbereich. Die Jugendarbeit verwendet aufgrund ihres Freiwilligkeitsprinzips den 
non-formalen Bildungsbegriff. Ein offenes Jugendangebot ist daher ein non-formaler 
Bildungsort, der sich mit der Selbstbildung des Jugendlichen beschäftigt. Aufgabe eines 
solchen Bildungsortes ist es, dem Jugendlichen Aneignungsmöglichkeiten zu bieten, 
welche ihn bei seiner Selbstbildung unterstützen. Gemäß dem non-formalen 
Bildungsbegriff ist nicht die Vermittlung von Inhalten die primäre Aufgabe der 
Jugendarbeit, stattdessen soll dem Jugendlichen die Chance zur Selbsterfahrung 
ermöglicht werden. Jugendarbeit muss dem jungen Menschen Möglichkeiten einräumen, 
sich auszuprobieren sowie eigene Stärken und Fähigkeiten ohne Leistungsdruck zu 
entdecken und zu erweitern. Dabei soll die Selbstreflexion unterstützt und gefördert 
werden. 
Die Aufgaben der Jugendarbeit sind heutzutage vielfältiger und gehen über ein Anbieten 
und Arrangieren von non-formalen Bildungsgelegenheiten hinaus. Durch die beschriebene 
Komplexität der Aufgaben in der Lebensphase Jugend befindet sich der Jugendliche in

5 
Stand: 26.04.2018 Autor: Fabian Stettes 
einem Spannungsfeld aus dem Bedürfnis nach Selbstständigkeit und konkreter 
Hilfestellung. Es ist notwendig, Bedürftigkeit bei den Jugendlichen entsprechend 
wahrzunehmen und das pädagogische Handeln danach auszurichten und die richtige 
Balance zwischen Offenheit und Halt zu finden. Die Basis dafür bilden stabile 
Beziehungen zwischen den Jugendlichen und den Pädagogen, welche den Pädagogen in 
die Lage versetzt, entsprechend zu handeln und individuell zu agieren. Eine 
Jugendeinrichtung mit verlässlichen Öffnungszeiten und einer bedarfsorientierten 
Angebotsstruktur, die von den Jugendlichen eigenständig gemäß ihrer Wünsche und 
Anregungen mitgestaltet werden kann, bietet optimale Entwicklungschancen für den 
jungen Menschen. 
 
 
Zielgruppe 
Kernzielgruppe sind laut der Richtlinie der Stadt Köln die 12-17jährigen. Besonders sollen 
Jugendliche aus den Stadtteilen Kalk und Humboldt-Gremberg angesprochen werden. 
Von Anfang an soll nach Möglichkeiten ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bei den 
NutzernInnen der Angebote der neuen JE erzielt werden. Zudem sollen Jugendliche mit 
Behinderung die Einrichtung genauso selbstverständlich nutzen wie Jugendliche ohne 
Behinderung. 
 
 
Kooperation & Vernetzung 
Kooperation und Vernetzung sind in den letzten Jahren zu Schlüsselbegriffen in der 
Sozialen Arbeit geworden. Ziel ist es dabei, vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen 
und eine größere Nachhaltigkeit in den Angeboten zu erreichen. Zudem ist aufgrund der 
multiplen Bedürfnisse der Jugendlichen ein Hilfsangebot „aus einer Hand“ oftmals nicht 
zu realisieren. Durch die gezielte Zusammenarbeit mit Partnern sollte eine erhöhte 
Qualität in den Angeboten gewährleistet werden. Durch die Zusammenarbeit mit 
Partnern soll der Zugang zu neuen Cliquen/Gruppen von Jugendlichen eröffnet werden.  
Die Liste der Partner ist vielfältig: Städt. Institutionen, Kirchengemeinden, Schulen, 
Kitas/Familienzentren, Sportvereine,  Wohnungsbaugesellschaft etc. 
 
 Bezirksjugendpflege Kalk 
 Streetworker der Stadt Köln 
 GAG Immobilien AG 
 Centermanagement Köln Arcaden 
 Benachbarte Jugendeinrichtungen in Kalk (Pavillon /JUGZ/Evang) 
 Kalker Jugendbüro 
 Kirchengemeinde 
 SchulsozialarbeiterInnen 
 ASD 
 Lebenshilfe Köln 
 …

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Stand: 26.04.2018 Autor: Fabian Stettes 
Personal 
Die Einrichtung soll mit zwei päd. Fachkräften (Sozialarbeit BA bzw. Dipl.) á 100% BU 
betrieben werden. Die Entlohnung erfolgt nach KAVO SuE. 
Die Stellen werden geschlechterparitätisch besetzt. Eine geschlechterhomogene 
Teambildung ist ausgeschlossen. 
Aufgrund des Fachkräftemangels hat die KJA bereits seit mehreren Jahren enge 
Kooperation mit den Ausbildungsinstitutionen in Köln (TH und KatHo). Die KJA beteiligt 
sich aktiv als qualifizierte Praxisstelle an der Ausbildung des Berufsnachwuchses. Seit 
Mitte 2017 erstellt die KJA ein Recruiting-Konzept um auch in Zukunft weiterhin 
geeignetes Personal zu finden und zu binden. 
Die Beschäftigung weiterer Ehrenamtler/Honorarkräfte/FSJlerInnen etc. steht in  
Abhängigkeit von den AG-Bruttopersonalkosten der päd. Fachkräfte. 
Es ist geplant zusätzliche Drittmittel (KJFP NRW, Aktion Mensch etc.) zu akquirieren und 
darüber zusätzliche Honorarkräfte zu finanzieren. 
 
 
Inhaltliche Schwerpunkte 
PARTIZIPATION 
Der partizipative Ansatz in der Jugendarbeit gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, eigene 
Wünsche und Interessen einzubringen und eröffnet den Jugendlichen darüber hinaus 
wichtige Lernfelder. Partizipation ermöglicht den Jugendlichen in einem geschützten 
Rahmen Instrumente demokratischer Entscheidungsprozesse zu erlernen und sich 
selbstständig Möglichkeiten der Verantwortungsübernahme anzueignen. 
Dies sind für Jugendliche wichtige Bildungsgelegenheiten, welche bei der Entwicklung von 
Konflikt-, Toleranz- und Kritikfähigkeit helfen und Verantwortungsbewusstsein und 
Zuverlässigkeit stärken. Zudem fördern sie Organisationsvermögen, Beteiligungs- und 
Initiativfähigkeit und Engagementbereitschaft. 
Die Bandbreite der Bildungsgelegenheiten ist dabei sehr vielfältig: von der punktuellen 
Verantwortungsübernahme bis zum langfristigen ehrenamtlichen Engagement, vom 
Einbringen von Ideen und Wünschen bis zur Übernahme von Funktionen in 
Mitbestimmungsgremien bietet eine Jugendeinrichtung dem Jugendlichen diverse 
Möglichkeiten sich adäquat auszuprobieren. Partizipation trägt als Bildungsgelegenheit 
entscheidend zur Persönlichkeitsentwicklung bei und erweitert die Kompetenzen der 
Jugendlichen in allen Lebensbereichen. 
 
(Stufen der Partizipation nach Roger Hart)

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Stand: 26.04.2018 Autor: Fabian Stettes 
GESUNDHEITSORIENTIERTE JUGENDARBEIT 
„Bewegungsarmut, Fettleibigkeit, Magersucht und problematisches 
Ernährungsverhalten bei Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind 
Phänomene, die in der jüngeren Vergangenheit in Öffentlichkeit und Politik bis zur 
europäischen Ebene hinauf diskutiert wurden  … Neben diesem sorgenvollen Blick 
auf die aktuellen gesundheitlichen Probleme von Heranwachsenden gewinnt das 
Thema Gesundheitsförderung noch aus einem zweiten Grund zunehmend an 
Bedeutung: Denn – vergleichbar etwa mit dem Bereich Bildung – setzt sich auch 
im Gesundheitsbereich in den letzten Jahren die Einsicht durch, dass wichtige 
Weichen vergleichsweise früh in der Biografie gestellt werden. Entsprechend 
wächst das Interesse daran, möglichst früh und möglichst alle Mädchen und 
Jungen zu einer sich selbst wie auch anderen gegenüber achtsamen Lebensweise 
zu befähigen. … Gesundheit und Wohlbefinden von Heranwachsenden hängen in 
hohem Maße mit ihren gesellschaftlichen Chancen zusammen. Ungleiche 
Lebensbedingungen beeinflussen die körperliche, psychische und soziale 
Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.“ 
(Quelle: 13. Kinder- und Jugendbericht –, Drucksache 16/12860, 30.04.2009, 
Seite 33). 
Das oben stehende Zitat aus dem 13. Kinder- und Jugendbericht zeigt, dass die 
Gesundheitsförderung von Heranwachsenden gerade in von Armut bedrohten Stadtteilen 
und Wohnquartieren eine der Kernaufgaben der Jugendhilfe sein wird, wenn sie eine 
gerechte Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen an der Gesellschaft fördern wollen. 
Das bereits in einigen unseren Kinder- und Jugendeinrichtungen in der Umsetzung 
befindliche „Gut Drauf“-Konzept der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat 
zum Ziel, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten wie auch die Stressbewältigung 
junger Menschen zu verbessern. „Gut Drauf“ beruht auf dem Herstellen von 
Zusammenhängen zwischen einer gesunden Ernährung, einem harmonischen Lern- und 
Lebensraum und einem stressabbauenden Entspannungs- und Bewegungsangebot. 
Kinder und Jugendliche sollen dabei auf selbstbestimmte, spielerische und animierende 
Art erleben, was ihnen gut tut. 
Der Bereich der Ernährung ist dabei einer der Schlüsselpunkte. Durch mangelhafte 
Ernährung mit minderwertigen und vitaminarmen Lebensmitteln sind Kinder und 
Jugendliche besonders stark betroffen von Depressionen und psychosomatischen 
Beschwerden. Aber auch die zunehmende Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ist 
sowohl auf mangelnde Bewegung als auch auf falsche Ernährung zurück zu führen. 
Zudem führt fehlerhafte Ernährung zu einem mangelhaften Körperbewusstsein, wodurch 
die Gefährdung für Suchterkrankungen ansteigt. 
Die Ursachen für falsche und unzureichende Ernährung liegen aber nicht alleine in der 
materiellen Armut der Eltern. Oftmals fehlt es bereits bei den Eltern an Wissen über 
Ernährungszusammenhänge, an Kenntnissen über die verschiedenen 
Zubereitungsmöglichkeiten von frischen Lebensmitteln und an der Fähigkeit, für einen 
Haushalt gezielt kostengünstig und trotzdem ausgewogen einzukaufen. 
Ebenfalls ist bei sozial schwächeren Milieus zu beobachten, dass Essen als reine 
Befriedigung eines körperlichen Bedürfnisses angesehen wird und nicht als kulturelles 
Ereignis, was gerade in schwierigen familiären Situationen Zusammenhalt und 
Kommunikation fördern würde. 
Ebenso ist ein Mangel an Bewegung in der modernen Durchschnittskindheit zu 
beobachten, welcher als Hauptursache für die Zunahme von Übergewicht bei Kindern

8 
Stand: 26.04.2018 Autor: Fabian Stettes 
angesehen wird. So bewegen sich sechs- bis zehnjährige Kinder durchschnittlich nur noch 
eine Stunde am Tag und konsumieren stattdessen immer mehr elektronische Medien. 
Durch die Zunahme von Ganztagesschule verlängert sich der Anteil der Zeit, welche 
Kinder sitzend verbringen und nicht ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen. 
Eine gesundheitsorientierte Jugendarbeit darf aber alleine nicht nur die gesunde 
Ernährung und die Vermittlung von Spaß an Bewegung im Blick haben. Ebenso wichtig ist 
es den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass Bedürfnisse nach Ruhe und 
Entspannung normal und wichtig sind. Es geht dabei um neue Möglichkeiten, diesem 
Bedürfnis nachzugehen und ein Entspannungsbedürfnis zuzulassen.  Durch den stetig 
wachsenden Leistungsdruck, dem Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind, ist es umso 
wichtiger sich Ruhephasen zu gönnen. Diese dienen dem Stressabbau und verhindern 
Konflikte. 
 
Produkte / Programm 
Der Offene Bereich bildet das Kernprodukt und Herzstück der Einrichtung.  
 
Die BesucherInnen und Besucher werden eingeladen, das Programm der OT selber zu 
gestalten (s. Schwerpunkt Partizipation).  Neben der in der OKJA typischen Tür- und 
Angelberatung soll ein Schwerpunkt auf der Beratung Übergang Schule-Beruf liegen. Für 
diesen Bereich ist eine enge Kooperation mit dem Kalker Jugendbüro geplant. Mittels 
Programme wie bspw. JobAktiv sollen Mitarbeiter aus der Beratungsstelle in der 
Jugendeinrichtung Sprechstunden anbieten. Der Bereich Goja teilt sich in offene 
Sportangebote, Kochangebote und Angebote der Entspannung. Durch die 
Raumgestaltung im offenen Bereich soll Entspannung ermöglicht und gefördert werden.  
Im Bereich der Medienpädagogik / Digitalisierung soll die Einrichtung von Anfang an mit 
der entsprechenden technischen Infrastruktur wie z.B. freiem WLAN ausgestattet sein. 
Neben der Vermittlung von Medienkompetenz im offenen Bereich sollen spezielle 
Angebote wie bspw. Angebote zum Thema Cybermobbing durchgeführt werden. 
  
 
 
Offener 
Bereich 
Beratung u. 
Begleitung 
Partizi-
pation 
 
Medien / 
Digitalisier
ung 
Gender 
Vernetzung 
& Koop 
GoJa

9 
Stand: 26.04.2018 Autor: Fabian Stettes 
Qualitätssicherung 
Die KJA Köln als großer Jugendhilfeträger in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis  entlohnt ihre 
MitarbeiterInnen nach der KAVO (Kirchliche Arbeitnehmer-Vergütungsordnung). Durch 
die Mitarbeitervertretung werden die Rechte und die Mitbestimmung der Mitarbeitenden 
garantiert. Im Rahmen der Präventionsordnung verfügt die KJA über eine 
Präventionsbeauftragte. Das eigene institutionelle Schutzkonzept ist in Arbeit und soll 
Ende 2018 fertig gestellt sein. Personalführung bei der KJA erfolgt durch Management by 
Objectives. Es werden den Mitarbeitenden sowohl interne (Führen und Leiten, 
Glaubenskurs, Präventionsschulungen, Oasentag) als auch externe Schulungen und 
Fortbildungen angeboten und ausdrücklich gefördert.

Mitteilung Ausschuss

1445 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
IV/512/2 
 
Vorlagen-Nummer 20.08.2018 
 2156/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 13.09.2018 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 13.09.2018 
 
Planung einer neuen Jugendeinrichtung auf dem ehemaligen Maltesergelände in Köln Kalk 
hier: Vorstellung der Konzepte und Einladung 
Im Rahmen einer Mitteilung (1619/2018) informierte die Jugendverwaltung den Jugendhilfeausschuss 
über den Stand des Interessenbekundungsverfahrens zur Trägerschaft über die geplante Jugendein-
richtung auf dem ehemaligen Maltesergelände in Köln Kalk. 
 
Es liegen sechs Bewerbungen der folgenden Jugendhilfeträger vor: 
 
 Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. 
 Caritasverband für die Stadt Köln e.V. 
 Jugendzentren Köln gGmbH 
 Katholische Jugendagentur Köln gGmbH 
 Pavillon e.V. 
 Veedel e.V./ Fair stärken 
 
In der Anlage sind die eingereichten Konzepte beigefügt.  
Zu dem Konzept des Caritasverband für die Stadt Köln e.V. wurde ein Film gedreht, der unter folgen-
dem Link angesehen werden kann: https://youtu.be/5V4J1TqxBdk  
 
 
Die Konzepte werden von den Trägern bei einem Treffen am Dienstag, 09.10.2018 um 16 Uhr im 
Kalk Karree, Konferenzraum 6.D.01 (Eingang Dillenburger Straße), vorgestellt. 
 
Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses sind herzlich eingeladen!  
 
 
Bitte um Anmeldung bis zum 27.09.2018 bei sabine.enderlein@stadt-koeln.de 
 
 
Gez. Dr. Klein

Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V.

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Arbeiterwohlfahrt 
Kreisverband Köln e.V. 
 
 
 
Interessensbekundung für die Trägerschaft einer 
Jugendeinrichtung in Köln Kalk im Rahmen der OKJA 
vorgelegt durch den 
AWO Kreisverband Köln e.V. 
 
 
 
 
 
 
 
Ansprechpartnerinnen für Rückfragen:  
 
Frau Ulli Volland-Dörmann 
Geschäftsführerin  
Volland@awo-koeln.de 
0211- 20407 31 
 
Frau Anja Florack 
Sachgebietsleitung Jugend und Familie 
florack@awo-koeln.de 
0221- 20407 91

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 Zusammenfassung  
1. Grundlagen           
1.1. Die Arbeiterwohlfahrt als Träger  
 
1.2. Leitbild             
       
1.3. Sozialraum             
2.   Qualitätsstandards           
2.1. Strukturelle Standards          
2.1.1. Personal           
2.1.2. Zielgruppe           
2.1.3. Öffnungszeiten          
2.1.4. Vernetzung und Kooperation       
2.1.5. Qualitätssicherung        
2.2. Pädagogische Standards        
Sozialraumorientierung        
Bedürfnisorientierung        
Prävention         
Integration         
Partizipation         
Geschlechtsspezifische Arbeit       
2.3. Grundsätzliche Ziele der Einrichtung       
3. Arbeitsschwerpunkte          
4. Verfahren zur Qualitätssicherung      
5. Resümee

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Köln Kalk ausländeranteil 
Köln Kalk ghetto 
Köln Kalk kriminalität  
Köln Kalk gefährlich  
 
(die ersten vier vorgeschlagenen „ähnlichen Suchbegriffe“ durch Google bei der Eingabe der Wörter 
„Köln Kalk“, Stand: April 2018) 
Zusammenfassung: 
Kaum ein anderer Stadtteil in Köln hat ein so ambivalentes Image wie Kalk. Für die einen ist 
Kalk ein „schlimmes“ Pflaster, das von Rockerbanden sowie Drogendealern geprägt ist und 
gesuchten Kriminellen eine anonyme Unterschlupfmöglichkeit bietet. Für die anderen ist 
Kalk der Stadtteil mit dem „ganz speziellen Sound“ dem „Multikulti-Melting-Pot“ Kölns, dem 
mittelfristig das gleiche gentrifizierte Schicksal „droht“ wie seinen linksrheinischen Pendants  
Ehrenfeld und Nippes.  
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich, wie so häufig, irgendwo in der Mitte, aber eins ist Kalk auf 
jeden Fall, ein spannender Stadtteil, der in Bewegung ist. Daher möchte sich der 
Kreisverband der AWO Köln sehr gerne durch die Trägerschaft der neuen Jugendeinrichtung 
an der Kalker Hauptstraße an diesem Prozess gestalterisch beteiligen.  
Kalk wird ganz treffenderweise als „Ort des Ankommens bei Zuwanderung“ beschrieben. 
Dies ist genauso zutreffend wie zielgebend für das Konzept einer neuen Jugendeinrichtung. 
Die Herausforderungen für den Stadtteil sind weder monokausal, noch kurzfristig zu lösen. 
Neben der Integration, der aus nah und fern zugewanderten NeukalkerInnen, sind die 
Bedarfslagen der „alteingesessenen“ Kalk Bewohner ebenfalls zu berücksichtigen und 
miteinander in Einklang zu bringen und dies vor dem Hintergrund umfassender 
Neubauprojekte durch die GAG und anderer Investoren.  
Unser Konzept wird es sein,  Kinder- und Jugendarbeit für alle Kalker Jugendlichen 
anzubieten, wir stehen allen offen, die zu uns kommen wollen. Wir bringen unsere Expertise 
aus jahrelanger, erfolgreicher Jugendarbeit in fünf Jugendeinrichtungen und einem 
Jugendtreff in diese Arbeit ein. Neben jenem originären Bereich, steht uns mit den 
Angeboten der AWO Fachstelle für Gewaltprävention eine wertvolle Ressource zur 
Verfügung, die wir aktiv in unsere Arbeit integrieren wollen/werden. So wird es eine 
Kooperation mit der (AWO) Streetwork in Kalk geben, die möglicherweise kontinuierlich 
oder zeitweise ihr Büro ebenfalls in der Jugendeinrichtung betreiben könnte.  
Eine Verzahnung mit den Projekten Klarkommen (Angebot für minderjährige Flüchtlinge und 
junge Erwachsene aus nordafrikanischen Ländern, die bereits durch die Begehung von 
Straftaten polizeilich in Erscheinung getreten sind) und Wegweiser (Präventionsprogramm 
gegen gewaltbereiten Salafismus) ist ebenfalls möglich, sollte aber situationsabhängig und 
ggf. anlassbezogen entschieden werden. Denn es ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht valide

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vorhersagbar, welche Jugendlichen in die Einrichtung kommen werden oder welche 
Bedarfslagen es vor Ort konkret in zwei Jahren geben wird.   
Den Bekanntheitsgrad und die Zugänge der Streetwork in Kalk möchten wir allerdings im 
Vorfeld für partizipative Workshops nutzen. Hier bietet es sich für uns an, mobile Angebote 
zu konzipieren, bei denen sich die Jugendlichen vor Ort an der Planung der 
Jugendeinrichtung aktiv beteiligen und einbringen können. Eine interessante Säule dieses 
Ansatzes wäre die in Kalk initiierte Demokratiewerkstatt des Willi Eichler Bildungswerks, hier 
wurden bereits erste Formate überlegt, um Jugendliche an diesen Prozess heranzuführen 
und zu beteiligen.   
Ein weiterer innovativer Ansatz in unserem Konzept ist die aktive Einbindung des 
zukünftigen sozialen Nahbereichs in unsere Jugendarbeit. Wie bei kaum einem anderen 
Standort hat man in Kalk die Verantwortung für eine „Ausstrahlung“ seiner Arbeit in das 
direkte Umfeld. Daher beabsichtigen wir, in Kooperation mit der GAG, ein innovatives 
Projekt an diesem Standort zu realisieren. Diese sieht vor, ein großes Netzwerk an 
ehrenamtlichem Engagement in der Bewohnerschaft des Wohnkomplexes (180 Wohnungen, 
70 Studentenapartments), in der die Jugendeinrichtung integriert sein wird, aufzubauen. Als 
Motoren dieser Entwicklung werden 35 Studenten fungieren, die für Ihre Bereitschaft, sich 
in einem bestimmten (noch festzulegenden) Stundenumfang für Jugendliche und/oder ihre 
Nachbarn zu engagieren, bevorzugt den Zuschlag bei der Wohnungsvergabe erhalten 
werden. Die dafür angedachten Tätigkeitsfelder könnten von speziellen - kontinuierlichen 
oder auch eventmäßigen - Angeboten für die Besucher der Einrichtung reichen, wie z.B. 
Sportangebote, Nachhilfe, Berufswegeplanung, handwerkliche oder musikalische Projekte. 
Es sollen aber auch „Einsätze“ im nachbarschaftlichen Kontext möglich sein, diese aber 
anders als bei dem Konzept „Wohnen für Hilfe“ nicht als individuelle Dienstleistung zwischen 
zwei Personen im Putz- oder Pflegeeinsatz, sondern als Dienst für die „Hausgemeinschaft“. 
Dies kann von der Übernahme einer Spielplatzpatenschaft über die Organisation eines 
Konversationsangebots für Mieter mit geringen Deutschkenntnissen reichen und  bei der 
Gründung eines Hauschors enden. Die Ideen orientieren sich an den Kompetenzen und 
Leidenschaften der Studenten sowie den Bedarfen der Jugendlichen und Mieter. Die 
Organisation dieser Angebote, Einsätze und Projekten wird die AWO übernehmen.  
Der GAG Vorstand unterstützt das Projektvorhaben. Nach einer möglichen Übertragung der 
Einrichtungsträgerschaft wird die weitere Planung erfolgen.  
Wir beabsichtigen mit diesem Angebot drei Dinge:  
1. Studenten als Vorbilder für unsere Besucher in die Arbeit in der Jugendeinrichtung zu 
integrieren. Ggf. haben die Studenten auch einen Migrationshintergrund und kommen aus 
untersch. sozialen Milieus. Hier können diese - vorbildhaft aber authentisch - Wege 
aufzeigen, wie  man es (auch als Jugendlicher aus Kalk) an die Universität schaffen kann. 
Diese Studenten können glaubwürdige Botschafter einer Aufstiegsperspektive durch Bildung

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darstellen und damit wohlmöglich Einblicke in bisher für diese Jugendlichen verschlossenen 
(beruflichen)Bereichen ermöglichen.  
2. Neben der Eröffnung von konkreten Berufs- und Lebensperspektiven, sollen die 
jugendlichen Besucher der Einrichtung durch die Studenten lebensnah vorgelebt bekommen, 
dass man als junger Mensch Verantwortung für sich und seine Umwelt / sein soziales Umfeld 
übernehmen kann. Ehrenamtliches Engagement ist in diesen Gesellschaftsgruppen bisher 
kein gängiges Tätigkeitsfeld.  
3. Schaffung eines guten und positiven „Hausklimas“. Durch diese Studenten und deren 
Aktionen sollen die Bewohner in Kontakt kommen, Isolation und Vereinsamung vorgebeugt 
und Konflikt frühzeitig erkannt werden. Wenn es solche soziale „Anker“ in einem 
Wohnkomplex gibt, dann können sich darum noch andere Bewohner für 
gemeinwesenorientierte Tätigkeiten begeistern und damit Verantwortung  für sich und ihr 
Wohnumfeld übernehmen. Eine Ausstrahlung in das soziale Umfeld ist damit zu erwarten. 
Mit dieser im (Kurz)Konzept skizzierten Mischung aus qualitativer Fachlichkeit, durch 
jahrelange Erfahrungen im Feld der OKJA ergänzt um trägerinterne Zugänge zu interessanten 
Projekten der Gewaltprävention und Jugendsozialarbeit, die dann innovativ erweitert wird 
durch die kontinuierliche Einbindung von jungen Studenten, wollen wir unseren Beitrag dazu 
leisten, dass Kalk nicht nur ein Ort des Ankommens bei Zuwanderung sondern auch des 
guten Zusammenlebens wird.

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Grundlagen           
1.1. Die Arbeiterwohlfahrt als  Träger 
Der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e. V. ist einer von sechs Spitzenverbänden der 
Freien Wohlfahrtspflege in Köln. Seit 1926 bietet die AWO Köln eine vielfältige 
Angebotspalette in verschiedenen Einrichtungen und Diensten aus den Bereichen 
Tageseinrichtungen für Kinder, Betreuung für Schulkinder, Jugendeinrichtungen, 
Stadtranderholung, Jugendgerichtshilfe, JobBörsen, häusliche Krankenpflege, 
hauswirtschaftlicher Service, Seniorenzentren, Seniorenclubs, Seniorenreisen und vieles 
mehr. Daneben ist die AW O eine Mitgliederorganisation mit dezentralen Strukturen in 
verschiedenen Ortsvereinen. 
Mitglieder im AWO Kreisverband Köln sind die 16 AWO Ortsvereine in Köln. Hier sind über 
2.000 Menschen Mitglied de r Arbeiterwohlfahrt. Auch im Bezirk Kalk ist die AWO m it einem 
Ortverein verankert. 
Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie umfasst einen der größten Tätigkeitsfelder der 
AWO in Köln . Mit 15  (Betriebs-)Kitas und davon drei  Familienzentren, neun Inklusiven 
Schulkinderbetreuungen und Bildungsangeboten an Kölner Grundschulen und an zehn 
Schulen der Sekundarstufe I sind wir stadtweit für Kinder und Jugendliche und deren 
Familien engagiert. In Porz und Kalk ist der  AWO Kreisverband Köln als verlässlicher und 
kompetenter Bildungspartner  in zahlreichen Kitas und Schulen  aktiv und etabliert.  Der 
Kreisverband der AWO Köln e.V. ist seit dem 28.5.1990 (letzte Änderung/Spitzenverband der 
Freien Wohlfahrtspflege) anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.  
Darüber hinaus betreibt der AWO Krei sverband Köln e.V. zurzeit fünf  Jugendeinrichtungen 
und ein Jugendprojekt in Köln. Das Jugend- und Nachbarschaftshaus Bodestraße sowie die JE 
Krahnenstraße in Mülheim und die Einrichtungen 8zwo7 (ehema ls Frohnhofstraße) , die JE 
KINGZ (ehemals Jugendprojekt Ossendorfpark)  und Club Westend im Bezirk Ehrenfeld 
gehören ebenso zur Trägerschaft der AWO wie das Jugendprojek t Waldbadviertel in 
Ostheim. In den Einrichtungen arbei ten zurzeit elf  hauptamtliche MitarbeiterInnen, die mit 
einer eigenen Sachgebietsleitung in der Geschäftsstelle Rubensstraße angebunden sind.  
1.2. Leitbild 
Die AWO Köln bietet als Träger der offenen Kinder - und Jugendarbeit  vielfältige 
außerschulische Angebote und schafft Räume für die Selbstbestimmung und 
Selbstentfaltung junger Menschen. In unseren Einrichtungen finden Kinder und Jugendliche 
Förderung und Unterstützung, erhalten Hilfe und Begleitung und können zwischen 
unterschiedlichen Bildungsangeboten wählen. Durch beständige Anspre chpartnerinnen und 
Ansprechpartner erhalten die Kinder und Jugendlichen eine verlässliche Begleitung, eine 
verbindliche Orientierungshilfe und Unterstützung, um sich in einer immer rasanteren, 
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung zu orientieren.

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Die Leitgedanken für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen und 
Förderangeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sind: 
 Wir bieten Räume und Treffmöglichkeiten für Kinder - und Jugendliche außerhalb von 
Schule und Elternhaus. Zi el ist die Förd erung der Selbst organisation der Kinder und 
Jugendlichen und die Bereitstellung von vielfältigen Angeboten, entsprechend der 
individuellen Bedürfnisse. 
 Gender Mainstreaming – Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit – ist als 
durchgängiges Leitprinzip zu beachten. Wir planen und realisieren Angebote, die beide 
Geschlechter berücksichtigen, wie z.B. einen Tag in der Woche für Mädchen,  Angebote 
für Jungen und gemeinsame geschlechtsheterogene Aktivitäten. 
 Primärprävention: Unsere Angebote beinh alten die Förd erung von Wahrneh mung, 
Kooperation, Selbstvertrauen, Konfliktfähigkeit und Kreativität in Problemlöseverhalten. 
 Neben der präventiven Arbeit stehen wir allen Kinder  und Jugendlichen, unabhängig von 
sozialer und ethnischer Herkunft, Geschlecht und Nationalität, in schwierigen 
persönlichen Situationen unterstützend zur Seite. 
 Regelmäßig gegenseitiger Austausch von Fachwissen und Erfahrung im Team, um 
Fachkompetenz ständig und gezielt zu verbessern 
 
1.3. Sozialraum 
Im Stadtbezirk Kalk befindet sich da s größte in der Fläche zusammenhängende 
Benachteiligungsgebiet der gesamten Stadt. Darüber hinaus ist dort in den nächsten zehn 
Jahren neben den Stadtbezirken Innenstadt und Lindenthal der höchste Zugewinn in der 
Altersgruppe der 6 – 21jährigen prognostizi ert. Denn durch noch bezahlbaren Wohnraum, 
sozialen Anschluss und die günstige Verkehrsanbindung ist Kalk ein interessanter Stadtteil 
für zahlreiche  Neukölner und gleichzeitig auch für  Kreative und  Studenten.  Ein sog. 
„Multikulti-Schmelztiegel“, der nebe n den alteingesessenen Familien mit Kalker, türkischen 
und italienischen Wurzeln auch die vielen neuen, die noch nicht lange hier sind: Asiaten, 
Rumänen, Bulgaren und Nordafrikaner eine (vorläufige) Heimat bietet.  
Es finden  dadurch im Gemeinwesen struktur elle Veränderungsprozesse statt, die man 
unbedingt flankierend begleiten und unterstützen muss, damit dieser Bezirk (und der 
Stadtteil Kalk) diese Herausforderungen meistert.  
2.   Qualitätsstandards           
Qualitätsstandards definieren Mindestanforderu ngen an die pädagogische Praxis. Sie lassen 
sich unterteilen in strukturelle und pädagogische Standards und beschreiben 
Voraussetzungen und Rahmenziele für die päda gogische Arbeit in der Jugendarbeit . Die 
nachfolgenden Qualitätsstandards basieren auf den V orgaben des Amtes für Kinder, Jugend

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und Familie der Stadt Köln, dem Leitbild des Trägers und den Überlegungen zum Bedarf im 
Sozialraum  
 
2.1. Strukturelle Standards 
 
2.1.1. Personal           
 Den Vorgabe n der Stadt Köln entsprechend we rden die beiden Mitarbeiterin /der  
Mitarbeiter die entsprechenden fachlichen und persönlichen Voraussetzungen mitbringen. 
Eine paritätische Geschlechterbesetzung wird angestrebt. Wünschenswert wäre Erfahrung 
im Aufbau von neuen Strukturen und Vertrautheit mit dem Sozialra um. Darüber hinaus 
besteht die Möglichkeit, Honorarkräfte und Ergänz ungskräfte zur Unterstützung der 
hauptamtlichen Mitarbeiter  einzusetzen. Diese sollten eine ihrem Einsatz entsprechende 
Qualifikation haben. Insbesondere Studentinnen/Studenten und Schüler /Schülerinnen in 
einer pädagogischen Ausbildung können hierbei berücksichtigt werden. Weiterhin ist der 
Einsatz einer Reinigungskraft notwendig. Genauso besteht die Möglichkeit auf 
Arbeitsgelegenheiten nach §16 SGB II zurückzugreifen. Dies aber alles nur b ei 
konzeptionellem und organisatorischem Bedarf.  
Zur Umsetzung des GAG Projektes wird eine zusätzliche 50% Stelle eingeplant, die vor Ort 
die Organisation dieses Projektes übernimmt. 
Auf Basis der Vorgaben der Stadt Köln  wird die personelle Ausstattung si ch auf zwei  
hauptamtliche Mitarbeiter belaufen, die Bereitstellung eines betriebs - und 
personalwirtschaftlichen Unterstützungssystems ist bei der AWO  genauso garantiert wie die 
Einbindung in interne Gremien des fachlichen Austauschs und des Qualitätsmanagements. 
 
 
2.1.2. Zielgruppe           
Zielgruppe sind alle Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsene im Stadtteil , wobei ein 
Schwerpunkt auf die Kernzielgruppe der 12 bis 17jährigen Mädchen und Jungen gelegt wird. 
Wie schon anfänglich erwähnt gibt es zwei Besonderheiten: erstens ist die Zielgruppe 
teilweise noch gar nicht vor Ort,  die Fertigstellung des Wohnkomplex es ist für Ende 
2020/Anfang 2021  geplant, zum anderen ist Kalk, wie bereits erwähnt, der Ort des 
Ankommens, daher befindet sich die Bevölkerungsstruktur in kontinuierlicher Bewegung.  
Ganz konkrete Aussagen über die Zielgruppe und deren Bedarfslage kann man daher zum 
jetzigen Zeitpunkt nicht vollumfänglich machen . Hier ist vielmehr ein Prozess aufzuzeigen, 
der eine Nach - oder Neujustierung der konzeptionellen Ausrichtung offen gegenübersteht 
und die Zielgruppenfokussierung kontinuierlich überprüft.  
 
 
2.1.3. Öffnungszeiten          
Die  Öffnungszeiten werden an di e Lebenssituation und den Bedarf der Kinder und 
Jugendlichen des Sozialraums ausgerichtet sein.

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Die Öffnungszeiten werden vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden (Sommer) 
sowie am Wochenende realisiert werden, wenn die Zielgruppe nicht in der Schu le oder 
Ausbildung ist. Es ist ferner davon auszugehen, dass die Öffnungszeiten während der Ferien 
und im Rahmen besonderer Veranstaltungen variieren. 
 
Die Öffnungszeiten werden sich an den Richtlinien des Amtes für Kinder, Jugend und Familie 
der Stadt Köln orientieren.  
 
 
2.1.5. Vernetzung und Kooperation  
Vernetzung und Kooperation mit verschiedenen sozialen Einrichtungen und Institutionen ist 
sehr wichtig und dient dem Informationsaustausch, der optimalen Ausschöpfung personeller 
und materieller Ressource n und sichert fachliche Kompetenzen, um effektive Bildungs - und 
Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche zu entwickeln.  
 
Gefordert werden ebenfalls die Kooperation mit anderen Instanzen und Einrichtungen, 
sowie eine produktive Netzwerkarbeit.  
Folgende Kooperations- und Vernetzungspartner vor Ort würden in einer frühen 
Projektphase einbezogen:  
 
 Vorstellung auf Stadtteilkonferenzen u.ä. / Bezirksjugendpfleger 
 Die fünf Jugendeinrichtung und das Jugendprojekt der AWO Köln  
 andere Jugendeinrichtungen im Sozialraum  
 GAG Sozialmanagement  
 Sozialraumkoordination  
 Ganztagseinrichtungen in den Sozialräumen 
 Streetwork vor Ort 
 AWO Abteilung Gewaltprävention  
 
      
2.1.6. Qualitätssicherung   
Das vorliegende Konzept soll Ihnen die Eignung der  AWO Köln für die Trägerschaft eines 
mobilen Angebots  verdeutlichen, deren Grundlage die hohe Qualität der pädagogischen 
Arbeit in unseren Projekten und Einrichtungen darstellt. 
Dabei bedeutet Qualitätssicherung für uns - generell und bei dieser  Neukonzeptionierung  - 
die regelmäßige Überprüfung der pädagogischen Arbeit und der strukturellen 
Rahmenbedingen im Hinblick auf die im Konzept formulierten Ziele. Ein wichtiges Instrument 
ist hierbei eine kontinuierliche Reflexion der Arbeit im Team. Aus  diesem Grunde finden 
regelmäßige Teambesprechungen statt, bei denen die Rahmenbedingungen, die 
Angebotsstrukturen und die angestrebten Ziele reflektiert werden, um diese gegebenenfalls 
weiterzuentwickeln oder möglichen Veränderungen im Sozialraum anzupassen.

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Darüber hinaus werden Tagesprotokolle geführt und Besucherzahlen festgeh alten, 
Befragungen durchgeführt. 
Weiterhin besteht für die Mitarbeiter/innen der AWO die Möglichkeit sich fortzubilden.  
 
2.2   Pädagogische Standards 
Die grundlegenden pädagogisc hen Standards, die bei der AWO Köln verankert sind , stellen 
Querschnittsthemen und damit Basis unserer täglichen Arbeit dar, sie finden jederzeit 
Anwendung und bestimmen unser tägliches Handeln.  
Sozialraumorientierung: Die Strukturen der Arbeitsschwerpu nkte und der Angebot der 
Jugendeinrichtung orientiert sich an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen und an den 
Bedürfnissen des Sozialraums.  
Diese Anliegen werden im Rahmen der Konzeptentwicklung konti nuierlich durch eine 
Analyse der Sozialräume  und der Besucherstruktur überprüft. Bei Veränderungen im 
Einzugsgebiet oder in den Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen erfolgt – je nach 
Möglichkeit – eine Anpassung der pädagogischen Arbeit an die neue Situation.  
Bedürfnisorientierung: Es h andelt sich um ein Angebot für Kinder und Jugendliche, sie und 
ihre Bedürfnisse stehen bei unserer Arbeit im Mittelpunkt.  
Partizipation: Partizipation ist gerade für ein solches Projekt sehr wichtig.  Kinder und 
Jugendliche sollten den Prozess aktiv mitgestalten. Das heißt, ihre Interessen, Wünsche und 
Vorstellungen bei der Planung von Angeboten und Gestaltun g der Rahmenbedingungen 
(Name, Anschaffungen, Projekte etc.) mit einzubeziehen. Auf diese Weise erfahren sie, dass 
ihre Meinung gefragt und wichtig ist, dass sie Dinge beeinflussen können. Weiterhin lernen 
sie, sich zu engagieren und Mitverantwortung zu übernehmen. Darüber hinaus wird durch 
aktive Partizipation eine Identifikation mit der Einrichtung/dem Sozialraum geschaffen. 
Integration und Inklusion: Unser i ntegrativer und inklusiver Ansatz in der Kinder - und 
Jugendhilfe ist zum einen auf ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Kindern und 
Jugendlichen unterschiedlicher persönlicher, nationaler und  sozialer Herkunft ausgerichtet. 
Zum anderen soll sie ein au sgeglichenes Miteinander von jungen Menschen mit 
unterschiedlichen Entwicklungsgraden oder sonstigen geistigen und körp erlichen 
Besonderheiten fördern.  
Geschlechtsspezifische Arbeit: Die geschlechtsspezifische Arbeit hat das Ziel, die 
Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern und gleichzeitig ihren spezifischen 
Bedürfnissen und Interessen gerecht zu werden. 
Die Umsetzung der geschlechtsspezifischen Arbeit erfolgt über die Angebotsstruktur. Hierbei 
ist es wichtig, sowohl Angebote und Maßnahmen in  geschlechtshomogenen, als auch 
Aktivitäten in geschlechtsheterogenen Gruppen, durchzuführen.

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Prävention: Der präventive Charakter der pädagogischen A rbeit in der offenen Kinder und 
Jugendarbeit der AWO Köln spiegelt sich in den einzelnen Angeboten wider.  Sie beinhalten 
die Förderung von Wahrnehmung, Kooperation, Selbstvertrauen, Konfliktfähigkeit und 
Kreativität im Problemlöseverhalten. Insbesondere die sportlichen und 
erlebnispädagogischen Aktivitäten sollen dazu beitragen, eigene Stärken zu erkennen, 
Grenzen und Schwächen zu akzeptieren, um so zu einer gefestigten und handlungsfähigen 
Persönlichkeit heranzureifen. 
2.3  Grundsätzliche Ziele der Offenen Kinder- und Jugendarbeit bei der AWO Köln e.V. 
Mit unserer Arbeit wollen wir „...junge Menschen zu befähigen sich für die eigenen Belange 
einzusetzen und gemeinsam mit anderen jungen Menschen Aktivitäten zu planen und 
durchzuführen.“ (Aufstellungsbeschluss integrative Jugendarbeit). 
Ihre Grundbedürfnisse nach sozialen Kontakten, Anerkennung, Dazugehörig keit und 
Geborgenheit in der Gruppe, sowie das Bedürfnis nach persönlicher Entfaltung und 
selbständiger Entwicklung sollen anerkannt und gefördert werden.  
Wir wollen Mädchen und Jungen in ihren persönlichen Fähigkeiten stärken und ihre 
individuelle und so ziale Entwicklung fördern. Sie sollen lernen, Gefährdung und Risiken zu 
erkennen, und damit eigenverantwortlich umgehen können. Benachteiligung soll abgebaut 
und Desintegration vermieden werden, Gleichberechtigung gefördert und Integration 
hergestellt werden 
Mit unserer Arbeit wollen wir Chancengleichheit und Emanzipation von Mädchen und 
Jungen deutscher und ausländischer Herkunft fördern.  
Teilziele sind die Erziehung zu Verantwortung und Lebensbewältigung: im Umgang mit 
anderen, im Umgang mit Räumen, Spielen, Materialien, mit schulischen oder 
ausbildungsrelevanten Aufgaben, dem eigenen Körper, Gesundheit, Natur etc. 
Weitere Teilziele sind die Förderung der Kreativität, der Toleranz und der Sprach - und 
Kommunikationsfähigkeit, die Förderung der Konflikt fähigkeit sowie die Stärkung des 
Selbstwert- und des Gruppengefühls.  
Das Rollenverständnis der Geschlechter sowie die gleichberechtigte Teilnahme an 
verschiedenen Angeboten soll vermittelt und gefördert werden. 
 
3.   Arbeitsschwerpunkte 
Aufgrund von konze ptionellen Überlegungen und unter Berücksichtigung der unter Kap. II 
beschriebenen Qualitätsstandards ergeben sich für die neue Jugendeinrichtung  (zunächst) 
folgende Arbeitsschwerpunkte:

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Anfänglich mü ssen die Jugendeinrich tung und die Angebote bei der Ziel gruppe bekannt 
gemacht werden. Sollte dies noch nicht über die Partizipationsworkshops und „Mund zu 
Mund“ Propaganda hinreichend passiert sein, werden wir durch mobile Aktionen  an 
markanten Plätzen für uns  werben. Hier gilt es zu beachten, dass es mit den 
gegenüberliegenden Köln Arcaden eine sehr gute Lage ist, um viele junge Leute auf uns 
aufmerksam zu machen.    
Dann wird zunächst der Schwerpunkt auf die Etablierung eines regelmäßigen und 
ansprechenden Offenen Treffs liegen. Hier scheinen die  ersten Grund risse darauf 
hinzudeuten, dass ein großer Bereich (inkl. Theke) hierfür bereits eingeplant ist. Es gilt die 
Jugendlichen und deren Bedarfe kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und dann 
zielgruppenorientierte Angebote zu entwickeln. Erste Projekte  im Bereich Sport und Musik 
sind, aus unsere r bisherigen Erfahrung, immer gute Türöffner, um Jugendliche in die 
Einrichtung „zu locken“.  
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Sozialraumorientierung in der Arbeit der 
Jugendeinrichtung. Wir werden uns in die bes tehenden Netzwerke einbringen und aktiv 
daran beteiligen. Um die JE bekannt zu machen, ist es durchaus auch vorstellbar, dass wir 
uns mit einem Stand oder einer Aktion an dem Kalker Adventsmarkt oder dem Kalkfest 
beteiligen.  
Als letzten aber ebenfalls seh r wichtigen Schwerpunkt möchten wir uns dem Thema 
Demokratiebildung und damit verbunden dem Thema Partizipation widmen.  
Die Rahmenbedingungen für Demokratiebildung und Partizipationsförderung sind bei jungen 
Menschen in Köln im Jahr 2018 als sehr untersch iedlich zu bezeichnen. Denn genauso wie 
bei der Schulbildung verhält es sich mit der Demokratiebildung, das Elternhaus entscheidet 
in erheblichem Maße mit, ob und wie ich mich engagiere.  
Während ein Teil der heutigen Jugendlichen  sich durch Artikulation und aktive Beteiligung 
auszeichnet, entfremden sich die anderen immer mehr von politischen Prozessen und einer 
Beteiligung. Nicht selten wachsen diese Jugendlichen in sehr politikdesinteressierten bis hin 
zu politikablehnenden Milieus auf.  
Darüber hinaus müssen sich v iele zugewanderte und geflüchtete Kinder und Jugendliche  
(nicht nur in der Thessaloniki Allee)  erst vertraut machen mit den demokratischen und  
politischen Rahmenbedingungen ihrer neuen Heimat und dies vor den Bedingungen einer 
Informationsvielfalt, die ungefiltert und ohne hilfreiche Kenntnisse schnell zu einem 
Informationswirrwarr wird.  
In Kalk sind diese „politikfernen “ Jugendlichen in großer Anzahl zu finden. Eine generell 
niedrigere Wahlbe teiligung sind nur die deutlichsten A usschläge einer bedenkenswerten 
Entwicklung. 
Hier muss die Offene Kinder und Jugendarbeit viel mehr und innovativer als bisher seine 
Zugänge zu genau diesen (benachteiligten) Jugendlichen für ein Demokratie -Empowerment

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nutzen. Die Prozesse innerhalb des Sy stems Schule scheinen oftmals nicht nachhaltig genug 
zu sein. 
Hier werden wir den Prozess, der im Vorfeld bereits durch die Partizipationswor kshops und 
die Kooperation mit dem Wille Eichler Werk begonnen wurde, in der alltäglichen Arbeit 
fortführen.  
4. Verfahren zur Qualitätssicherung 
Wir überprüfen unsere Arbeit  regelmäßig, um die Qualität zu sichern. Dabei wird von der 
Frage ausgegangen, ob die gesetzten Ziele mit der pädagogischen Praxis und den sich 
ständig ändernden Anforderungen übereinstimmen. 
Ein regelmäßiger Teamaustausch, ggf. die Beteiligung am Wi rksamkeitsdialog, und die 
Durchführung einer exemplarischen Selbstevaluation sind wichti ge Bausteine der 
Qualitätssicherung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit der AWO Köln. 
Die Evaluation ist die systematische Überprüfung eines Angebotes. Zu festgelegten   Themen 
und in festgelegten Zeiträumen werden differenzierte Zielüberprüfungen durchgeführt. Die 
Evaluation dient dazu, die aus den Qualitätsstandards bzw. Arbeit sschwerpunkten 
hergeleiteten Handl ungsziele anhand von Indikatoren zu überprüfen. Im Verfahren der 
Evaluation werden systematisch Daten über den Arbeitsbereich gesammelt, verschriftlicht, 
analysiert und bewertet. Die Ergebnisse geben Hinweise darauf, in wie weit die Ziele erreicht 
werden, und fließen damit ein in den fortwährenden Prozess des Konzeptionierens. 
Zur Überprüfung der Wirksamkeit der pädagogischen Arbeit ist ein bis zwei Mal jährlich ein 
Angebot zu evaluieren. 
Die Qualität der pädagogischen Arbeit wird außerdem durch die gezielt e Vor - und 
Nachbereitung von Angeboten, jährliche Team -Klausurtagen sowie Fort - und Weiterbildung 
erhalten. 
5. Resümee 
Das vorgestellte Konzept fußt auf unserer langjährigen Erfahrungen im Bereich der Kinder - 
und Jugendarbeit und Informationen aus dem Sozi alraum, die durch Gespräche und 
Recherchen vor Ort zu einem stimmigen und überzeugenden Konzept zusammengefasst 
werden konnten. An dieser Stelle ist noch mal darauf hinzuweise n, dass es bei einer 
Neuentwicklung eines solchen Projektes besonders wichtig ist , die konzeptionellen 
Überlegungen mit der gelebten Realität und den Bedarfen vor Ort kontinuierlich 
abzugleichen und auch anzupassen. Die Offenheit, Arbeitsweisen und Angebote zu 
verbessern und damit  die Bereitschaft das eigene Handeln kontinuierlich auf  seine 
Wirksamkeit zu überprüfen, ist ein wesentlicher Gelingensfaktor. Denn schlussendlich 
stimmen die Kinder und Jugendlichen vor Ort selbst mit ihren Füßen über die Qualität und 
damit den Erfolg eines Konzeptes ab.

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Die AWO Köln bewirbt sich h iermit für die Trägerschaft eines mobilen Angebots , das durch 
seine Rahmenbed ingungen die Bandbreite von Instrumenten und Maßnahmen der 
zeitgemäßen Kinder- und Jugendarbeit zur Erprobung und Anwendung bringen kann. Hierfür 
sehen wir uns fachlich und personell gut aufgestellt und motiviert.   
Abschließend noch einmal die wichtigsten Argumente aufgelistet:  
 Die AWO Köln hat umfassende und langjährige Expertise im Bereich der Offenen 
Kinder- und Jugendarbeit, dies ist Grundvoraussetzung für d en Aufbau eines solchen 
Angebots.  
 AWO Köln ist vielfältig aufgestellt, die Streetwork Tätigkeit in Kalk, die  interessanten 
Projekte der Fachstelle für Gewaltprävention, das Büro für Bürgerenga gement und 
das Bildungswerk könnten als Anknüpfungspunkte dabei dienen, das neue  Angebot 
erfolgreich mitzugestalten und zu etablieren.  
 Wir bringen  das nötige Knowhow mit , um erfolgreich und dauerh aft Drittmittel für 
die Arbeit einzuwerben und abzurechnen.  
 Darüber hinaus sind wir soweit vernetzt und breit aufgestellt, das w ir uns zutrauen, 
neue Wege im Bereich der Demokratiebildung / Partizipationsförderung zu gehen.  
 Fachlicher Austausch, Qualitätssicherung und Fortbildungsmöglichkeiten stehen für 
die Mitarbeiter zur Verfügung. 
 Professionelle betriebs - und pe rsonalwirtschaftliche Infrastrukt ur beim Träger. Der 
Verwaltungsaufwand beim Mitarbeiter vor Ort ist dadurch minimiert. Konzentration 
auf das Kerngeschäft damit gewährleistet. 
 Der GAG Vorstand befürwortet und unterstützt die Projektidee.

Pavillon e.V.

30250 Zeichen

Das Kalk-Tandem 
in der OKJA  
 
 
Teilnahme am Interessensbekundungsverfahren  
Jugendeinrichtung Kalk, ehemaliges Maltesergrundstück 
 
 1 Träger 
  1.1 Aktivitäten des Pavillon e.V. in der Offenen Ki nder und Jugendarbeit 
  1.2 weitere Aktivitäten des Pavillon e.V. 
1.3 Gemeinnützigkeit und Anerkennung als Träger der  freien Jugendhilfe  
1.4 Verbandsmitgliedschaft 
1.5 Unser Leitbild 
2 Konzept  
2.1 Situationsbeschreibung 
2.2 Interesse des Pavillon e.V. 
2.3 Zielgruppe 
2.4 Leitziele + Handlungsziele 
2.5 Ressourcen 
2.6 Vernetzung und Kooperation 
2.7 Qualität 
2.8 Personal 
2.9 Mögliche Schwerpunkte

1 Träger    Pavillon e.V. 
Verein für Jugendarbeit in Köln Kalk 
Manteuffelstraße 13 
51103 Köln 
Tel.: 0221-1690236 
Mail: 
pavillon-ev@netcologne.de  
Geschäftsführung: Frau Schädlich und Herr Janas 
 
1.1 Aktivitäten des Pavillon e.V. in der Offenen Ki nder und Jugendarbeit 
Der Pavillon e.V. betreibt in den Stadtteilen Köln Kalk und Köln Merheim Offene Kinder- und 
Jugendarbeit nach §11 SGB VIII und deckt somit einen Leistungsbereich der Kinder- und 
Jugendhilfe ab.  
In den Sozialräumen leben viele Jugendliche, zum Teil ist ein hoher Jugendhilfebedarf zu 
vermerken. Gerade sozial abweichende Gruppen zeigen oftmals hohe Integrationsansprüche. 
Der Pavillon e.V. stellt den Jugendlichen Orte und Räume zur Verfügung und vermittelt 
personale und soziale Bezüge. Den MitarbeiterInnen des Pavillon e.V. ist gegenseitiger 
Respekt, Vertrautheit und Integrität besonders wichtig. Überdies  wird darauf geachtet, das 
Verhalten der Jugendlichen in diesem Rahmen nicht zu etikettieren.   
Der Pavillon e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebenswelt der Jugendlichen in den 
Mittelpunkt zu rücken. Das Verbringen der Freizeit in einer Jugendeinrichtung hat für die 
Biographie von Jugendlichen eine enorm große Bedeutung, da gerade im nonformalen 
Bildungssetting die Möglichkeit der persönlichen Entwicklung gegeben ist.  
Der Pavillon e.V. betreibt Jugendarbeit mit niedrigschwelligen Angeboten. Dabei stehen 
einige Prinzipien im Vordergrund:  
•  Inklusion  -Alle Kinder und Jugendliche dürfen in die Einrichtung kommen - ungeachtet ihres 
kulturellen oder sozialen Hintergrunds, ihres Geschlechts, der sexuellen Ausrichtung oder des 
Bildungsgrades, mit oder ohne Handicap (Kindertag 6-12 Jahre, Offener Treff 12-18 Jahre, 
Beratungsangebote bis 22 Jahre, in Ausnahmefällen bis zum beendeten 27. Lebensjahr). 
•  Partzipation  -Von den MitarbeiterInnen werden keine Themen vorgegeben. Die Jugendlichen 
selbst bringen ihre Themen partizipatorisch ein. Die Themen werden beeinflusst von 
verschiedenen Lebenslagen, Lebensstilen und Lebensbedingungen.  
•  Lebensweltorientierung  -Der Arbeitsauftrag der MitarbeiterInnen des Pavillon e.V. orientiert 
sich immer klar an den Anliegen und der Lebenswelt der Jugendlichen. Dabei werden die 
Lebenserfahrungen und Prinzipien der Jugendlichen immer mit einbezogen.  
In den Räumen des Pavillons begegnen sich unterschiedliche kulturelle und soziale Milieus. 
Die Jugendlichen sind Gestalter der angebotenen Räume und können frei entscheiden, an 
verschiedenen Angeboten des Pavillons teilzunehmen. Dabei profitiert der Träger sowohl von 
jugendaffinen Kulturtechniken des eigenen Personals als auch von einem Netzwerk 
freiberuflicher Akteure. Unter Anderem: Fitness-Kampftraining, Musikaufnahme, akustische 
Musik, Bewerbungshilfen, wechselnde Sport-Angebote, Werkprojekte und Projekte in der 
Kultur- und Medienpädagogik.

Ein immer relevantes Bedürfnis ist es, Gleichberechtigung aufzubauen und Benachteiligungen 
abzubauen. Darum betreibt der Pavillon e.V. geschlechtsspezifische Mädchen- bzw. 
Jungenarbeit.  
In der Arbeit mit den Jugendlichen verfolgt die Philosophie des Pavillon e.V. immer die Ziele, 
junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern, 
Benachteiligungen zu vermeiden und positive Lebensbedingungen zu schaffen.  
Neben den Angeboten innerhalb der Räume des Pavillons, betreibt der Pavillon e.V. auch 
Aufsuchende Jugendarbeit. Die MitarbeiterInnen sind regelmäßig in den Straßen der 
Stadtteile unterwegs und wenden sich den Jugendlichen zu, die sich im offenen Raum 
bewegen. Oftmals werden hier Jugendliche angetroffen, die auf anderen Wegen von den 
MitarbeiterInnen nicht mehr erreicht werden. Durch das Aufsuchen der MitarbeiterInnen an 
informellen Treffpunkten findet Soziale Arbeit im Lebens- und Sozialraum der Jugendlichen 
statt.  
Auch die Mobile Jugendarbeit findet im öffentlichen Raum statt. Insbesondere an lebhaften 
Plätzen (Spielplätze, Parkanlagen etc.) können die MitarbeiterInnen viele Kinder und 
Jugendliche antreffen. Mit Verleihangeboten werden Plätze belebt und Jugendliche zur 
aktiven Freizeitgestaltung aufgefordert. 
2017 wurde der Pavillon e.V. durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für 
seine hervorragende Präventionsarbeit ausgezeichnet. 
 
 
1.2 Weitere Aktivitäten des Pavillon e.V. 
Durch das Selbstverständnis, mit den Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Teil 
eines Sozialraumes zu sein und Mitverantwortung für die Entwicklung in den 
Wohnraumumfeldern zu tragen, haben sich weitere sozialräumliche Aktivitäten entwickelt: 
•  Seit 2014 ist der Pavillon e.V. vom „Wohndialog KalkNord“ beauftragter Träger 
für den „VeedelsHausmeister KalkNord“ 
•  Seit 2015 ist der Pavillon e.V. im Namen des „Runden Tisches 
Quartiersentwicklung KalkNord“ Träger des generationenübergreifenden 
Nachbarschaftsprojektes „Ein Stadtteil für uns“, das von der RheinenergieStiftung 
Familie unterstützt wird. 
 
1.3 Gemeinnützigkeit und Anerkennung als Träger der  freien Jugendhilfe gemäß §75 SGB VIII 
Die Gemeinnützigkeit des Pavillon e.V. ist anerkannt durch das Finanzamt Köln-Ost. 
  
Der Pavillon e.V. ist seit dem 14.03.2005 durch den Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln nach 
§75 SGB VIII als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt.

1.4 Verbandsmitgliedschaft 
Seit 2013 ist der Pavillon e.V. Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW sowie 
Mitglied im Paritätischen Jugendwerk NRW. Die verbandliche Gremienarbeit nutzen die 
MitarbeiterInnen des Vereins aktiv, um Inhalte und Strukturen der Offenen Kinder- und 
Jugendarbeit angemessen weiterzuentwickeln. Darüber hinaus nutzt der Pavillon beim 
Verband professionelle Angebote wie Fortbildungen und Dienstleistungen im Gehaltsservice 
und der Finanzbuchhaltung. 
 
 
1.5 Unser Leitbild (Leitbildprozess läuft bis 09.11.2018, hier Stand April 2018) 
Wir, der Pavillon e.V., bieten  im Rahmen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Kindern, 
Jugendlichen und Heranwachsenden offene Räume, in denen sie ihre Freizeit verbringen 
können.  Grundprinzip dabei ist die Freiwilligkeit. 
 
Als unabhängiger und demokratischer Verein heißen wir alle Kinder, Jugendliche und 
Heranwachsende im Alter von 6-26 Jahren willkommen, ungeachtet ihrer Religion, sexueller 
Orientierung, Geschlechts, kulturellen Hintergrundes und sozialen Status.  
 
Wir begleiten diese wertschätzend in ihrem individuellen Lebensraum, bringen eine 
akzeptierende Haltung mit und sind uns dabei unserer Vorbildfunktion bewusst. Die 
Gestaltung der Räume findet partizipativ mit der Zielgruppe statt. Wir zeichnen uns durch die 
Kontinuität unserer Angebote, die hohe Professionalität der Mitarbeitenden und die 
konsequente Lobbyarbeit für Kinder und Jugendliche aus. Unsere heterogen besetzten 
Teams bieten Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden eine vielfältige Vertrauensbasis. 
Damit die offenen Angebote in einem geschützten Rahmen stattfinden können, erarbeiten 
wir Schutzkonzepte, die stetig weiterentwickelt werden. 
 
Die Sozialräume, in denen wir tätig sind, sind uns seit vielen Jahren vertraut,  wir schöpfen 
aus einem exzellenten Kooperationsnetzwerk und haben eine hohe Akzeptanz bei den 
Bewohnerinnen und Bewohnern in der Nachbarschaft unserer Einrichtungen.  
 
Wir verstehen uns als lernende Organisation und sehen unsere interne Kommunikation als 
Säule unserer Arbeit.  Daher stehen alle Mitarbeitenden in regelmäßigem Austausch und 
nutzen regelmäßige Teamsitzungen,  Supervision und kollegiale Beratung. Entscheidungen 
werden gemeinsam in den zuständigen Gremien demokratisch getroffen und getragen. 
 
Wir bringen als Mitarbeitende unsere individuellen Kompetenzen in die Arbeit ein und 
entwickeln sie als Lernende weiter, insbesondere die Zielgruppe und die Sozialräume sind 
unsere Lernfelder.  Wir nutzen die Möglichkeiten, uns extern fortzubilden und unsere 
pädagogische Arbeit  weiterzuentwickeln.

2 Konzept 
2.1 Situationsbeschreibung 
Der Standort der geplanten Einrichtung liegt in unmittelbarer Nähe zur Kalker Hauptstraße, 
den Köln Arcaden und dem angrenzenden Bürgerpark, welcher durch die attraktive Gestaltung 
und vielfältigen Angeboten von vielen Kindern und Jugendlichen täglich genutzt wird. Die 
direkte Umgebung ist geprägt von einer sozialen und interkulturellen Diversität. Rund um den 
Bereich der Kalker Post und der darunter liegenden U-Bahnstation herrscht in der Regel zu 
allen Tageszeiten ein buntes Treiben. Die Bahnstation wird täglich von bis zu 20.000 Ein- und 
Aussteigern genutzt.  
Das Leben rund um den Postplatz und die sich daran anschließende Taunusstraße ist geprägt 
von vielen kleinen Cafés, Gemüsehändlern, Wettbüros und kleineren Geschäften. Gegenüber 
der Post befindet sich mit den Köln Arcaden eine der größten Einkaufs-Malls im gesamten 
Stadtgebiet. Diese wird tagtäglich von Jugendlichen aufgesucht, um hier zu verweilen, Eis zu 
essen, WLAN zu nutzen, zu shoppen oder Freunde zu treffen. 2016 wurde im Rahmen des 
Jugendforums Kalk eine Befragung von ca. 140 Jugendlichen aus dem Raum Kalk durchgeführt. 
Der Fragebogen bestand aus zum Teil standarisierten bzw. teilstandarisierten Fragen. Unter 
anderem wurden auch Fragen zum Stadtteil Kalk gestellt. Hier wurden sowohl Aufenthaltsorte 
der Jugendlichen, als auch Änderungswünsche zum Stadtteil oder Freizeitmöglichkeiten 
erfragt. Die Köln Arcaden wurden mit großem Abstand am häufigsten als Aufenthaltsort von 
Jugendlichen benannt.  Zudem wurden der Wunsch nach mehr Aufenthaltsorten, mehr 
Jugendzentren und Sportangeboten sowie längere Öffnungszeiten der Köln Arcaden geäußert. 
Diese Ergebnisse nehmen die MitarbeiterInnen des Pavillon e.V. zum Anlass vermehrt 
Aufsuchende und Mobile Arbeit im unmittelbaren Umkreis der Arcaden durchzuführen, um 
Jugendliche auf die langen erwünschten Angebote aufmerksam zu machen und die Angebote 
den Bedarfen der Jugendlichen vor Ort anzupassen. Dem Pavillon e.V. sind durch die 
langjährige Erfahrung und vor allem durch die Aufsuchende Arbeit im Stadtteil viele Orte in 
und um die Köln Arcaden bekannt, an denen sich Jugendliche aufhalten. Darüber hinaus haben 
MitarbeiterInnen des Pavillons in Kalk-Nord an einer Befragung der FH Düsseldorf bei Prof. Dr. 
Deinet teilgenommen, die unter dem Namen „Jugendliche und die “Räume” der Shopping 
Malls“ 2018 erschienen ist. Direkt neben dem Baufeld der Köln Arcaden begann zudem die 
Arbeit des Pavillon e.V. als Jugendprojekt in den Jahren 1996-2005. 
Im Bereich der Trimborn- und der daran anknüpfenden Taunusstraße befindet sich die S-
Bahnstation Trimbornstraße, welche eine direkte Verbindung zur Innenstadt und dem Kölner 
HBF in zehn Minuten bietet. Auch der Knotenpunkt Bahnhof Deutz ist in nur einer Station zu 
erreichen. Der nord-westliche Ausgang des S-Bahnhofes Trimbornstraße führt über einen 
kleinen, eingezäunten Weg an die Kreuzung Kalker-Hauptstr./Walter-Pauli-Ring. Durch die 
Öffnung des Zaunes wäre ein direkter Zugang zu dem Standort der neuen Einrichtung aus dem 
Ausgang des Bahnhofes möglich. Aus Sicht des Pavillon e.V. sollte dieser Zugang ermöglicht 
werden, um eine direkte Verbindung zur Taunus-und Trimbornstraße zu gewährleisten. Da die 
Einrichtung bedauerlicherweise nicht offen sichtbar an der Kalker Hauptstraße gelegen und nur 
von einer Seite begehbar ist, muss ein besonderes Augenmerk auf die Zuwegung für 
Jugendliche liegen. Daher ist für Jugendliche aus Humboldt auch der Zugang über den 
Märkischen Weg zu ermöglichen.

Hinter den Bahngleisen beginnt der Stadtteil Humboldt-Gremberg mit der ebenfalls sehr 
belebten Taunusstraße. Das Leben um die Kreuzung Taunus-/ Trimborn- und Gießener Straße 
ist geprägt von der marokkanischen Community. Es gibt viele Geschäfte, Cafés sowie eine 
Moschee-Gemeinde.  
In der Gießener Straße befindet sich eine öffentlich ausgewiesene Spielfläche, welche in den 
letzten Jahren sehr heruntergekommen ist und außer zwei Tischtennisplatten keine Angebote 
für Kinder und Jugendliche bietet. Humboldt-Gremberg ist im Gegensatz zu der Bebauung in 
den Stadtvierteln „Kalk“ und „Kalk-Nord“ sehr heterogen gestaltet. Neben 
Mehrfamilienhäusern und Hochhäusern wie in der Camberger Straße, gibt es im östlichen Teil 
Humboldts Einzelhausbebauung, die einen fast dörflichen Charakter aufweisen.  
Die Einrichtung kann an dem geplanten Standort theoretisch Klientel aus allen oben 
beschriebenen Bereichen ansprechen. In der Verwaltung der Stadt Köln, sind diese wie folgt 
aufgeteilt: „Humboldt-Gremberg“, „GE Kalk“, „Kalk“. Zusätzlich wäre denkbar, dass auch 
Klientel aus „Kalk Nord“ und entfernteren Gebieten angesprochen werden kann, da die Kalker 
Post und die Köln Arcaden ein Dreh-und Angelpunkt für viele Jugendliche darstellen.  
Das demographische Umfeld im Bezug auf die Zielgruppe in diesen Bereichen ist wie folgt zu 
betrachten: 
Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 21 Jahren: 
 
 GE Kalk:        399 
 Kalk:      1630 
 Humboldt-Gremberg:    1202 
 Kalk Nord:     1172 
 Gesamt:     4403 
 
 
 Leistungsberechtigte nach SGB II unter 15 Jahren i n %: 
 
 GE Kalk:        8,4 % 
 Kalk:      46,1 % 
 Humboldt-Gremberg:    40,1 % 
 Kalk Nord:     47,1 % 
 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund u nter 21 Jahren in % gerundet: 
 
 GE Kalk:        87 % 
 Kalk:        81 % 
 Humboldt-Gremberg:      79 % 
 Kalk Nord:       82 % 
 
Durch die geplante Bebauung an dem beschriebenen Standort, dem Neubau an der 
Robertstraße, dem ehemaligen Kaufhof-Gelände und der neuen Siedlung zwischen dem 
Walter-Pauli-Ring und der Barcelona-Allee, ist in den kommenden Jahren mit einem weiteren 
Zuwachs zu rechnen. Innerhalb von fünf Jahren werden dort 500 Wohnungen bezugsfertig, die 
auch zum Teil mit staatlicher Förderung errichtet werden. Daher ist eine hohe Diversität in der

Bewohnerstruktur zu erwarten. Auch wurde eine entsprechende Bevölkerungsprognose im 
aktuellen Jugendförderplan der Stadt Köln berücksichtigt. Die Bedarfsanalyse sieht für die 
Bereiche Kalk (Rang7) und Humboldt-Gremberg (Rang 12) einen erhöhten Handlungsbedarf für 
die Schaffung einer neuen Jugendeinrichtung. 
 
2.2   Interesse des Pavillon e.V. 
Der Pavillon e.V. ist seit über 15 Jahren im Stadtteil Kalk, in den letzten Jahren überwiegend in 
Kalk-Nord aktiv. Durch mehrere Standortwechsel und die generell sozialräumlich ausgerichtete 
Jugendarbeit des Vereins, Aufsuchende und Mobile Jugendarbeit, sind die MitarbeiterInnen in 
guter Kenntnis über die Bedarfe der Klientel im Stadtteil, kennen (Rückzugs-) Räume der 
Jugendlichen und befürworten die Schaffung einer neuen Einrichtung im Bereich der Kalker 
Post und der Trimbornstraße. Das professionelle Team ist in der Lage die Problemlagen, 
Herausforderungen und Aufgaben der Lebensbewältigung der ansässigen Klientel zu erkennen 
und für die entsprechende Zielgruppe adäquate Leit- und Handlungsziele zu formulieren.  
Daher möchte der Pavillon e.V. sein Interesse an der Trägerschaft der geplanten Einrichtung 
bekunden. Diese soll als „Tandem-Einrichtung“ im Verbund mit der bereits bestehenden 
Einrichtung in Kalk-Nord betrieben werden. Durch die vorhandenen Ressourcen, die 
erarbeitete Struktur und die nachgewiesen hohe Zahl an StammbesucherInnen in der 
bestehenden Einrichtung, ergeben sich Synergien, die für die sozialräumliche Jugendarbeit in 
den Stadtteilen Kalk und Humboldt hohe Qualität bieten. 
 
2.3 Zielgruppe 
Die Zielgruppe umfasst Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 6-22 (27) Jahren aus 
den Stadtteilen Kalk und Humboldt-Gremberg, unabhängig von Handicap, sozialem Status, 
sexueller Orientierung, Ethnie, Religion, kulturellem Hintergrund und des Geschlechts. 
Aufgrund des Wohnumfeldes hinter den Köln Arcaden werden auch Kinder und Jugendliche 
aus eher bildungsnahen Familien angesprochen. Ebenfalls werden auf dem ehemaligen 
Maltesergelände auch Wohneinheiten für StudentInnen errichtet, sodass diese auch als 
Ressource für die Jugendeinrichtung, zum Beispiel durch die Einbindung in Peer-to-Peer-
Angebote, gesehen werden können. Ein weiteres Augenmerk wird auf die Kinder und 
Jugendliche aus den neuen Wohneinheiten auf dem alten Kaufhofgelände und der 
Robertstraße gelegt.

2.4 Leitziele + Handlungsziele 
Produktbereich  
 
Leitziele  Handlungsziele  
Offener Bereich  •  Jugendliche nutzen geschützte Räume auf Basis der 
Freiwilligkeit 
•  Jugendliche nutzen Angebote der Freizeitgestaltung 
•  Jugendlichen sind neue Erlebnisräume eröffnet 
•  Verbindlichkeit und Verlässlichkeit sind erlernt 
 
•  Räume sind für alle frei zugänglich bereitgestellt  
•  Angebote sind lebensweltorientiert und sozial- 
räumliche Voraussetzungen sind berücksichtigt 
•  Ständig wechselnde Bedarfe der Zielgruppe sind 
beachtet  
•  Informelle Gesprächsangebote sind gegeben 
 
Geschlechtersensible Arbeit  •  Autonome Geschlechtsidentität ist gefördert 
•  Jugendliche erhalten schützende Rückzugsräume 
•  Positive Lebensentwicklung ist gefördert 
•  Selbstbild, Selbständigkeit und Persönlichkeit sind 
gefördert 
•  Notwendige (Rollen-)Vorbilder sind erreichbar 
 
•  Über-Kreuz-Pädagogik ist berücksichtigt 
•  Fachkräfte befinden sich in ständigem 
Austausch und Reflexion 
•  Geschlechtergerechte Beratung ist 
sichergestellt 
•  Arbeit ist stetig an die Lebenswelt der 
Jugendlichen angepasst 
•  Jugendliche sowie MitarbeiterInnen setzen sich 
mit Rollenerwartungen auseinander 
 
Mobile/  
Aufsuchende Jugendarbeit 
•  Jugendliche bestimmen bei der Auswahl der 
Angebote mit 
•  Jugendliche sind in der Lage, ihre Freizeit 
eigenständig zu gestalten 
•  Jugendliche haben die Gelegenheit, 
MitarbeiterInnen an informellen Treffpunkten 
aufzusuchen 
•  „NichtbesucherInnen“ sind erreicht und aktiviert, 
die Einrichtung zu besuchen 
 
•  MitarbeiterInnen sind regelmäßig und aktiv im 
Stadtteil unterwegs 
•  Bedarfsorientierte Angebotsstruktur ist 
geschaffen 
 
Beratung und Begleitung  •  Jugendliche kennen Anlaufstellen zu bestimmten 
Problemlagen auch außerhalb der Einrichtung 
•  Jugendliche werden in kritischen Lebenslagen 
begleitet 
 
•  Einrichtung ist mit Fachstellen vernetzt 
•  Jugendliche sind bedarfsorientiert und 
angemessen begleitet 
•  Jugendliche sind in der Einrichtung 
niedrigschwellig beraten und/oder sind in ein 
professionelles Beratungssystem 
weitervermittelt 
 
Übergang Schule/ Beruf  •  Jugendliche haben realistisches Selbstbild 
erarbeitet 
•  Anschlussperspektive ist gegeben 
•  Bewerbungsinstrumente sind erlernt 
•  Gezielte Angebote sind gegeben 
•  Bedarfe sind unmittelbar bedient 
 
•  Jugendliche sind bedarfsgerecht beraten und 
begleitet 
•  MitarbeiterInnen verfügen über 
Fachkenntnisse und sind mit Fachstellen 
vernetzt 
 
Ferienmaßnahmen  •  Jugendliche haben alternative Möglichkeiten zur 
Freizeitgestaltung in den Ferien 
•  Jugendlichen werden neue Erlebnisräume eröffnet 
•  Jugendliche beteiligen sich partizipativ 
 
•  Angebotsstruktur in den Ferien ist geschaffen 
Gesundheitsorientierung  •  Jugendliche haben Prinzipien der gesunden 
Ernährung erlernt 
•  Jugendliche können regelmäßig an 
Bewegungsangeboten teilnehmen 
•  Jugendliche haben die Möglichkeit innerhalb der 
Einrichtung einen ruhigen Rückzugsort aufzusuchen 
•  Jugendliche sind sich der Risiken von gefährdenden 
Stoffen bewusst 
•  Jugendliche sind befähigt, Gefährdungssituationen 
individuell zu bewerten und zu bewältigen 
 
•  Gut Drauf Kriterien sind berücksichtigt 
(Bewegung, Ernährung, Stressregulation) 
•  Jugendschutzgesetz ist allen MitarbeiterInnen 
bekannt 
•  Einrichtung ist mit Fachstellen vernetzt 
•  Vorbeugender Schutz ist gegeben 
Partizipation  •  Jugendliche sind  an der Gestaltung der 
Angebotsstruktur beteiligt 
•  Jugendliche praktizieren Demokratie 
•  Jugendliche sind in ihren Fähigkeiten gestärkt 
•  Jugendliche beteiligen sich an 
Aktivierungsprozessen 
 
•  Jugendliche sind stetig in Prozesse einbezogen 
•  Angebote zur Freizeitgestaltung sind unter 
besonderer Berücksichtigung des Sozialraums 
erstellt 
•  Bedarfsorientierte Angebotsstruktur ist 
geschaffen

2.5 Ressourcen 
Der Pavillon e.V. hat durch die jahrelange Arbeit im Stadtteil Kalk und durch die konsequente 
Aufsuchende und Mobile Arbeit mit der facettenreichen und vielseitigen Klientel eine große 
Menge an Erfahrung sammeln können. Den MitarbeiterInnen sind bereits viele Jugendliche 
durch Aufsuchende und Mobile Arbeit z.B. im Bürgerpark und auf der Kalker Hauptstraße um 
den neuen Standort herum bekannt. Darüber hinaus hat der Pavillon e.V. bereits 2010 ein 
Ferienangebot im Humboldt-Park durchgeführt.  
Außerdem bildet auch der jetzige Standort der Einrichtung in der Manteuffelstraße eine 
gewinnbringende Ressource. Durch den neuen Standort auf dem alten Gelände der 
Malteserwerke wäre es möglich, die neue und die jetzige Einrichtung im Verbund zu 
betreiben. Konkret hieße das, dass die Einrichtungen gemeinsam eine viel weitere Bandbreite 
an Angeboten für Jugendliche im Stadtteil schaffen könnten. Zudem ist es sichergestellt 
mögliche Doppelstrukturen zu vermeiden. Als Beispiel ist die Erweiterung der Öffnungszeiten 
zu nennen. Durch eine weitere Sonntagsöffnungszeit (im Pavillon in der Manteuffelstraße 
jeder erste Sonntag im Monat), kann die Wochenendöffnungszeit im Stadtteil um einen 
zusätzlichen Sonntag erweitert werden und somit eine größere Abdeckung erzielt werden.  
Außerdem könnte eine fachliche Ausrichtung in beiden Einrichtungen stattfinden, indem 
bestimmte Angebote bedarfsgerecht ausgelagert bzw. erweitert werden. Die direkte 
Verbindung durch die Buslinie 159 der beiden Einrichtungen (fußläufig 15 Minuten) kann zum 
einen genutzt werden, um Jugendliche je nach Bedarf in Angebotsstrukturen zu vermitteln, 
aber auch um eine schnelle und unkomplizierte Vertretung von MitarbeiterInnen im 
Krankheitsfall zu gewährleisten. Der Vorteil bei der Arbeit im Verbund liegt nicht nur in der 
Ausweitung der Angebotsstruktur, sondern auch im fachlichen Austausch der 
MitarbeiterInnen. So ist es möglich, dass beide Einrichtungen voneinander lernen, während 
die Eigenständigkeit und die individuelle Kultur beider Einrichtungen erhalten bleiben.  
Eine wichtige Ressource für den Betrieb der Einrichtungen auf dem alten Gelände der 
Malteserwerke bilden die Erfahrungen des Pavillon e.V. aus der Offenen Kinder- und 
Jugendarbeit in Köln Merheim. Die Zielgruppe dort setzt sich in einer ähnlichen Diversität 
zusammen, wie sie auch für die BesucherInnen der neuen Einrichtung in Kalk zu erwarten ist. 
Organisatorische Vorteile unserer Tandem-Einrichtung liegen in der Schließung eines 
gemeinsamen Zuwendungsvertrages und somit auch einer gemeinsamen 
Leistungsvereinbarung (Wirksamkeitsdialog) mit dem Jugendamt der Stadt Köln.

2.6 Vernetzung und Kooperation 
Der Pavillon e.V. vernetzt sich am neuen Standort bezogen auf seine Zielgruppe mit den im 
Sozialraum und im Stadtbezirk tätigen Trägern und Initiativen. Ziel ist es, Angebote zu 
kommunizieren, Doppelstrukturen zu vermeiden und vorhandene Ressourcen zu bündeln. 
Insbesondere die Schaffung zusätzlicher Angebote wie Ferienprogramme oder Events sind 
Ziel von Kooperationen. Einige bestehen bereits durch den Pavillon Manteuffelstraße. 
Beispielhaft seien hier genannt: 
Koop der Jugendeinrichtungen   
Pavillon eV aktiv seit 2004 
•  Jugendzentrum Gremberg  
•  OT Ruppiner Straße 
•  Pavillon Kalk 
•  Ev. Jugend Kalk 
•  Pavillon Merheim 
•  Durchführung gemeinsamer Ferienaktionen 
•  Vermeidung von Doppelstrukturen 
•  Fachlicher Austausch 
•  Gegenseitige Nutzung fachlicher und räumlicher 
Ressourcen 
 
Dialog der Kulturen  
Pavillon eV aktiv seit 2009 
•  IKD Kalk 
•  Jugendpflege Kalk 
•  VIKZ Kalk 
•  CUBA Moschee 
•  Marokkanische Moschee 
Taunusstraße 
•  Kath. Kirchengemeinde Kalk 
•  Ev. Kirchengemeinde Kalk 
•  Eyyüp Sultan Moschee 
•  Pavillon Kalk 
•  180° Wende 
 
•  Soziale Einrichtungen und religiöse 
Gemeinschaften geben Einblicke in ihr Handeln  
•  Entwicklung von Toleranz für andere 
Lebensweisen 
•  Stadtteilspaziergänge mit Besuch von 
Einrichtungen 
 
 
AK Jugendarbeit und Polizei 
Pavillon eV aktiv seit 2010 
•  Bezirksweiter Austausch über jugendrelevante 
Themen wie neue Gruppierungen, neue 
Betäubungsmittel etc. 
•  Einbeziehung polizeirelevanter Themen 
•  Fachliche Weiterentwicklung der Offenen Kinder- 
und Jugendarbeit 
 
Arbeitskreis Abenteuer Beruf  
Pavillon eV aktiv seit 2005 
•  Jugendpflege Kalk 
•  Conaction e.V. 
•  Adolph Kolping Schule 
•  Kurt Tucholsky Schule 
•  Martin Köllen Schule 
•  AbenteuerHallenKALK 
•  Pavillon e.V. 
 
•  Durchführung der Ausbildungsmesse „Abenteuer 
Beruf“  
•  Austausch über Themen im Übergang 
Schule/Beruf 
 
Martin Köllen Schule 
Hachenburger Straße 
Pavillon eV aktiv seit 2010 
•  Freizeitangebote für Schülerinnen und Schüler 
sichtbar machen 
•  Trainingsangebote zu Sozialkompetenzen und 
Vorstellungsgespräche 
 
Zusammenarbeit mit 
städtischen Dienststellen 
•  Jugendpflege Kalk 
•  Interkultureller Dienst Kalk 
•  Streetwork der Stadt Köln 
 
•  Austausch über die Situation im Sozialraum 
•  Absprache zu mobilen Angeboten im Sozialraum

Am neuen Standort gilt es, sich sozialräumlich zu vernetzen. In einer Sozialraumbegehung mit 
dem Sozialraumkoodinator des Kinderschutzbundes und dem Sozialmanagement der GAG 
Immobilien AG gab es einen Austausch über die Aktivitäten. Bezogen auf das gesamte 
Bezugsgebiet der neuen Einrichtung gibt es mögliche Netzwerkpartner: 
•  Interessengemeinschaft Humboldt-Gremberg e.V. 
•  Sozialraumkoordination Humboldt/Gremberg  Kalk 
•  Runder Tisch Humboldt/Gremberg 
•  Geschäftstreibende im Umfeld der Einrichtung 
•  Quartier Colonia e.V. (Kalk GE) 
•  Sozialmanagement der GAG Immobilien AG 
•  Weitere Wohnungsgesellschaften im Umfeld der Einrichtung 
•  Kinder- und Jugendzentrum Gremberg (Vermeidung von Doppelstrukturen) 
 
 
2.7 Qualität 
Die Arbeit des Pavillon e.V. wird in Tagesprotokollen und den wöchentlichen 
Teamreflexionen dokumentiert. Eine angemessene Berichterstattung gegenüber dem 
Jugendamt wird im Rahmen des jährlich stattfindenden Wirksamkeitsdialoges sicher gestellt. 
Eine Selbstevaluation findet darüber hinaus in den Supervisionen statt.  
Die pädagogischen Ziele der Arbeit werden in den Leistungsvereinbarungen mit dem 
Jugendamt im Rahmen des jährlich stattfindenden Wirksamkeitsdialoges festgehalten und 
fortgeschrieben. Der Pavillon e.V. macht gute Erfahrungen mit dem dialogischen Verfahren in 
der quantitativen und qualitativen Weiterentwicklung der Angebote der Offenen Kinder- und 
Jugendarbeit. 
Die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen und Fachtagungen zu jugendrelevanten 
Themen mit regionalem oder überregionalem Bezug ist für alle MitarbeiterInnen 
verpflichtend.  
Konzepte werden grundsätzlich fortgeschrieben und sind somit als Prozess zu begreifen.  
Bei Inbetriebnahme der Einrichtung erfolgt die Erarbeitung eines einrichtungsbezogenen 
Schutzkonzeptes gemäß der Vereinbarung mit der Stadt Köln nach § 8a und §72a des SGB 
VIII. 
 
2.8 Personal 
Der Pavillon e.V. strebt die paritätische und  heterogene Besetzung des pädagogischen 
Teams an. Dies betrifft die gemischtgeschlechtliche Besetzung des Teams, aber auch 
Herkunft, Zuwanderungsgeschichte und sprachliche Kompetenzen sind hier 
ausschlaggebend. Eine Affinität zu jugendbezogenen Kulturtechniken ist wünschenswert.

Je nach Bedarf kommen Honorarkräfte mit Spezialausbildungen in den Bereichen Handwerk, 
Musik, Theater, Sport etc. zum Einsatz. 
Die pädagogischen Qualifikationen werden gemäß den Richtlinien für die Offene Kinder- und 
Jugendarbeit der Stadt Köln erfüllt. 
 
2.9 Mögliche Schwerpunkte 
Aus der langjährigen Erfahrung sowie dem stetigen Austausch mit kooperierenden  
Einrichtungen im Stadtbezirk Kalk, erachtet der Pavillon e.V es für den beschriebenen 
Standort für sinnvoll, die Angebote der Einrichtung niedrigschwellig  zu gestalten. Nach den 
allgemein bekannten Prinzipien der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sollte der Schwerpunkt 
der Arbeit zuallererst darauf ausgelegt sein, Kindern und Jugendlichen `Räume zu bieten´. Die 
Angebote in der Einrichtung sollen von den Kindern und Jugendlichen partizipativ 
mitgestaltet werden. Dem Pavillon e.V. ist es wichtig, dass das Fachpersonal auf die 
Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingeht und eine bedarfsgerechte Angebotsstruktur 
gestaltet. Durch den langjährigen Kontakt mit der heterogenen Klientel im Stadtteil Kalk, 
ergeben sich aus Sicht der MitarbeiterInnen mögliche Schwerpunkthemen:  
•  Partizipation  (aktive Mitgestaltung der Kinder und Jugendlichen an der Angebotsstruktur) 
•  Offene Treffs (Freizeitgestaltung, Kontaktaufnahme zu der Klientel) 
•  Beratung in allen Lebenslagen (Unterstützung bei der Lebensbewältigung, Vermittlung an 
Fachstellen)  
•  Angebote zur Berufswahlorientierung (Unterstützung bei Bewerbungen, Hilfestellungen 
beim Übergang von der Schule in den Beruf, Vermittlung an Fachstellen)  
•  Angebote zur Geschlechtersensibilisierung (evtl. geschlechtsspezifische Tage, Angebote zur 
Sensibilisierung von Rollenbildern, Homosexualität etc.)  
•  Interkulturelle Angebote (Angebote zum Abbau von Vorurteilen gegenüber anderen 
Kulturen und Ethnien, Präventionsarbeit zu radikalen Strömungen)  
•  Angebote zur (Jugend-) politischen Teilhabe (Jugendforen, Diskussionsrunden etc.)  
•  Angebote aus dem Bereich der Jugendkulturen (Aufnahme von HipHop-Musik, Graffiti-
Projekte, Tanzangebote etc.) 
•  Musikprojekte (Band und Instrumentalunterricht) 
•  Angebote aus dem Bereich Sport und Entspannung (Fitnesstraining, Ballsportangebote, 
Yoga etc.) 
•  Angebote aus dem Bereich Ernährung (Kochangebote, Urban Gardening etc.)

Beratungsverlauf (2)

13.09.2018 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.4.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
13.09.2018 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 10.2.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2156/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
20.08.2018
Erstellt
25.06.2018 08:02