AN/0364/2026
Kulturelle Bildung
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Gem. Antrag nach § 3 (Rat)
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Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kölner Rat CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Ausschusses für Kunst und Kultur Frau Dr. Eva Bürgermeister Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 02.03.2026 AN/0364/2026 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 12.03.2026 Kulturelle Bildung Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 12.03.2026 zu setzen. Beschluss: Die antragstellenden Fraktionen beantragen eine Neujustierung der Kulturellen Bildung in Köln. Das Thema kulturelle Bildung soll (auch) organisatorisch wieder als gemeinsame Auf- gabe der Dezernate 4 und 7 festgeschrieben werden. Dazu beschließt der Ausschuss folgende Punkte: 1. Die organisatorische Zuständigkeit für die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung wird (wieder) als Schnittstelle zwischen den Dezernaten „Kunst und Kultur“ sowie „Jugend und Schule“ festgeschrieben. 2. Zu den Aufgaben dieser Koordinierungsstelle soll neben den bisherigen zukünftig ge- hören: - die breiten Angebote der freien Szene, der Träger der Kinder- und Jugendhilfe und der Kulturinstitutionen im Bereich kultureller Bildung sichtbarer zu machen, - 2 - z.B. auf einer neu zu gestaltenden Plattform mithilfe einer Digitalisierungskam- pagne oder ggf. durch die Ertüchtigung und Bewerbung der bereits bestehenden Plattform „Musenkuss“. - neben der digitalen Sichtbarmachung und Bewerbung der Angebote gezielt For- mate der aktiven Ansprache und Beziehungsarbeit in den Stadtteilen zu entwi- ckeln und umzusetzen. - eine Verzahnung von Kultur und Schule, Kitas, Akteuren vor Ort (wie z. B. den Interkulturellen Zentren) und Jugendhilfe stärker voranzutreiben. - Kooperationsmodelle zu organisieren und den Zugang zu allen Angeboten Kultu- reller Bildung in allen Stadtbezirken, auch mit besonderem Fokus auf die Sozial- raumkoordinierungsgebiete, so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten. - regelmäßige Sachstandsberichte in den zuständigen Ausschüssen 3. Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept zur Umsetzung einer Neujustierung der kultu- rellen Bildung im oben beschriebenen Sinne und legt dieses zeitnah den entspre- chenden Fachausschüssen vor. 4. Der Ausschuss appelliert an das Land, die Förderprogramme zur kulturellen Bildung passgenauer an die Bedarfe in den Kommunen, den Schulen, KiTas und Institutionen kultureller Bildung anzupassen. Begründung: In der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 24.06.2025 wurde beschlossen, dass die Verwaltung beauftragt wird, „alle Angebote der kulturellen Bildung der Stadt Köln zusam- menzuführen und auf einem Portal öffentlich zugänglich zu machen und zu bewerben“. Zur Umsetzung sollte eine gemeinsame Arbeitsgruppe „kulturelle Bildung“ der Dezernate IV und VII gebildet werden, bzw. die bereits in diesem Bereich zwischen den Dezernaten tätige Steuergruppe kulturelle Bildung mit der Aufgabe betraut werden. Mit unserem Antrag gehen wir nun einen Schritt weiter – denn in der Sitzung des KUK am 29.01.2026 wurde in einer Mitteilung der Verwaltung deutlich, dass der Antrag in den derzei- tigen Strukturen keine wirkliche Umsetzung erfahren kann. Wir begrüßen, dass bereits auf Initiative des Museumsdienstes Köln Mitte September 2025 ein erstes Abstimmungs- und Arbeitstreffen zu dem Beschluss stattgefunden hat, an dem viele Akteur:innen teilgenommen haben. Der Hinweis auf bereits bestehende Plattformen ist ebenfalls nachvollziehbar, aber u.E. nicht ausreichend. Der Antrag im Juni 2025 wurde sehr - 3 - wohl in Kenntnis der bestehenden Plattformen und Fördermöglichkeiten gestellt und auch in Kenntnis der damit einhergehenden Praxis. Unsere Antwort darauf ist angesichts der Haushaltslage eine Neuausrichtung der Arbeit und das Festhalten an der Notwendigkeit einer neuen und übersichtlichen Kenntlichmachung der zahlreichen bestehenden Angebote, dem Aufbau neuer Kooperationen und der Organisation dieses Prozesses. Das soll die Plattform Musenkuss nicht in Frage stellen, aber zusätzliche Möglichkeiten schaffen. Wenn eine kreativ gestaltete benutzerfreundliche und übersichtliche Plattform geschaffen wird, wird automatisch die Reichweite und auch die Nachfrage erhöht. Die Ansiedlung der Kulturellen Bildung als Schnittstelle zwischen beiden Dezernaten (4 und 7) ermöglicht es, die jeweiligen Fachexpertisen zusammenzuführen. Mit freundlichen Grüßen gez. gez. Lino Hammer Grüne-Fraktionsgeschäfts- führer Niklas Kienitz CDU-Fraktionsgeschäftsfüh- rer gez. gez. Günter Bell DIE LINKE-Fraktionsge- schäftsführer Ulrich Breite FDP/KSG-Geschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0364/2026
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Rat)
- Datum
- 02.03.2026
- Erstellt
- 02.03.2026 11:44