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2935/2021

Stellungnahme zu AN/1199/2021 der Ratsgruppe GUT "Kunst im öffentlichen Raum"

Stellungnahme zu e. Antrag (Ausschuss) 07.09.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 07.09.2021

Stellungnahme zu einem Antrag (Ausschuss)

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Stellungnahme zu einem Antrag (Ausschuss)

8987 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/41/41/21 
 
Vorlagen-Nummer  07.09.2021 
 2935/2021 
Stellungnahme zu einem Antrag 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 07.09.2021 
 
Stellungnahme zu AN/1199/2021 der Ratsgruppe GUT "Kunst im öffentlichen Raum" 
Im Ausschuss Kunst und Kultur am 15.06.2021 bittet die Ratsgruppe GUT mit AN/1199/2021 um Stel-
lungnahme der Verwaltung zu: 
Kunst im öffentlichen Raum 
 
Die Verwaltung wird gebeten den Kölner Künstlerin:Innen das Sichtbarmachen ihrer Kunst, in Form 
von Bewegten Bildern  im öffentlichen Raum zu ermöglichen. Hierzu sollen geeignete Bildschirme 
und Projektionsgeräte der Firma Ströer genutzt werden, welche sich im Stadtraum befinden. Außer-
dem wird darum gebeten, eine Ausschreibung für die Kunstschaffenden zu veröffentlichen, mit der 
sich diese für die entsprechenden Flächen bewerben können. Hierzu soll die Verwaltung einen Zeit-
plan vorlegen, der deutlich macht, wie vielen Künstler:Innen pro Jahr diese Möglichkeit gegeben wer-
den kann, welche Laufzeit den Installationen ermöglicht werden kann und ob es darüber hinaus wei-
tere Fördermöglichkeiten für das Projekt gibt. 
Besonderes Augenmerk soll hierbei auf die freie Szene gerichtet werden sowie auf sogenannte spar-
tenübergreifende Kunstformen. 
 
Begründung: 
Als Kunststadt liegt uns auch im bildungspolitischen Bereich viel daran, ein junges Publikum für ver-
schiedene Kunstformen zu sensibilisieren. 
Zudem sind die Kölner Künstler:Innen insbesondere aus den Bereichen Tanz, Schauspiel, Perfor-
mance und spartenübergreifenden Bereichen wie zeitgenössischem Zirkus besonders von der pan-
demischen Lage betroffen und haben kaum die Möglichkeit ihrer Kunst Ausdruck zu verleihen und ein 
Publikum zu erreichen. 
Die  Werbeflächen der Firma Ströer bieten sich hier besonders an, da diese im gesamten Stadtgebiet 
zu finden sind und die technische Ausstattung aufweisen Videoinstallationen zu zeigen. 
Zudem ist im Werbenutzungsvertrag von Ströer die Kulturwerbung verankert und bietet somit die 
Möglichkeit der Durchführung. 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Das beschriebene Anliegen hat für die bildende Kunst bereits seine Umsetzung in dem jüngsten Ko-
operationsprojekt der „Jungen Kunstfreunde“ des Museum Ludwig mit der Firma Ströer gefunden. Am 
26.7.2021 erfolgte dazu eine Pressemitteilung und online ist das Projekt „Ein Impuls“ unter 
www.kunstfreunde.koeln/einimpuls nachzulesen.  
Die Jungen Kunstfreunde beschreiben ihr Projekt wie folgt: 
In unserem Ausstellungsprojekt EIN IMPULS möchten wir Sichtbarkeit für junge Künstler*innen schaf-
fen. Zwischen den Bahngleisen und auf der Durchreise spiegeln die Werke auf den STRÖER 
Screens eine diverse und lebendige junge Kunstszene wider. Sie setzen sich aus einzigartigen Blick-
winkeln sowohl mit tagesaktuellen Ereignissen als auch ihrer Rolle als Künstler*innen und ihren jewei-

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ligen Praktiken auseinander und kommen dabei zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. 
Unsere Jury hat eine Auswahl von 25 Werken für EIN IMPULS getroffen und wird am Ende der Lauf-
zeit unseres Ausstellungsprojektes eine*n der teilnehmenden Künstler*innen mit einem Preisgeld von 
3000€ sowie der Gestaltung der ersten jungen Edition für die Freunde des Wallraf-Richartz-Museum 
und Museum Ludwig e.V. ehren. 
In der Jury saßen: Nina Benning, Diane Ciesielski, Prof. Lilian Haberer, Maria Helmis, Leon Jankowi-
ak, Dr. Max Krawinkel, Thomas Luppa, Marcel Odenbach, Kit Piehler, Andra Lauffs-Wegner. 
Das Projekt ist eine Kooperation der jungen Initiative der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und 
Museum Ludwig e.V. sowie STRÖER. Es wurden folgende Künstler*innen mit ihren Werken ausge-
wählt: Maurits Boettger, novelty trap; Friedrich Boell, LVDS1; Shuree Saarantuya, Technonomad; 
BUSSIBUSSI10, Kinderteller; Lea Sprenger, ich linse du linst; Johanna Hartenberg, #Zero; MDura, 
Hypertonie; René Radomsky, Hold; Nikolai Meierjohann, Kissing; Kilian van de Water, Freibad; Linda 
Stauffer, Clitoris the companion; Sophie Schmidt, matterofform; Johannes Raimann, con-
temper_300%; Isaac Chong Wai, Leaderless; Yu Chunju, I am going to become white; Hua Zhang, 
Breeze; Liu Peng, Übersee; Beatrice Schuett Moumdjian, Sachstadsdokumentation; Olga Drachuk-
Meyer, Incarcerated; Leon Billerbeck, Temporary traces of our not yet; Viktoria Gurina, Hannah Held, 
Judith Niggehoff, Deformation, Giorgi Gedevanidze. Chair; Volkan Dinçer, Stay Home; Jeesoo Hong, 
Passing Through; Clemens Tremmel, Ein Ozean. 
Die Projektbeteiligten von „Ein Impuls“ wissen, dass sie bei Interesse einer Fortsetzung des Projektes 
auch einen Projektkostenzuschuss beim Kulturamt beantragen können. 
 
Darüber hinaus sei auf das städtische Kooperationsprojekt mit Ströer „Kunst an Kölner Kunstsäulen“ 
(2019-2029, www.stadt-koeln.de/kunstsäulen) hingewiesen, dass ebenfalls durch eine Ausschreibung 
und Jurysitzung flankiert wird. Dieses Projekt richtet sich an Kölner und überregionale Künstler*innen 
und bietet jedes Jahr vier bis sechsmal im Jahr Künstler*innen die Möglichkeit, einen Entwurf für Lit-
faßsäulen in Köln einzureichen und umzusetzen. Zurzeit ist im öffentlichen Raum in Köln das Werk 
„Olympiade 2021“ des Kölner Künstlers Andreas Maus zu sehen. 
 
Zudem betreut die Kulturverwaltung ebenso aktuelle Projekte der Kunst im öffentlichen Raum am 
Ebertplatz, zu denen nicht nur die Rollentreppen-Kunstwerke und die derzeitige LED-Installation mit 
FRIES-TV (Offener Videokunst Kanal am Ebertplatz) und Transit (Literaturprojekt im öffentlichen 
Raum) zählen, sondern auch eine künstlerische Bespielung der Ströer-Plakatwände am Platz gehört. 
Diese Ebertplatz-Projekte von Kunst im öffentlichen Raum, insbesondere die LED-Installation, wen-
den sich an die hiesigen Künstler*innen und haben eben genau das Ziel, Künstler*innen verschie-
denster Sparten (Videokunst, Musik, Graphikdesign, Literatur etc.) ein coronakonformes Forum im 
öffentlichen Raum zu bieten. 
Meryem Erkus (künstlerische Leitung) erläutert das Ziel von Fries-TV wie folgt: „Als die Idee des LED-
Frieses 2020 diskutiert wurde, war uns schnell klar: Dieses 50 Meter lange Display könnte sich nicht 
nur für Texte, sondern auch für visuelle Kunst eignen. Dem Kultur-Team am Platz und dem Kölner 
Kulturamt ist es zu verdanken, dass wir nun eine tolle Auswahl an Positionen mit unterschiedlichsten 
Interpretationen von bewegtem Bild zeigen können. Während uns Kino- und Museumsbesuche noch 
verwehrt bleiben und Filmkunst-Festivals nur online stattfinden können, freuen wir uns ganz beson-
ders über die Möglichkeit, Künstler*innen mit speziell dafür zugeschnittenen Screenings im extremen 
Breitwandformat an Kölns einzigartiger LED-Wand präsentieren zu können.“ 
 
Seit Ende August können Kulturorte aber nun wieder unter der Einhaltung der 3 G-Regelung für ein 
größeres Publikum öffnen. Somit haben Künstlerin*innen wieder die Möglichkeit, ihre Werke in Spiel-
stätten und Ausstellungsorten einem Publikum zu präsentieren. Parallel zu den eigenen nun wieder 
möglichen Veranstaltungen der Kulturszene, veranstaltet die Stadt 2021 einen umfangreichen „Kölner 
Bühnensommer“ auf Open Air-Spielstätten. Konkret geplant bzw. größtenteils bereits durchgeführt 
wurden vom „Kölner Bühnensommer“ mit Stand von Ende August 74 Veranstaltungen. Weitere Ver-
anstaltungen sind darüber hinaus in Planung. Bereits mehr als 300 Künstler*innen wurden im Rah-
men des „Kölner Bühnensommer“ engagiert. Die Stabsstelle Events fungierte als Betreiberin der O-
pen-Air-Bühnen auf dem Eisenmarkt und „An der Schanz“. Veranstaltungen an weiteren Open-Air-
Standorten werden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartner*innen realisiert (Infos 
dazu siehe auch Mitteilung 2640/2021).

3 
 
Aufgrund begrenzter Finanz- und Personalressourcen hält die Kulturverwaltung es nach den langen 
Corona-Einschränkungen nun angesichts der Öffnungsmöglichkeiten für wichtiger und nachhaltiger, 
nun Künstler*innen wieder den direkten Kontakt zum Publikum und somit den gegenseitigen Aus-
tausch zwischen Kunstschaffenden und Kunstrezipienten mit Finanzmitteln zu ermöglichen und mit 
Beratung zu begleiten. 
 
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Wunsch "Kunst auf Bahnsteigen" zu ermöglichen. Auch hier 
fehlen die personellen und finanziellen Ressourcen um dieses Projekt operativ zu führen, ein Konzept 
zu erarbeiten, die Kommunikation mit den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) zu verstetigen und Con-
trolling des Gesamtprojekts, es zu evaluieren und die Gremien hierüber entsprechend regelmäßig zu 
informieren. 
 
Deshalb hält das Kulturamt eine weitere Bindung von Finanzmitteln sowie Personalressourcen für 
Kunst im öffentlichen Raum in der in der Anfrage formulierten Form für nicht prioritär umsetzbar. 
Stattdessen möchte die Kulturverwaltung die in 2021 verfügbaren Fördermittel und Personalressour-
cen wie in der Vorlage 2635/2021 erläutert in die Veranstaltungsförderung investieren. 
 
Gez. i.V. Wolfgramm für Dez. VII

Beratungsverlauf (1)

07.09.2021 Ausschuss Kunst und Kultur
Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2935/2021
Typ
Stellungnahme zu e. Antrag (Ausschuss)
Datum
07.09.2021
Erstellt
17.08.2021 12:39